¿Kuba nach Hurrikan Irma: Wie ist die aktuelle Situation?

Starke Niederschläge im Urlaubsparadies Kuba.

Kuba nach Hurrikan Irma: Kann die geplante Urlaubsreise stattfinden?

Diese Frage stellen sich viele Besucher von Havanna-Original. Viele sind aufgrund der anstehenden Herbst- bzw. Weihnachtsferien um ihren lange ersehnten Jahresurlaub besorgt. Vorab meine persönliche Erfahrung.

Ein Flug ins Ungewisse

Ich selbst buchte Wochen vorher einen Flug, für Montag den 11. September, von München nach Holguín. Schließlich wollte ich für längere Zeit nach Guantánamo und den Osten Kubas näher kennenlernen. Die Anreise kurz nach dem Sturm erfolgte – bis auf einen kurzen Stromausfall am Flughafen – problemlos. Vor der Weiterfahrt nach Guantánamo graute es mir. Ich hatte eine dreistündige Fahrt in der Dunkelheit vor mir und echnete mit extremen Straßenverhältnissen. Schließlich wütete der Sturm die Tage davor mit extremen Windstärken und hohen Niederschlägen.

Leeres Flugzeug? Nicht nur das besondere Datum, auch viele Stornierungen wegen Hurrikan Irma führten zu einer freien Platzwahl. Maximal 70 Passagiere befanden sich in der 767 auf dem Flug nach Holguín.
Leeres Flugzeug? Nicht nur das besondere Datum, auch viele Stornierungen wegen Hurrikan Irma führten zu einer freien Platzwahl. Maximal 70 Passagiere befanden sich in der 767 auf dem Flug nach Holguín.

 

Die Fahrt zeigte, dass meine Besorgnis unbegründet war. Die Straße war frei und repariert. Nur an zwei Stellen der 180 km langen Strecke fehlte noch die abschließende Asphaltdecke. Hier hatten Wassermassen besonders schwere Schäden hinterlassen. Überrascht war ich nicht nur über die Straßenverhältnisse, selbst am Rand waren keine umgestürzten Bäume oder heruntergefallenen Äste mehr zu sehen. Hier wurde in den letzten Tagen gründlich aufgeräumt.

Wie sieht die Situation im restlichen Kuba aus? Wie stark sind die bei Touristen beliebten Ziele betroffen? Folgend findet ihr die aktuelle Situation.

Baracoa und Guantánamo

Baracoa und der östliche Teil der Provinz Guantánamo wurden bereits im letzten Jahr von Hurrikan Matthew verwüstet. Hurrikan Irma verursachte wieder hohe Sachschäden und abgedeckte Dächer. Zwei Wochen nach dem Wirbelsturm ist ein Besuch trotzdem möglich. Unterkünfte sind genug vorhanden. Ein Besuch des Humbold-Nationalparks und die anderen Touristenziele ist möglich. Meidet die Straße von Moa nach Baracoa und nutzt stattdessen die Verbindung über Guantánamo.

Im Gegensatz zu Baracoa kam die Provinzhauptstadt Guantánamo glimpflich davon. Zwar kam es auch hier zu starken Niederschlägen und Sturmböen, die Sachschäden halten sich aber in Grenzen. Guantánamo könnt ihr ohne Bedenken einen Besuch abstatten.

Santiago de Cuba und Granma

Beide Provinzen sind wenig von Hurrikan Irma betroffen. Ihr könnt hier unbeschwert euren Urlaub genießen.

Guardalavaca und Holguín

Obwohl der Sturm an der Nordküste wütete, ist die Region verhältnismäßig glimpflich davongekommen. Der internationale Flughafen ist in Betrieb. Die Hotelanlagen und der Strand in Guardalavaca sind im guten Zustand.

Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria

Das Auge des Sturmes zog genau zwischen der Nordküste und den vorgelagerten Cayos entlang. Dementsprechend sind die Schäden groß. Der internationale Flughafen Jardines del Rey auf Cayo Coco wurde verwüstet und viele Hotelanlagen überflutet. Zudem beschädigten Flutwellen die über das Meer führenden Verbindungsstraßen stark und spülten ganze Fahrbahnteile davon.

Auch hier zeigte sich die gute Organisation im Katastrophenfall. Nur 72 Stunden nach der Zerstörung waren die Verbindungsstraßen notdürftig repariert und konnten wieder befahren werden.

Der Flughafen und 14 der 18 Hotelanlagen in Cayo Coco und Cayo Guillermo öffnen frisch renoviert zum 01.11.2017. Die restlichen vier öffnen zum 15.11.2017. Die anderen touristischen Einrichtungen öffnen zwischen dem 15. und 20. Oktober.

Die Einrichtungen und Hotels in Cayo Santa Maria folgen zum 15. November.

Bis dahin empfehle ich euch auf Guardalavaca oder Varadero auszuweichen.

Sancti Spíritus, Ciego de Ávila, Camagüey, Las Tunas,

An der Nordküste dieser vier Provinzen zog der Sturm direkt vorbei. In ländlichen Gebieten kam es zu hohen Schäden in der Landwirtschaft und zu vielen beschädigten Wohnhäusern. Stark betroffen ist auch das in Ciego de Ávila liegende Moron. In den Provinzhauptstädten räumte die Bevölkerung bereits auf und eine Besichtigung der historischen Stadtzentren steht nichts im Weg.

Trinidad

Das an der Südküste der Provinz Sancti Spíritus gelegene und bei Touristen beliebte Trinidad war nicht vom Sturm betroffen.

Das koloniale Städtchen Trinidad blieb vom Sturm verschont.
Das koloniale Städtchen Trinidad blieb vom Sturm verschont.

Villa Clara

Die Provinz Villa Clara verwüstete Hurrikan Irma besonders schwer, hier zog der Sturm an Land und fegte unter anderem über die Großstadt Santa Clara. Die Folge: Über 96000 Wohnungen sind beschädigt oder zerstört.

Trotz dieser schweren Schäden sind die Hauptstraßen frei und ein Besuch des Stadtzentrums von Santa Clara ist ohne weiteres möglich.

