Kuba Urlaub: Was müsst ihr wirklich wissen? [Stand 2020]

Kuba Urlaub

Kuba Urlaub: Was müsst ihr wirklich wissen?

Ihr wollt euren nächsten Urlaub in Kuba verbringen? Dann stellt ihr euch sicher viele Fragen. Wo finde ich günstige Flüge und günstige Hotels? Eine Pauschalreise am Strand oder besser eine Rundreise über die Karibikinsel? Diese Fragen stellt ihr euch nicht allein. Seit ich anfing, diesen Blog zu schreiben, erhalte ich unzählige E-Mails. Oft ähneln sich die Fragen, die Reisende vor ihrem ersten Kuba Urlaub stellen. In folgendem Beitrag beantworte ich jetzt diese Fragen öffentlich, damit alle Leser meines Blogs bei ihrer Kuba Reise davon profitieren.

Inhalt des Artikels Kuba Urlaub

Da der Artikel sehr viele Antworten enthält, gelangt ihr mit der folgenden Kurzübersicht zu den einzelnen Kapiteln. Der letzte Punkt führt euch zur Liste der beantworteten Fragen zum Thema Kuba Urlaub. Eure Frage ist nicht dabei, dann stellt diese gerne in den Kommentaren.

Die häufigsten Fragen zur Reisebuchung
Warum Kuba Urlaub?
Was sollte ich über Kuba wissen?
Wann Kuba Urlaub?
Was beachten im Kuba Urlaub?
Unterwegs in Kuba: Wie komme ich von A nach B?
Wie Kuba Urlaub buchen?
Liste der beantworteten Fragen

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung.

!Neu! Habt ihr noch Fragen zu eurem Kuba Urlaub? Dann tauscht euch mit mir und anderen Reisenden in dieser neuen Facebook Gruppe aus. Dort findet ihr auch Informationen zur aktuellen Situation wegen Covid-19 und wann Reisen nach Kuba wieder möglich sind. !Neu!

Die häufigsten Fragen zur Reisebuchung

Ich bin Kuba-Neuling, wo auf der Insel soll ich meinen Urlaub verbringen?

Ich empfehle Kuba-Neulingen einen Aufenthalt im Westteil der Insel. Dort findet ihr die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur.

Das Strandparadies Varadero bietet sich für Pauschalreisen an, die wichtigsten Touristenziele Westkubas sind mit einem Tagesausflug erreichbar.

Für einen Städtetrip eignet sich die Hauptstadt Havanna. Beide Orte liegen 130 Kilometer voneinander entfernt und besitzen jeweils einen internationalen Flughafen mit günstigen Direktverbindungen nach Deutschland.

Für klassische Rundreisen bietet sich ebenfalls der Westteil der Insel an.

Weniger touristisch ist der Ostteil der Insel. Dort könnt ihr wunderbar Aktivreisen per Fahrrad unternehmen. Ein Paradies für Sonnenhungrige ist das kleine, preisgünstigere Strandresort Guardalavaca.

Allerdings erreicht ihr von dort viele bekannte Sehenswürdigkeiten von Kuba nicht mit einem Tagesausflug. Dafür ist der Osten Kubas urtümlicher und bietet einzigartige Naturerlebnisse und einige pulsierende Städte.

Ich möchte meinen Urlaub in Kuba verbringen. Wo kann ich eine günstige Pauschalreise finden und buchen?

Die besten Angebote finde ich häufig bei Check24*. Das Portal vergleicht viele Reiseanbieter und zeigt euch die günstigsten Angebote für eure Reisezeit an.

Wo finde ich unkompliziert und zuverlässig einen Mietwagen?

In Kuba gibt es nur wenige Mietautos, welche zudem recht teuer sind. Ihr wollt auf ein eigenes Auto nicht verzichten? Dann bucht über den zuverlässigen deutschen Anbieter TUI Cars*. Hier findet ihr meine Erfahrungen, Tipps und Tricks für Mietwagen in Kuba.

Wie kann ich einen günstigen Flug nach Kuba finden?

Einen ersten Überblick könnt ihr euch bei Google-Flights verschaffen. Oft ist es günstigsten die Flüge direkt auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu buchen.

Direkt von Deutschland aus fliegen derzeit nur Condor und Lufthansa nach Kuba. Nach Havanna (HAV) und Varadero (VAR) gibt es die günstigsten Verbindungen. Im Ostteil der Insel ist Holguin (HOG) der beste Flughafen.

Ich möchte an einer geführten Rundreise teilnehmen, welche Angebote gibt es und wo buche ich am besten?

Kuba ist ein sehr beliebtes Ziel für Rundreisen. Deswegen gibt es inzwischen ein vielfältiges Angebot von Reisen, mit kleinen, mittleren oder große Gruppen.

E-Kolumbus* ist ein Vergleichsportal speziell für Rundreisen. Dort könnt ihr für eure Wünsche und Urlaubszeit schnell eine geeignete Reise finden.

Ich möchte individuell durch Kuba reisen, wo finde und buche ich schöne Unterkünfte?

Rucksacktouristen und andere Individualreisende übernachten in Kuba am besten und günstigsten in Privatunterkünften. Diese könnt ihr euch vor Ort suchen oder bereits vor der Reise online buchen. Achtet darauf ausschließlich in staatlich lizenzierten Unterkünften zu übernachten. Diese erkennt ihr an einem blauen Anker am Eingang.

Dabei sollte die Buchung aufgrund der US-Blockade-Gesetze nicht bei den bekannten US-Unternehmen AirBnB oder Booking.com erfolgen. Die beste Alternative zu diesen Plattformen ist das irische Homestay*, wo ihr viele Unterkünfte auch direkt buchen könnt.

Wollt ihr noch einige Tage zusätzlich am Strand in einem schönen Hotel verbringen? Dann könnt ihr über Check24* statt einer kompletten Pauschalreise auch nur ein Hotel buchen. Wählt dann einfach „eigene Anreise“ aus. Auf diese Weise könnt ihr unkompliziert am Anfang und am Ende eurer Reise ein paar Tage am Strand dazu buchen.

Warum ein Urlaub in Kuba?

Im Kuba Urlaub beeindruckt die Vielfalt der größten Karibikinsel. Es gibt kilometerlange Sandstrände, viele einsame Buchten und ganzjährig Wassertemperaturen zwischen 22°C und 28°C.

Während der Hochsaison und in den Sommerferien zieht es die Urlauber ins bekannteste Resort Varadero. Aber selbst zu dieser Zeit gibt es leere Zimmer in den Hotels und genug Platz an den Stränden. Allein in Varadero gibt es sechs Strände, die zusammen 21 Kilometer lang sind.

Urlaub in Kuba am langen Strand in Varadero
In Varadero gibt es einen schönen, langen Sandstrand.

Die Hauptstadt Havanna ist seit 1982 Unesco-Weltkulturerbe. Das Stadtbild prägen koloniale Prachtbauten und amerikanischen Straßenkreuzer die seit über 60 Jahren durch Kuba fahren. Eine Stadtrundfahrt mit diesen Oldtimern ist ein Highlight in jedem Kuba Urlaub.

Kuba Urlaub Stadtrundfahrt im Oldtimer in Havanna
Zum Kuba Urlaub gehört eine Stadtrundfahrt in Havanna, mit einem amerikanischen Oldtimer.

Tabak in Spitzenqualität kommt aus der Provinz Pinar del Río. Diesen verarbeiten die Kubaner landesweit zu den besten Zigarren der Welt. Bekannt ist Kuba ebenfalls für seinen Zucker. Daraus entsteht leckerer Rum. Dieser ist pur schon ein Genuss und die Grundlage für bekannte Cocktails wie Mojito, Daiquiri, Cuba Libre und Piña Colada. Es gibt aber noch viel mehr im Kuba Urlaub zu entdecken.

Kuba Reise Tabakbauer beim drehen einer Zigarre
Während einer Kuba Rundreise könnt ihr Tabakbauern beim Zigarrendrehen über die Schulter schauen.

Da ist zum einen die wundervolle Natur. Kuba mit seinen vielen endemischen Pflanzen- und Tierarten gilt als das Galapagos der Karibik. Hier findet ihr mit der Bienenelfe den kleinsten Vogel der Welt. Ebenfalls sehr klein das endemische Monte-Iberia-Fröschen.

Durch den geringen Schiffsverkehr und den noch begrenzten Tourismus bietet die kubanische Küste Tauchern und Schnorchlern ein gut erhaltenes Paradies.

Unterwasserwelt am Korallenstrand (Playa Coral) nahe Varadero
Begegnung beim Schnorcheln am Playa Coral nahe Varadero

Auf der anderen Seite steht ein großes Angebot an Kultur- und Geschichte. Überreste der untergegangenen Taíno-Kultur bieten Einblicke in die Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner.

Auch findet ihr Zeugnisse der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus und der frühen Kolonialisierung durch die Spanier. In den Städten stehen unzählige historische Gebäude.

Überall auf der Insel erfahrt ihr viel über den Kampf für die Unabhängigkeit von Spanien. Zudem gibt es eine lebendige Erinnerungskultur zur kubanischen Revolution, welche den Einfluss der amerikanischen Oberschicht und Mafia zurückdrängte.

Plakatwand mit Che Guevara aufgenommen im Kuba Urlaub zwischen Las Tunas und Holguin
Revolutionsheld Che Guevara ist in Kuba allgegenwärtig.

Europäische, afrikanische, asiatische und amerikanische Einflüsse mischen sich zu einem besonderen kulturellem Mix.

Dieser führt zu einer typisch kubanischen Lebensfreude, die schnell auf Touristen überspringt. Ihr werdet in Kuba eine große Herzlichkeit und Gastfreundschaft kennenlernen. Zudem erlebt ihr eine unbegrenzte Leidenschaft der Kubaner für Musik und Tanz auf eurer Reise.

Immer beliebter wird Kuba für Sprachreisen. Günstige Preise für Gruppen- und Einzelunterricht sowie gut ausgebildete Lehrer sind beste Bedingungen um Spanisch zu lernen. Der Sprachunterricht kann übrigens perfekt mit Tanzstunden kombiniert werden.

Aufgrund des guten Gesundheitssystems und den preisgünstigen Behandlungen wird Kuba immer beliebter für Gesundheitstouristen.

Zudem ist Kuba ein extrem sicheres Reiseland. Vereinzelt gibt es Taschendiebstahl. Vor Raub und Mord an Touristen, durchaus üblich in anderen Reisezielen Amerikas, müsst ihr euch hier nicht fürchten.

Viele Fotografen überwältigt die Insel, denn sie bietet unzählige fantastische Motive. Ebenso sind sich die Weltenbummler einig: Kuba ist ein besonderes und einzigartiges Reiseziel und immer eine Reise wert.

Was sollte ich über Kuba wissen?

Kuba ist eine sozialistische Republik mit aktuell 11.2 Millionen Einwohnern. Seit 2018 ist Miguel Díaz-Canel Bermúdez das gewählte Staatsoberhaupt.

Übersichtskarte von Kuba
Kuba Übersichtskarte (© OpenStreetMap-Mitwirkende); https://www.openstreetmap.org/copyright

Kuba ist über 1100 km lang. Allerdings ist kein Ort über 70 Kilometer von der Meeresküste entfernt.

Kuba besitzt 5746 km Küstenlinie. Die Nordküste ist mit ihren vielen schönen und Sandstränden 3209 km lang. An den 2537 Kilometern der Südküste dominieren Steinstrände und Mangrovenwälder, schöne Sandstrände sind dort selten.

Nachbarländer sind:
        • die USA im Norden
        • die Bahamas im Nordosten
        • Haiti im Osten
        • Jamaika im Südosten
        • das britische Überseegebiet der Kaimaninseln im Süden
        • Mexiko im Westen
Kuba hat zu seinen karibischen Nachbarländern und Mexiko gute Beziehungen. Herauszuheben ist die langjährige und umfangreiche medizinische Hilfe in dem armen Nachbarland Haiti.

Kuba hat zu seinen karibischen Nachbarländern und Mexiko gute Beziehungen. Herauszuheben ist die langjährige und umfangreiche medizinische Hilfe in dem armen Nachbarland Haiti.

Seit der Unabhängigkeit von Spanien 1898 stellten die USA die Souveränität Kubas infrage. Nachdem die kubanische Revolution die US-amerikanische Marionettenregierung 1959 gestürzt hatte, begannen die Spannungen und Konflikte mit dem nördlichen Nachbarn.

1960 begannen die USA mit einem Embargo und einer Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba. Welche sie immer wieder verschärften. Seit 1990 verurteilt regelmäßig die UNO-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit diese einseitigen Maßnahmen der USA gegen Kuba.

Das kubanische Archipel wird in Westkuba, Zentralkuba und Ostkuba unterteilt. In diesen drei Regionen gibt es insgesamt 15 Provinzen mit 168 Gemeinden. Die zweitgrößte Insel des Archipels ist die Insel der Jugend. Robert Louis Stevenson diente diese als Vorlage für seinen berühmten Roman die Schatzinsel. Diese Insel zählt zu keiner Provinz, sondern ist eine Sonderverwaltungszone.

    • Die Provinzen in Westkuba (Occidente): Pinar del Río, Artemisa, Havanna, Mayabeque, Matanzas und die Sonderverwaltungszone Isla de Juventud
    • Die Provinzen in Zentralkuba (Central): Cienfuegos, Villa Clara, Sancti Spíritus, Ciego de Ávila, Camagüey, Las Tunas
    • Die Provinzen in Ostkuba (Oriente): Holguín, Granma, Santiago de Cuba und Guantánamo
Auf der Karibikinsel herrscht ein subtropisches Klima mit zwei prägnanten Jahreszeiten: die Trockenzeit und die Regenzeit. Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt ungefähr bei 26°C. Die Wassertemperaturen sind ganzjährig angenehm und schwanken nur leicht zwischen 22°C und 28°C.
Obwohl Kuba viele Lebensmittel einführt, sind diese ebenfalls unter den Exportgütern zu finden. Insbesondere Zucker, Zitrusfrüchte, Fisch, Kaffee und Honig verkauft Kuba ins Ausland. Zwar sind häufiger einzelne Lebensmittel knapp, aber die Grundversorgung der Bevölkerung steht. Hungersnöte wie in der schweren Wirtschaftskrise in den neunziger Jahren gibt es nicht mehr.
Mangos, Ananas, Bananen an einem Stand in Havanna
Angebot an einem Verkaufsstand im Zentrum von Havanna

Weitere wichtige Exportwaren sind Nickel, raffiniertes Erdöl, Rum und Tabakerzeugnisse. Eine immer größere Rolle spielt der Export von Medizin- und Arzneiprodukten.

Zigarren der Marke Vegas Robaina
Zigarren sind ein wichtiges kubanisches Exportgut und ein beliebtes Mitbringsel. Zigarren kauft ihr am besten direkt beim Tabakbauern in Pinar del Río.

Stolz sind die Kubaner auf ihr Gesundheits- und Bildungssystem. Beide gehören zu den besten in Amerika. Kuba schickt jährlich tausende Mediziner ins Ausland um bei Katastrophen und Pandemien zu helfen.

Zudem arbeiten viele Staaten mit Ärzten und Krankenpflegern aus Kuba, um die Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung zu verbessern.

Wann Kuba Urlaub?

Wie sind die Temperaturen in Kuba?

Die kubanischen Meterologen verzeichneten folgende Maximalwerte: Erst vor kurzen am 30.06.2019 erreichte das Thermometer mit 39,1 °C in der Provinz Granma einen neuen Rekord. Am tiefsten sank das Thermometer am 18.02.1996 in der Provinz Mayabeque, dort zeigte es 0,6 °C. Diese Extremwerte sind nicht typisch für das kubanische Klima.

Prinzipiell schwanken die Temperaturen an einem Tag stärker als im Jahresverlauf. Im Winter sind Temperaturen zwischen 14 °C und 32 °C üblich, im Sommer liegen sie zwischen 20 °C und 36 °C. Im Durchschnitt beträgt die Jahrestemperatur 26,5 °C.
Im Winter kann die Luft durch Kaltfronten aus dem Norden abkühlen. An der Südküste am karibischen Meer ist es dann gewöhnlich etwas wärmer. In Bergregionen sind die Temperaturen bis zu 10 °C niedrigerer.

Die Wassertemperaturen schwanken nur geringfügig zwischen 22 °C und 28 °C. Die nördliche Küste liegt an der Floridastraße. Der dort fließende warme Golfstrom sorgt für stets angenehme Wassertemperaturen.

Es gibt zwei prägende Jahreszeiten in Kuba: die Trockenzeit (trocken-kalter Winter) und die Regenzeit (feucht-warmer Sommer).

Was ist ein Hurrikan?

Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm im Atlantik, in der Karibik oder im Golf von Mexiko. Dieser zeichnet sich durch hohe Windgeschwindigkeiten und viel Niederschlag aus.

Die Wirbelstürme können einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern erreichen. Stürme der höchsten Kategorie erreichen Windgeschwindigkeiten über 250 Kilometer pro Stunde. Sie bewegen sich aber nur langsam mit 5 bis 30 Kilometer pro Stunde. Auch bilden sie sich nicht über Nacht. Die Entwicklung und Zugbahn der Stürme lässt sich heute gut verfolgen und vorhersagen und es bleiben einige Tage zur Vorbereitung.

Wann ist Hurrikanzeit in Kuba?

Vom 1. Juni bis zum 30. November ist offiziell Hurrikanzeit in der Karibik. In diesem Zeitraum gibt es die meisten und stärksten Wirbelstürme. Besonders häufig und heftig sind diese zwischen Ende August und Mitte November.

In den letzten sechs Jahren gab es erste Stürme bereits im Mai, Ursache ist vermutlich der Klimawandel. Ob es gerade einen Hurrikan in der Karibik gibt, könnt ihr hier einsehen.

Kann ich in der Hurrikanzeit nach Kuba reisen?

Kuba trifft statistisch alle zwei Jahre ein schwerer Hurrikan. Im Gegensatz zu den anderen deutlich kleineren Karibikinseln, betrifft es Kuba selten komplett.

Der Westen der Insel liegt häufiger in der Zugbahn eines Hurrikans, als die zentralen Provinzen oder der Ostteil der Insel. Auch wenn die zwei schweren Wirbelstürme Matthew (2016) und Irma (2017) anderes vermuten lassen.
Kuba ist gut auf Hurrikans vorbereitet. Der Zivilschutz ist vorbildlich organisiert und die Katastrophenpläne jahrelang erprobt und optimiert. Bedrohte Gebiete werden vorsorglich evakuiert und gefährdete Einwohner suchen sturmsichere Unterkünfte auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Karibik gibt es in Kuba nur wenige Tote und Verletzte bei heftigen Stürmen.
Die Hurrikans verursachen mit ihren hohen Windgeschwindigkeiten und starken Niederschlägen trotzdem große Schäden. Besonders betroffen ist meist das Stromnetz und die Straßen. Die Aufräumarbeiten und Reparaturen beginnen direkt nach dem Sturm. Hauptstraßen sind meist nach einigen Stunden wieder befahrbar und das Leitungsnetz innerhalb von wenigen Tagen repariert.
Reist ihr in der Hurrikanzeit, solltet ihr euch täglich über die aktuelle Wetterlage informieren und wenn nötig eure Reiseroute ändern.

Wann ist Regenzeit in Kuba?

Die Regenzeit in Kuba erstreckt sich von Mai bis Oktober. Die durchschnittlichen Niederschläge betragen dann pro Monat mehr als 100 Milliliter pro Quadratmeter.

Im Gegensatz zu Süd-Ost-Asien gibt es oft nur einen starken Regenguss täglich. Gewöhnlich habt ihr am Vormittag schönes Wetter. Am Nachmittag bewölkt sich der Himmel und es prasselt ein kurzer, etwa einstündiger Sturzregen herab. Aufgrund der hohen Temperaturen bringt der Regen eine angenehme Abkühlung.
In der Trockenzeit regnet es auch stark, allerdings deutlich seltener als in der Regenzeit.
Starker Regenguss im Sommer in Varadero
Ein heftiger Regenguss im Sommer in Varadero

Besonders viele Niederschläge treten zwischen Anfang Mai und Mitte Juni sowie im September und Oktober auf. Im Zeitraum der deutschen Sommerferien, von Mitte Juni bis Ende August, gibt es viel Sonne und es regnet deutlich weniger.

Ich liebe die Regenzeit auf Kuba, denn die Natur erwacht. Viele Blüten und eine große Auswahl an exotischen Früchten versüßen die regelmäßigen Schauer am Nachmittag. Zudem sind die Preise niedriger als in der Trockenzeit.
Eine Ausnahme stellt das im Osten gelegene Baracoa dar. Dort herrscht ein tropisches Klima mit viel Niederschlag. Zwischen November und Januar regnet es häufig tagelang durchgehend mit nur wenigen kurzen Regenpausen. Auch im Mai und Oktober regnet es häufig. Dadurch könnt ihr kaum etwas unternehmen. Besser ist das Wetter von Februar bis April und von Juni bis September. Bestes Reisewetter für Baracoa ist der Juli und August.
Blick auf die Bucht von Baracoa den „heiligen Hafen“
Christoph Kolumbus nannte die Bucht von Baracoa heiliger Hafen und errichtete hier am 1.12.1492 ein großes Holzkreuz.

Was ist eine Kaltfront und wie beeinträchtigt diese meine Reise?

Im Winter ist auf der Karibikinsel Trockenzeit. Gelegentlich beeinflussen dann Kaltfronten, in Kuba “Frente Frio” genannt, das Wetter. Der Wind weht stärker, es regnet häufiger und die Temperaturen sinken um mehrere Grad.

Ursache sind Tiefdruckgebiete mit kalten Luftströmungen aus Kanada und den USA, die die sonst warme Insel erreichen. Aufgrund des warmen Golfstromes bleiben die Temperaturen zumindest im Flachland weit über Null. In den küstennahen Stadtteilen von Havanna sinken die Temperaturen nicht unter 10 °C. In Varadero liegen diese nicht unter 11 °C.
Bei bedecktem Himmel kann es am Tag Temperaturen zwischen 14 °C und 18 °C geben. Meistens steigen die Temperaturen aber auch tagsüber deutlich über 20 °C, oft sogar über 30 °C. In Bergregionen erreicht das Thermometer manchmal Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Schnee gibt es nicht.
Fliegt ihr im Winter nach Kuba, solltet ihr neben Sommersachen auch Kleidung wie für unseren Frühling mitnehmen. Nehmt an den kälteren Tagen das Ausflugsprogramm wahr, anstatt am Strand zu liegen.
In Zentralkuba und insbesondere im Ostteil der Insel spürt ihr die Auswirkungen der Kaltfronten übrigens deutlich weniger.

Wann ist in Kuba Hochsaison?

Viele Urlauber fliegen in der Zeit von November bis April auf die Karibikinsel. Wirklich voll ist es zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. Viele im Ausland lebende Kubaner besuchen ihre Familien über den Jahreswechsel und nutzen dabei die komfortable touristische Infrastruktur.

