Kuba nach Hurrikan Michael: Wie ist die aktuelle Situation?

Kuba nach Hurrikan Michael: Wie ist die aktuelle Situation?

Wie ist die aktuelle Situation? Diese Frage stellen sich viele Besucher von Havanna-Original nach den verheerenden Bildern aus den USA. Wie sieht die Situation aktuell in Kuba aus? Hurrikan Michael bewegte sich vom karibischen Meer in den Golf von Mexiko und von dort zur Südküste der USA. Dabei zog das Auge des Sturms auf dem Meer sehr nah an den westlichen Provinzen Kubas vorbei. Michael war zu diesem Zeitpunkt noch ein Hurrikan der niedrigsten Kategorie, wodurch sich die Schäden in Grenzen hielten. Im Gegensatz zu den USA gab es auf Kuba keine Todesopfer.

Pinar del Río – Viñales-Tal und María la Gorda

Im Gegensatz zu Hurrikan Irma wurde diesmal der westliche Teil Kubas getroffen. Am stärksten traf es die westlichste Provinz Pinar del Rio. In dieser liegt das bei Touristen sehr beliebte Viñales-Tal mit den nahen Stränden von Cayo Levisa und Cayo Jutia sowie das Tauchparadies María la Gorda. Die Region wurde von starken Winden und hohen Niederschlägen heimgesucht und in einigen küstennahen Gebieten kam es zu Überschwemmungen. Dadurch fiel flächendeckend die Strom- und Wasserversorgung aus. Dank der guten Organisation des Zivilschutzes sind die Hauptstraßen wieder befahrbar und innerhalb von 3 Tagen konnten bereits über 90% der Versorgung wiederhergestellt werden. Aufgrund der Reparatur- und Aufräumarbeiten kann es zu Einschränkungen in der Region kommen. Derzeit sind uns aber keine Schäden an der touristischen Infrastruktur bekannt. Trotzdem, wenn ihr in den nächsten Tagen einen Aufenthalt in den betroffenen Regionen plant, solltet ihr euch über die aktuelle Situation vor Ort erkundigen.

Statt ins Viñales-Tal zu fahren, könnt ihr das Naturparadies Las Terrazas besuchen oder die Umgebung von Trinidad erkunden. Für Taucher sind die Südküsten der Provinzen Matanzas, Cienfuegos und Sancti Spíritus gute Alternativen. In der Provinz Matanzas findet ihr rund um die Schweinebucht in Playa Larga und Playa Girón ausgezeichnete Tauchplätze. Auch die Playa Rancho Luna unweit von Cienfuegos und die Playa Ancón bei Trindad eignen sich für Tauchgänge.

Havanna, Artemisa, Mayabeque und Isla de Juventud

Die Hauptstadt Havanna und die angrenzenden Provinzen Artemisa und Mayabeque sowie das Sonderverwaltungsgebiet Isla de Juventud waren nur wenig vom Sturm betroffen. Viel Regen und hohe Windgeschwindigkeiten führten zu leichten Schäden und einigen Überschwemmungen in Ufernähe, es gab aber keine größeren Schäden. Inzwischen kehren die Provinzen zum Normalzustand zurück. Die beliebte Natur- und Wanderregion Las Terrazas in der Nähe von Sorea könnt ihr ohne Probleme besuchen. Auch auf der Isla de Juventud könnt ihr wieder normal Urlaub machen.

Wo ihr unbeschwert Urlaub machen könnt

Der Traumstrand von Varadero ist in sehr gutem Zustand.
Der Traumstrand von Varadero ist in sehr gutem Zustand.

Folgende Provinzen und Touristenziele sind von Hurrikan Michael nicht betroffen

  • Varadero und Matanzas
  • Cienfuegos
  • Villa Clara
  • Trinidad
  • Sancti Spíritus, Ciego de Ávila, Camagüey, Las Tunas,
  • Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria
  • Guardalavaca und Holguín
  • Granma
  • Santiago de Cuba
  • Baracoa und Guantánamo
Das koloniale Städtchen Trinidad blieb vom Sturm verschont.
Das koloniale Städtchen Trinidad blieb vom Sturm verschont.

Rundreisen

Bei den beliebten Rundreisen im Westen der Insel kann es zu Einschränkungen und Änderungen kommen, wenn die Route die Provinz Pinar del Río bzw. das Viñales-Tal einschließt.

Allgemeine Verhältnisse

Hurrikans sind im September und Oktober keine Seltenheit. Kuba als größte Insel der Karibik ist oft betroffen. Trotz der Schäden war Kuba gut auf die Situation vorbereitet. Hurrikan erprobt begannen die Aufräumarbeiten direkt nach dem Sturm. Hunderte Arbeiter aus den unbetroffen Provinzen helfen bei Reparatur und Wiederaufbau. Die Hauptstraßen in der betroffenen Region sind geräumt und durchgängig befahrbar. Es kommt vereinzelt zu Stromausfällen. Hier sind die Schäden am Leitungsnetz und die notwendigen Reparaturen bemerkbar. Mit Hochdruck wird an der Schadensbeseitigung gearbeitet und in wenigen Wochen sollte wieder eine normale Versorgung gewährleistet sein.

Das oberirdische Leitungsnetz ist bei Sturm besonders anfällig.
Das oberirdische Leitungsnetz ist bei Sturm besonders anfällig.

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