Cienfuegos

Zwar musste der Norden der Provinz ebenfalls stark unter Hurrikan Irma leiden, die französisch geprägte Provinzhauptstadt blieb aber von größeren Schäden verschont.

Varadero und Matanzas

Nachdem Irma die Provinz Villa Clara verwüstet hatte, zog der Sturm nordwärts Richtung Florida. Dabei zog das Auge des Sturmes direkt über Varadero, dass bei deutschen Urlaubern sehr beliebt ist.

In Varadero beschädigte der Sturm 5411 von insgesamt 20790 Hotelzimmern. Davon sind bisher schon über 1350 Zimmer saniert.

Von 52 Hotels sind 47 geöffnet. In diesen erfolgt die Reparatur neben dem normalen Betrieb.

Folgende 8 Hotels sind in exzellenten Zustand und ohne Schäden:

  • Iberostar Varadero
  • Iberostar Bellavista
  • Meliá Las América
  • Sol Palmero
  • Memories Varadero
  • Royalton Hicacos
  • Ocean Vista Azul
  • Barceló Arenas

Die folgenden fünf Hotels benötigen umfassendere Reparaturen und werden bis zum 15.11.2017 wiedereröffnet:

  • Puntarena
  • Playa Caleta
  • Paradisus Varadero
  • Ocean Patriarca
  • Meliá Península
Der Traumstrand von Varadero ist in sehr gutem Zustand.
Der Traumstrand von Varadero ist in sehr gutem Zustand.

Bis zum 30. Oktober sollen die sichtbaren Schäden auf der Halbinsel behoben sein

Der Traumstrand von Varadero ist trotz des Unwetters in einem sehr guten Zustand.

Unweit von Varadero liegend, hat es die Industriestadt Matanzas ebenfalls stark getroffen. Schwer beschädigt ist das modernste und effizienteste Kraftwerk in Kuba. Die Innenstadt steht den Besuchern wieder offen, allerdings wird am Kraftwerk noch mehrere Wochen gearbeitet.

Havanna

Havanna hatte mit starken Orkanböen zu kämpfen. Wie 2005 bei Hurrikan Wilma kam es zu Sturmfluten, welche küstennahe Gebiete überschwemmten. Bis zu 7 Meter hohe Wellen überfluteten die berühmte Uferpromenade Malecon und die angrenzenden Häuserblocks. Der Tunnel unter der Bucht von Havanna lief ebenso voll wie der Tunnel unter dem Almendares Fluss. Sturm und Flutwellen beschädigten über 4000 Häuser.

Inzwischen sind die Tunnel wieder befahrbar. In weniger als zwei Wochen konnten die Tunnel ausgepumpt und die Technik repariert werden. Die Reparaturen am schwer beschädigten Malecon dauern noch an. Die von der Unesco ausgezeichnete Altstadt war weniger betroffen und kann ohne weiteres besucht werden.

Bis zu sieben Meter hohe Sturmfluten überschwemmten hier die Ufermauer.
Bis zu sieben Meter hohe Sturmfluten überschwemmten hier die Ufermauer.

Artemisa und Mayabeque

Die an die Hauptstadt angrenzenden Provinzen Artemisa und Mayabeque waren nur wenig vom Sturm betroffen und die touristischen Einrichtungen sind wieder ohne Einschränkung besuchbar.

Viñales-Tal, Pinar del Río und Isla de Juventud

Die Provinzen Pinar del Río und Isla de Juventud sind von Hurrikan Irma nicht betroffen. Für Urlauber gibt es hier keine Einschränkungen.

Gleiches gilt für das Viñales-Tal in der Provinz Pinar del Río, das von vielen deutschen Touristen besucht wird.

Das Naturparadies im Viñales Tal ist nicht vom Sturm betroffen.
Das Naturparadies im Viñales Tal ist nicht vom Sturm betroffen.

Rundreisen

Rundreisen von Holguín in den Osten der Insel sind ohne weiteres möglich. Wer auch nach Baracoa will, nutzt am Besten die Verbindung über Guantánamo.

Die beliebten Rundreisen im Westen der Insel sind ebenfalls gut durchführbar. Die häufigen Ziele Viñales, Playa de Girón Cienfuegos und Trinidad sind vom Sturm nicht betroffen. In Sancti Spíritus, Santa Clara und Havanna sind die Innenstädte bereits beräumt und können wieder besichtigt werden. Auch einem Aufenthalt in Varadero steht nichts im Wege.

In den zentralen Provinzen können die Hauptstädte mit ihren historischen Stadtzentren problemlos besucht werden. Die meisten sichtbaren Schäden beseitigte die Bevölkerung in großen Aufräumaktionen. Von einem Strandausflug auf die nördlichen Cayos ist bis Anfang November abzuraten. Alternativen findet ihr an den nicht betroffen Stränden der Südküste oder in Varadero bzw. in Guardalavaca.

Allgemeine Verhältnisse

Starke Hurrikans sind im September keine Seltenheit. Kuba als größte Insel der Karibik ist oft betroffen. Trotz hoher Schäden war Kuba gut auf die Situation vorbereitet. Hurrikan erprobt, begannen die Aufräumarbeiten noch während der Sturm in anderen Landesteilen wütete.

Die Hauptstraßen waren wenige Tage nach dem Sturm geräumt und durchgängig befahrbar.

Es kommt vereinzelt zu Stromausfällen. Hier sind die schweren Schäden am Leitungsnetz und die notwendige Reparatur des modernsten Kraftwerkes von Kuba bemerkbar. Die vorsorglich abgebauten Solarkraftwerke gehen jetzt erst nach und nach wieder ans Netz. Mit Hochdruck wird an der Schadensbeseitigung gearbeitet und bis Mitte November soll wieder eine normale Versorgung gewährleistet sein.

Das oberirdische Leitungsnetz ist bei Sturm besonders anfällig.
Das oberirdische Leitungsnetz ist bei Sturm besonders anfällig.

Die meisten sichtbaren Schäden sind beseitigt. Zwei Wochen nach dem verheerenden Sturm stehen bereits die Reparaturen und der Wiederaufbau im Vordergrund.

Wollt ihr Orte abseits der üblichen Touristenziele besuchen? Empfehle ich euch, dass ihr euch vor Ort über die aktuelle Situation informiert.