In der Hochsaison sind Unterkünfte knapp. Bucht dann diese wie Mietwagen weit im Voraus. Gleiches gilt in dieser Zeit für Fernbustickets des Busunternehmens Víazul.

Wann ist in Kuba Nebensaison?

Wird das Wetter in Europa und Kanada wieder freundlich, gehen die Besucherzahlen in Kuba deutlich zurück. Die Nebensaison startet im Mai und geht bis Oktober, sie deckt sich damit mit der karibischen Regenzeit.

Ab Mai beginnt auch die Saison der Tropenstürme und Hurrikans. Im September und Oktober, wenn die Gefahr am größten ist, kommen die wenigsten Besucher nach Kuba. Die meisten Urlauber in der Nebensaison reisen im Juli und August zur Zeit der Sommerferien auf die Karibikinsel.

Monatsübersicht

Klickt hier, um die Monatsübersicht anzuzeigen.
  • Monat, Saison, Jahreszeit, Preisniveau, Ø Maximumtemperaturen, Ø Minimumtemperaturen, Wassertemperatur, Besonderheiten
  • Januar, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 29°C, 18°C, 25°C, hohe Kaltfrontgefahr
  • Februar, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 30°C, 19°C, 24°C, hohe Kaltfrontgefahr
  • März, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 31°C, 20°C, 25°C, mittlere Kaltfrontgefahr
  • April, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 31°C, 21°C, 26°C, mittlere Kaltfrontgefahr, Karneval in Baracoa
  • Mai, Nebensaison, Regenzeit, niedrige Preise, 32°C, 22°C, 27°C, geringe Kaltfrontgefahr
  • Juni, Nebensaison, Regenzeit, niedrige Preise, 33°C ,23°C, 27°C, Hurrikan möglich
  • Juli, Nebensaison, Regenzeit, mittlere Preise, 34°C, 24°C , 28°C, Hurrikan möglich, Karneval in Santiago de Cuba
  • August, Nebensaison, Regenzeit, mittlere Preise, 34°C, 24°C, 28°C mittlere Hurrikangefahr, Karneval in Havanna
  • September, Nebensaison, Regenzeit, niedrige Preise, 33°C, 24°C ,28°C hohe Hurrikangefahr, geringe Kaltfrontgefahr
  • Oktober, Nebensaison, Regenzeit, niedrige Preise. 32°C, 23°C, 28°C, sehr hohe Hurrikangefahr, mittlere Kaltfrontgefahr
  • November, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 32°C, 22°C, 27°C, mittlere Hurrikangefahr, mittlere Kaltfrontgefahr
  • Dezember, Hauptsaison, Trockenzeit, hohe Preise, 30°C, 20°C ,27°C, mittlere Kaltfrontgefahr

Kuba Urlaub in den Herbstferien

Jetzt beginnt die kalte Jahreszeit in Deutschland. In Kuba ist im Oktober noch Nebensaison. Dies liegt an der erhöhten Gefahr von Hurrikans und ersten möglichen Kaltfronten in diesem Monat. Mit etwas Flexibilität könnt ihr trotzdem nach Kuba reisen. Hurrikans bilden sich nicht über Nacht und ihre Zugbahn lässt sich gut vorhersagen. Kuba ist zudem auf die Wirbelstürme gut vorbereitet.

Informiert euch regelmäßig über das Wetter und weicht gegebenenfalls auf andere Orte aus. Im Osten Kubas gibt es seltener starke Hurrikans und  Kaltfronten wirken sich weniger aus. Dadurch eignet sich der Herbst für Rundreisen im Ostteil der Insel. In den Herbstferien sind die Temperaturen nicht mehr so heiß wie in den Sommerferien. Es ist weniger Betrieb und dadurch sind auch kurzfristig ausreichend Unterkünfte vorhanden.

Kuba Urlaub zu Weihnachten und zu Silvester

Zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel ist in Kuba absolute Spitzensaison. Viele Hotels und private Unterkünfte sind teils Monate im voraus voll. In Touristenzentren könnt ihr meist noch ein Zimmer finden.

Ausgebucht sind oft die Gebiete abseits des Massentourismus. Denn viele Kubaner, die im Ausland leben, besuchen über die Feiertage ihre Familien und übernachten in den Unterkünften für Touristen.

Über Weihnachten gibt es in Zentralkuba in vielen Städten sogenannte “Paradas”, das sind Festivals mit Knallern und Feuerwerk. Hochburg dieses Spektakels ist die Kleinstadt Remedios in der Provinz Villa Clara.

Schwein am Spieß ist ein traditionelles kubanisches Gericht zu Weihnachten und Silvester
Schwein am Spieß ist ein traditionelles kubanisches Gericht zu Weihnachten und Silvester.

Die Kubaner verbringen Weihnachten mit einem Familienessen, feiern aber deutlich weniger als in Deutschland. In Kuba entkommt ihr sicher dem Weihnachtstrubel. Der Jahreswechsel ist deutlich wichtiger. Denn am ersten und zweiten Januar feiert Kuba den Sieg der Revolution über die Diktator Batistas.

Zu Silvester gibt es ebenfalls ein großes Familienessen. Traditionell brät ein geschlachtetes Schwein stundenlang über einem Holzkohlefeuer. Dazu gibt es Reis mit Bohnen, Malanga, Yuca, Kochbananen und verschiedene andere kubanische Spezialitäten.
Feuerwerke gibt es bisher nur in den Touristenhochburgen. Ansonsten sind diese wie Blitzknaller zu Silverster unüblich. Denkt daran, ihr dürft diese weder einführen noch im Flugzeug mitnehmen. Ab und zu seht ihr auch wie Kubaner zum Jahreswechsel Strohpuppen verbrennen. Dies geschieht, um das Böse von der Familie fernzuhalten.

Kuba Urlaub in den Winterferien

Neben dem Januar ist der Februar der kälteste Monat in Deutschland. Ein Kuba Urlaub kommt zu dieser Zeit gerade recht. Zwar ist auch in Kuba Winter, allerdings liegen die durchschnittlichen Temperaturen mit 17 °C deutlich über dem Gefrierpunkt.

Im Februar kommt es wie im Januar häufig zu Kaltfronten. Wer nur am Strand liegen will, wählt besser ein Ziel im Osten von Kuba. Dort sind die Tagestemperaturen etwa 5 °C höher. Die Traumstände bei Guardalavaca eignen sich besonders für Sonnenanbeter.
Da der Februar eine beliebte Reisezeit ist, solltet ihr Unterkünfte und Mietwagen vorbuchen.

Kuba Urlaub zu Ostern

Ostern bildet traditionell den Abschluss der Hauptsaison. Viele Besucher nutzen die Chance, um unserem nass-kalten Wetter in Deutschland zu entkommen. Die Karibiksonne zu genießen und mit einer schönen Bräunung in die Freiluftsaison zu starten.

Im März und im April ist das Wetter in Kuba ideal. Die Temperaturen liegen tagsüber bei angenehmen 30°. Die Gefahr von Kaltfronten ist gering. Beide Monate liegen zudem in der Trockenzeit, wodurch es nur wenige Tage regnet, also ideales Badewetter.
Durch diese tollen Bedingungen sind die Besucherzahlen hoch. Unterkünfte und Mietwagen sind knapp. Bucht diese vor dem Urlaub.

Kuba Urlaub in den Sommerferien

Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind keine idealen Bedingungen für die Reise. Allerdings sind für viele Familien die Sommerferien die einzige Zeit, um für mehr als zwei Wochen nach Kuba zu reisen.

Ich kann euch beruhigen, im Juli und August regnet es deutlich weniger als in den anderen Monaten der Regenzeit. Trotzdem kommt es häufig am Nachmittag zu kurzen Sturzregen. Die Höchsttemperaturen liegen normalerweise bei 34 °C bis 37 °C und auf der Insel weht immer eine angenehme Brise. Dadurch sind die Temperaturen noch erträglich.
Im Juli und August sind auch in Kuba Ferien. Daher die Strände voll und günstige Hotels und Privatunterkünfte in der Nähe des Strands oft ausgebucht. Das trifft vor allem auf Varadero zu. Trotzdem ist genug Platz an den Traumstränden. Übervolle Strände wie teils an der Ostsee oder der Adria müsst ihr nicht befürchten.
In vielen kubanischen Städten findet einmal jährlich ein Karneval statt. Von April bis September könnt ihr diese großen Volksfeste erleben. Der schönste und größte Karneval findet um den 26. Juli In Santiago de Cuba statt. Im August ist die Hauptstadt Havanna an der Reihe.

Nach Kuba in den Semesterferien

Die langen vorlesungsfreien Zeiten bieten Studenten ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Trip nach Kuba. Im August sind in Kuba noch Sommerferien, das heißt die Strände voll und viele gute Privatunterkünfte ausgebucht. Die Temperaturen sind hoch, dennoch aushaltbar.

Im September könnt ihr Unterkünfte problemlos vor Ort buchen. In diesem Zeitraum kommen aufgrund der Gefahr von Hurrikans nur wenige Touristen nach Kuba. Wer etwas flexibel ist, kann jetzt deutlich günstiger durchs Land reisen. Die Semesterferien im Herbst eignen sich daher für Rucksackreisende mit kleinem Budget.

Deutlich teurer ist die Zeit der Semesterferien im Frühjahr, vor allem wenn die Osterwoche in diesen Zeitraum fällt. Es ist immer noch Hauptsaison, weswegen ihr eure Unterkünfte vorbuchen solltet. Dafür ist jetzt ideales Reisewetter.

Wann ist die beste Reisezeit für Kuba?

Die besten Wetterbedingungen gibt es im März und April: Dann ist es nur warm, nicht heiß, und es regnet selten. Kaltfronten sind möglich, aber deutlich schwächer als im Januar und Februar. Die Gefahr eines Hurrikans besteht nicht.

Allerdings endet die Hochsaison in diesen Monaten, die Preise sind deshalb sehr hoch. Deutlich geringere Preise gibt es in der Nebensaison, insbesondere im Mai und Juni sowie im September und Oktober. Prinzipiell ist Kuba das ganze Jahr über ein gutes und schönes Reiseziel.
Der Wasserfall El Nicho ist ein Highlight einer Kuba Reise
El Nicho in der Nähe von Cienfuegos ist der schönste Wasserfall des Landes.

Hier geht es zurück zur Kurzübersicht und hier zur Fragenliste.

Was beachten im Kuba Urlaub?

Ist ein Visum für Kuba erforderlich?

Ja, EU-Bürger und Schweizer benötigen für den Kuba Urlaub ein Visum. Kuba bietet mit der Touristenkarte für Urlaubsreisende ein leicht zu erwerbendes Touristenvisum an.

Welche Impfungen sind für Kuba notwendig?

Für Kuba sind keine speziellen Impfungen notwendig. Ausnahme: Reist ihr aus oder über Brasilien nach Kuba ein, ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Trotzdem solltet ihr eure Impfungen vom Hausarzt prüfen lassen und gegebenenfalls auffrischen. Viele Krankenkassen erstatten auf Nachfrage die Impfungen, die vom auswärtigem Amt empfohlen werden. Das sind aktuell die Standardimpfungen des Robert-Koch-Institut und folgende:

  • Bei kurzen Aufenthalten: Hepatitis A
  • Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Gefährdung: Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera

Ich habe mich für meine Reisen gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen lassen. Vor der Reise solltet ihr eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Reisemediziner aufsuchen, um eventuelle Risiken und Gesundheitsgefahren abzuklären. Informiert euch rechtzeitig über die Impfprozedur und verschiebt die Impfungen nicht auf den letzten Augenblick. Mögliche Nebenwirkungen in den ersten Wochen nach der Impfung verderben sonst eure gesamte Reise nach Kuba.

Gibt es durch Mücken übertragbare Krankheiten auf Kuba?

Kuba ist frei von Gelbfieber und Malaria. Es gibt allerdings andere, durch Mücken übertragbare Krankheiten wie Chikungunya, Denquefieber oder Zika. Da es für diese noch keine Impfungen gibt, ist ausreichender Mückenschutz wichtig. Dunkle Kleidung zieht Mücken an, nehmt lieber helle Kleidung mit. Antimückenmittel sollten den DEET-Wirkstoff enthalten, ich nutze deswegen Nobite*. Nachts hilft der leichte Luftzug eines Ventilators, damit ihr nicht zerstochen werdet. Ihr könnt auch ein Moskitonetz* nutzen.

Was benötigt man für die Einreise nach Kuba?

Unbedingt mit muss der Reisepass, ein Nachweis über eine gültige Auslandskrankenversicherung, eine Touristenkarte oder ein anderes Visum sowie die Buchungsbestätigung für ein Rück- beziehungsweise Weiterflugticket. Mehr Infos findet ihr im Artikel: Einreisebestimmungen Kuba und notwendige Reisedokumenten.

Brauche ich in Kuba den Internationalen Führerschein?

Wollt ihr in Kuba einen Mietwagen oder Roller mieten? Dann benötigt ihr nur den normalen Führerschein. Ein internationale Führerschein ist nicht notwendig. Ausnahme: Ihr besitzt einen sehr alten Führerschein, welcher nicht der UNO-Übereinkunft zum Straßenverkehr von 1968 entspricht. In diesem Fall benötigt ihr seit dem 28.03.2019 den internationalen Führerschein.

Was für eine Sprache spricht man in Kuba?

In Kuba wird wie in fast allen Ländern Süd- und Mittelamerikas Spanisch gesprochen. In den großen Touristengebieten wie Havanna, Trinidad, Varadero und Viñales kommt ihr mit Englisch gut zurecht. Individualreisende sollten zumindest einfache Kenntnisse in Spanisch besitzen. Dies erleichtert die Reiseorganisation und erhöht das Reiseerlebnis deutlich. Wollt ihr vor der Reise noch etwas Spanisch lernen? Dafür eignet sich Duolingo, damit könnt ihr am PC oder auf dem Smartphone schnell und kostenlos einen Grundwortschatz aufbauen.

Welche Währung verwende ich im Kuba Urlaub?

In Kuba gibt es zwei offizielle Währungen. Zum einen die Hauptwährung Peso Cubano (CUP), die oft einfach Peso oder Moneda Nacional genannt wird. In dieser Währung werden Gehälter und Renten, öffentliche Verkehrsmittel, einheimische Waren, Dienstleistungen und Eintrittspreise bezahlt. Im Alltag nutzen die Kubaner viel den CUP. Die zweite Währung ist der Peso Convertible (CUC), oft nur Dollar genannt, da diese seit 1994 den damals parallel genutzten US-Dollar (USD) ersetzte und an dessen Kurs 1 zu 1 fixiert ist. In der Praxis wird gewöhnlich mit einem Umrechnungskurs von 1 CUC zu 1,02 bis 1,05 USD gerechnet. Da der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar inzwischen fast 1 zu 1 ist, entspricht ein CUC etwa einem Euro, dadurch könnt ihr die Preise gut beurteilen. Der CUC wird in speziellen Läden ähnlich dem Intershopsystem der DDR verwendet sowie für touristische Angebote und Dienstleistungen. Da der Peso Convertible oft wie der Peso Cubano nur mit Peso abgekürzt wird, ist es für viele Touristen schwer zu erkennen, welche Währung gemeint ist.

Währung in Kuba
Die zwei kubanischen Währungen: Der kräftigere Peso Convertible (CUC) und der blassere Peso Cubano (CUP)

Früher waren beide Währungen stärker getrennt. Kubaner konnten den CUC nur eingeschränkt beziehen und Touristen nur umständlich CUP erwerben. Inzwischen ist der Tausch in Wechselstuben und Banken uneingeschränkt möglich. In vielen Geschäften sind die Preise doppelt ausgezeichnet und ihr könnt mit beiden Währungen bezahlen. Im privatwirtschaftlichen Bereich werden beide Währungen parallel eingesetzt. Ihr könnt zum Beispiel auf dem Markt oder an Obstständen mit CUC bezahlen, auch wenn die Preise in CUP angeschrieben sind. Gleiches gilt für öffentliche Verkehrsmittel und viele Restaurants. Trotzdem kommt es ab und zu vor, dass nur eine der beiden Währungen akzeptiert wird. Individualreisende sollten deshalb beide Währungen besitzen. Für Pauschaltouristen reicht in der Regel der CUC aus. Der offizielle Umtauschkurs beträgt zurzeit 1 CUC zu 24 CUP, in die andere Richtung 25 CUP zu 1 CUC. Erfolgt die Rechnung in CUP und ihr bezahlt mit CUC, wird meist ein Kurs von 1 zu 22 bis 1 zu 25 berechnet. Ausnahmen sind die Cent-Münzen. Bezahlt ihr mit diesen, wird zur unkomplizierten Umrechnung meist ein Kurs von 1 zu 20 verwendet.

  • 0,05 CUC = 1 CUP
  • 0,10 CUC = 2 CUP
  • 0,25 CUC = 5 CUP
  • 0,50 CUC = 10 CUP
  • 1,00 CUC = 20 oder 25 CUP

Bargeld oder Kreditkarte im Kuba Urlaub?

In großen Hotels, den staatlichen Souvenirläden und in immer mehr Devisengeschäften ist inzwischen die Zahlung mit Kreditkarte möglich. Trotzdem richtet euch darauf ein, dass ihr überwiegend eure Rechnungen bar bezahlt. Die Gebühren bei Kartenzahlung entsprechen etwa dem Umtauschkurs bei Barabhebungen am Bankschalter und am Automaten. Damit ihr nicht ständig mit großen Geldbeträgen unterwegs seid, empfehle ich euch für euren Kuba Urlaub neben Bargeld eine Kreditkarte mitzunehmen. In Kuba werden inzwischen Visa und MasterCard akzeptiert. Beachtet: Karten von US-Unternehmen und deren Tochterunternehmen funktionieren in Kuba nicht. Die beste Kreditkarte für einen Kuba Urlaub ist die Genialcard der Hanseatic Bank*. Bei dieser fallen keine Fremdwährungs- und Auslandsnutzungsgebühren. Mehr über die Kreditkartengebühren und die Nutzung von Kreditkarten in Kuba findet ihr in meinem Beitrag: Kreditkarte Kuba: Worauf achten?

Wo kann ich in Kuba Geld wechseln?

In Wechselstuben (Casa de Cambio, kurz CADECA) und in vielen Banken werden Euro, Pfund, US-Dollar, Schweizer Franken, Canadische Dollar und Mexikanische Peso sowie Japanische Yen akzeptiert. Auch in vielen Hotels könnt ihr Bargeld wechseln, aber dort sind die Kurse deutlich schlechter als in einer Bank oder Wechselstube. Zieht ihr an Automaten Bargeld werden von eurer Kreditkarte US-Dollar abgebucht. Die Tauschkurse liegen etwa 3% unter dem aktuellen Devisenkurs.

Casa de Cambio in Havanna
Casa de Cambio (CADECA) in der Altstadt von Havanna

Geldüberweisungen

Viele Banken und Finanzdienstleister setzen widerrechtlich US-Sanktionen gegen Kuba auch in der EU bzw. in der Schweiz durch.
Geldüberweisungen werden nicht ausgeführt oder Geldbeträge vorübergehend blockiert. Das betrifft auch Überweisungen innerhalb
Deutschlands, zum Beispiel wenn ihr eure Urlaubsreise bezahlt. Verwendet daher vorsichtshalber bei jeglichen Transaktion weder das
Wort “Kuba” noch die englische Schreibweise “Cuba”.

Ist Kuba ein sicheres Reiseland?

Kuba ist ein sicheres Reiseland und es ist eines der wenigen Länder der Welt, in welchem seit über 10 Jahren keine Terroranschläge stattgefunden haben. Raub, Vergewaltigungen oder andere Gewaltverbrechen gegen Touristen sind zudem extrem selten. Trotzdem gibt es natürlich Kriminalität in Kuba. Einbrüche und Taschendiebstahl haben zugenommen und es kommt immer öfter zu kleinen und großen Betrugsfällen. Nutzt euren gesunden Menschenverstand und haltet euch an normale Verhaltensregeln gegen Taschendiebstahl, dann solltet ihr kaum Probleme bekommen.

Welcher Reiseführer ist der Beste für eine Kuba Reise?

Der Stefan Loose Kuba Reiseführer ist für mich der beste. Er erreichte mit Abstand Platz 1 in meinem ausführlichen Kuba Reiseführer Test.

Welche Stromspannung gibt es in Kuba? Benötige ich einen Spannungswandler?

Das kubanische Stomnetz bietet eine Spannung von 110 V. In vielen Hotels und Privatunterkünften gibt es zusätzlich 220 V Steckdosen. Die meisten Ladegeräte und Netzteile kommen auch mit 110 V zurecht. Prüft eure Geräte vor der Reise. Einen Spannungswandler habe ich bisher noch nie gebraucht.

Benötige ich einen Steckdosenadapter?

In Kuba werden viele verschieden Steckdosentypen verbaut, am häufigsten die in China üblichen Typ-A-Stecker. In vielen All-Inklusive-Hotels gibt es Steckdosen, in denen ihr die in Deutschland üblichen Typ-C-Stecker ohne Adapter verwenden könnt. Ihr solltet aber mindestens einen Adapter von Typ-C auf Typ-A mitnehmen. Beachtet: Schwere Adapter oder Netzteile rutschen oft aus den verbauten Typ-A-Steckdosen und haben dann keinen Kontakt mehr. Dieses Problem habe ich durch eine Steckerleiste gelöst. Diese muss ebenfalls mit 110 V funktionieren.

Wie ist das Internet in Kuba?

In den letzten Jahren hat sich einiges bezüglich des Internets in Kuba getan. Vor wenigen Jahren standen nur Computerarbeitsplätze mit extrem langsamer Verbindung zur Verfügung. Eine Stunde Internet kostete damals 4 CUC. Zum Glück hat sich das inzwischen komplett geändert. Über das ganze Land verstreut findet ihr jetzt öffentliche W-Lan-Hotspots. Dort könnt ihr eure Geräte mit dem Internet verbinden. Dazu benötigt ihr Zugangsdaten. Diese bekommt ihr zum Beispiel mit einer temporären Internetkarte vom staatlichen Mobilfunkunternehmen Etecsa. Die Geschwindigkeit des Internets in Kuba ist sehr unterschiedlich. Die Anbindung ist prinzipiell gut, bei einer hohen Auslastung sinken die Verbindungsraten allerdings deutlich. Der Preis pro Stunde liegt aktuell zwischen 0,70 und 1 CUC.

Prepaidkarte zur Nutzung des Internet
Prepaidkarte zur Nutzung des Internet

Gibt es Internet über Mobildaten der SIM-Karte?