Die hohen Kosten aufgrund des Hurrikans werden die positiven wirtschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre dämpfen. Die Ernteeinbußen in der Landwirtschaft sind rießig.

Nach dem Wirbelsturm droht Kuba jetzt eine Touristenflaute. Die Ankunftszahlen liegen dezeit bei 25% des Vorjahres.

Hohe Stornierungen und Umbuchungen führen derzeit zu niedrigen Preisen für Flüge nach Kuba. Vor Ort findet ihr auch günstige private Unterkünfte. Ich kann euch daher nur empfehlen, eure Reise nicht abzusagen. Im Gegenteil: Wolltet ihr schon immer einmal nach Kuba, ist jetzt eine gute und preisgünstige Gelegenheit.

Hier findet ihr meine Tipps für eine entspannte Reise nach Kuba.


Kreditkarte Kuba – Was ihr wissen solltet [Update 2018]

Welche Kreditkarte für Kuba?

Kreditkarte Kuba – Was ihr wissen solltet [Update 2018]

Wie läuft das mit den zwei Währungen? Sollte ich eher Bargeld oder eine Kreditkarte nach Kuba mitnehmen? Funktionieren  Mastercard, Maestro oder Visa Karten in Kuba? Wie und wo bekomme ich Geld.  Welche Gebühren fallen in Kuba an und welche bei meiner Bank? Wer nach Kuba reisen möchte, stellt sich viele Fragen zur Reisekasse.  In dem folgenden Beitrag beantworten wir diese Fragen und geben noch weitere wertvolle Hinweise für eure Kubareise.

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Währung in Kuba

In Kuba gibt es zwei offizielle Währungen. Zum einen die Hauptwährung Peso Cubano (CUP), die oft einfach Peso
oder auch Moneda Nacional genannt wird. In dieser Währung werden Gehälter und Renten bezahlt. Öffentliche Verkehrsmittel,
einheimische Waren und Dienstleistungen, Eintrittspreise im Alltag bezahlen die Kubaner sehr viel mit CUP.

Die zweite Währung ist der Peso Convertible (CUC), oft auch Dollar genannt, da diese seit 1994 den damals parallel genutzten
US-Dollar (USD) ersetzte und ebenfalls an dessen Kurs 1:1 fixiert ist. In der Praxis wird aber gewöhnlich ein Umrechnungskurs
im Verhältnis 1 CUC zu 1.02 bis 1,05 USD verwendet. In Wechselstuben, in Kuba heißen diese CADECA, werden Euro, Pfund,
US-Dollar, Schweizer Franken, Canadische Dollar und Mexikanische Peso sowie Japanische Yen akzeptiert. Beim Bartausch von US-Dollar
wird eine zusätzliche Steuer von 10% fällig. Die Tauschkurse liegen etwa 3% unter dem aktuellen Devisenkurs.

Der CUC wird in speziellen Läden ähnlich dem Intershopsystem der DDR verwendet sowie für touristische Angebote und
Dienstleistungen
. Da der Peso Convertible gerne wie der Peso Cubano einfach nur mit Peso abgekürzt wird, ist es besonders für
Touristen schwer zu erkennen, welche Währung gemeint ist.

In Kuba gibt es zwei Währungen, den Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC).
In Kuba gibt es zwei Währungen, den Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC).

Früher waren beide Währungen stärker getrennt. Kubaner konnten den CUC nur eingeschränkt beziehen und Touristen nur schwer CUP erwerben. Inzwischen ist der Tausch in Wechselstuben uneingeschränkt möglich, in vielen Geschäften kann mit beiden Währungen bezahlt werden und auch im privatwirtschaftlichen Bereich werden beide Währungen parallel eingesetzt. So könnt ihr zum Beispiel auf dem Markt oder an Obstständen auch mit CUC bezahlen, auch wenn die Preise in CUP angeschrieben sind. Gleiches gilt für öffentliche Verkehrsmittel und viele Restaurants. Trotzdem kommt es ab und zu vor, dass nur eine der beiden Währungen akzeptiert wird,  Individualreisende sollten deshalb beide Währungen besitzen. Für Pauschaltouristen reicht in der Regel der CUC aus. Der offizielle Umtauschkurs beträgt 1 CUC zu 24 CUP. in die andere Richtung 25 CUP zu 1 CUC.

Erfolgt die Rechnung in CUP und ihr bezahlt mit CUC, wird meist ein Kurs von 1 zu 22 bis 1 zu 25 berechnet. Ausnahmen sind die Cent-Münzen. Bezahlt ihr mit diesen, wird zur unkomplizierten Umrechnung meist ein Kurs von 1 zu 20 verwendet.

  • 0,05 CUC = 1 CUP
  • 0,10 CUC = 2 CUP
  • 0,25 CUC = 5 CUP
  • 0,50 CUC = 10 CUP
  • 1,00 CUC = 25 CUP

Kreditkarte oder Bargeld für Kuba?

Welche Bargeldmengen ihr in Kuba noch benötigt, hängt natürlich stark von eurem Reisestil und euren persönlichen Ansprüchen ab. Pauschalreisende benötigen deutlich weniger als Individualtouristen, die noch Unterkunft und Transportmittel vor Ort bezahlen müssen. Bargeldmengen zwischen 1000 EUR und 2000 EUR pro Person kommen aber schnell zusammen. Ich fühle mich immer unwohl mit solchen großen Bargeldmengen im Gepäck. Selbst wenn man die Summe auf verschiedene Gepäckstücke aufteilt, das Verlustrisiko ist mir einfach zu groß. Verliert ihr euer Gepäck oder schlägt ein Dieb zu, ist der Urlaub im Eimer. In diesen Schadensfällen zeigt sich der große Vorteil von Kreditkarten. Lasst ihr diese nach einem Verlust umgehend sperren, ersetzt euch die Bank weitere Schäden. Führt ihr zwei Kreditkarten getrennt mit euch, ist das Risiko ohne Geld dazustehen extrem gering.