Inzwischen könnt ihr über die SIM-Karte eures Telefones eine mobile Datenverbindung aufbauen. Dafür eignet sich am besten eine kubanische SIM-Karte die ihr ebenfalls bei Etecsa erwerben könnt. Die Karte kostet 40 CUC und enthält 10 CUC Startguthaben. Die Karte muss noch für Mobildaten freigeschaltet werden, dass kann ein paar Tage dauern. 1 GB mobile Daten kostet 10 CUC. Von Datenroaming über deutsche Anbieter rate ich ab, denn es ist viel zu teuer.

Seit Januar 2020 bietet Etecsa eine spezielle temporäre Sim-Karte für Touristen an. Diese ist nach Aktivierung nur 30 Tage gültig. Inklusive sind 20 Freiminuten und 20 SMS sowie 1 GB an Datenvolumen. Die Sim-Karte kann nicht mit Guthaben aufgeladen werden. Es ist nur möglich weiteres Datenvolumen zu erwerben.

Mehr Details zur neuen Sim-Karte für Touristen, zum Internet allgemein und zur Telefonie in Kuba findet ihr in meinen praktischen Kuba Reisetipps.

Wie finde ich mich in Kuba zurecht?

Das von vielen genutzte Google Maps funktioniert ohne permanenten Internetzugang nur eingeschränkt. Von Hand generierten Offline-Karten verlieren nach etwa 3 Wochen ihre Gültigkeit und sind nicht mehr nutzbar. Eine kostenlose Alternative ist maps.me. Hier steht euch nach dem Download der Kartendaten eine gute und übersichtliche Offline-Karte zur Verfügung. Das Anlegen von Ortsmarkierungen und zugehörigen Notizen ist möglich. Eigene Ortsmarkierungen aus Google Maps können exportiert werden und in maps.me übernommen werden. Der Dienst bietet zudem eine gut funktionierende Navigationsfunktion. Zusätzlich nutze ich die kostenpflichtige App OsmAnd+. Durch Haltestellen und Linienstrecken hilft diese ungemein bei der Verwendung des öffentlichen Nahverkehrs. Allerdings fehlen manche Strecken. Über eine kostenpflichtige Erweiterung stehen zudem Höhenlinien und eine Seekarte zur Verfügung. Hier geht es zurück zur Kurzübersicht und hier zur Fragenliste.

Unterwegs in Kuba: Wie komme ich von A nach B?

Mietwagen in Kuba

Die großen amerikanischen Anbieter Hertz und Avis sowie die bekannten europäischen Mietwagen-Firmen Enterprise, Sixt und Europcar besitzen in Kuba keine Anmietstationen. In Kuba sind nur wenige Mietwagen verfügbar und diese sind zudem teuer. Kleinwagen gibt es ab 60 EUR pro Tag, Mittelklassewagen ab 75 EUR pro Tag. Dazu bezahlt ihr noch eine obligatorische Versicherungsprämie von 10 bis 20 CUC pro Tag. Bei Übernahme des Mietwagens wird dann noch eine Kaution fällig, welche ihr per Kreditkarte bezahlen solltet. Erfahrungsgemäß gibt es dann bei der Rückgabe des Autos seltener Beanstandungen. Egal, wo ihr bucht, ihr bekommt euer Auto von einer der folgenden vier Mietwagenagenturen:

Schwarzer Geely Emgrand, Mittelklasse-Mietwagen auf Kuba
Mietwagen sind oft chinesische Modelle. Hier seht ihr einen Geely Emgrand.

Recht kompliziert ist eine Reservierung und Buchung über die Internetseiten der kubanischen Anbieter. Bucht ihr über einen deutschen Anbieter, greift zudem der gesetzliche Verbraucherschutz. Ich habe gute Erfahrungen mit der Buchung über TuiCars* gemacht. Mietwagen lohnen sich nur für Familien oder kleine Gruppen, die in kurzer Zeit viel unternehmen wollen. Wer zum Beispiel nur drei Wochen für ganz Kuba hat, der benötigt die Schnelligkeit und Flexibilität eines Mietwagens. Ansonsten sind Taxis oft eine kostengünstigere Alternative. Hier erfahrt ihr mehr zu Mietrollern und Mietwagen in Kuba.

 

Fahrrad

Kuba lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden. Zwar sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit hoch und die Straßen oft in einem schlechten Zustand, dafür gibt es deutlich weniger Autoverkehr. Fahrräder sind in Kuba ein übliches und viel genutztes Transportmittel. In jedem kleinem Ort kann euch jemand beim Reifenflicken oder bei kleineren Reparaturen helfen. Einige Privatpensionen vermieten Fahrräder und auch in einigen Hotels gibt es welche. Ansonsten gibt es aber nur wenige Verleihstationen. Die Leihfahrräder, welche selten in einem guten Zustand sind, kosten etwa 2 CUC pro Stunde oder zwischen 6 und 15 CUC Tagesmiete. Für kurze Ausflüge sind die Leihräder ausreichend, für längere Touren ist es besser, denn eigenen Drahtesel mitzubringen. Da immer Bedarf an guten Trekkingrädern ist, könnt ihr euch auch ein Fahrrad mitbringen und dieses nach eurem Kuba Urlaub vor Ort verkaufen. In Kuba könnt ihr auch neue Fahrräder kaufen, in staatlichen Geschäften sind diese aber häufig ausverkauft und dadurch nur bei privaten Händlern erhältlich. Diese Räder werden in der Regel ohne Schutzblech und Gepäckträger verkauft, wodurch diese besonders für längere Touren ungeeignet sind.

  • Bei den Straßenverhältnissen in Kuba sind Trekkingräder zu empfehlen
  • Für Fahrradtouren solltet ihr etwa doppelt soviel Zeit einplanen wie für vergleichbare Touren in Deutschland.
  • Wer mit dem eigenen Fahrrad unterwegs ist, sollte sich 1 oder 2 Ersatzschläuche mitnehmen
  • Helme sind nicht Pflicht und sollten bei Bedarf mitgebracht werden
  • Das Fahren auf Gehwegen ist nicht gestattet
  • Lässt sich ein langsam fahrendes Fahrzeug mit unangenehmer Abgaswolke nicht überholen, legt eine Pause ein und lasst es davon fahren.
  • In vielen Innenstädten gibt es spezielle bewachte Orte für Fahrräder. Von diesen solltet ihr Gebrauch machen, da auch bei angeschlossen Rädern häufig Kleinteile abmontiert werden.

Verkehrsmittel in Kuba

Zwar nutzen viele Touristen im Urlaub gerne einen Mietwagen, in Kuba sind diese extrem teuer und nur in begrenzter Anzahl vorhanden. Zum Glück gibt es einige Alternativen zum Mietwagen. Für viele Touristen sind Taxis, Sammeltaxis oder die Fernbusse von Víazul eine gute Wahl. Für Backpacker und Reisende mit kleinem Geldbeutel gibt es aber auch andere preisgünstigere Verkehrsmittel. Beachtet: Die Fortbewegung in Kuba ist einer der größten Posten im Reisebudget und wird eure Nerven am meisten beanspruchen. Das Abzockpotential ist groß und eine gute Vorbereitung daher wichtig. Dafür bietet die richtige Auswahl der Verkehrsmittel auch ein riesiges Sparpotential für Backpacker und andere Low-Budget-Reisende. Bei den vielen verschiedener Verkehrsmittel sind einige speziell für Touristen ausgelegt, diese bieten europäische Komfortstandards, sind dafür dementsprechend teuer. In der Regel gilt auch für Kuba: Mit zunehmenden Preis steigt die Summe aus Komfort und Zeitersparnis. Das heißt, wer in kurzer Zeit viel sehen will oder komfortabel durchs Land reist, bezahlt deutlich mehr. Für Reisende die am Komfort sparen und viel Zeit zur Verfügung haben, gibt es auch günstige Verkehrsmittel. Die folgende Aufstellung hilft euch dabei, die richtigen Verkehrsmittel für eure Ansprüche zu finden. Inlandsflüge in Kuba Die von den kubanischen Flugunternehmen Aerogaviota und Cubana angeboten Inlandsflüge sind für Touristen nicht billig, dafür aber unschlagbar schnell. Sie bieten ausreichend Komfort und einen guten Service an Bord. Die Flugzeugflotte für Inlandsflüge besteht aus kleinen Maschinen größtenteils russischer Herstellung. Zwar gibt es in vielen größeren und kleineren Städten einen Flughafen, aufgrund der kleinen Flugzeugflotte werden viele davon aber nur ein- bis zweimal pro Woche angeflogen. Durch die geringen Kapazitäten sind die Flüge häufig ausgebucht und Tickets sollten im voraus gekauft werden. Die Bedienung der Webseiten der kubanischen Fluggesellschaften ist nicht einfach, Reservierung bzw. Buchungen dadurch unnötig kompliziert.  Inlandsflüge gibt es vor allem von Havanna aus in die zentralen und östlichen Provinzhauptstädte, zur Insel der Jugend und zu den Touristengebieten Baracoa und Cayo Largo. Cayo Largo wird ebenfalls von Varadero aus angeflogen. Verspätung oder Ausfälle gibt es häufiger. Da es kaum Ersatzflugzeuge gibt, werden in diesen Fällen oft Ersatztransporte per Bus organisiert. Wer einen Rückflug erreichen muss, sollte sich nicht auf einen Inlandsflug verlassen und besser einen Puffertag einplanen. Gleiches gilt auch für lange Fahrten mit Auto, Bus und Zug. Plant besser bei An- und Abreise eine zusätzliche Übernachtung ein. Taxis Viele verschiedene Verkehrsmittel sind in Kuba als Taxis unterwegs. Da könnt ihr leicht den Überblick verlieren. Es gibt private und staatliche Taxis, Taxis welche euch von A nach B bringen und Taxis, die nur feste Routen abfahren. Das kubanische Transportgesetz unterscheidet auch noch in Taxis mit normalen Komfort und mit hohem Komfort. Damit ihr keine unangenehme Überraschung erlebt, handelt vor dem Fahrtantritt den Preis aus. Tipps zum Verhandeln mit Taxifahrern findet ihr in unseren Kuba Reisetipps. Die folgende Aufstellung gibt euch einen Überblick über die Taxiarten und deren Preise.

    • Fahrradtaxi (Bici): Die einfachen Fahrradtaxis findet ihr inzwischen überall in Kuba. Sie halten auf Zuruf oder ihr findet sie an speziellen Haltepunkten. Der normale Preis für eine kurze Fahrt beträgt 10 Peso Cubano oder 0,5 CUC pro Person. Für längere Strecken oder mit viel Gepäck steigt der Preis.Auch von Touristen wird mehr verlangt. Die Preise legt der Fahrer selbst fest, ihr müsst diese deshalb vor der Fahrt aushandeln. In Havanna ist ein Preis von 1 CUC pro Person noch angemessen.

      Ein Bici-Taxi fährt bei strömenden Regen durch Havanna
      Ob Sonne oder Regen, Bici-Taxis sind ein beliebtes Transportmittel.
    • Pferdekutschen (Coche):Kaum Schadstoffausstoss, ein nachwachsender, biologischer Kraftstoff und ein selbstreproduzierender Antrieb, es gibt kaum ein Transportmittel mit einem geringeren ökologischem Fußabdruck. Leider kommen Touristen selten dazu, sie zu nutzen. Die normalen Kutschen bieten maximal 10 Personen Platz und fahren auf festgelegten Routen. Bei dem geringen Verkehrsaufkommen in Kuba erreichen sie, trotz nur einer einzelnen Pferdestärke Geschwindigkeiten von bis zu 20 Stundenkilometer. Der Fahrtwind bringt die notwendige Abkühlung in der tropischen Hitze. Für eine Fahrt bezahlt ihr pro Person zwischen 1 und 3 CUP.In vielen Touristenzentren gibt es spezielle historische Kutschen, diese sind deutlich komfortabler und teurer. Die Kutscher bieten einen Taxiservice oder stehen für Rundfahrten zur Verfügung. Die Kutscher verlangen hohe Preise. 20 CUC pro Stunde sind keine Seltenheit. Auch hier müsst ihr vor Fahrtantritt den Preis aushandeln.

      Transportmittel im ländlichen Kuba: Pferdekutsche und W50
      Besonders in ländlichen Regionen sind Pferdekutschen und die aus Ostdeutschland stammenden W50 wichtige Transportmittel.
    • Ochsengespanne: sind zwar keine offiziellen Taxis, sollen hier zur Vollständigkeit trotzdem erwähnt werden. Sie sind deutlich langsamer als eine Pferdekutsche. Im Viñales Tal und in Trinidad sind sie ein beliebtes Fotomotiv. Wer zu Fuß im ländlichen Raum unterwegs ist, wird auch mal spontan mitgenommen. Besser als laufen ist es allemal. Die Fahrt ist kostenlos, als Dank könnt ihr Trinkgeld oder eine andere Kleinigkeit geben. Erfahrene Kuba Reisende haben für solche Fälle eine Flasche Rum im Rucksack, der Bauer freut sich bestimmt über einen Schluck.
    • Motorradtaxi (Moto) :Motorradtaxis sind besonders in Ostkuba ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Meist sind es deutsche Motorräder aus Zschopau, tschechische Jawa oder Räder des japanischen Herstellers Suzuki. Sind diese als Taxi unterwegs, haben sie einen zweiten Helm am Lenkrad. Ständig in Bewegung werden sie per Handzeichen oder Blickkontakt angehalten. 10 CUP kostet gewöhnlich eine normale Strecke in der Stadt. Damit sind diese sehr günstig. Zudem kommen sie im Stadtverkehr schnell voran. Durch die Kombination von Preis, Komfort und Schnelligkeit sind sie für kurze Strecken die idealsten Verkehrsmittel für einzelne Reisende.
    • Cocotaxis und Triciclos: Cocotaxis sind dreirädrige Motorradtaxis, welche eine auffällige gelbe Fiberglashülle in Form einer Kokosnuss haben. Sie sind seit den Neunziger Jahren eine Besonderheit Kubas und sind für zwei Passagiere ausgelegt. Sie erinnern an die Tuc Tucs in Südostasien. Ihr findet sie in größeren Touristenzentren. Durch die offene Bauweise bietet der Fahrtwind wie bei den Pferdekutschen eine angenehme Abkühlung. Der Preis ist Verhandlungssache. Teils verlangen die Fahrer unerhört hohe Preise. Etwa 0,5 bis 1 CUC pro Kilometer sind üblich. Die Preise sollten 2/3 des normalen Taxipreises nicht übersteigen.
      Cocotaxis in Havanna warten auf Kundschaft
      Cocotaxis warten in Havanna auf Kundschaft.

      Triciclos erinnern noch stärker an Tuc Tucs. Sie sind offiziell für sechs Passagiere ausgelegt und fahren gewöhnlich auf festen Routen. Die Preise sind regional fest und liegen pro Passagier bei etwa zwei bis fünf Peso Cubano für die ersten drei Kilometer.

    • staatliche Taxis: In Kuba gibt es mit Cubataxi eine staatliche Taxiagentur. Bei dieser könnt ihr auch per Telefon ein Taxi bestellen. Die Rufnummer ist von Region zu Region unterschiedlich. Zwar ist die Verwendung eines Taxameters gesetzlich vorgeschrieben, viele Taxifahrer verwenden diese aber nicht. In diesen Fällen handelt denn Preis vor der Fahrt mit dem Fahrer aus. Für eine Fahrt in der Stadt müsst ihr mit etwa 1 CUC pro Kilometer rechnen. Auf Fernstrecken sind Preise zwischen 0,55 CUC und 0,80 CUC üblich. Für Fahrten von und zum Flughafen gibt es einen Sonderpreis in Höhe von 24 CUC.
    • freie Taxis (Taxi Libre): Inzwischen gibt es in Kuba auch viele unabhängige und private Taxifahrer. Oft sind diese mit vor der Revolution in Kuba verkauften Fahrzeugen unterwegs. Für diese hat sich der Begriff Maquina (Maschine) eingebürgert. Neben den typischen und bekannten amerikanischen Straßenkreuzern werden auch alte LKW, Lieferwagen und Jeeps so bezeichnet. In den letzten Jahren sind aber auch immer mehr Fahrzeuge als freie Taxis unterwegs, die nach der Revolution in Kuba eingeführt wurden. Aufgrund vieler Kontrollen, besitzen die meisten Fahrer inzwischen eine staatlichen Lizenz. Eine Schild in der Frontscheibe mit der Aufschrift “Taxi Libre” weißt auf diese privaten Taxis hin.
      Maquinas in Havanna
      Vor der Revolution eingeführte Fahrzeuge werden umgangssprachlich als Maquina (Maschine) bezeichnet.

      Neuere Fahrzeuge sind oft als normale private Taxis unterwegs. Viele der alten Maquinas bieten besondere Taxiserviceleistungen wie die folgenden an:

– als Oldtimer (Classic Cars): Wer kennt Sie nicht, die knalligen und hochpolierten amerikanischen Oldtimer, die inzwischen ein Symbol für einen Urlaub in Kuba geworden sind. Besonders in Havanna aber auch bei den anderen großen touristischen Zielen bieten diese ihre Touren an. Die Fahrt ist ein Erlebnis und ihr habt natürlich auch die Möglichkeit für ein super Erinnerungsfoto an die Reise. Besonders in Havanna werden Stadtrundfahrten angeboten, bei denen ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht. Die Fahrer gehen auch auf Sonderwünsche ein. Preis, Länge und die Strecke der Tour sind vor Fahrtantritt zu verhandelt. Dabei sind 15 bis 25 CUC pro Stunde und Auto normal. Individualreisende können sich im Vorfeld mit anderen Touristen zusammentun, um die Kosten zu teilen.

Oldtimer bzw. Classic Cars. welche in Havanna für Stadtrundfahrten zur Verfügung stehen.
Die schönsten Oldtimer bieten Sonderfahrten an.

– als Almendrones: Viele nicht auf Hochglanz polierte amerikanische Straßenkreuzer fahren in Havanna und anderen großen Städten auf festen Linien. Diese privaten Taxis werden in Havanna auch gern als Almendrones bezeichnet. Sie fahren auf mehr oder weniger festen Routen zwischen zwei Endpunkten in einer Stadt hin und her. Sie haben gewöhnlich keinen festen Haltepunkt und werden per Handzeichen angehalten. Die Preise pro Streckenabschnitt sind zwar mit 5 CUP staatlich festgelegt. Oft wird aber auch das Doppelte verlangt. Eine Fahrt von Havanna Centro nach Vedado kostet gewöhnlich 10 CUP, nach Miramar 20 CUP pro Person. Sie sind ein komfortables, schnelles und preisgünstiges Transportmittel. Die staatliche Alternative zu diesen privaten Linientaxis heißen MetroTaxi und Taxi Rutero. Beide verkehren ebenfalls auf festen Linien, an den beiden Enden der Linie gibt es aber feste Standpunkte, wo die Taxis auf Passagiere warten. Zum Einsatz kommen gewöhnlich neue Fahrzeuge darunter auch viele Vans und Kleinbusse. Auf besonders stark frequentierten Linien fahren auch normale Reisebusse. Allen Gemeinsam ist ein Schild in der Frontscheibe mit der Aufschrift “MetroTaxi” oder “Taxi Rutero” (manchmal auch nur Rutero). Auch bei diesen sind die Preise mit 5 CUP pro Streckenabschnitt staatlich festgelegt. Die App HabanaTrans enthält eine Übersicht dieser staatlichen Taxilinien in Havanna. – als Pixicorre: Viele freie Taxis sind auch als Pixicorre unterwegs. Diese fahren zwischen zwei festen An- und Abfahrtsorten hin und her. Sie verkehren aber nicht innerhalb einer Stadt sondern fahren in Vororte und benachbarte Städte. Am Abfahrtsort wird gewöhnlich solange gewartet, bis das Fahrzeug voll ist. Die Preise sind zwar etwas teurer als eine vergleichbare Verbindung mit dem regionalem Bus oder Lkw, dafür sind die Pixicorre aber auch deutlich schneller. Für europäische Verhältnisse sind die Preise mit 50 bis 60 CUP für 100 km sehr günstig. Die Preise werden vom Fahrer oder seinen Gehilfen festgelegt und können daher auch etwas schwanken. Obwohl die Fahrgäste den gleichen Preis bezahlen, wird von Touristen auch gerne mal 5 CUC pro Strecke verlangt. Da im Innenraum selten Platz für große Koffer ist, werden diese häufig aufs Dach verfrachtet. Besser ihr nutzt die Pixicorre nur mit Handgepäck. Pixicorre findet ihr an zentralen Plätzen, Ausfallstraßen, Bahnhöfen oder den nationalen Busbahnhöfen. -als Sammeltaxi (Taxi Collectivo): Diese spezielle Form der Pixicorre richtet sich ausschließlich an Touristen und ist eine beliebte Form der Fortbewegung bei Backpackern und anderen Individualreisenden. Die Fahrer holen nach und nach die Mitfahrer in ihrer Unterkunft ab und fahren Sie am Zielort zur gewünschten Adresse. Weil der Taxipreis geteilt wird und die Kosten für den Transfer innerorts entfallen, sind sie auch preislich eine gute Wahl. Organisiert wird der Transport mit diesen Sammeltaxis über die Besitzer eurer Unterkunft oder durch andere Vermittler, die vom Fahrer eine Vermittlungsgebühr bekommen. Fragt mindestens einen Tag vor der Fahrt an und lasst euch nicht übers Ohr hauen. Die Fahrtkosten pro Person sollten sich an den Preisen von Víazul für die gewünschte Strecke orientieren. Der Fahrpreis von Havanna ins Viñales Tal kostet mit Víazul 12 CUC. Mit dem Sammeltaxis zahlt ihr zwischen 15 und 20 CUC. Dafür spart ihr euch die Fahrt von und zum Busbahnhof und braucht euch nicht um den Kauf eines Tickets kümmern. Sammeltaxis findet ihr oft auch am Víazul Busbahnhof, an zentralen Plätzen und sogar an manchen Flughäfen.

Blaues Sammeltaxi auf dem Malecon in Havanna, direkt vor dem Hotel Nacional
Oldtimer, wie dieser hier vor dem berühmten Hotel Nacional in Havanna, werden oft als Sammeltaxis eingesetzt. Euer Gepäck wird bei diesen Fahrzeugen aufs Dach geschnallt.