Kartenzahlung ist in Kuba noch wenig verbreitet. Dort, wo sie angeboten wird, treten häufig Störungen auf oder es fallen zusätzliche Gebühren an. Trotzdem ist eine Kreditkarte die beste Möglichkeit für die Reisekasse. Mit dieser hebt ihr an den im Land vorhanden Geldautomaten oder in Banken Bargeld ab. So reist ihr nur noch mit der gerade benötigten Geldmenge durch Kuba.

Finger weg: Der Tausch von Euro oder anderen Fremdwährungen auf der Straße ist nicht nur illegal, sondern auch eine beliebte Form, um Touristen zu betrügen. Neben anderen Betrugsmaschen werden euch zum Beispiel statt CUC nur CUP angedreht oder ihr erhaltet einen deutlich schlechteren Kurs als in den offiziellen Wechselstuben.

Leider kam es in der Vergangenheit auch in den offiziellen Wechselstuben immer wieder zu Betrugsfällen. Besonders die Wechselstuben an Flughäfen und in Touristenzentren haben keinen guten Ruf. Bezieht ihr Geld am Geldautomaten, seid ihr vor Betrügereien sicher und umgeht lange Wartezeiten beim Geldwechseln.

Ob ihr mit Kreditkarte Geld abhebt oder Bargeld in Kuba tauscht, von kubanischer Seite fallen vergleichbare Gebühren an.

Inzwischen nehme ich nur noch eine kleine Bargeldmenge mit. Diese orientiert sich an der 4 -Tages-Regel. Bargeld in Euro für den ersten Tag und eine Notfallreserve für drei Tage. Diese Summe tausche ich direkt bei der Ankunft am Flughafen. Nachschub hole ich dann regelmäßig in kleinen Beträgen mit meiner Kreditkarte.

Bezahlt ihr eure Reise mit einer Kreditkarte, bieten viele Anbieter weitere Vorteile für Reisende. Zum Beispiel: Reiseversicherungen oder Versicherungen für den Mietwagen. Die Konditionen der verschiedenen Versicherungen unterscheiden sich teils deutlich, prüft deswegen, ob die inkludierten Versicherungen eure Risiken wirklich abdecken.

Aufgrund der vielen Vorteile empfehle ich euch, reist nicht ohne Kreditkarte nach Kuba. Ich nutze eine Visa-Karte der Deutschen Kreditbank* für das kostenlose Abheben von Bargeld. Zudem habe ich eine Mastercard der Advanzia Bank* als Notfall- und Ersatzkarte. Warum ich mich für diese beiden entschieden habe und worauf ihr bei eurer Auswahl achten müsst, zeige ich euch jetzt.

Welche Kreditkarte funktioniert in Kuba?

Die US-Blockade gegen Kuba sorgt weiterhin dafür, dass Kreditkarten von US-Banken oder deren Tochtergesellschaften in Kuba nicht funktionieren. American Express oder Diners Club könnt ihr deswegen nicht nutzen.

VISA Kreditkarten

Visa Kreditkarten sind die beste Wahl für eure Kubareise. Ihr könnt mit diesen an vielen Bankschaltern und allen Geldautomaten Bargeld abheben.

Mastercard Kreditkarten

Mit Mastercard Kreditkarten könnt ihr schon seit längerer Zeit Bargeld am Schalter beziehen. Seit 2016 werden die Geldautomaten umgestellt, jetzt könnt ihr ebenfalls an vielen Automaten Geld abheben.

Maestro Karten

In Deutschland sind oft EC und Giro Geldkarten mit dem Maestro Service ausgestattet. Diese basieren auf den Zahlungsdienstleistungen von Mastercard und können wie Mastercard Kreditkarten verwendet werden. Viele Kreditinstitute verlangen haarsträubende Gebühren. Prüft diese vor eurer Reise. Der Abschnitt „Kreditkarte in Kuba nutzen – Was verlangen die Kreditkarteninstitute?“ hilft euch dabei.

Reine EC bzw. Giro Geldkarten, sowie Karten mit VPay-Funktion

Obwohl Visa Kreditkarten in Kuba akzeptiert werden, könnt ihr Geldkarten mit VPay-Funktion nicht nutzen. Dies gilt auch für reine EC bzw. Giro Geldkarten.

Warum funktionieren nicht alle europäischen Kreditkarten?

Beachtet: Eure Mastercard oder VISA wird nicht akzeptiert, wenn diese von einer US-Bank oder deren Tochtergesellschaft stammt. Bei einigen europäischen Banken erfolgen die Abrechnungen über Kreditinstitute in den USA. Weitere Banken bieten nach hohen US-Strafforderungen keine Dienstleistungen in Kuba an. Karten dieser europäischen Banken funktionieren in Kuba ebenfalls nicht. Dies betrifft vor allem Banken aus Ländern, die nicht zur EU gehören, insbesondere Schweizer Banken. Im
Zweifel fragt vor eurer Reise nach Kuba bei eurer Bank nach.

Bargeld per Kreditkarte

Bargeld könnt ihr in Kuba auf zwei Arten beziehen, persönlich mit Kreditkarte und ohne PIN am Schalter oder mit Kreditkarte und PIN am Geldautomaten.

Hebt ihr mit der Kreditkarte Geld ab, bekommt ihr die Devisenwährung CUC ausgezahlt. Während die Abrechnung auf eurer Kreditkarte in US Dollar (USD) erfolgt.

Der Wechselkurs hängt vom Bezugsort ab und liegt im Durchschnitt bei 1.00 CUC zu 1.03 USD. Hebt ihr zum Beispiel 100 CUC am Automaten ab, erfolgt die Abbuchung auf der Kreditkarte in Höhe von 103 USD.

Am Schalter

In den größeren Wechselstuben (CADECA) sowie in Filialen der “Banco de Credito y Comercio” (BANDEC) und der “Banco Financiero Internacional” (BFI) könnt ihr Bargeld am Schalter abheben. Dabei solltet ihr euch auf längere Wartezeiten einstellen. Eine halbe Stunde oder mehr ist keine Seltenheit. Besonders voll wird es am Mittag, denn viele Banken schließen für eine längere Mittagspause sowie an den ersten Tagen der Rentenauszahlung. Diese werden gewöhnlich mit einem Aushang außen an der Wechselstube bzw. Bank angekündigt . Sucht an diesen Tagen besser einen anderen Ort zum Wechseln auf.