– als privates Taxi: Ihr könnt die Fahrzeuge natürlich auch komplett selbst mieten. Sie fahren euch zu einem beliebigen Zielort oder stehen euch auch für einen Tagesausflug zur Verfügung. Die Preise solltet ihr immer im voraus mit dem Fahrer aushandeln. Günstig sind Kilometerpreise von 0,15 bis 0,30 CUC pro Kilometer aber auch Preise zwischen 0,30 und 0,55 CUC pro Kilometer sind noch angemessen. Rechnet für Tagesausflüge in die nähere Umgebung mit 30 bis 60 CUC pro Tag. In größeren Städten gibt es für normale Strecken oft einen üblichen Preis, dieser liegt je nach Stadt zwischen 3 und 5 CUC. Die privaten Taxis sind mit etwas Verhandlungsgeschick deutlich günstiger als ein staatliches Taxi. Busse (GuaGuas) In vielen Reiseführen steht noch, dass der öffentliche Nahverkehr in Kuba praktisch nicht nutzbar ist, ich habe in den letzten Jahren andere Erfahrungen gemacht. Neue chinesische Busse bestimmen den Stadtverkehr in Havanna, die Taktzeiten sind deutlich erhöht wurden. Zudem kommen immer mehr Busse der kubanischen Eigenmarke Diana zum Einsatz. Zwar sind zu den Hauptverkehrszeiten die Busse immer noch extrem voll, dafür hält es sich in den Nebenzeiten in Grenzen. In Havanna ist das Hauptnetz (Red Principal) mit großen Gelenkbussen ausgestattet, die teils im 10-Minutentakt fahren. Die Liniennummern des Hauptnetzes sind mit einem P gekennzeichnet. Auf den anderen Linien fahren kleinere Busse. Für eine Übersicht der Buslinien in Havanna bietet sich wieder die App HabanaTrans an. In Havanna kostet eine normale Busfahrt 0,40 CUP. Viele Kubaner zahlen auch 1 CUP oder 0,05 CUC. Die Fahrpreise sind regional unterschiedlich. Für Stadtbusse außerhalb von Havanna werden in der Regel 0,20 CUP verlangt.

orangener Metrobus des Red Principal in Havanna
Im Stadtverkehr in Havanna sind überwiegend moderne chinesische Busse der Firma Yutong im Einsatz.

In vielen Touristenzentren findet ihr inzwischen Hop-On-Hop-Off-Busse, welche die Hotels mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbinden. Diese kosten pro Tag zwischen 5 und 10 CUC. Innerhalb der Betriebszeiten könnt ihr mit eurem Ticket beliebig an den Haltestellen einer Linie ein- und aussteigen. Die Busse benötigen für eine Strecke lange, da die Hotels einzeln angefahren werden, sie sind dennoch eine komfortable und preisgünstige Fortbewegungsform in den Touristenorten.

Hop-On-Hop-Off-Bus am Parque Central in Havanna
In vielen Touristenzentren gibt es Hop-On-Hop-Off-Busse, diese fahren die wichtigsten Hotels und Sehenswürdigkeiten an.

Bucht ihr Tagesausflüge im Hotel oder im kubanischen Reisebüro, kommen gewöhnlich moderne chinesische Reisebusse zum Einsatz. Welche von den kubanischen Firmen Transtur und Giaviota bereitgestellt werden. Nehmt zu den Ausflügen etwas zum Drüberziehen mit, die Busse werden stark klimatisiert.

Moderner Reisebus von Transtur
Für den Flughafentransfer und für Tagesausflüge stehen moderne Reisebusse mit viel Komfort zur Verfügung.

Verbindungen ins Umland oder Fernverbindungen findet ihr an den Busbahnhöfen vor Ort. Dort sind auch die Abfahrtszeiten und Preise ausgeschrieben. In einigen Orten gibt es nur einen Busbahnhof, wo die Linien zusammentreffen, oft gibt es aber mehrere Stationen. Die Bezeichnung sind unterschiedlich, letztendlich ist aber eine Einteilung in folgende Formen möglich:

    • Terminal de Omnibus Municipal (Lokal)

Verbindungen innerhalb der Gemeinde und zu den angrenzenden Ortschaften. Busse, die hier abfahren, kosten nur wenige Peso Cubano. Sie sind eine gute Möglichkeit um das nahe gelegene Umland zu erkunden. Oft gibt es nur wenige Abfahrten pro Tag zu einem Ziel und die Abfahrtszeiten richten sich an die werktätigen Kubaner. Für viele Touristen sind diese unpassend. Für diese Strecken erfolgt keine Ticketreservierung und die Bezahlung des Fahrpreises erfolgt in der Regel direkt beim Fahrer. In der Nähe des Terminals findet ihr häufig LKW oder Pixicorre, die das staatliche Busnetz ergänzen und auf Mitfahrer warten.

    • Terminal de Omnibus Provincial (Provinz)

Verbindungen zu den größeren Städten der Provinz und zu angrenzenden Provinzen, welche oft durch die Transmetro Gruppe bedient werden. Diese Busse können auch Ausländer nutzen, sie sind eine komfortable und preisgünstige Wahl. Die Busse halten an festen Haltestellen und fahren mehr oder weniger regelmäßig nach Fahrplan. Die Abfahrtszeiten erfragt ihr am Besten vor Ort oder am Busbahnhof. Diese Busse kosten zwischen 5 und 30 CUP. Auch für diese Tickets erfolgt keine Reservierung und der Fahrpreis wird oft beim Fahrer bezahlt. Fährt kein Bus, findet sich häufig ein LKW, der ähnlich Preisgünstig, dafür mit deutlich weniger Komfort, zum Ziel fährt. Oft findet ihr hier auch Pixicorre, welche eine schnelle, komfortable und trotzdem preisgünstige Alternative sind.

    • Terminal de Omnibus Nacional (National)

Hier fährt die staatliche Fernbuslinie Astro Ziele im ganzen Land an. Dank hohen Subventionen war diese, bis zur Modernisierung der Eisenbahn 2019 unschlagbar günstig. Sie ist nur Kubanern und Ausländern mit temporären oder permanenten Wohnsitz zugänglich. Touristen ist es nicht erlaubt. Tickets zu kaufen. Mit der App Viando findet ihr Verbindungen und freie Plätze. Die Buchung erfolgt in lokalen Büros der Busgesellschaft oder direkt am Busterminal. Die Bustickets sollten so schnell wie möglich reserviert werden. Zwei Alternativen zu Astro sind die deutlich teureren Busse von Víazul und Conectando de Cuba. An den nationalen Busterminals findet ihr häufig auch besondere LKW welche für die Fahrt auf der Langstrecke umgerüstet wurden, sowie Pixicorre, welche von hier aus beliebte Ziele ansteuern.

    • Estación Víazul

Víazul ist die Fernbuslinie für Touristen. Aufgrund der komfortablen Reisebusse und der Zuverlässigkeit, wird sie auch von vielen Kubanern genutzt. Es werden die wichtigsten Touristenziele angefahren. Oft gibt es mindestens eine Fahrt pro Tag. Online auf der Website von Víazul müsst ihr die Tickets mindestens zwei Wochen im voraus reservieren. Bei einigen kubanischen Reisebüros oder am Víazul Schalter sind Tickets auch bis zu einem Tag im voraus buchbar. Egal, wo ihr reserviert habt, am Abfahrtstag müsst ihr am Schalter mindestens eine Stunde vor Abfahrt einchecken. Ab einer Stunde vor der Fahrt werden am Schalter mögliche Restplätze verkauft. Teilweise funktioniert die Onlinebuchung nicht auf Mobilegeräten, probiert es dann auf einem anderen Gerät. Die Ticketpreise sind fest und betragen etwa 7 CUC pro 100 Kilometer. Die Busse sind oft stark klimatisiert, ihr solltet euch besser was zum Drüberziehen mitnehmen. Es wird streng auf die Einhaltung des Gepäckgewichtes geachtet. 20 kg sind Freigepäck, für jedes Kilo mehr muss extra gezahlt werden. Die Mitnahme von Fahrrädern ist möglich, muss aber extra bezahlt werden, Deutlich flexibler ist die Reise per Taxi oder Sammeltaxi, diese findet ihr häufig auch am Víazul-Busbahnhof finden. Conectando Cuba Eine gute Alternative zu Víazul ist die Gesellschaft Conectando Kuba. Diese hat zwar nur ein kleines Streckennetz, verbindet aber viele der wichtigsten Touristenziele. Die Abfahrt erfolgt von einem Hotel des Ausgangsortes zu einem Hotel des Zielortes. Dadurch entfallen die Transferfahrten von und zum Busbahnhof. Bei Conectando Cuba bezahlt ihr die gleichen Preise wie bei Víazul. Tickets kauft ihr mindestens einen, besser drei Tage im voraus in einem Reisebüro von Cubanácan. Zum Einsatz kommen bequeme Vans oder Reisebusse von Transtur. LKW (Camiones) Viele private LKW, die noch aus der Zeit vor der kubanischen Revolution stammen, sind für den Personenverkehr umgebaut. Die meisten sind nur mit harten metallenen Sitzbänken ausgestattet und werden vorwiegend wie die Transmetro Busse im regionalen Nahverkehr eingesetzt, Sie verbinden die größeren Ortschaften mit der Provinzhauptstadt. Die Preise liegen je nach Entfernung bei 5 bis 50 Peso Cubano. Erfragt den Preis am Besten bei den anderen Mitreisenden.

LKW (Camion) vor einem Hotel
LKWs wie dieser sind im regionalen Nahverkehr unterwegs. Sie werden von privaten Unternehmern betrieben, die eine staatliche Lizenz zum Waren- und Passagiertransport haben.

Deutlich komfortabler sind die mit einer nationalen Lizenz ausgestatteten LKW für den Fernverkehr. Mit bequemen Sitzen, Fernseher, Klimaanlage und manchmal sogar mit Steckdose am Platz sind sie eine gute Alternative zu den Fernbussen von Astro und Viazul. Sie verbinden unter anderem Havanna mit den Provinzhauptstädten. Sie sind ein günstiges Verkehrsmittel, allerdings ist der Sitzabstand oft gering. Eine Fahrt von Havanna nach Santiago de Cuba kostet oft nur 300 CUP, das sind 12 CUC. Einige Fahrer verlangen auch mehr, besonders zu den Hauptreisezeiten in den Ferien. Trotzdem habe ich noch nie mehr wie 20 CUC für die 870 km lange Strecke bezahlt. Egal mit welchem LKW ihr unterwegs seid, es gibt nur wenig Platz für das Gepäck. Besser ihr nutzt diese nur mit Handgepäck. Kamele (Camelos) Das sind zu Bussen umgebaute Sattelschlepper mit zwei auffallenden Höckern, welche lange Zeit ein Symbol des öffentlichen Nahverkehrs in Kuba waren. Inzwischen sind sie fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden und kommen nur noch in besonderen Fällen oder zu speziellen Events zum Einsatz.

Ein zum Bus umgebauter Sattelschlepper mit zwei auffallenden Höckern. War früher eine Besonderheit in Kuba
Früher eine Besonderheit des kubanischen ÖPNV sind die Sattelschlepper mit den zwei auffallenden Höckern inzwischen selten auf Kubas Straßen.

Eisenbahn (Ferrocaril) Kuba war das 7. Land der Welt, sowie das erste und derzeit auch einzigste Land der Karibik, mit einer eigenen Eisenbahn. Die erste 50 km lange Strecke zwischen Havanna und Guanajay war zum damalig Zeitpunkt eine der längsten ausschließlich dampf-betriebenen Strecken weltweit. Erst zwei Jahre später, feierte die erste Fernbahnlinie Deutschlands zwischen Dresden und Leipzig ihre Eröffnung. Aufgrund des schon im 19. Jahrhunderts enormen Transportbedarfs der Zuckerindustrie erfolgte ein schneller Ausbau des Eisenbahnnetzes. Fehlende Investitionen im 20. Jahrhundert führten zu einem schlechteren Service und längeren Fahrtzeiten der kubanischen Eisenbahn, wodurch sich der Personenverkehr immer mehr auf die Straße verlagerte. Erst in den letzten Jahren erfolgten umfangreiche Investitionen ins Fahrzeug- und Schienennetz.

Historische Dampflok mit der Nummer 1552 aus dem Jahr 1885 in Trinidad
Unzählige historische Dampfloks könnt ihr in Kuba finden. Dieses Prachtexemplar steht in Trinidad unter Dampf.

Seit Sommer 2019 sind die nationale Fernzüge mit neuen russischen Loks und neuen chinesischen Waggons ausgestattet. Auch die Gleise wurden an vielen Stellen repariert und ausgetauscht. Seitdem sind die Fernzüge von Havanna in den Osten der Insel endlich wieder eine ernst zunehmende Alternative zu den Fernbussen. Waren die alten Züge teils über 30 Stunden zwischen Havanna und Santiago unterwegs, bewältigen sie die 900 km jetzt in etwa 15 Stunden. Neben Santiago de Cuba fahren die Züge von Havanna aus auch nach Holguín, Bayamo/Manzanilla und Guantánamo. Es gibt zwei Klassen, die erste ist mit Fernseher und Klimaanlage ausgestattet, in der zweiten Klasse müsst ihr auf diesen Komfort verzichten. Zusätzlich zum Handgepäck kann ein Erwachsene zwei Gepäckstücke und Kinder unter 12 ein weiteres Gepäckstück kostenfrei mitführen. Die Tickets kauft ihr mindestens einen Tag im voraus und checkt dann mindestens 2 Stunden vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof ein. Die Preise sind unschlagbar günstig, eine Fahrt von Havanna in die östlichste Provinzhauptstadt Guantánamo kostet in der 1. Klasse 100 CUP und in der 2. Klasse 75 CUP. Vor Sommer 2019 bezahlten Kubaner die Fernzüge in CUP und Touristen bezahlten den gleichen Preis in den deutlich wertvolleren CUC. Die Fahrpreise in den neuen Zügen werden von Kubanern und Touristen gleichermaßen in CUP bezahlt. Dadurch ist der Fernzug eine günstige und komfortable Alternative zu Fernbus und Inlandsflug.

Fahrplan im Bahnhof von Cienfuegos
Aushang im Bahnhof von Cienfuegos mit den Abfahrts- und Ankunftszeiten der Zugverbindungen.

Neben dem nationalen Fernzügen gibt es in Kuba auch viele regionale Verbindungen. Diese Verbindungen gehen noch auf die Hochzeiten des Zuckeranbaus zurück, wo die Provinzhauptstäde mit den zahlreichen Zuckermühlen verbunden wurden. Diese regionalen Linien werden oft nur von Schienenbussen bedient und kosten maximal ein paar Peso Cubano. Die Schienenbusse sind alt, nicht besonders bequem, oft voll und zuckeln langsam von einem Halt zum nächsten. Trotzdem können Abenteuerlustige die Züge nutzen um die nähere Umgebung zu erkunden. Beim Einsteigen in der Provinzhauptstadt kauft ihr am Schalter ein Ticket, steigt ihr unterwegs ein, bezahlt ihr das Fahrtgeld direkt beim Schaffner. Die Abfahrtszeiten und Preise sind am Bahnhof ausgeschrieben.

Deutscher Schienenbus in Trinidad
Auf vielen regionalen Strecken sind Schienenbusse unterwegs. Dieses Modell wurde in Deutschland gefertigt und ist in der Umgebung von Trinidad unterwegs.

Es gibt auch verschiedene für Touristen attraktive Eisenbahnstrecken. Unter anderem:

  • Die einzige elektrifizierte Eisenbahnlinie Kubas von Havanna nach Matanzas, die sogenannte Hershey-Bahn, diese ist besonders bei Eisenbahnromantikern beliebt. Der klapprige Zug schleicht durch die Landschaft, dafür ist das Erlebnis einzigartig. In Havanna startet der Zug unterhalb der Cristusstatue im Stadtteil Casa Blanca. In Matanzas endet die Linie am städtischen Bahnhof. Die Abfahrtszeiten sind für Touristen ausgelegt, erfragen könnt ihr sie aber bei den Touristeninformationen (Infotur) in Havanna und Matanzas. Fahrkarten erhaltet ihr beim Schaffner bzw. Lokführer.

    Frontaufnahme des Zuges der Hershey-Bahn im Bahnhof Casablanca in Havanna
    Die Hershey-Bahn lässt die Herzen von Eisenbahnromantikern höher schlagen. Gemächlich fährt der betagte Zug auf der einzigen elektrifizierten Strecke Kubas zwischen Havanna und Matanzas.
  • In mehreren Orten könnt ihr mit speziellen für den Tourismus hergerichteten Zügen fahren. Die bekannteste Strecke findet ihr in Trinidad. Dort geht es vom städtischen Bahnhof durch das nahe gelegene Valle de los Ingenios. Das dort stehende Herrenhaus und der weit sichtbare Glockenturm, der früher der Bewachung von Sklaven diente, gehören zum Weltkulturerbe und sind ein beliebtes Touristenziel. Neben dem normalen Passagierverkehr gibt es eine Sonderfahrt für Touristen (Tren turístico), bei der teilweise auch eine Dampflok eingesetzt wird. Bei der Sonderfahrt gibt es zwei längere Stopps. Eine Haltestelle ist in Manaca Iznaga, wo sich das Herrenhaus befindet, und einen zweiten Stopp gibt es in Guachinango zum Mittagessen. Im Anschluss geht es wieder zurück nach Trinidad. Für diese Fahrt müsst ihr vor Abfahrt ein Ticket kaufen. Am günstigsten ist dieses direkt im Bahnhof, mit Aufschlag bekommt ihr es auch in vielen Hotels und Reisebüros in Trinidad. Die Fahrt durch das reizvolle Tal lohnt sich.

    Touristenzug (Tren Tourístico) bei Trinidad.
    Ein schönes Familienerlebnis im Kuba Urlaub ist eine Zugfahrt durch das idylische Tal der Zuckerfabriken (Valle de los Ingenios) bei Trinidad.

Fähren In Kuba gibt es viele Fähren, die die Insel der Jugend und die vielen Cayos des kubanischen Archipels mit der Hauptinsel verbinden. Unter anderem in den kubanischen Großstädten Havanna, Cienfuegos und Santiago verkehren diese auch in den Hafenbuchten. In Havanna gibt es zwei Linien, die beide am Fährterminal der Altstadt starten. Die Eine fährt in den Stadtteil Regla, die andere Fähre fährt zum Stadtteil Casa Blanca, in dem ihr unter anderem die Endhaltestelle der Hershey-Bahn und die Cristus-Statue von Havanna findet. Auch die historischen Festungen “La Cabaña” und “Tres Reyes del Morro” sind von dort nach einem kleinen Spaziergang erreichbar. Der Fahrpreis der beiden Fähren in Havanna entspricht den Kosten eines Bustickets, also 0,40 CUP. Wenn ihr 1 CUP oder 0,05 CUC bezahlt ist das in Ordnung. Von unwissenden Touristen wird gerne 1 CUC verlangt.

Neues Fährterminal in Havanna, Abfahrtsort der Fähren nach Casablanca und Regla
Am neugebauten Fährterminal in Havanna legen die beiden Fähren zu den Stadtteilen Casablanca und Regla ab.

Wer Cayo Largo del Sur oder die Insel der Jugend besuchen möchte, hat dafür nur zwei Möglichkeiten: Per Inlandsflug oder per Fähre von Batabonó. Während ihr normalerweise die Fährtickets vor Ort bezahlen könnt, müsst ihr die Tickets zu diesen Zielen in Havanna zusammen mit einem Transfer nach Batabonó kaufen. Die Tickets bekommt ihr in Havanna im nationalen Busbahnhof in der Nähe des Revolutionsplatzes (Plaza de la Revolución). Sie werden an einem speziellen Schalter von Naviera Cubana Caribeña (NCC) verkauft. Ihr müsst die Tickets mindestens einen Tag im voraus reservieren. Habt ihr noch keine Rückfahrt erworben, könnt ihr dies im Büro von Naviera Cubana Caribeña nahe den Anlegestellen in Nueva Gerona und Cayo Largo del Sur nachholen. Seit Dezember 2019 fahren die Busse nach Batabonó am ehemaligen Víazul Busbahnhof in Havanna gegenüber des Zoo ab. Dort werden am Abfahrtstag auch eventuelle Restplätze verkauft.

Wie Kuba Urlaub buchen?

Um einen Kuba Urlaub zu buchen, gibt es viele Möglichkeiten. Die einfachste Form ist eine Pauschalreise. Hier bucht ihr bei einem Anbieter Flug und Unterkunft, meist ein Hotel, zusammen. Zudem sind oft die Transfers und manchmal ein Mietwagen inklusive. Auch die Touristenkarte ist häufig inkludiert. Ansonsten müsst ihr diese vor der Reise erwerben. Deutlich flexibler, aber mit mehr Aufwand verbunden, ist die individuelle Buchung. Hier bucht ihr Flug, Unterkünfte und Transportmittel separat. Die folgenden Abschnitte helfen euch bei der Buchung eurer Kuba Reise. Zuerst zeige ich wo ihr günstige Angebote für eine Pauschalreise findet. Danach stelle ich die verschiedenen Möglichkeiten für die Buchung einzelner Reisebausteine vor.

Wo buche ich eine Kuba Pauschalreise?

Eine Möglichkeit eine Pauschalreise zu buchen ist ein lokales Reisebüro. Dort könnt ihr mit etwas Glück ein gutes Angebot bekommen und habt einen persönlichen Ansprechpartner. Allerdings arbeiten Reisebüros nur mit wenigen Anbietern zusammen. Dadurch ist die Angebotsvielfalt und damit Vergleichsmöglichkeiten gering. Inzwischen gibt es online bessere Alternativen. Ideal für die Suche und die Buchung einer Pauschalreise ist das Vergleichsportal Check24*. Dort kommen zu der großen Angebotsvielfalt ständig Rabattaktionen und mit der Filterfunktion könnt ihr die Reise auf eure persönlichen Wünsche einstellen. Mietwagen für Kuba könnt ihr derzeit allerdings nicht über das Portal buchen.

Welche Fluglinien fliegen von Deutschland nach Kuba?

Derzeit fliegen von Deutschland aus Condor und Eurowings nach Kuba. Je nach Start und Zielflughafen beträgt bei einem Direktflug die reine Flugzeit 10 bis 11 Stunden. Beim Rückflug spart ihr durch den Jetstream etwa 1 Stunde gegenüber dem Hinflug. Da Kuba außerhalb der EU liegt, geht ihr durch Passkontrolle, Sicherheitskontrolle und Zollkontrolle. Die Umsteigezeit bei Anschlussflügen sollte deswegen mindestens eine Stunden betragen. Bei Anschlussflügen, aber auch bei Direktflügen solltet ihr die Touristenkarte im voraus kaufen, um euch den Stress am Flughafen zu ersparen. Diese könnt ihr hier* direkt online bestellen.

Wo buche ich am besten einen Flug für den Kuba Urlaub?

Mit Google Flights könnt ihr schnell und einfach günstige Flüge finden. Diese buche ich dann direkt bei den Fluggesellschaften. Noch detaillierter lässt sich mit der kostenlosen Profisuche von Google arbeiten.

Reist ihr in den Westteil der Insel, nutzt ihr am besten die viel angeflogenen Flughäfen in Havanna (HAV) oder Varadero (VAR). Die Fahrzeit zwischen den beiden beliebten Touristenzielen beträgt etwa 1 Stunde und 30 Minuten und kostet je nach Verkehrsmittel zwischen 10 und 100 CUC.

Die zentral gelegenen und der Nordküste vorgelagerten Touristenziele Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria erreicht ihr über die internationalen Flughäfen in Santa Clara (SNU) und auf Cayo Coco (CCC).

In den Ostteil der Insel fliegen nur wenige Fluggesellschaften.

Direkt von Deutschland aus fliegt derzeit nur Condor. Dabei werden von internationalen Fluggesellschaften Holguin (HOG) und Santiago (SCU) angesteuert. Neben den deutschen Flughäfen lohnt sich ein Blick ins benachbarte europäische Ausland.

Mit dem Dienst von A nach B* oder mit einem Anschlussflug könnt ihr auch diese Flughäfen kostengünstig erreichen. Achtung: Bei der Flugsuche werden euch oft Verbindungen über die USA angezeigt. Diese solltet ihr nicht buchen. Mehr dazu findet ihr im Beitrag zur Touristenkarte – Sonderfall Direktflug aus den USA nach Kuba.

Welche Unterkünfte im Kuba Urlaub buchen?

Wie sind Hotels in Kuba?

Hotelsterne in Kuba entsprechen nicht den Hotelkategorien bei uns. Ihr solltet immer einen Stern abziehen. Wer nicht ohne Ansprüche ist, sollte mindestens ein Viersterne-Hotel besser ein Fünfsterne-Hotel wählen. Wer vorab bucht, findet für diese oft günstige Angebote. Vor Ort sind die Hotels deutlich teurer. Leider schwankt Service und Qualität stark. Ein Hotel, welches vor kurzem noch empfehlenswert war, kann schnell zum Reinfall werden. Prüft deswegen bei Check24* oder HolidayCheck* euer favorisiertes Hotel und schaut die aktuellen Bewertungen an.

Wie sind Privatunterkünfte (Casas Particulares) in Kuba?

Alternativ bieten sich private Unterkünfte an. Diese werden in Kuba „Casa Particular“ genannt. Das sind in der Regel Privatzimmer mit Bad oder ein komplettes Apartment. In manchen Fällen habt ihr sogar ein eigenes Haus für euch allein. Qualität, Service und Preis schwanken stark zwischen den einzelnen Unterkünften. Eine Casa Particular mit vielen guten Bewertungen hält aber gewöhnlich, was sie verspricht. Für 15 bis 30 CUC solltet ihr landesweit eine gemütliche Casa Particular finden. Viele haben einen Vorbehalt gegenüber der Übernachtung in Casa Particulares. Abseits der großen Ferienresorts sind diese aber die beste Übernachtungsmöglichkeit. Frühstück oder andere Mahlzeiten könnt ihr vor Ort dazu buchen. Häufig sind diese Mahlzeiten besser wie in günstigen Hotels und vielen Restaurants. Beachtet: Übernachtet nur in offiziellen Privatunterkünften. Diese erkennt ihr am blauen Anker an der Tür.

An jeder offiziellen Privatunterkunft findet ihr einen blauen Anker.
An jeder offiziellen Privatunterkunft findet ihr einen blauen Anker.

Wo kann ich eine Casa Particular buchen?

Ihr könnt eure Unterkünfte direkt vor Ort buchen. Die Eigentümer haben gute Netzwerke und können euch an eurem nächsten Reiseziel einen Gastgeber vermitteln. Inzwischen habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Onlinebuchungen* günstiger sind, besonders wenn ihr kein Spanisch sprecht oder keine Lust auf Preisverhandlungen habt. Mindestens die erste Unterkunft solltet ihr immer bereits vor dem Abflug gebucht haben, denn oft landen die Flugzeuge nach einem langen Flug am Nachmittag oder Abend in Kuba. Die US-Amerikanische Plattform AirBnB sowie die US-Tochterfirma Booking sind in Kuba zwar nutzbar, unterliegen aber der US-Gesetzgebung. Wie bei Direktflügen von der USA nach Kuba müsst ihr deswegen euren Reisegrund angeben und die gesetzlichen Forderungen der US-Behörden erfüllen. Zudem sind Buchungen zu touristische Zwecken nicht legal. Bei Verstößen gegen die US-Regelungen drohen Strafen bis zu 65000 Dollar. Bei beiden Plattformen ist außerdem eine direkte Buchung von Kuba aus nicht möglich. Ich buche meine Unterkünfte über die irische Firma Homestay.com*. Auf ihrer Seite findet ihr derzeit über 3300 Privatunterkünfte für Kuba. Durch die große Auswahl könnt ihr selbst in Havanna Zimmer unter 10 CUC pro Nacht finden.

Gibt es Hostels in Kuba

In Kuba gibt es nur wenige Hostels. Ein Privatzimmer in einer Casa Particular ist nur wenig teurer wie ein Bett im Schlafsaal. Während ihr in den Casas das Leben der Kubaner kennen lernt, eignet sich ein Hostel super, um anderen internationalen Reisenden zu begegnen.

Gibt es Campingplätze in Kuba?

Ein großer Fluss, ein schöner Strand – die kubanischen Campingplätze beeindrucken vor allem mit ihrer Lage an den Naturschönheiten des Landes. Ein eigenes Zelt benötigt ihr nicht, da die Anlagen mit kleinen Hütten beziehungsweise Bungalows ausgestattet sind. Die Plätze befinden sich häufig außerhalb der Ortschaften und sind ohne eigenes Transportmittel schlecht zu erreichen. Nur ein kleiner Teil der Campingplätze richtet sich an internationale Besucher. Insgesamt gibt es 5 verschiedene Kategorien, wobei die 1 Kategorie die beste und teuerste ist. Eine Übersicht der Campingplätze findet ihr auf der Website von Campismo Popular.

Ist Wildzelten erlaubt?

Wildzelten ist in Kuba untersagt, ebenso dürft ihr nicht ohne Genehmigung auf Privatgrundstücken zelten. Auf den Campingplätzen könnt ihr aber ein Zelt aufstellen.

Wo kann ich eine Rundreise buchen?

Kuba ist ein Reiseland in dem Rundreisen sehr beliebt sind. Ihr habt nicht die Zeit und Lust eure individuelle Rundreise zusammenzustellen oder ihr wollt nicht alleine reisen? Viele verschiedene Anbieter planen für euch nach dem Baukastenprinzip eine individuelle Kuba Rundreise oder bieten geführte Gruppenreisen an. Durch die große Angebotsvielfalt sollten ihr hier ebenfalls auf ein Vergleichsportal zurückgreifen. Folgendes kann ich empfehlen:

Der Vorteil dieses Portals: Es werden tagesaktuell die Rundreisen von vielen beliebten Anbietern miteinander verglichen. Zudem ist es möglich, dass ihr euren Reisezeitraum angebt. Euch werden dann die in Zeitraum stattfindenden Rundreisen angezeigt.

Wo für den Kuba Urlaub einen Mietwagen buchen?

Mietwagen könnt ihr bei TuiCars* buchen. Mehr Infos über die Nutzung eines Mietwagen in Kuba findet ihr in diesem Abschnitt.

Wie kann ich Tickets für Víazul kaufen?

Infos zu Víazul findet ihr in diesem Teil.

!Neu! Falls ihr noch Fragen zu eurem Aufenthalt in Kuba habt, könnt ihr euch mit uns und anderen Kubareisenden in dieser neuen Facebook Gruppe austauschen. !Neu!

Ich wünsche euch einen schönen Urlaub in Kuba. Habt ihr noch mehr Fragen? Dann schreibt diese in die Kommentare.

Liste der beantworteten Fragen

Die Liste der beantworteten Fragen wird leider nicht auf allen Geräten angezeigt. Hier geht es zurück zur Kurzübersicht.   *Affiliate-Link

Hier findet ihr fundierte Antworten auf die häufigsten Fragen, die sich Reisende vor ihrem Kuba Urlaub stellen. Damit wird auch euer Trip eine Traumreise.

Einreisebestimmungen Kuba: Visa und Dokumente für die Reise

Reisedokumente Kuba

Einreisebestimmungen Kuba: Visa und Dokumente für die Reise [Stand 2020]

Deutsche, Österreicher und Schweizer Staatsbürger brauchen für die Einreise nach Kuba ein Visum. Für Urlaubsreisen kannst du ein Touristen-Visum nutzen. Dieses gibt es in Form der Touristenkarte, die du bei vielen Anbietern für etwa 25 Euro kaufen kannst. Hier findest du alle Informationen zur Touristenkarte Kuba. Die Einreisebestimmungen für Kuba verlangen außerdem einen noch sechs Monate gültigen Reisepass und den Nachweis über eine in Kuba geltende Auslandsreisekrankenversicherung.

Du fliegst von oder über Brasilien? Dann benötigst du einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung. Andere Impfungen sind zwar Empfehlenswert aber nicht zwingend notwendig. Warst du in den letzten 21 Tagen in Guinea, Liberia, Mali oder Sierra Leone? Dann musst du in Kuba bis Ablauf der 21 Tage in Quarantäne.

Laut Einreisebestimmungen benötigst du zudem ein Rückflugticket oder ein Weiterflugticket. Dies prüfen viele Fluggesellschaften am Check-in. Bei der Einreise in Kuba musst du am Flughafen noch eine Zollerklärung ausfüllen.

In diesem Beitrag findest du ausführliche Informationen zu den Reisedokumenten.

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Jetzt hier Pauschalreise finden und vergleichen

Stehst du noch am Anfang deiner Reiseplanung? Dann lese dir unbedingt meinen ausfühlichen Beitrag zu einem Kuba Urlaub durch.

!Neu! Hast du noch Fragen zu den Einreisebestimmungen in Kuba? Dann tausche dich mit anderen Reisenden und mir in dieser neuen Facebook-Gruppe aus. !Neu!

Einreisebestimmungen für Kuba: Impfungen und Reisebeschränkungen

Für die Einreise in Kuba benötigst du in der Regel keine Nachweise über Impfungen. Ausnahme sind Reisen von oder über Brasilien. In diesem Fall verlangen die Einreisebestimmungen einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung. Trotzdem solltest du deine Impfungen überprüfen und vervollständigen oder auffrischen.

Für kurze Aufenthalte ist zumindest eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll. Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Gefährdung solltest du auch eine Impfung auf Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera prüfen.

Coronavirus SARS CoV 2 (Covid-19) (Stand 19.09.2020)

Seit dem 24.03.2020 gibt es Beschränkungen für die Einreise. Seit dem 01.07.2020 erlaubt Kuba internationalen Touristen wieder die Einreise. Vorerst aber nur zu den vorgelagerten Inseln (Cayos).

Für die Ferienresorts in Cayo Santa María, Cayo Coco, Cayo Guillermo, Cayo Cruz und Cayo Largo del Sur dürfen wieder Reisen angeboten werden. Der Aufenthalt bleibt vorerst auf diese Cayos beschränkt.

Vorort gibt es verscheidene Maßnahmen zur Prävention. Unter anderem erfolgt bei Einreise ein Corona-Test und die Hotels arbeiten nur mit eingeschränkter Kapazität.

Derzeit dürfen nur Chartermaschinen auf der Hauptinsel landen. Zu den Cayos gibt es erste kommerzielle Flüge unter anderem aus Kanada.

Ob und wann Flüge von Deutschland aus stattfinden steht derzeit noch nicht fest.

Die Einreise auf die Hauptinsel bleibt weiterhin auf Kubaner und Ausländer mit permanenter oder temporärer Aufenthaltsgenehmigung zu Arbeitszwecken beschränkt. Wann internationale Reisende wieder normal einreisen dürfen steht noch nicht fest.

Bei der Einreise darfst du derzeit maximal einem Koffer und ein kleines Handgepäckstück mitführen.

Bitte zeige Verständnis für diese Maßnahmen und folge den Anweisungen des Gesundheits- und Flughafenpersonals. Bitte trage Verantwortung und suche bei auftauchenden Symptomen sofort einen Arzt auf.

Ebola Prävention: Warst du innerhalb von 21 Tagen vor Einreise in Guinea, Liberia, Mali oder Sierra Leone? Dann kannst du in Kuba einer Quarantäne, bis zum Ablauf dieser Zeit, unterworfen werden.

Einreisebestimmungen für Kuba: Reisepass

Vor der Reise musst du unbedingt die Gültigkeitsdauer deines Reisepasses überprüfen. Nur wenn dieser bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist, darfst du ins Land.

Reist du nicht mit der Touristenkarte, sondern mit einem anderem kubanischen Visum? Dann muss in deinem Reisepass mindestens eine Seite frei sein.

Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Eintragungen im Reisepass der Eltern sind nicht mehr gültig. Dies gilt auch für Babys und Kleinkinder. Informationen zum Kinderreisepass findest du beim Bundesinnenministeriums.

Ein vorläufiger Reisepass wird in Kuba akzeptiert. Die Einreise mit Personalausweis ist nicht möglich. Der vorläufige Reisepass muss bei der Einreise ebenso noch mindestens 6 Monate gültig sein. Beachte dies bei der Beantragung und kläre die Mitarbeiter der zuständigen Behörde notfalls auf.

Einreisebestimmungen für Kuba: Touristenkarte oder Visum

Kuba bietet für Urlaubsreisende aus dem Schengenraum ein vereinfachtes Einreiseverfahren. Anstatt vor deinem Kuba Urlaub ein langwieriges und komplizierten Antragsverfahren für ein Visum zu durchlaufen, kannst du eine Touristenkarte erwerben. Mit dieser darfst du dich bis zu 30 Tage in Kuba aufhalten. Die Touristenkarte lässt sich bis zu zweimal um je 30 Tage verlängern. Insgesamt ist also ein Aufenthalt von 90 Tagen möglich. Bekommst du die Touristenkarte nicht von deinem Reiseveranstalter, dann kannst du diese hier* online bestellen.

Kinder: Wie beim Reisepass brauchen Babys, Kleinkinder und Minderjährige eine eigene Touristenkarte für die Einreise nach Kuba.

Reist du aus anderen Gründen nach Kuba? Unter anderem benötigen Studenten, Geschäftsreisende und Journalisten ein anderes Visum. Diese Visa stellen die kubanischen Auslandsbehörden aus. Informationen zu den einzelnen Visumsarten findest du beim kubanischen Konsulat.

Einreisebestimmungen für Kuba: Auslandsreisekrankenversicherung

Die Einreisebestimmungen Kubas verlangen zwingend den Nachweis über eine in Kuba gültige Krankenversicherung. Der Nachweis muss in Spanisch oder Englisch vorliegen. Wichtig: Auf diesem muss die Nummer der Versicherungspolice stehen.

Normale gesetzliche oder private Krankenversicherungen in Deutschland sind in Kuba nicht gültig. Bieten Versicherungen einen Auslandsschutz, gilt dieser in der Regel nur für EU-Länder. Für Kuba benötigst du deswegen eine private Auslandskrankenversicherung. Du solltest darauf achten, dass es keine beziehungsweise nur eine geringe Selbstbeteiligung gibt. Die Kostenübernahme für den Rücktransport ins Heimatland sollte schon erfolgen, wenn er medizinisch sinnvoll ist.

Bei der Auslandskrankenversicherung gibt es zwei grundlegende Modelle.

Modell 1: die Jahres-Auslandskrankenversicherung

Diese Form der Versicherung bietet weltweiten Schutz und gilt für beliebig viele Reisen innerhalb des Versicherungsjahres. Die maximale Dauer je Reise liegt je nach Versicherung zwischen 45 und 90 Tagen. Die zu zahlenden Beiträge sind abhängig von deinem Alter. Für junge Reisende gibt es Auslandskrankenversicherungen schon für unter 20 Euro im Jahr.

Wird die Jahres-Auslandskrankenversicherung nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich diese um ein weiteres Jahr. Bei einigen Kreditkarten ist diese Versicherung inklusive, allerdings nur, wenn du den Reisepreis mit der Karte bezahlst. Zudem sind die Konditionen dieser Versicherungen häufig sehr schlecht.

Bei dieser Form der Auslandskrankenversicherung benötigst du weiterhin deine normale gesetzliche oder private Krankenversicherung. Empfehlenswert ist die Jahres-Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur*. Diese gibt es auch im Platin Paket* mit anderen Reiseversicherungen.

Modell 2: die Auslandskrankenversicherung mit individuellem Zeitraum

Die zweite Variante ähnelt der ersten im Leistungsumfang, unterscheidet sich aber in der Länge der Versicherung. Der Abschluss erfolgt für den Reisezeitraum. Du benötigst diese, wenn deine Reise die maximale Reisedauer der Jahres-Krankenversicherung überschreitet. Bei diesem Modell erfolgt gewöhnlich eine tagesgenaue Abrechnung.

Die Versicherung ist ohne normale Krankenversicherung gültig. Deshalb kannst du für diese Zeit deine normale Krankenkasse stilllegen oder kündigen. Dazu reicht gewöhnlich der Nachweis über die Auslandskrankenversicherung und eine Kopie des Flugtickets. Für freiwillig gesetzlich Versicherte gibt es eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Beachte: Diese Form der Krankenversicherung gibt es in zwei Varianten. Einmal mit weltweiter Gültigkeit sowie ohne USA und Kanada. Im Regelfall musst du vor Reisebeginn die Versicherung über den gesamten Reisezeitraum abschließen. Die maximale Versicherungsdauer hängt von der Versicherung ab, üblich sind Zeiträume von ein bis fünf Jahren. Die Beitragshöhe ist abhängig vom Leistungsumfang, der Reisedauer und dem Alter der zu versichernden Person. Vergleiche immer mehrere Anbieter. Gute Tarife hat  Dr-Walter mit PROTRIP* und PROTRIP-WORLD*.

Kannst du keinen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung vorweisen, musst du eine kubanische Versicherung abschließen. Diese beantragst du direkt am Flughafen noch vor der Passkontrolle. Anbieter ist Asistur, bei dieser kubanischen Gesellschaft beginnen die Tarife bei 2,20 Euro pro Tag.

Versicherungen von US-Gesellschaften oder deren Tochterunternehmen werden nicht akzeptiert.

Einreisebestimmungen für Kuba: Rückflugticket oder Weiterflugticket

Reist du mit der Touristenkarte oder einem Visum zum temporären Aufenthalt** in Kuba ein? Dann benötigst du laut den Einreisebestimmungen ein Rückflugticket oder ein Weiterflugticket.

Viele Fluggesellschaften prüfen beim Check-in, ob du ein Rückflugticket oder Weiterflugticket besitzt. Fehlt dieses, kann die Fluggesellschaft das Boarding verweigern.

** Ausnahmen gelten für ausländische Fachkräfte mit kubanischem Arbeitsvertrag, Flüchtlinge und Asylsuchende

Kreditkarte (optional)

In Kuba gilt heute noch der alte Spruch: „Nur Bares ist Wahres“. Mit Karte kannst du zwar in immer mehr Geschäften bezahlen, Bargeld bleibt aber Zahlungsmittel Nr. 1.

Trotzdem solltest du keine größeren Bargeldbeträge mitnehmen. Denn auch in Kuba ist mit Diebstahl oder Verlust zu rechnen.

Inzwischen findest du in allen größeren Orten Geldautomaten. Diese stehen oft direkt an den Banken. Dort kannst du mit deiner Kreditkarte Geld abheben. Die Geldautomaten in Kuba akzeptieren inzwischen VISA und Mastercard. Maestro-EC-Karten funktionieren ebenfalls, bei diesen sind aber die Gebühren für Abhebungen außerhalb der EU sehr hoch. Auch hier gilt, dass die Karten von US-Banken oder deren Tochtergesellschaften nicht akzeptiert werden.

Ich nutze die Kreditkarte der Hanseatic Bank*, denn bei dieser fallen bei Bargeldabhebungen in Kuba keine Gebühren an.

Was du beim Einsatz von Kreditkarten in Kuba unbedingt beachten solltest, findest du in meinem Beitrag: Kuba Kreditkarte oder Bargeld? Meine Tipps für die Reisekasse.

Sonstige Einreisebestimmungen für Kuba

Drogen darfst du in Kuba weder besitzen noch einführen. Das wird an den Flughäfen streng kontrolliert unter anderem mit Drogenspürhunden.  Auch nicht einführen darfst du Pornografie, Munition und Waffen. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln und tierischen Produkten bedarf einer gesonderten Genehmigung. Bargeld im Wert von über 5000 US-Dollar musst du bei der Einreise angeben.

Ein Nachweis über eine gebuchte Unterkunft benötigst du nicht mehr. Bei der Einreise solltest du aber die Adresse der voraussichtlich ersten Unterkunft parat haben. Manchmal fragen die Grenzbeamten danach. Hast du noch keine Unterkunft? Über die Buchungsplattform Homestay* findest du leicht eine schöne und günstige Unterkunft in Kuba.

Tipps zum Schluss

Abschließend denke daran, eventuelle Buchungsbestätigungen auszudrucken und einzupacken. Internet ist in Kuba nicht überall verfügbar und elektronische Tickets oder Reservierungen werden in der Regel nicht anerkannt.

Wichtige Telefonnummern, wie die Nummer zur Sperrung der Kreditkarte und die Nummer der Krankenversicherung, solltest du in zweifacher Ausführung dabeihaben.

Hast du weitere Fragen zu den Reisedokumenten, dann kannst du diese gerne in den Kommentaren stellen. Alternativ kannst du dich auch in meiner Facebook-Gruppe zum Kuba Urlaub anmelden.

Hier findest du meine 40 besten Kuba Reisetipps.

Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf mir aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung übernehme ich nicht.

Es erfolgt weder eine Versicherungsberatung noch eine Versicherungsvermittlung. Ich weise ausschließlich auf verschiedene Anbieter hin.

Vertragsbedingungen und Preise ändern sich oft kurzfristig ohne mein Wissen. Ich empfehle immer die aktuellen Informationen der genannten Anbieter zu prüfen.

Auch empfehle ich vor der Reise die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amtes und des kubanischen Konsulats zu prüfen.

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Von

Benötige ich ein Visum? Was brauche ich sonst noch für die Einreise? Hier findest du die Einreisebestimmungen für Kuba.[Stand 2020]

Bester Kuba Reiseführer [Großer Test und Vergleich]

Die Kuba Reiseführer im Test

Bester Kuba Reiseführer [Großer Test und Vergleich]

Ein guter Kuba Reiseführer bietet Infos zum Land und zu beliebten Reisezielen, beschreibt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und enthält viele praktische Tipps. Er warnt vor Touristenfallen und nennt die Tricks von Schleppern und Bauernfängern. Zudem findet ihr Vorschläge für gute Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten und für Reiserouten. Zusätzlich hilft euch ein Sprachführer bei der Verständigung und übersichtliches Kartenmaterial bei der Orientierung.

Kuba ist ein besonderes Reiseland. Nicht nur aufgrund des sozialistischen Gesellschaftssystems. Der bunte Mix von europäischen, amerikanischen und afrikanischen Einflüssen führt zu vielen speziellen Eigenarten.