Beachtet: Am Schalter benötigt ihr euren Reisepass, eine Kopie wird nicht akzeptiert. Prüft auch, ob eure Kreditkarte unterschrieben ist. Die Bankangestellten prüfen sehr genau, ob die Unterschrift auf Beleg, Reisepass und Kreditkarte übereinstimmt.

In den Wechselstuben und den Banken gibt es verschiedene Wechselkurse zum US-Dollar. Für 1.00 CUC bezahlt ihr in der Regel zwischen 1.0250 und 1.0450 USD. Die Angestellten weisen euch auf diesen Wechselkurs hin. Die Abbuchung erfolgt zum normalen Devisenkurs, kann sich aber um 2 bis 3 Tage verzögern. Fallen bei eurem Kreditinstitut weitere Gebühren an, erfahrt ihr dies erst auf der Abrechnung eurer Kreditkarte.

Wenn auch selten, kommt es leider auch in offiziellen Wechselstuben oder Banken zu Betrugsfällen. Die Wechselkurse werden offiziell ausgeschrieben, prüft diesen Kurs mit den Angaben auf dem Beleg und zählt die erhaltene Geldmenge direkt nach. Spätere Reklamationen sind zwecklos.

Hebt ihr Geld am Schalter ab, könnt ihr gleich einige CUC in die zweite kubanische Währung CUP tauschen. Mit dieser könnt ihr frisches Obst und Gemüse kaufen, in staatlichen Restaurants essen und viele öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Der Umtausch von CUC in CUP erfolgt im Verhältnis 1:24.

Am Geldautomaten

Die langen Wartezeiten am Schalter spart ihr euch am besten, wenn ihr euer Geld direkt am Automaten abhebt.

Schaut euch die Geldautomaten vor dem Abheben an. Auf der Startseite seht ihr die akzeptierten Kreditkarten (Visa, Mastercard u.a.) und welche Scheine im Gerät enthalten sind. Dort seht ihr die Währung und den Geldscheinwert. Manchmal stehen auch Geldscheinwerte über dem Automaten. Richtig ist aber immer der Wert im Display.

Anzeige an kubanischen Bankautomaten
Anzeige am Geldautomat. Oben stehen die akzeptieren Karten. Darunter findet ihr die enthalten Banknoten.

Mit ausländischen Kreditkarten könnt ihr nur CUC abheben. An vielen Standorten findet ihr mehrere Automaten mit unterschiedlichen Scheinen. Wichtig: Sind im Automaten nur 20-CUC-Scheine enthalten, muss eure Abhebesumme durch 20 teilbar sein. Ihr könnt dann keine 150 CUC abheben.

Die Bedienung der Geldautomaten erfolgt wahlweise in Spanisch oder Englisch. Achtung: Vergesst eure Karte nicht im Automaten. Im Unterschied zu Deutschland erhaltet ihr erst einen Beleg, dann euer Geld, und am Schluss wird die Kreditkarte ausgeworfen.

An den Automaten gilt ein einheitlicher Wechselkurs von 1 CUC zu 1.03 USD, dieser wird euch beim Abheben angezeigt. Zusätzlich bezahlt ihr die anfallenden Gebühren eures Kreditkarteninstitutes. Diese tauchen wie beim Abheben am Schalter erst auf der Abrechnung auf. Auch am Automaten erfolgt die Abbuchung zum Devisenkurs und kann sich um 2-3 Tage verzögern.

Pro Abhebung könnt ihr maximal 40 Geldscheine erhalten. Oft sind Scheine im Wert von 5 oder 10 CUC im Automaten verfügbar. Für größere Geldmengen müsst ihr deshalb häufig mehrere kleine Beträge abheben. Das wird teuer, wenn eure Bank eine Mindestgebühr pro Abhebung verlangt. Bei manchen sind das über 7 Euro. Prüft dies vor eurer Kubareise. Im Idealfall nutzt ihr deshalb eine Karte ohne Mindestgebühr. Benötigt ihr mehr Geld, solltet ihr nicht versuchen, direkt danach ein zweites Mal Geld abzuheben. Denn bei vielen Karten gibt es eine Sicherheitssperre, welche eure Karte in diesem Fall blockiert. Wartet etwa eine Stunde, um mehr Geld
abzuheben.

Kuba Kreditkarte Gebühren – Was verlangen die Kreditkarteninstitute?

Relevant für eure Reise nach Kuba sind folgende oft anfallende Gebühren.

Gebühren für Bargeldabhebungen am Geldautomaten außerhalb der EU

Üblich sind etwa 3% des Umsatzes. Viele Banken verlangen zudem eine Mindestgebühr zwischen 5 und 7 Euro.

Gebühren für Bargeldabhebungen am Schalter außerhalb der EU

Üblich sind etwa 3% des Umsatzsatzes. Viele Banken verlangen ebenfalls eine Mindestgebühr zwischen 5 und 7 Euro.

Gibt es eine Fremdwährungsgebühr oder ein Entgelt für Auslandseinsatz außerhalb der EU?

Üblich sind weitere 1,5 bis 2,5% des Umsatzes. Achtung: Viele Anbieter werben mit Gebührenfreiheit und verlangen trotzdem diese Gebühr. Unter anderem die Ing-Diba.

Gebühren für Kartenzahlung

Vermeidet Kartenzahlungen in Kuba. Wollt ihr die Kreditkarte auch bei anderen Reisen verwenden, müsst ihr diese Gebühren natürlich berücksichtigen. Bei vielen Kreditinstituten entstehen außerhalb der EU zusätzliche Gebühren zwischen 1,25% und 2,5% des Zahlbetrages.

Jährliche Grundgebühr

Unabhängig von den oben genannten Gebühren fällt bei den meisten Anbietern auch eine jährliche Grundgebühr an. Viele Lockangebote
sind nur ein Jahr kostenfrei. Ab dem zweiten Jahr müsst ihr dann jährlich zahlen.

Habt ihr alle Gebühren im Kleingedruckten gefunden? Sind diese zu hoch, empfehle ich euch den Wechsel. Um euch die Auswahl zu erleichtern, findet ihr hier meine Empfehlungen. Die Karten ohne Jahresgebühr eignet sich gut als Zweit- oder Notfallkarte.