Die Ausgaben der Reiseführer in unserem großem Test und Vergleich, sind aktuell und in deutsch erhältlich. Obwohl nicht kostenlos sind sie für Backpacker und andere Individualtouristen eine gute Empfehlung, da diese dort viele Insider-Tipps finden. Aber auch andere Reisende sparen mit ihnen im Kuba Urlaub viel Zeit und Geld, oft das Vielfache des Buchpreises.

Kostengünstige Onlinereiseführer sind für Kuba keine Alternative. Der Inhalt ist deutlich geringer als bei den getesteten Reiseführern  und ohne standige Internetverbindung sind diese nicht sinnvoll nutzbar. Mobiles-Datenroaming bieten nur wenige Telefonanbieter. Die Preise dafür sind astronomisch. Wer seinen Reiseführer auf Tablet oder Smartphone lesen will, kann diesen  auch als E-Book im PDF- oder EPUB-Format erwerben.

Die Bewertung der Reiseführer erfolgte nach objektiven und subjektiven Kriterien. Sollten euch unsere Empfehlungen nicht zusagen, findet ihr am Schluss alle ausführlichen Testurteile.

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Welche Reiseführer haben wir getestet?

Für unseren Reiseführervergleichstanden uns acht Reiseführer in ihrer aktuellen Ausgabe zur Verfügung.

Wir hatten mehrere Verlage zwecks Rezensionsexemplaren angefragt und die getesteten Bücher als E-Book mit je einem Coverbild kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Nochmals Dank dafür. Weitere Verpflichtungen gab es nicht, wir konnten also unabhängig testen.

Die getesteten Reiseführer unterscheiden sich deutlich, nicht nur in der Seitenzahl sondern auch in der Qualität der Reiseinformationen. Die Bücher können in zwei Kategorien eingeteilt werden: In Reisehandbücher und in kompakte Reiseführer.

Die Kuba Reiseführer im Test
Die Kuba Reiseführer im Test

Reisehandbücher:

Diese ausführlichen Reiseführer decken ganz Kuba ab und führen die meisten Sehenswürdigkeiten auf. Umfangreich informieren diese über Geschichte, Staat, Gesellschaft, Kunst und Kultur des Reiselandes und bieten viele praktische Tipps für die Reise. Zudem enthalten diese Kartenmaterial zu den verschieden Regionen.

Reisehandbücher kosten in deutscher Sprache zwischen 22 und 27 Euro. Dafür erhaltet ihr mindestens 300 Seiten.

Folgende Reisehandbücher haben wir getestet:

Kompakte Reiseführer:

Reiseführer, die schnell und einfach die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorstellen und einen kleinen Einblick ins Land gewähren, haben weniger als 300 Seiten und kosten deutlich weniger als die Reisehandbücher.

Entweder sind die kompakten Reiseführer inhaltlich stark abgespeckt oder beschränken sich auf einzelne Regionen. Wir testeten nur die abgespeckte Variante, es fehlen also die regionalen Führer.

Folgende kompakte Reiseführer haben wir getestet:

Einfallsreich sind die Titel der Reiseführer nicht. Auffällig sind zwei verschiedene Schreibweisen: Kuba entspricht der deutschen Schreibweise. Cuba ist die international häufig verwendete Schreibform in Landessprache.

Nutzt ihr einen der im Artikel angegebenen Links zum Erwerb eines der Reiseführer, erhalten wir eine Provision durch den verlinkten Anbieter. (Affiliatelink).

Die Preise bei den unterschiedlichen Anbietern entsprechen den üblichen durch die deutsche Buchpreisbindung festgelegten Preisen. Mehrkosten entstehen euch dabei nicht. Ausnahme sind die Links zur englischen Originalversion des Lonely Planet. Aufgrund fehlender Buchpreisbindung könnt ihr diesen eventuell günstiger finden.

Tipp fürs E-Book: Wer einen Reiseführer als E-Book kauft, sollte beim Lesen auf die zwei Seitenansicht umschalten. Damit die in Reiseführern häufig verwendeten Doppelseiten richtig angezeigt werden. Eventuell müsst ihr dabei das Deckblatt ausblenden. Im Adobe Acrobat Reader findet ihr die Einstellungen unter Anzeige-Seitenansicht

Nach zwei Jahren erscheint in der Regel eine neue aktualisierte Auflage der Reiseführer. Da sich in Kuba in letzter Zeit viel getan hat, (viele neue Restaurants, neue Privatunterkünfte und einige gesetzliche Änderung) empfehlen wir euch, die jeweils neusten Ausgaben zu kaufen.

Wie haben wir getestet?

Vor unserem Test haben wir drei uns gut bekannte Urlaubsregionen ausgewählt. Dort haben wir die Angaben zu Restaurants, Unterkünften und Abendgestaltung sowie zu verschiedenen Touristenattraktion verglichen. Zudem haben wir uns das Kartenmaterial der einzelnen Regionen angesehen. Abschließend prüften wir den Umfang und Inhalt der Zusatzinformationen wie die praktische Reisetipps, Infos zu Land und Leute und zur Geschichte.

Aus den getesteten Reiseführern haben wir unsere persönlichen Top-3-Favoriten ausgewählt.

Folgende Urlaubsregionen haben wir dabei näher unter die Lupe genommen.

Das im Westen Kubas liegende Viñales-Tal gehört mit seinen bizarren Karstfelsen und aus der Zeit gefallenen Tabakbauern zum Unesco-Welterbe. Es ist bei Tagestouristen aus Varadero und Individualtouristen gleichermaßen beliebt. Als Sehenswürdigkeit haben wir hier die „Mural de la Prehistoria“, ein überdimensionales Wandbild und eine der Hauptattraktion im Viñales-Tal, ausgewählt.

Kuba Reiseführer Mural de la Prehistoria
„Mural de la Prehistoria“ im Viñales-Tal

Zweite Region ist die historische Kleinstadt Trinidad. Diese liegt im zentralen Kuba an der Karibikküste. Kopfsteinpflaster, enge Gassen und die gut erhaltene Kolonialarchitektur beeindrucken. Trinidad zählt ebenfalls zum Unesco-Welterbe. Die Touristen besuchen Trinidad in Strömen. Kein Wunder, lädt doch neben dem Altstadtkern die reizvolle Umgebung zum Verweilen ein.

Hier wählten wir als Sehenswürdigkeit das Museo de la Lucha Contra Bandidos, ein Museum im Zentrum Trinidads, welches über Kämpfe gegen Konterrevolutionäre in den Bergen um Trinidad informiert. Der zum Museum gehörende Glockenturm prägt das Stadtbild und ist auf der Fünf-Centavo-Münze der Devisenwährung CUC abgebildet.

Der Glockenturm des „Museo de la Lucha Contra Bandidos“ prägt das Stadtbild von Trinidad
Kuba Reiseführer „Museo de la Lucha Contra Bandidos“ in Trinidad

Die dritte Region liegt im Osten Kubas und ist diesmal kein typisches Touristenziel. Trotzdem ist die Provinzhauptstadt Guantánamo durch das weltberühmte Lied „Guantanamera“ und die in der Bucht liegende US-Militärbasis nach Havanna wohl der bekannteste Ort Kubas. Für viele Touristen ist die Stadt nur Zwischenstopp auf ihrer Reise von oder nach Baracoa. Dabei hat sie neben einigen Sehenswürdigkeiten und einem frisch restaurierte Stadtzentrum vor allem ein pulsierendes Nachtleben zu bieten.

Hier haben wir erstens geprüft, ob die Top-Sehenswürdigkeit, der „Zoologico de Piedras“, aufgeführt ist. Dieser weltweit einzigartige Steinzoo etwas außerhalb von Guantánamo zeigt über 400 aus dem Kalkstein gehauene, oft lebensgroße Skulpturen.

Kuba Reiseführer der Zoologico de Piedras bei Guantánamo
Über 400 Steinskulpturen findet ihr im „Zoologico de Piedras“ bei Guantánamo

Um zu testen, wie ausführlich die Reiseführer sind, haben wir uns bewusst für eine Sehenswürdigkeit etwas außerhalb des Zentrums und der üblichen Touristenpfade entschieden und deshalb den Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ gewählt.

Dieser große Platz mit seinem beeindruckende Denkmal ist der Unabhängigkeitskämpferin Mariana Grajales gewidmet, welche die Mutter des berühmten Generales Antonio Maceo ist. Sie bleibt durch Hingabe, Opferbereitschaft und Engagement in den Unabhängigkeitskriegen gegen Spanien in Erinnerung und gilt als Mutter der Kubaner.

Seit einer Umgestaltung der Grabanlagen auf dem Heldenfriedhof in Santiago 2017 wird sie gemeinsam mit Carlos Manuel Cespedes (gilt als Vater der Kubaner), Jose Marti (Nationalheld) und Fidel Castro besonders geehrt.

Kuba Reiseführer Der „Mariana Grajales“ gewidmete Platz in Guantánamo ist einer der imposantesten Revolutionsplätze der Karibikinsel.
Der „Mariana Grajales“ gewidmete Platz in Guantánamo ist einer der imposantesten Revolutionsplätze der Karibikinsel.

Reiseführer Kuba Empfehlung

Hier findet ihr eine kurze Übersicht unserer Top 3 Kuba Reiseführer. Im nächsten Kapitel folgt dann eine ausführliche Rezension zu allen Büchern unseres Test.

Unsere Top 3

Platz 3: Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler

Der Reiseführer von Wolfgang Ziegler aus dem Michael-Müller-Verlag ist die ausführlichste Sammlung von Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels sowie Kultur- und Veranstaltungsorten in Kuba. Diese werden auch sehr umfangreich beschrieben. Ihr findet ebenfalls viele Privatunterkünfte im Reiseführer.

Zudem erfahrt ihr viel über das Reiseland: Geografie, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte und Kultur werden gut beschrieben. Ergänzt wird alles durch einen Sprachführer, viel Kartenmaterial und jede Menge praktische Reisetipps.

Wolfgang Ziegler ist am liebsten mit dem Mietwagen unterwegs. Im Buch sind daher wenig praktische Informationen für Backpacker zu finden. Es fehlen auch Vorschläge für Wanderrouten und Fahrradtouren.

Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist und dabei auch unbekanntere Sehenswürdigkeiten kennen lernen will, dem können wir diesen Reiseführer von Wolfgang Ziegler empfehlen. Besonders hilfreich ist dieser, wenn ihr zum Mietwagen noch Hotelvoucher besitzt, denn die Hotelbeschreibungen sind deutlich ausführlicher als bei anderen Reiseführern

Kuba Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag Cuba von Wolfgang Ziegler
Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag „Cuba“ von Wolfgang Ziegler

Auch für Teilnehmer von geführten Rundreisen ist der Reiseführer empfehlenswert. Hier findet ihr nochmal die wichtigsten Infos zu besuchten Sehenswürdigkeiten und mit Sicherheit ein passendes Restaurant oder einen Ort für die Abendgestaltung im Anschluss an das geführte Tagesprogramm.

Wer individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land reisen will, greift eher zur Top 2 oder besser zur Top 1 unseres Reiseführervergleichs.

Bei folgenden Anbietern ist der Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler erhältlich (Buch 26,90 EUR / E-Book 20,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test von Wolfgang Zieglers Cuba.

Platz 2: Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Der Lonely Planet aus dem Mairdumont Verlag ist eine deutsche Übersetzung des englischen Originals von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy.

Wie im Reiseführer von Wolfgang Ziegler sind auch im Lonely Planet viele unbekannte Sehenswürdigkeiten aufgeführt. Die Anzahl von Restaurants, Kultur- und Veranstaltungsorten und Privatunterkünften ist allerdings deutlich geringer als bei unserer Top 3 und Top 1. Dafür sind die Hotelbeschreibung ähnlich umfangreich und hilfreich wie bei Wolfgang Ziegler.

Die Informationen zum Reiseland, die praktischen Tipps und das Kartenmaterial entsprechen von Umfang und Qualität ebenfalls dem Reiseführer von Wolfgang Ziegler. Auch im Lonely Planet findet ihr einen Sprachführer. Im Gegensatz zu unserer Top 3 findet ihr im Lonely Planet viele praktische Tipps für Individualreisende und mehrere Vorschläge für Wandertouren.

Kuba Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy
Reiseführer Lonely Planet „Kuba“ von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Die Reiseführer des Lonely Planet richten sich vorwiegend an Urlauber mit schmalem Geldbeutel. Genaue Preisangaben und viele Hinweise im Buch helfen Kuba günstig zu entdecken. Leider hat sich das inzwischen herum gesprochen. Dadurch werdet ihr selten allein unterwegs sein. Der Lonely Planet ist für den englischen Sprachraum geschrieben, einige praktische Tipps und viele weiterführende Links sind daher nicht für deutsche Reisende geeignet.

Dennoch ist der Lonely Planet eine preisgünstige Wahl für Individualreisende, besonders wenn diese zum englischen Original greifen.

Wir empfehlen euch allerdings eine deutschsprachige Alternative: unsere Top 1, den Stefan Loose Reiseführer.

Bei folgenden Anbietern ist der deutschsprachige Lonely Planet erhältlich (Buch 22,90 EUR / E-Book 20,99 EUR):

Amazon*, Thalia*

Bei folgenden Anbietern findet ihr das englischsprachige Original:

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Hier findet ihr den ausführlichen Test des Lonely Planet Kuba.

Platz 1: Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger

Der beste Reiseführer für Kuba ist der Stefan Loose, geschrieben von Dirk Krüger. Zwar fehlen einige unbekanntere Sehenswürdigkeiten und die Hotelbeschreibungen sind nicht so umfangreich, dass gleicht der Reiseführer aber an anderen Stellen aus. Restaurants, Kultur- und Veranstaltungsorte und Privatunterkünfte sind in großer Zahl vorhanden und in sinnvolle Preiskategorien unterteilt.

Die Informationen zum Reiseland und die praktischen Tipps sind deutlich ausführlicher als bei den anderen Reiseführern. Das schöne Kartenmaterial bietet viele Zusatzinformationen. Im Reiseführer findet ihr viele Vorschläge für Wanderrouten und Fahrradtouren und öfter auch eine Liste mit besonderen Ausblicken. Der Sprachführer ist sehr ausführlich und nach Themen geordnet.

Kuba Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger
Reiseführer Stefan Loose „Kuba“ von Dirk Krüger

Individualreisende sollten zum Stefan Loose greifen, denn er enthält für diese viele praktische Tipps. Wegen der ausführlichen Informationen über das Reiseland, dem hervorragendem Kartenmaterial und den sehr guten Beschreibungen der Reiseziele ist er aber auch für alle anderen Reisenden empfehlenswert.

Bei folgenden Anbietern ist der Stefan Loose Kuba Reiseführer von Dirk Krüger erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 22,99 EUR):

Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Stefan Loose Kuba.

Abseits unserer Top 3

Alle unsere Top-3-Titel sind ausführliche Reisehandbücher mit mehr als 500 Seiten. Dieser Umfang ist nicht immer nötig. Zum Beispiel bei einem Kurztrip nach Havanna oder wenn ihr als Pauschaltourist größtenteils am Strand liegt und nur an einigen Tagesausflügen teilnehmt. Dann reicht euch ein kompakter Reiseführer. Davon haben wir zwei getestet.

Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger

Der neue Dumont Direkt geschrieben von Dirk Krüger enthält wenig Infos zum Reiseland, keine Routenvorschläge und keinen Sprachführer, ist aber sehr unterhaltsamer geschrieben. Anhand 15 besonderer Sehenswürdigkeiten stellt er euch Kuba auf nur 120 Seiten vor.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr den Dumont Direkt kaufen (Buch 11,99 EUR / E-Book 9,99 EUR):  Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Dumont Direkt Cuba.

Kuba Reiseführer Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger
Reiseführer Dumont Direkt „Cuba“ von Dirk Krüger

 

Marco Polo Kuba von Gesine Froese

Der Marco Polo Kuba Reiseführer von Gesine Froese entspricht vom Aufbau einem abgespecktem Reisehandbuch. Auf 140 Seiten werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben und das Land vorgestellt. Zudem gibt es praktische Reisetipps, Routenvorschläge und einen hilfreichen Sprachführer.

Bei folgenden Anbietern ist der Marco Polo Kuba Reiseführer erhältlich (Buch 12,99 EUR / E-Book 8,99 EUR): Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Marco Polo Kuba.

Kuba Reiseführer Marco Polo Kuba von Gesine Froese
Reiseführer Marco Polo „Kuba“ von Gesine Froese

 

Reiseführer Kuba 2018: Die einzelnen Bücher in unserem Test

Reisehandbücher

Platz 1, Platz 2, Platz 3

Platz 3: Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler

Im Michael Müller Verlag erschien 2017 die vierte Auflage des Reiseführer „Cuba“ von Wolfgang Ziegler. Als Reisejournalist besucht er seit vielen Jahren Kuba und hat dabei die gesamte Insel mehrfach durchstreift.

Für 26,90 EUR erhaltet ihr 792 gedruckte Seiten. Das E-Book gibt es bereits für 20,99 EUR.

Der Reiseführer beginnt mit einem umfangreichen Kapitel über das Reiseland Kuba. Geografie, Natur und Umwelt, Infos zu Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Geschichte Kubas.

Im Anschluss folgen praktischen Reisetipps, bei denen kaum eine Frage offen bleibt. Herzstück des Buches sind die umfangreichen Beschreibungen der einzelnen Reiseziele. Die Reiseziele beschreibt Wolfgang Ziegler dabei von West nach Ost. Das entspricht nicht dem typischen Reiseverlauf ist trotzdem logisch nachvollziehbar.

Den Abschluss bildet wie in den meisten Reiseführern ein kleiner Sprachführer. Ausführliche Infos zu verschiedenen Themen gibt es verteilt im ganzen Buch in extra Kästen.

Kuba Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag Cuba von Wolfgang Ziegler
Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag „Cuba“ von Wolfgang Ziegler

Der Reiseführer von Wolfgang Ziegler ist verständlich und direkt geschrieben. Schnell wird klar, wo seine persönlichen Highlights zu finden sind und wo es ihm absolut nicht gefallen hat.

Mit 792 Seiten ist dieser Reiseführer der Umfangreichste. Die Gestaltung ist einfach gehalten. Mit wenigen Farben und Formatierungen. Der viele Text wird von wenigen dafür schönen Bildern aufgelockert. Durch diese Gestaltung besitzt der Reiseführer ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Zwar kostet das gedruckte Buch 26,90 EUR, der Preis pro Seite beträgt allerdings nur 3,4 Cent. Das ist Bestwert in unserem Reiseführervergleich.

Die Informationen über das Reiseland sind gut und entsprechen vom Umfang her den Angaben im Lonely Planet. Mehr bietet der Stefan Loose Reiseführer.

Das Kapitel zu den Reisezielen ist das Highlight des Reiseführers. In den drei Vergleichsregionen kommt dieser Reiseführer auf 72 Restaurants und 29 Orte für die Abendgestaltung. Bestwerte in unserem Test. Die dazugehörigen Beschreibungen sind zudem umfangreich und informativ. Optimal um schnell ein passendes Restaurant für den eigenen Geschmack und Geldbeutel zu finden.

30 aufgeführte Privatunterkünfte sind zwar kein Spitzenwert, liegen aber im oberen Mittelfeld. Die 12 aufgeführten Hotels hat Wolfgang Ziegler persönlich besucht und beschriebt sie gut. Allerdings sind die verwendeten Preiskategorien für die Unterkünfte zu grob. Die aufgeführten privaten Zimmervermietungen fallen oft in die günstigste Kategorie unter 40 EUR. Dadurch fehlt bei diesen eine Preisorientierung. Hier fehlen ein bis zwei zusätzliche Kategorien. Dafür empfiehlt der Autor in jeder Region ein Restaurant und eine Privatunterkunft.

Bei den im Test verglichenen Sehenswürdigkeiten zeigt sich die Qualität des Reiseführers. Die Beschreibungstexte sind deutlich ausführlicher wie bei den Anderen. Öffnungszeiten und Eintrittspreise werden selbstverständlich genannt. Auch unbekanntere Sehenswürdigkeiten findet ihr im Reiseführer so wird auch der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ in Guantánamo umfangreich beschrieben.

Das Kartenmaterial ist gut. Hervorzuheben sind die großen Kartenausschnitte, wodurch die Orientierung erleichtert wird. Die vielen Restaurants, Unterkünfte und Unterhaltungsstätten sind durch verschiedene Farben gut auf der Karte zu finden, allerdings sind nur wenige Zusatzinformationen vorhanden. Eingezeichnet sind nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und der Busbahnhof. Hilfreich wären zudem Wechselstuben, die Touristeninfos oder Tankstellen.

Die 1- bzw. 2- wöchigen im Buch vorgeschlagenen Rundreisen setzen einen Mietwagen voraus und sind nur für ausdauernde Autofahrer mit engem Zeitbudget geeignet. Die wenigen Informationen für Reisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeigen die Vorlieben des Autors für den Mietwagen. Speziell fehlen uns Routenvorschläge zum Wandern oder zum Fahrradfahren.

Insgesamt landet der Reiseführer von Wolfgang Ziegler auf Platz drei unseres Reiseführervergleichs.

Der Reiseführer ist für Teilnehmer von geführten Rundreisen empfehlenswert. Infos zu besuchten Sehenswürdigkeiten könnt ihr hier nochmal nachschlagen. Zudem findet ihr im Reiseführer sicher ein passendes Restaurant oder einen Ort zum Ausgehen im Anschluss an das geführte Tagesprogramm.

Touristen mit eigenem Mietwagen und Hotelvochern die viel in kurzer Zeit sehen wollen hilft der Reiseführer mit seinen guten Hotelbeschreibungen ebenfalls weiter.

Bei folgenden Anbietern ist der Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler erhältlich (Buch 26,90 EUR / E-Book 20,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Wer individuell durch das Land reisen will greift eher zur Top 2 oder besser zur Top 1 unseres Reiseführervergleichs.

Platz 2: Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Die Weltweite Nummer Eins der Reiseführer für Individualtouristen erreicht bei uns eine gute Platzierung. 2018 erschien die 6. Auflage des Lonely Planet „Kuba“ im Mairdumont Verlag. Die deutschsprachige Übersetzung basiert auf der in englischer Sprache verlegten 9. Auflage des Lonely Planet „Cuba“ vom Oktober 2017.

Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy informieren auf 608 Seiten über das Reiseland Kuba. Der Engländer Brendan Sainsbury reist seit über 20 Jahren nach Kuba, Carolyn McCarthy reist ebenfalls seit vielen Jahren durch Südamerika und die Karibik. Beide Autoren haben an vielen Lonely Planet Reiseführern mitgearbeitet.

Die deutsche Ausgabe gibt es für 22,90 EUR bzw. als E-Book für 20,99. Aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung in England könnt ihr bei der englischen Originalausgabe sparen. Direkt beim Verlag bezahlt ihr 18,95 Euro (zzgl. Versandkosten) das E-Book gibt es bereits ab 13,27 EUR. Zudem könnt ihr direkt beim Verlag Kapitel des E-Books einzeln erwerben. Wer sich nicht zwischen E-Book und gedruckten Buch entscheiden kann, dem bietet der Lonely Planet Verlag einen Spezialpreis von 24,64 EUR für beide zusammen.

Die beiden Autoren beginnen den Reiseführer mit einem großen Kapitel zur Reiseplanung. Danach beschreiben sie ausführlich die einzelnen Reiseziele. Es folgen Informationen über das Reiseland Kuba zur Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur. Den Abschluss bilden die praktischen Reisetipps und ein kleiner Sprachführer. Informativ sind die extra Kästen wo einzelne Themen ausführlich behandelt werden. Zum Reiseführer gibt es einen schönen extra Stadtplan von Havanna.

Kuba Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy
Reiseführer Lonely Planet „Kuba“ von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Leider ist der Reiseführer sehr Textlastig. Im Großteil des Buches fehlen Bilder zur Auflockerung des Textes. Zusammen mit dem einfachen Design und den wenigen verwendeten Farben wirkt der Reiseführer auf den ersten Blick etwas langweilig. Dafür hält sich der Preis in Grenzen 3,8 Cent pro Seite, dass ist Platz 2 in unserem Vergleichstest. Im Gegensatz zur einfachen Gestaltung ist der Reiseführer verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Eine Besonderheit des Lonely Planet ist das erste Kapitel zur Reiseplanung. Ein kleiner Überblick über Kuba, die Highlights und die wichtigsten Reisetipps, zudem Routenvorschläge und Infos für Freizeitaktivitäten und Reisen mit Kind. Kurzum 54 Seiten die die Lust auf den Urlaub steigern und notwendigen Informationen enthalten um die eigene individuelle Kubareise zu planen.

Dieses Kapitel hebt sich positiv vom Rest des Reiseführers ab, denn hier findet Ihr viele schöne Fotos. Gut gefällt uns die nach Themen sortierte Übersicht von Highlights. Einziger Kritikpunkt an diesem Kapitel sind die wenigen Routenvorschläge. Es gibt drei vorgeschlagene Routen, eine Tour im Westen, eine Tour im Osten und eine durch ganz Kuba. Die veranschlagte Zeit für die Routen ist angemessen. Bei dem Umfang des Reiseführers könnten es ein paar Vorschläge mehr sein.

In unseren Vergleichsregionen kommt der Lonely Planet Kuba auf 29 Restaurants und 25 Privatunterkünfte, das liegt im Mittelfeld unseres Test. Wie im Dumont Reiseführer sind 20 Orte für die Abendgestaltung akzeptabel allerdings kein Bestwert. Die Informationen zu den 12 aufgeführten Hotels sind hilfreich bei der Auswahl. Was uns zudem gut gefällt, sind die überall vorhandenen genauen Preisangaben.

Zu den meisten Sehenswürdigkeiten sind ausführliche Beschreibungen vorhanden wenn auch nicht im Umfang wie bei Wolfgang Ziegler. In Guantánamo ist der „Zoologico de Piedras“ aufgeführt und auch zum Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ gibt es eine Beschreibung. Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind überall vorhanden. Oft findet ihr Tipps für Freizeitaktivitäten und besondere Ausflüge.

Das Kartenmaterial ist sehr gut. Für jede Provinz gibt es eine eigene Übersichtskarte. Große Kartenausschnitte ermöglichen zudem eine leichte Orientierung. Zum Viñales-Tal und zu Trinidad gibt es Umlandkarten. Stadtpläne gibt es für alle drei Vergleichsregionen. Ein Gitternetz hilft bei der Orientierung, die durch die wenigen verwendeten Farben etwas schwierig ist. Leider sind Zusatzinformationen auf den Karten nur spärlich vorhanden.

Das Kapitel „Kuba verstehen“ bietet einen guten Überblick über das Reiseland, der Umfang ist allerdings geringer wie im Stefan Loose. In diesem Kapitel fehlen Bilder zur Auflockerung des Textes. Nur der Abschnitt zur Architektur sticht heraus. Umfangreich und mit schönen Bildern wird das Thema im Lonely Planet am besten behandelt.

Die praktischen Reisetipps sind kompakt auf wenigen Seiten zusammengefasst und ergänzen die Informationen im Kapitel Reiseplanung. Besonders ausführlich werden die verschieden Verkehrsmittel vorgestellt und viele Tipps für deren Verwendung aufgeführt. Davon profitieren insbesondere Individualtouristen.

Da der Lonely Planet nicht nur in Deutschland erscheint sondern weltweit von den meisten Individualtouristen verwendet wird, seid ihr nie allein unterwegs. Positiv ihr kommt leicht in Kontakt mit anderen deutschen und internationalen Reisenden. Negativ die vorgestellten Restaurants und Privatunterkünfte sind oft voll oder haben die Preise deutlich erhöht.

Zudem fehlt die deutsche Lokalisierung. Ein Beispiel: „Touristen benötigen eine tarjeta de turista (Touristenkarte), die 30 Tage gültig ist und in der Regel im Flugticket enthalten ist …“ Das trifft auf Kanada zu nicht auf Deutschland. Hier müsst ihr die Touristenkarte separat erwerben. Ebenso sind die aufgeführten Webadressen für eine englischsprachige Zielgruppe.

Die Reiseführer des Lonely Planet richten sich vorwiegend an Studenten und Reisende mit schmalem Geldbeutel. Mit 22,90 ist der Lonely Planet der günstigste Reiseführer unser Top-3. Das englische Original ist aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung nochmal deutlich günstiger zu haben.

Genaue Preisangaben und viele Hinweise im Buch helfen euch Kuba günstig zu entdecken. Wenn euch die fehlende deutsche Lokalisierung nicht stört, und ihr kein Problem mit dem oft wenig brauchbaren Empfehlungen von Privatunterkünten und Restaurants habt, ist der Lonely Planet eine gute Wahl.

Bei folgenden Anbietern ist der deutschsprachige Lonely Planet erhältlich (Buch 22,90 EUR / E-Book 20,99 EUR):

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Bei folgenden Anbietern findet ihr das englischsprachige Original:

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Platz 1: Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger

Unsere Top 1 kommt aus dem MairDumont Verlag. Unter der Marke Stefan Loose erschien im November 2017 die vierte Auflage „Kuba“ von Dirk Krüger. Der Reiseführer umfasst 646 Seiten und wird für 24,99 EUR angeboten. Das E-Book kostet 22,99 EUR. Dirk Krüger ist studierter Geograf, Historiker und Politologe und arbeitet als freier Autor und Lektor. Seit vielen Jahren bereist er Lateinamerika und erkundet dabei besonders gerne Kuba. Dort ist er viel mit dem Fahrrad, dem Mofa und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Dirk Krüger beginnt mit einem Kapitel zur Routenplanung. Darauf folgt ein großer Abschnitt mit vielen Reiseinfos und praktischen Tipps. Im Anschluss informiert er über Land und Leute bevor die einzelnen Reiseziele näher beschrieben werden. Im Anhang findet sich ein umfangreicher Sprachführer und ein hilfreicher Abschnitt zu häufigen Krankheiten sowie eine Liste mit Buchempfehlungen. Den Abschluss bildet ein schöner Reiseatlas mit einer Kubakarte im Verhältnis 1:1200000. Wie in den meisten Reiseführern werden auch im Stefan Loose verschiedene Themen in extra Kästen ausführlich behandelt.

Kuba Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger
Reiseführer Stefan Loose „Kuba“ von Dirk Krüger

Der Autor verwendet eine verständliche Sprache und schöne Bilder erhöhen die Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub. Das Design ist ansprechend und zieht sich durch den ganzen Reiseführer.

Das erste Kapitel Routenplanung bietet wie das erste Kapitel im Lonely Planet Informationen zur Reiseplanung. Das Kapitel im Lonely Planet ist schöner gestaltet und bietet eine bessere Übersicht zu Reisezielen und Outdooraktivitäten. Im Stefan Loose, sind dafür die Routenvorschläge deutlich umfangreicher. Diese richten sich beim Zeitbedarf nach den Bedürfnissen von Individualtouristen die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen und das Land kennen lernen wollen. Da immer wieder zusätzliche Ausflüge oder alternative Reiserouten enthalten sind, hilft euch dieser Abschnitt, wenn ihr eine eigene individuelle Route zusammenstellen wollt. Zusätzlich helfen euch dabei, die im Kapitel zu den Reisezielen, enthalten Angaben zum notwendigen Zeitbedarf.

Einzigartig sind zudem mehrere Vorschläge für Fahrradtouren unterschiedlicher Länge. Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel für die Reiseplanung ist ein Abschnitt zu den Reisekosten, dort zählt Dirk Krüger detailliert die häufigsten Ausgaben bei einer Kubareise auf.

Das erste Kapitel dient dazu die Reise grob zu planen, das zweite Kapitel bietet praktische Reisetipps und wichtige Reiseinformationen. Hier finden sich viele Hinweise über Betrugsmaschen und andere mögliche Schwierigkeiten. An den Umfang und Informationsgehalt, dieses Kapitals kommt nur der Lonely Planet annähernd heran. Nach dem lesen dieses Abschnitts seit ihr definitiv gut für eure Reise vorbereitet.

Im Anschluss folgt das obligatorische Kapitel zu Land und Leute. Dieses hebt sich stark von den anderen Reiseführern ab. Hier profitiert der Autor eindeutig von seinen Studiengängen in Geografie, Politologie und Geschichte. Kein anderer Autor informiert ausführlicher über Natur, Wirtschaft, Gesellschaft und Geschichte von Kuba. Dabei schafft es Dirk Krüger sich vom negativen exilkubanisch geprägten Medienbild zu trennen und objektiv und neutral über das Land zu berichten. Bereichert wird dieses und das vorhergehende Kapitel durch längere Beiträge von vier Gastautoren.

Bei den Reisezielen beginnt Dirk Krüger mit Havanna und Umgebung. Danach geht es zuerst in den kubanischen Westen. Anschließend geht es von Havanna aus nach Osten. Wobei er zusätzlich eine Nord-Süd Einteilung verwendet. Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich allerdings schafft er es dadurch, die beim klassischen Reiseverlauf, bereisten Urlaubsregionen besser zusammen zu fassen.

In unseren Vergleichsregionen schneidet der Reiseführer sehr gut ab. 41 Restaurants und 33 Privatunterkünfte sind zwar kein Spitzenwert, aber ein guter zweiter Platz. Mit 29 Tipps zur Abendgestaltung teilt sich Dirk Krüger mit Wolfgang Ziegler sogar Platz 1. Damit ihr nicht den Überblick verliert werden beim Autoren beliebte Orte mit einem Koffer, günstige Angebote mit einem Eurozeichen und nachhaltig arbeitende Stellen mit einem Baum gekennzeichnet. Das ist einfach und übersichtlich. Die Restaurants sind zudem nach Preiskategorien geordnet.

Die Angaben zu den 12 aufgeführten Hotels sind weniger ausführlich wie bei Wolfgang Ziegler oder im Lonely Planet. Dafür gibt es in den einzelnen Regionen je eine Hotelempfehlung. Für die Privatunterkünfte und die Hotels gibt es acht ausreichende und hilfreiche Preiskategorien.

Die Beschreibungstexte der einzelnen Sehenswürdigkeiten ordnen sich von Umfang und Qualität zwischen Lonely Planet und dem Reiseführer von Wolfgang Ziegler ein. Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind aufgeführt. Komplett fehlt wie in vielen Reiseführern der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ in Guantánamo.

In vielen Regionen gibt es zudem Ausflugstipps und Infos zu besonderen Aktivitäten. Dabei weist Dirk Krüger nicht nur auf überbewertete Touristenattraktion hin, sondern nennt auch Alternativen. In vielen Orten werden Routen zum Wandern und Fahrradfahren vorgeschlagen und oft gibt es eine Liste mit Aussichtspunkten für den speziellen Blick von oben.

Das Kartenmaterial im Stefan Loose Kuba Reiseführer ist hervorragend. Regionenkarten bieten einen ersten groben Überblick. Umlandkarten und Karten für vorgestellte Routen findet ihr in großer Anzahl. Auf den Stadtplänen findet ihr nicht nur Restaurants und Unterkünfte sondern eine große Zahl an Zusatzinformationen. Neben Wechselstuben, Touristeninformation, W-Lan Hotspots, Tankstellen und Krankenhäuser findet ihr unter anderem Reisebüros auf den Karten. Das bietet kein anderer Reiseführer.

Einziger Kritikpunkt bei unserem Vergleichsregionen fehlt ein Ortsplan von Viñales, dadurch fehlen in dieser beliebten Touristenregion die meisten Zusatzinformationen. Dafür gibt es insgesamt drei Umlandkarten in dieser Region.

Der Sprachführer im Anhang ist ausführlich und deckt notwendige Reisethemen gut ab. Im Stefan Loose Kuba findet ihr zudem eine praktische Übersicht zu auftretenden Krankheiten und empfehlenswerten Impfungen, in dieser Form haben wir das in keinem anderen der getesteten Reiseführer gefunden.

Wer sich vor oder nach dem Urlaub intensiver mit Kuba auseinandersetzen will, findet im Anhang eine umfangreiche nach Kategorien sortierte Bücherliste. Zum Schluss gibt es noch einen Reiseatlas im Maßstab 1:1200000. Eine zusätzliche Faltkarte enthält der Reiseführer nicht.

Der Reiseführer von Dirk Krüger steht zu recht auf Platz 1. Zwar fehlen noch ein paar unbekanntere Sehenswürdigkeiten und ein Ortsplan vom Viñales-Tal der Rest ist Top. Die ausführlichsten Informationen zum Reiseland, die umfangreichsten praktischen Tipps, tolle Vorschläge zum Wandern und Fahrradfahren, sowie das beste Kartenmaterial. Der Stefan Loose Kuba Reiseführer überzeugt.

Bei folgenden Anbietern ist der Stefan Loose Kuba Reiseführer von Dirk Krüger erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 22,99 EUR):

Amazon*, Thalia*

Handbuch Cuba von Frank Herbst

2017 erschien in der bereits 11. Auflage „Cuba“ – Handbuch für Individuelles Entdecken im Reise-Know-How Verlag. Die 539 Seiten bekommt ihr gedruckt für 22,50 EUR und als E-Book für 18,99 EUR. Der Autor Frank Herbst arbeitet in Berlin als Dozent für Grafikdesign. Seine beliebtesten Reiseziele sind Skandinavien sowie Kuba. Einem Reiseführer über den Norden Skandinaviens folgte 2001 die erste Auflage seines Handbuches für Kuba.

Neben umfangreichen Informationen zu den Reisezielen findet ihr ein großes Kapitel mit praktischen Reisetipps und ein ausführliches Kapitel über Land und Leute inklusive der Geschichte Kubas. Literatur- und Musiktipps sowie einen kleinen Sprachführer findet ihr im Anhang.

Kuba Reiseführer aus dem Reise-Know-Verlag Cuba von Frank Herbst
Reiseführer aus dem Reise-Know-Verlag „Cuba“ von Frank Herbst

Ebenso wie unsere Top-3-Favoriten ist der Reiseführer von Frank Herbst verständlich geschrieben hebt die Lust auf ein Entdecken des Reiselandes. Nach einer kurzen Einleitung folgt die Beschreibung der Reiseziele. Zuerst Havanna anschließend geht es in den Westteil des Landes und danach folgen Zentral und Ostkuba. Zum Schluss werden die Inseln u.a. Cayo Coco, Cayo Santa Maria und die Isla de Juventud beschrieben. Dieser Aufbau der Reiseziele ist gut verständlich und folgt dem üblichen Reiseverlauf.

Das nächste große Kapitel enthält die ausführlichen Reisetipps, an welches sich das Kapitel über Land und Leute anschließt. Diese beiden Kapitel sind umfangreich und bieten viele nützliche Informationen. Beide Kapitel profitieren von anderen im Reise-Know-Verlag veröffentlichten Büchern. Wie zum Beispiel Kulturschock Kuba von Jens Soibosch (Amazon*, Thalia*)

Der Reiseführer bietet in unseren drei Vergleichsregionen die höchste Anzahl an Unterkünften (65 Privatunterkünfte und 13 Hotels) mit Preisangaben für Übernachtung und Frühstück. Restaurants finden sich insgesamt 41 damit belegt er zusammen mit dem Stefan Loose Kuba Platz 2. Allerdings fehlen bei den meisten Restaurants Preisangaben dadurch fällt die Auswahl deutlich schwerer.

Im Gegensatz zu den vielen Unterkünften kommt die Abendgestaltung (10 Orte) zu kurz. Speziell im Viñales-Tal dort findet sich kein einziger Ausgehtipp. Im Gegensatz dazu hat Wolfgang Ziegler sieben gefunden.

Im Reiseführer werden immer wieder kleine Details erwähnt, die in anderen Reiseführern nicht auftauchen. Insgesamt sind die Beschreibungstexte bei den Sehenswürdigkeiten aber nicht besonders umfangreich. Häufig fehlen Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Von unseren ausgewählten Sehenswürdigkeiten werden drei von vier erwähnt. Auch bei Frank Herbst fehlt wie in fast allen Reiseführen der Revolutionsplatz in Guantánamo.

Das Kartenmaterial fällt positiv auf. Neben einer Kuba Übersichtskarte gibt es gute Karten über die Regionen Kubas. Im Viñales-Tal und Trinidad gibt es neben dem Stadtplan jeweils eine Karte des Umlandes. Zudem sind viele Zusatzinformationen wie Tankstellen, Busbahnhof und Wechselstuben auf den Karten enthalten. Komplett fehlt ein Stadtplan von Guantánamo.

Der Reiseführer von Frank Herbst wendet sich schon im Untertitel an Touristen, die individuell das Land auf eigene Faust erkunden wollen. Viele Infos zu den verschieden Verkehrsmittel, die höchste Anzahl an Privatunterkünften und eine gute Anzahl an Restaurants sind für diese Zielgruppe hilfreich.

Eine Besonderheit dieses Reiseführers sind die vielen Tipps für Eisenbahnfreunde. In keinem anderen Reiseführer finden sich mehr Infos zu besonderen Bahnhöfen, den Eisenbahnstrecken oder zu Orten wo alte Lokomotiven besichtigt werden können. Naturliebhaber finden hier viele Infos und Tipps zu besonderen Ausflugszielen und Taucher finden sogar kurze Beschreibungen zu beliebten Tauchrevieren. Hier spiegeln sich die Vorlieben des Autors wieder.

Beim lesen des Reiseführers sind uns immer wieder Fehler aufgefallen, die nicht nur in der fehlenden Aktualität begründet sind. Frank Herbst behauptet zum Beispiel: Dass für einen Ausflug nach Caimanera (Um einen Blick auf die US-Militärbasis zu werfen) ein US-Visum erforderlich ist. Zwar ist die Gegend militärisches Sperrgebiet, dadurch benötigt ihr eine kubanische Genehmigung. US Territorium wird dabei trotzdem nicht betreten

Der Reiseführer erreicht trotz zahlreichen Infos für Individualreisen nur einen durchschnittlichen Platz in unserem Reiseführervergleich. Der Lonely Planet Kuba und der Stefan Loose Kuba sind deutlich ausführlicher und hilfreicher. Zudem sind die vielen kleinen Fehler auffällig. Eine Kaufempfehlung können wir für diese Ausgabe nicht aussprechen.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr das Handbuch Cuba von Frank Herbst kaufen (Buch 22,50 EUR / E-Book 18,99 EUR): Amazon*, Thalia*

Reiseführer Baedeker Kuba von Martina Miethig

Baedeker ist eine der ältesten und bekanntesten Reiseführer Reihen und gehört ebenfalls zum Mairdumont Verlag. Der Kuba Reiseführer erscheint bereits in der 11. Auflage und kostet gedruckt 24,99 EUR. Für das E-Book bezahlt ihr 21,99 EUR. Da der Reiseführer nur 366 Seiten besitzt bezahlt ihr etwa 6,8 Cent pro Seite, schlechter schneiden nur die Kompakt Reiseführer ab.

Die Autorin Martina Miethig reist seit über zwei Jahrzehnten nach Kuba und hat Familie auf der Insel. Der Reiseführer beginnt mit einem Einstimmungskapitel über die Besonderheiten Kubas. Anschließend gibt es 4 Routenvorschläge und einige Informationen zur Reiseplanung. Danach beschreibt Martina Miethig die wichtigsten Reiseziele. Zwei Kapitel beschäftigen sich mit Informationen zu Kuba, Geschichte, Kultur, Staat und Gesellschaft. Den Abschluss bildet ein Kapitel mit praktischen Reisetipps inklusive eines Sprachführers. Einige Themen werden wie in anderen Reiseführern in extra Kästen erklärt.

Kuba Reiseführer Baedeker Kuba von Martina Miethig
Reiseführer Baedeker „Kuba“ von Martina Miethig

Der Reiseführer ist leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben. Das Design ist ansprechend und viele Bilder und hübsche Infografiken lockern den Text hervorragend auf.

Das Einführungskapitel ist nett geschrieben. Die Autorin geht näher auf Salsa, Oldtimer, Revolution, Santeria und die einzigartige Natur ein, dafür steht Kuba.

Die vier Routenvorschläge werden gut beschrieben, jedoch fehlen häufig Zeitangaben. Damit ist es schwierig die Reise zu planen. Zudem Enden zwei der vier Routen im Nirgendwo, soll der Leser jetzt den gleichen Weg zurückfahren?

Für Baedeker Reiseführer typisch werden die Reiseziele alphabetisch beschrieben. Dadurch sind die Orte zwar leicht zu finden allerdings werden dadurch geografisch zusammengehörige Reiseziele unnötig getrennt.

In unserem Vergleichsregionen schneidet der Baedeker Reiseführer schlecht ab. Nur 9 Restaurants, 6 Orte für die Abendgestaltung und 3 Privatunterkünfte, für ein Reisehandbuch zu wenig. Das entspricht eher dem Umfang der Kompakt Reiseführer. Direkte Preisangaben sind selten, dafür gibt es für die Restaurants und Unterkünfte grobe Preiskategorien. Wie bei Wolfgang Ziegler ist die niedrigste Preiskategorie bei den Unterkünften (bis 40 EUR) für die Privatunterkünfte ungeeignet. Hier wären mehr Kategorien wünschenswert.

Soweit im Buch enthalten sind die Beschreibungstexte der geprüften Sehenswürdigkeiten in Ordnung, aber nicht sehr umfangreich. Wenigstens sind Öffnungszeiten und Eintrittspreise vorhanden.

Die bei Baedeker enthaltene Faltkarte im Maßstab 1:1100000 ist die Größte in unserem Reiseführervergleich. Durch mangelnden Kontrast sind einige Details bzw. Sehenswürdigkeiten kaum zu erkennen und leicht zu übersehen. Das ist besser gelöst im Stefan Loose Reiseführer oder im Dument Reiseführer. Bei den Detailkarten sieht es düster aus. Im Viñales-Tal gibt es nur eine Umlandkarte. In Trinidad fehlt diese, dafür gibt es einen winzigen Stadtplan. Dieser fehlt in Guantánamo komplett. Zudem findet ihr auf den vorhanden Karten keine Zusatzinformationen.