Welche Kreditkarte für Kuba? Unsere Empfehlungen

Damit ihr im Dschungel der Kreditkartenanbieter schnell eine geeignete Karte findet, stelle ich euch hier meine Empfehlungen vor. Zuerst habe ich euch aber einige ungeeignete Anbieter aufgelistet, die mir während der Recherche aufgefallen sind.

Welche Anbieter ihr meiden solltet?

Die Kreditkarten folgender Anbieter haben sehr schlechte Konditionen. In Kuba fallen beim Einsatz der Karten hohe Gebühren an.

  • Kreditkarten der Sparkassen
  • Deutsche Bank
  • Postbank
  • Targobank
  • Co-Branding Karten der LBB (z.B. Amazon, ADAC) wenn der Kreditrahmen in Anspruch genommen wird
  • Postfinance (Schweiz)
  • UBS (Schweiz)

Seit ihr im Besitz einer Kreditkarte der folgenden Anbieter, könnt ihr diese als Zweit- oder Ersatzkarte nutzen, da neben einer möglichen Jahresgebühr nur Fremdwährungsgebühren anfallen (in der Regel 1,75% des Umsatzes).

  • Ing-DiBa
  • Co-Branding Karten der LBB (z.B. Amazon, ADAC) wenn vor der Reise ausreichend Guthaben auf die Karte aufgeladen wird.
  • Wüstenrot

Deutsche Kreditbank (DKB)

2015 bin ich zur bei Reisenden besonders beliebten DKB** gewechselt. Die Möglichkeit, weltweit kostenfrei mit der Visa Kredikarte Geld zu bekommen, hat mich überzeugt. Es ist einfach komfortabel, am Sparkassenautomat in der deutschen Provinz genauso wie in der Metropole Havanna gebührenfrei Geld abzuheben. Die DKB Kreditkarte* bekommt ihr zu dem Girokonto „DKB-CASH”. Besonders bei einem Geldeingang über 700 EUR pro Monat bietet die DKB günstige Konditionen. Besitzt ihr diesen nicht, ist die Barclaycard Visa* eine sehr gute Alternative. Die Abrechnung der DKB Kreditkarte* erfolgt über ein seperates Unterkonto. Dies ist für mich besonders wichtig: Erstens habe ich damit einen super Überblick über die Kreditkartenzahlungen und zudem eine zusätzliche Sicherheit, denn im Betrugsfall wird nicht das gesamte Girokonto leergeräumt.

  • Produkt: DKB-CASH*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei**
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: 3% mindestens 5 EUR
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine**
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: kostenfrei**
  • Jährliche Grundgebühr: keine

Fazit: Mit der Kreditkarte der DKB* könnt ihr weltweit kostenfrei Geld am Automaten abheben  und das dazugehörige Girokonto überzeugt mit günstigen Konditionen. Allerdings benötigt ihr ab dem zweiten Nutzungsjahr einen Geldeingang über 700 EUR pro Monat.

**Die DKB hat zum 01.10.2016 ihre AGB geändert. Für aktive Kunden mit monatlichem Geldeingang über 700 EUR gelten die oben genannten
Gebühren. Für Neu- und Bestandskunden ohne diesen monatlichen Geldeingang ändern sich die Bedingungen nach dem 1. Nutzungsjahr. Für
Kartenzahlung und Bargeldabhebung am Automaten entstehen dann Kosten in Höhe von 1,75 % des Umsatzes, mindestens jedoch 5 EUR.

Advanzia Bank

Die Mastercard der Advanzia Bank* nutze ich seit vielen Jahren. Für Onlineeinkäufe oder bargeldloses Bezahlen ist diese Karte ideal. Selbst im EU-Ausland erhebt die Advanzia keine Gebühren für die Kartenzahlung. Bezahlt ihr euren Flug mit dieser Kreditkarte, sind auch verschiedene Reiseversicherungen (alle mit Selbstbeteiligung) inklusive. Unter anderem die in Kuba notwendige Auslandskrankenversicherung. Diese gelten für den Karteninhaber und bis zu drei Mitreisenden. Bei dieser Kreditkarte erhaltet
ihr eine Monatsrechnung, die ihr per Überweisung bezahlen müsst. Ich nutze die Advanzia Kreditkarte* in Kuba nur im Notfall, denn bei Bargeldabhebungen fallen hohe Zinsen an. Diese könnt ihr umgehen, wenn ihr vor eurer Reise Geld auf die Karte ladet.

  • Produkt: Gebührenfrei Mastercard Gold*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: keine
  • Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung, Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • Reisegepäckversicherung
  • Unfall- und Haftpflichtversicherung für Auslandsreise

Fazit: Die Gebührenfrei Mastercard Gold* ist eine super Zweit- bzw. Notfallkarte. Bezahlt ihr eure Reise mit dieser Karte, bieten euch die inkludierten Reiseversicherungen auch einen Basisschutz.

Barclaycard

Barclaycard bietet in Deutschland mehrere Kreditkarten an. Enige sind für den Kubaurlaub empfehlenswert, andere sind nur eingeschränkt sinnvoll. Wie bei der Karte von Advanzia erfolgt eine monatliche Abrechnung. Diese kann per Überweisung oder Bankeinzug vom eigenen Girokonto gezahlt werden. Großer Vorteil gegenüber der Advanzia Karte: Bezahlt ihr die Monatsrechnung pünktlich und komplett, fallen keine Zinsen für Bargeldabhebungen an. Im Gegensatz zu den vorgestellten Kreditkarten ist die Barclaycard für
Studenten für eine Kubareise ungeeignet, da hohe Gebühren beim Geldabheben anfallen.

Beachtet: Inkludierte Versicherungen und Zusatzleistungen werden nur wirksam, wenn die Reise bzw. der Mietwagen mit der Kreditkarte bezahlt wird.

BARCLAYCARD VISA

Seit Juli 2018 wurde die Barclaycard New Visa mit neuen und besseren Konditionen durch die Barclaycard Visa* ersetzt.  Jetzt fallen keine Fremdwährungsgebühren mehr an. Auch die jährliche Grundgebühr ab dem zweiten Jahr wurde gestrichen. Wie bei der Advanzia Karte gibt es jetzt keine zusätzlichen Gebühren beim Einsatz in Kuba. Die Karte ist aufgrund ihrer Gebührenfreiheit auch eine super Zweit- und Notfallkarte. Benötigt ihr kein zusätzliches Girokonto oder habt ihr nur einen geringen monatlichen Geldeingang, ist die Karte auch eine hervorragende Alternative zur Kreditkarte
der DKB.

  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: keine

Fazit: Aktuell die günstigste Kreditkarte für Kuba. Wer nicht auf Reiseversicherungen verzichten will, kann die Reise mit der Advanzia
Karte
*
bezahlen und nutzt die Barclaycard Visa* zum Geldabheben in Kuba.

BARCLAYCARD VISA GOLD

Die Barclaycard Visa Gold* bietet neben günstigen Auslandskonditionen eine Reiserücktrittversicherung und eine Reiseabbruchversicherung,
allerdings mit hohen Selbstbeteiligungen. So zahlt ihr mindestens 100 EUR pro Person im Schadensfall. Wird dieser durch Krankheit
verursacht, sind es sogar 20%, aber mindestens 100 EUR pro Person. Während die Karte im ersten Jahr kostenfrei ist, fällt in den
folgenden Jahren eine Jahresgebühr in Höhe von 59 EUR an. Dafür ist eine auch in Kuba gültige Auslandskrankenversicherung für Reisen
bis 42 Tage inklusive. Aufgrund der Fremdwährungsgebühren ist die Karte weniger dafür geeignet, in Kuba Geld abzuheben, denn dafür
fallen Gebühren in Höhe von 1,99 % der abgehobenen Geldmenge an. Wer auf Reiserücktrittversicherung und Reiseabbruchversicherung
verzichten kann, für den ist die Eurowings Kreditkarte Gold eine gute Alternative. Wer diese Versicherungen unbedingt braucht, dem
empfehle ich die Kreditkarte der Advanzia Bank*, diese ist dauerhaft ohne Jahresgebühr. Wer viel mit dem Mietwagen unterwegs ist, der
greift am besten zur Barclaycard Platinum Double.

  • Produkt: Barclaycard Visa Gold*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: 1,99% des Kartenumsatzes
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 59 EUR oder 0,00 bei mehr als 3000 EUR Kartenumsatz (ohne
    Bargeldabhebungen oder Überweisungen)
  • inkludierte Auslandsreisekrankenversicherung , Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung für Reisen bis zu 42 Tagen

Fazit: Aufgrund der Fremdwährungsgebühren und der Jahresgrundgebühr solltet ihr zu einer der oben genannten Alternativen greifen.

BARCLAYCARD PLATINUM DOUBLE

Das Premiumproduktvon Barclaycard beinhaltet neben den Reiseversicherungen der Barclaycard Visa Gold auch eine Teilkasko, eine Vollkasko sowie eine Kfz-Haftpflicht für den Mietwagen. Außerdem gelten die Versicherungen für Reisen bis zu 90 Tage.

Ihr erhaltet zwei Kreditkarten, eine Visa und eine Mastercard. Bewahrt ihr beide Karten getrennt auf, habt ihr gleich eine Ersatzkarte für den Fall, dass ihr eine der Karten sperren lassen müsst.

Da bei diesen Kreditkarten keine Fremdwährungsgebühren anfallen, sind sie die perfekten Karten für Vielreisende die oft mit einem Mietwagen unterwegs sind. Denn dann lohnen sich schnell die 99 EUR Grundgebühr, die ab dem zweiten Jahr anfallen. In Kuba müsst ihr zwar eine obligatorische Mietwagenversicherung abschließen, diese besitzt aber nur geringe Deckungsgrenzen. Im wirklich ernsten Schadensfall springt dann die Versicherung der Barclaycard Platinum Double* ein, wenn ihr mit dieser den Mietwagen bezahlt habt.

  • Produkt: Barclaycard Platinum Double*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 99 EUR
  • inkludierte Auslandsreisekrankenversicherung , Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • inkludierte Teilkasko, Vollkasko, Kfz-Haftpflicht für Mietwagen

Fazit: Die Barclaycard Platinum Double* ist die perfekte Karte für Vielreisende, die häufig einen Mietwagen nutzen.

Eurowings Kreditkarten

Barclaycard bietet in Kooperation mit Eurowings zwei Kreditkartenmodelle an, einmal Eurowings Classic* und zum anderen Eurowings Gold*. Da Eurowings derzeit einer der günstigsten Anbieter für Flüge nach Kuba ist,
lohnt ein Blick auf diese Karten. Bezahlt ihr euren Eurowings-Flug mit einer dieser Kreditkarten, dürft ihr kostenfrei ein Sportgepäck (Fahrrad, Golfausrüstung, Tauchausrüstung, Surfbrett) mitnehmen. Das kostet sonst bei Eurowings 100 EUR und bei Condor zwischen 70 und 80 EUR pro Strecke. Nehmt ihr zum Beispiel ein Fahrrad mit nach Kuba, spart ihr 200 EUR.

Zudem könnt ihr an einigen Flughäfen die Fastlane beim Check-In und an der Sicherheitskontrolle nutzen. Bei der Classic Karte sind das fünf Flughäfen, unter anderem Köln, wo die Flüge nach Kuba starten. Bei der Gold Variante sind es sogar 23 Flughäfen. Mit beiden Kreditkarten könnt ihr zudem beim Eurowingsbonusprogramm Flugmeilen sammeln.

Bei der Classic-Kreditkarte fällt eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,99% an. Diese entfällt bei der Goldvariante, zudem beinhaltet diese noch eine in Kuba notwendige Auslandskrankenversicherung und eine Mietwagen Vollkasko Versicherung (mit Selbstbeteiligung in Höhe von 230 EUR).

Beide Kreditkarten sind im ersten Jahr kostenfrei, danach fällt eine jährliche Grundgebühr an. Bei der Classicvariante sind das 19,99 EUR, bei der Goldvariante 69 EUR.

Die Eurowings Kreditkarten sind wie bei der Platinum Double zwei Kreditkarten, eine Mastercard und eine Visa.

Beachtet: im Gegensatz zu den normalen Barclaycard-Karten werden bei Bargeldabhebungen innerhalb Deutschlands Gebühren fällig. Aktuell sind das 4% Kartenumsatz mindestens aber 5,95 EUR.

EUROWINGS CLASSIC

  • Produkt: Eurowings Classic*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: 1,99% des Kartenumsatzes
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 19,99 EUR
  • Kostenfreies Sportgepäck und Check-In Bevorzugung
  • Sammeln von Bonusmeilen möglich

EUROWINGS GOLD

  • Produkt: Eurowings Gold*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 59 EUR
  • Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • Mietwagen Vollkasko (SB 230 EUR)
  • Kostenfreies Sportgepäck und Check-In Bevorzugung
  • Sammeln von Bonusmeilen möglich

Fazit: Als Eurowingskunden könnt ihr mit beiden Kreditkarten Geld sparen wenn ihr vorhabt Sportgepäck mitzunehmen. Für die Classic-Karte* wird nur eine geringe Jahresgebühr fällig. Die Goldvariante* lohnt sich nur, wenn ihr für euch und eure Familie auch eine Auslandskrankenversicherung benötigt, denn die Mietwagen-Vollkasko-Versicherung hat eine hohe Selbstbeteiligung.

Zusammenfassung:

Für Kuba empfiehlt sich eine Visa Kreditkarte, allerdings nicht allein. Ihr solltet immer eine zweite Karte als Ersatz mitnehmen. Diese sollte wenn möglich von einem anderen Anbieter sein. Durch Kombination einzelnen Anbieter gleicht ihr auch jeweilige Nachteile aus. Mit der Karte der DKB*, der Barclaycard Visa* und der Barclaycard  Platinum Double* kann man weltweit kostenfrei Bargeld abheben. Bezahlt ihr eure Reise
mit der Advanzia Bank* oder der Barclaycard Platinum Double*, sind auch verschiedene Reiseversicherungen inkludiert. Letztere ist besonders empfehlenswert, wenn ihr häufig mit einem Mietwagen unterwegs seit. Wollt ihr mit Eurowings fliegen und Sportgepäck mitnehmen, könnt ihr mit den Kreditkarten des Flugunternehmens Geld sparen.

Prüft vor eurer Reise nach Kuba die Konditionen eurer Karten und scheut euch nicht vor einem Wechsel.

Kreditkarte Kuba – Worauf ihr noch achten müsst.

  • Zwischen Kreditkartenantrag und möglicher Nutzung der Kreditkarte vergehen zwei bis fünf Wochen. Beantragt eine neue Karte also
    rechtzeitig vor eurem Kubaurlaub.
  • Bedenkt, dass ihr immer eine Karte verlieren könnt, dann hilft eine Bargeldreserve kurzfristig. Meine Reserve reicht für drei Urlaubstage. Viele Banken verlangen hohe Gebühren für den Versand von Ersatzkarten besonders bei Expressversand. Dieser benötigt in der Regel mindestens eine Woche, eher zwei für die Zustellung in Kuba. Damit ihr euren Urlaub weiter genießen könnt, führt eine zweite Karte getrennt mit.
  • Eine Barreserve hilft auch bei Stromausfällen oder Verbindungsproblemen an den Geldautomaten.
  • Bei Verlust einer Kreditkarte müsst ihr diese unverzüglich telefonisch sperren. Ihr haftet sonst für betrügerische Ausgaben. Die Sperrnummer gehört deshalb ins Handy und auf einen Zettel mit Notfallnummern im Gepäck.
  • Prüft vor eurer Reise den Verfügungsrahmen eurer Kreditkarte. Dieser reicht häufig für den Urlaub nicht aus. Ladet daher im Vorfeld Geld auf das Kreditkartenkonto oder erhöht den Kreditrahmen. Prüft auch ein eventuelles Tageslimit bzw. Wochenlimit.

Habt ihr noch weitere Fragen oder Anregungen zu den Kreditkarten auf Kuba?
Wie sind eure Erfahrungen? Ich freue mich wie immer über eure Kommentare.

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Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung kann nicht übernommen werden. Vertragsbedingungen und Preise können sich ohne unser Wissen kurzfristig ändern. Wir empfehlen die aktuellen Informationen der Kreditinstitute zu prüfen.

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191 Staaten verurteilen US-Blockade als völkerrechtswidrig und unmoralisch.

Plakat mit der Aufschrift "Blockade der längste Völkermord der Geschichte"

Morgen entscheiden die Vereinten Nationen erneut über die US-Blockade gegen Kuba. 2015 stimmten 191 der 193 Nationen gegen die US-Blockade. Damit zeigten 99% der Staaten ihre Solidarität mit Kuba. Nur Israel und die USA votierten gegen die von Kuba eingebrachte Resolution. Nach seiner Rede in Havanna im März 2016 ließ Barack Obama nur wenig Taten folgen. Die Blockade ist weiter aktiv und verursacht Milliardenschäden. Wie seit vielen Jahren wird auch morgen die Welt wieder gegen die US-Blockade stimmen. Glaubt ihr, dass sich etwas ändert?

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Wo haben Menschenleben noch einen Wert?

Bild von Baracoa im Sommer 2016

Was kann die Welt von Kuba lernen?

Bestimmt habt ihr bereits von Hurrikan „Matthew” gehört. Dieser führte zu über 1000 Toten in Haiti sowie zu 33 Toten in den USA. Die Medien überschlugen sich mit Katastrophenmeldungen. Nur selten gab es Berichte über die Situation in Kuba, denn auch im Osten des Karibikstaates wütete der Wirbelsturm kräftig. Besonders schwer traf es die bei Touristen beliebte Stadt Baracoa. In der ersten Stadt Kubas beschädigte der Hurrikan einen großen Teil der Häuser. Trotzdem gab es in Kuba keinen einzigen Toten. Warum? Eine Antwort gibt der spanische Blogger Lazarillo hier. Die deutsche Übersetzung seines Beitrags findet ihr auf amerika21.de.

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