Für Guantánamo ist dieser Reiseführer komplett ungeeignet. Das einzige aufgeführte Restaurant ist geschlossen, der einzige Ort zur Unterhaltung die Casa de la Trova schon seit 2015 an einer neuen Adresse, gleiches gilt für die Veranstaltung Noche Guantanamera. Zum Übernachten ist nur ein einziges Hotel angegeben, nicht eine private Unterkunft ist im Reiseführer zu finden. Der „Zoologico de Piedras“ fehlt komplett ebenso der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ und nicht mal für einen Stadtplan der Provinzhauptstadt hat es gereicht.

Der Reiseführer ist mit 24,99 EUR einer der teuersten im Test. Für diesen Preis ist das Kapitel zu den Reisezielen nicht ausreichend. Schlechter schneiden nur deutlich preisgünstigere Bücher im Test ab. Das ist ärgerlich, weil gerade dieses Kapitel sich in den Reiseführen am meisten Unterscheidet, und den größten Rechercheaufwand vor Ort erfordert.

Zum Glück endet der Reiseführer nicht mit den Reisezielen, sondern es folgen noch die Kapitel mit den Hintergründen über das Reiseland. Diese Kapitel erreichen nicht den Umfang wie bei unserer Toptiteln, bieten trotzdem einen ausreichenden Blick auf Kuba. Schön aufbereitet sind die Zusatzinfos in den Extrakästen, mehr davon Bitte.

Die praktischen Informationen sind Ausreichend. Im Gegensatz zu anderen Reiseführern ist der Sprachführer nicht am Ende des Buches sondern in alphabetischer Ordnung mitten in den praktischen Reisetipps. Wollt ihr während der Reise schnell ein Wort nachschlagen, müsst ihr erst aufwendig den Reiseführer durchblättern.

Die Baedeker Reiseführer sind sehr bekannt. Allerdings ist die Ausgabe über Kuba, wegen den mangelnden Infos zu den Reisezielen, ihr Geld nicht wert. Wir können deswegen keine Kaufempfehlung aussprechen.

Wollt ihr dennoch den Reiseführer erwerben könnt ihr das unter folgenden Links(Buch 24,99 EUR / E-Book 21,99 EUR):

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Reisehandbuch Dumont Cuba von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck

In der vierten Auflage erschien 2017 im Mairdumont Verlag unter der Marke Dumont das Reisehandbuch „Cuba“. 464 Seiten und eine große Faltkarte gibt es für 24,99 EUR. Das E-Book kostet mit 20,99 EUR etwas weniger. Ulli Langenbrick arbeitet als freie Autorin und hat mehrere Fernseh- und Radio und Magazinreportagen zu Kuba veröffentlicht. Anke Munderloh ist freie Lektorin und Autorin und bereist Kuba und Lateinamerika seit vielen Jahren.

Im Reisehandbuch findet ihr Tipps zur Reiseplanung mit Routenvorschlägen für Rundreisen einen großen Abschnitt mit Wissenswerten zum Reiseland Kuba und einen umfangreichen Abschnitt mit Informationen zur Reise. Zudem werden die Reiseziele ausführlich beschrieben. Im Anhang findet ihr einen Sprachführer.

Kuba Reiseführer Dumont Cuba von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck
Reiseführer Dumont „Cuba“ von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck

Die beiden Autorinnen schreiben unterhaltsam und bringen immer wieder persönliche Erlebnisse ein. Das Design ist ansprechend und der Text wird regelmäßig von Bildern aufgelockert.

Mit einem kleinen Überblick „Kuba als Reiseland“ und mit Tipps zur Reiseplanung und Routenvorschlägen für Rundreisen beginnen die beiden Autorinnen. Die drei vorgeschlagenen Rundreisen sind vom Zeitbedarf angemessen, aber zu knapp beschrieben.

Anschließend bieten die Autorinnen ein Kapitel mit Wissenswerten über das Reiseland Kuba. Darin findet ihr Informationen zur Geschichte, Natur und Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Alltagskultur. Vom Umfang kommt es nicht ganz an unsere Top-3-Titel heran. Besonders in diesem Kapitel fällt etwas auf, was sich durch das ganze Buch zieht, die Schreibweise ist sehr polemisch. Die beiden Autorinnen kritisieren die kubanische Regierung und das kubanische Gesellschaftssystem scharf. Diese Kuba Kritik ist an vielen Stellen komplett undifferenziert und einseitig, was teilweise sogar zu falschen Zusammenhängen führt. Das spiegelt zwar das übliche Kubabild deutscher Pressemedien wieder, widerspricht jedoch jeglicher Ethik journalistischer Berichterstattung.

Für einen Reiseführer ist es erst recht total unangebracht. Denn die einseitige und unangemessene Sicht der Autorinnen kann sich leicht auf den Leser übertragen und das Reiseerlebnis und die Wahrnehmung des Reiselandes stark negativ beeinflussen.

Im nächsten Abschnitt folgt Wissenswertes für die Reise. Zum Beispiel über die Anreise, Übernachtungen, Essen und Trinken sowie Reiseinfos von A-Z. Die Informationen sind ausführlich und in Ordnung.

Danach folgen vier Kapitel mit den Beschreibungen der Reiseziele. Los geht es mit Havanna und der Insel der Jugend. Im zweiten Kapitel wird der Westen Kubas beschrieben. Während im dritten und vierten Kapitel Zentral und Ost Kuba behandelt werden.

Der Dumont Reiseführer landet bei uns nur im Mittelfeld. Die Auswahl von Restaurants (16), Privatunterkünften (18) und Hotels (7) in unseren Vergleichsregionen ist nicht groß, allerdings gibt es überall Preisangaben. Wie der Lonely Planet erreicht dieser Reiseführer zumindest bei der Abendgestaltung mit 20 Orten einen akzeptablen Wert.

Die Vergleichstexte besitzen, wie unsere Top 3, einen sehr guten Umfang, Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind ebenfalls vorhanden. Der Steinzoo in Guantánamo wird erwähnt, auch in diesem Reiseführer fehlt der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“.

Gut gefällt uns die Rubrik Aktiv, wo die Autorinnen mögliche Wander- und Fahrradtouren oder andere Freizeitaktivitäten vorstellen.

Das Kartenmaterial ist übersichtlich. Für das Viñales-Tal gibt es eine Stadt- und eine Umlandkarte. In Trinidad gibt es nur einen Stadtplan. Hier fehlt die Umland Karte. Für Guantánamo gibt es einen Stadtplan. Die Pläne bieten weitere Informationen allerdings nicht im Umfang wie die Karten im Stefan Loose. Zusätzlich gibt es eine schön gestaltete große Faltkarte im Maßstab 1:1200000.

Der Reiseführer hat gute Ansätze, die Aktiv Rubrik weis zu gefallen, allerdings sticht er in keinem Gebiet wirklich heraus. Uns stört insbesondere die polemische Schreibweise. Für stark konservative Leser, die einmal nach Kuba reisen möchten um ihre negativen Vorurteile gegenüber dem sozialistischem Kuba zu bestätigen, ist dieser Reiseführer der Richtige. Alle anderen, die ihren Urlaub genießen wollen, empfehlen wir den Stefan Loose Reiseführer oder einen anderen unserer Top 3.

Bei folgenden Anbietern ist der Dumont Cuba Reiseführer von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 20,99 EUR): Amazon*, Thalia*

Kompakte Reiseführer

Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger

Im Mai 2018 erschien in Erstauflage ein weitere Reiseführer von Dirk Krüger. Diesmal unter der Marke Dumont Direkt welche ebenfalls zum Mairdumont Verlag gehört. Auf nur 120 Seiten bringt euch Dirk Krüger Kuba näher. Mit 11,99 EUR für das gedruckte Buch und 9,99 EUR für das E-Book gehört dieser zu den vermeintlich günstigen kompakten Reiseführern. Allerdings bezahlt ihr 10 Cent pro Seite, dass ist der höchste Wert in unserem Vergleich.

Dirk Krüger beginnt mit einem kurzen Einleitungskapitel, in welchem er einige Besonderheiten Kubas vorstellt. Schnell geht er zu den Reisezielen über und zum Schluss folgt ein Kapitel mit den praktischen Reisetipps. Aufhänger des Buches sind 15 besondere Orte mit denen er euch Kuba vorstellt.

Kuba Reiseführer Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger
Reiseführer Dumont Direkt „Cuba“ von Dirk Krüger

Der Dumont Direkt Cuba ist sehr unterhaltsam und informativ geschrieben und weicht bei der inhaltlichen Gestaltung deutlich von den anderen Reiseführern ab. Das Design ist modern und ansprechend.

Auf nur neun Seiten holt der Autor die Leser ab und stimmt sie auf den bevorstehenden Urlaub ein. In diesem Kapitel nennt er einige Fakten über Kuba und bringt euch die Trink- und Esskultur näher.

Von den drei getesteten Regionen sind nur zwei enthalten. Guantánamo fehlt komplett. Zu Trinidad und dem Viñales-Tal findet ihr insgesamt 11 Restaurants und 6 Privatunterkünfte. Einzig für Trinidad sind Orte zur Unterhaltung am Abend aufgeführt, dafür ganze 6 Stück. Der Reiseführer richtet sich an Touristen die in Privatunterkünften übernachten wollen, Hotels sind praktisch nicht aufgeführt. Die Anzahl der aufgeführten Orte ist gering wie üblich in der Kategorie der Kompakt Reiseführer.

Die Vergleichstexte zu unseren getesteten Sehenswürdigkeiten sind relativ kurz, diese entsprechen vom Umfang den Texten des Baedeker Kuba. Eintrittspreise und Öffnungszeiten werden genannt. Wie bereits erwähnt fehlt Guantánamo.

Bei den Reisezielen beschreibt Dirk Krüger 15 Highlights ausführlicher. Das ist Unterhaltsam geschrieben und bietet einen guten Überblick. Folgt ihr Dirk Krüger zu diesen besonderen Orten, habt ihr neben ein paar schönen Fotos auch gleich ein paar Geschichten für euren Diavortrag „Hust“ Instagram Account. In diesen Teilen werden auch einige Wanderrouten beschrieben.

Das Kartenmaterial ist für einen Reiseführer der Kompakt Kategorie gut. Im Viñales-Tal gibt es eine kleine Umgebungskarte. In Trindidad gibt es einen brauchbaren Stadtplan mit einigen Zusatzinfos, Touristeninfo, Busstation, Krankenhaus. An die tollen Karten im Stefan Loose, der ebenfalls von Dirk Krüger stammt, kommen diese nicht heran. Zum Buch gibt es noch einen Faltplan im Maßstab 1:1200000, in welchem die 15 besonderen Orte ebenso eingezeichnet sind.

Die auf sechs Seiten zusammengefassten praktischen Reisetipps reichen für das Wichtigste. Verständlicherweise ist der Informationsgehalt dabei nicht vergleichbar mit den 54 Seiten im Stefan Loose.

Gleiches gilt für die Hintergrundinformationen zum Reiseland. Ein paar Dinge werden am Anfang und bei den besonderen Orten genannt, es fehlt allerdings ein eigenes ausführlicheres Kapitel. Das ist nicht weiter tragisch, viel allgemeines findet ihr inzwischen bei Wikipedia.

Der Reiseführer verzichtet komplett auf Routenvorschläge für Rundreisen.

Dirk Krüger hat zwar am Ende noch ein paar häufige kubanische Redensarten aufgeführt, uns fehlt aber definitiv ein kleiner Sprachführer. Besonders weil der kubanische Slang sich an einigen Stellen von der spanischen Sprache deutlich unterscheidet und die meisten Wörterbücher bzw. Übersetzungsapps dann auch nicht weiterhelfen.

Der Dumont Direkt Cuba ist für diejenigen geeignet, die schnell und unterhaltsam die wichtigsten kubanischen Sehenswürdigkeiten kennen lernen wollen. Die 120 Seiten könnt ihr noch während des Fluges lesen. Die Ausführlichkeit eines Reisehandbuches dürft ihr nicht erwarten. Für einen kurzen Ausbruch aus dem All-Inclusive Resort sollte es jedoch ausreichen.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr den Dumont Direkt kaufen (Buch 11,99 EUR / E-Book 9,99 EUR): Amazon*, Thalia*

Marco Polo Kuba von Gesine Froese

Eine weitere Marke aus dem Mairdumont Verlag ist Marco Polo. In dieser Reihe erschien im Februar 2018 bereits die 15. Auflage von “Kuba”. Gesine Froese begnügt sich mit 140 Seiten. Das E-Book bekommt ihr für 8,99 EUR. Das gedruckte Buch kostet 12,99 EUR. Der Marco Polo hat ein schlechtes Verhältnis von Seiten zu Preis. 9,2 Cent pro Seite mehr bezahlt ihr nur beim neuen Dumont Direkt.

Der Reiseführer beginnt mit mehreren Best-Off Übersichten. Danach folgen einige Infos über das Land, das Essen und zum Einkaufen in Kuba. Die nächsten vier Kapitel beschreiben die Reiseziele. Erlebnistouren, Outdooraktivitäten, Unterwegs mit Kindern und eine Eventübersicht schließen sich an und helfen bei der Reiseplanung. Zum Schluss gibt es noch die praktischen Reisetipps und einen Sprachführer. Zudem gibt es einen Reiseatlas und eine zusätzliche Faltkarte jeweils im Maßstab 1:1750000.

Kuba Reiseführer Marco Polo Kuba von Gesine Froese
Reiseführer Marco Polo „Kuba“ von Gesine Froese

Gesine Froese schreibt einfach, direkt und leicht verständlich und dabei unterhaltsam. Das Design wirkt zwar etwas altmodisch, der Text wird aber immer wieder von schönen Bildern aufgelockert. Im Buch verteilt gibt es wie für die Reihe Marco Polo üblich immer wieder Insider-Tipps.

Die ersten Kapitel mit den Best-Off Listen und den Infos über Kuba bieten einen guten Überblick über das Reiseland und stimmen auf die bevorstehende Reise ein. Allerdings erreichen diese bei weitem nicht den Umfang wie bei unseren Top-3 Titeln.

Die Beschreibung der Reiseziele erfolgt in vier getrennten Kapiteln. Erst Havanna, danach der Westen folgend die Mitte und zum Schluss der Osten der Insel. Innerhalb dieser Kapitel erfolgt die Ordnung der Orte alphabetisch. Wie im Baedeker werden dadurch manchmal zusammenhängende Touristenregionen getrennt. Besser ist das im Dumont Direkt gelöst.

Nur 5 Restaurants und 2 Orte für die Abendgestaltung (nur Trinidad), sind in unseren drei Vergleichsregionen aufgeführt. Das ist in diesen beiden Kategorien der letzte Platz. Weniger als die 4 aufgeführten Privatunterkünfte findet ihr nur im Baedeker Reiseführer.

Mit 4 Hotels teilen sich die beiden Reiseführer den vorletzten Platz. Weniger findet ihr nur im Dumont Direkt, denn Dirk Krüger setzt auf Privatunterkünfte. Die aufgeführten Orte verteilen sich auf das Viñales-Tal und auf Trinidad. Guantánamo ist im Buch nur ein kleiner Abschnitt gewidmet.

Von unseren geprüften Sehenswürdigkeit ist im Buch nur die „Mural de la Prehistoria“ enthalten. Die Beschreibung ist kurz, wenigstens sind die Öffnungszeiten und der Eintrittspreis angegeben. In Trinidad fehlt obwohl eine der Hauptattraktionen das „Museo de la Lucha Contra Bandidos“. In Guantánamo fehlen beide geprüften Sehenswürdigleiten komplett. Auch in den anderen Regionen sind nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Diesen nicht sehr umfangreichen Kapiteln zu den Reisezielen schließt sich ein Kapitel mit vier Routenvorschlägen an. Dieses hat uns sehr positiv überrascht. Nicht nur vom Inhalt sondern auch vom Design. Neben Zeit- und Kostenbedarf wird angeben was im Reisegepäck nicht fehlen sollte. Auf einer Zeitleiste werden die einzelnen Zwischenstopps dargestellt und die dazwischenliegenden Fahrtstrecken enthalten die Kilometerangaben. Zudem gibt es zu den Zwischenstopps u. a. Übernachtungshinweise und Ausflugsziele.

Leider kommt es vor, dass bei den Erlebnistouren Orte versteckt sind, die bei den Beschreibungen der Reiseziele fehlen. Hier finden diese sicherlich nicht alle. Wir haben das Testergebnis im Nachgang erhöht, weil wir an dieser Stelle die Informationen nicht vermutet hatten.

In den nächsten zwei Kapiteln gibt es Infos zu Sport- und Freizeitaktivitäten sowie zum Reisen mit Kindern. Die Informationen sind ausreichend und in Ordnung. Dabei sticht der Absatz zum Tauchen heraus. Neben allgemeinen Infos findet ihr hier Beschreibungen von mehreren beliebten Tauchrevieren. In dieser umfangreichen Form findet sich dies nur noch im Reiseführer von Frank Herbst aus dem Reise-Know-How Verlag.

Am Ende gibt es noch eine Liste von Festen und Events, Links zu weiteren Informationen und Apps, sowie die praktischen Reisetipps. Hier sind die wichtigsten Dinge enthalten, allerdings nicht im Umfang wie in den meisten anderen Reiseführern. Es fehlen Spartipps und einige Preisangaben sind deutlich zu hoch angesetzt.

Zum Abschluss findet ihr einen Sprachführer auf vier Seiten und einen Reiseatlas mit einer Kuba Übersichtskarte im Maßstab 1:1750000.

Zum Reiseführer gibt es zusätzliche eine große Kuba Faltkarte. Diese entspricht der Karte im Reiseatlas und bietet zusätzlich noch einen Innenstadtplan von Havanna und ein Ortsregister. Die vorgestellten Erlebnistouren sind im Reiseatlas und in der Faltkarte eingezeichnet.

Der Ausschnitt des Stadtplanes von Havanna ist nicht groß. Sehenswertes ist nur durch gleichfarbige Nummern markiert und bei den meisten Straßen fehlt der noch häufig genutzte alte Straßenname. Dadurch wird die Orientierung unnötig schwierig. Zusatzinformationen fehlen ebenfalls. Im restlichen Reiseführer finden sich weder Stadtpläne noch Umlandskarten. Insgesamt ist das Kartenmaterial deswegen mangelhaft, dass es für diesen Preis anders geht, zeigt uns der Reiseführer Dumont Direkt.

Der Marco Polo Kuba orientiert sich am Aufbau der Reisehandbücher. Im Vergleich zu diesen passen auf 140 Seiten natürlich nicht die Menge an Informationen. Der Reiseführer von Gesine Froese ist für einen schnellen Überblick geeignet. Der Dumont Direkt ist unterhaltsamer geschrieben und informiert besser über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Im Marco Polo findet ihr dafür Vorschläge für Rundreisen, einen Sprachführer und mehr Informationen über das Reiseland.

Bei folgenden Anbietern ist der Marco Polo Kuba Reiseführer erhältlich (Buch 12,99 EUR / E-Book 8,99 EUR): Amazon*, Thalia*

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In den Reiseführern findet ihr viele Tipps.  Auch in meinem Blog findet ihr noch viele weitere Informationen. Im Beitrag: Einreisebestimmungen und notwendige Reisedokumente zeige ich euch welche Dokumente ihr unbedingt benötigt. Zur Touristenkarte Kuba gibt es extra einen ultimativen Ratgeber.  Ebenso zeige ich euch, was ihr beim Einsatz von Kreditkarten in Kuba beachten müsst. Es gibt auch eine hilfreiche Sammlung mit meinen besten praktischen Kuba Reisetipps.

!Neu! Falls ihr noch Fragen zu eurem Aufenthalt in Kuba habt, könnt ihr euch mit uns und anderen Kubareisenden in dieser neuen Facebook Gruppe austauschen. !Neu!

 

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Touristenkarte Kuba: der große Ratgeber zum Visum [2020]

Touristenkarte Kuba richtig ausgefüllt mit den Daten von Erika Mustermann.

Touristenkarte Kuba: der große Ratgeber zum Visum [2020]

Du willst nach Kuba reisen? Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen ein Visum. Mit der Touristenkarte Kuba gibt es ein vereinfachtes Visum für Urlauber. Nach der Einreise gilt dieses für 30 Tage. Eine Verlängerung ist in Kuba bis zu zweimal für je 30 Tage möglich. Die Touristenkarte kannst du für 22 Euro persönlich im kubanischen Konsulat beantragen. Es gibt jeweils eins in Berlin, Bonn, Wien und Bern. Deutlich einfacher und nicht wesentlich teurer ist es, wenn du die Touristenkarte für Kuba online kaufst.

Schnell liefert cubavisa.net*. Dort bezahlst du 29 Euro (zzgl. Versandkosten) für die Touristenkarte, dafür erfolgt die Lieferung mit DHL-Express europaweit in ein bis zwei Werktagen.

An einigen Flughäfen oder in spezialisierten Reisebüros bekommst du die Touristenkarte Kuba sofort ausgehändigt. Abhängig vom Anbieter bezahlst du hier für ein Visum 25 bis 35 Euro.

Braucht du mehr Informationen? Im weiteren Beitrag findet ihr Antworten zu folgenden Fragen und Problemen:

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung.

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Touristenkarte Kuba – Das müsst ihr vor der Reise wissen!

Kubanische Regeln für Visum und Einreise

Kuba bietet Touristen ein vereinfachtes Visum an. Anstatt eines langwierigen Antragsverfahrens kannst du für deinen Kuba Urlaub eine Touristenkarte erwerben. Diese wird auch Einreisekarte oder A1-Visum genannt.

Zudem benötigst du für eine Reise nach Kuba einen Reisepass, eine Auslandskrankenversicherung und ein Rückflugticket oder Weiterflugticket. Mehr dazu in meinem Artikel: Einreisebestimmungen Kuba: Visa und Reisedokumente.

Für Journalisten, Geschäftsreisende und Austauschstudenten gibt es spezielle Visa, diese musst du im kubanischen Konsulat beantragen.

Hast du einen Ehepartner oder ein Kind mit kubanischer Staatsbürgerschaft?  Dann kannst du ein Familienvisum im Konsulat beantragen. Reist du mit der Touristenkarte in Kuba ein, dann kannst du dieses bei der zuständigen Immigrationsbehörde in ein Familienvisum tauschen.

Neben Staatsbürgern der EU können auch Schweizer und Türken mit dem Touristenvisum einreisen. Gleiches gilt für Staatsangehörige der Länder des Vereinigten Königreiches (UK).

Klicke hier für mehr Informationen, wenn du eine andere Staatsbürgerschaft hast.

 

Die folgenden Informationen stammen von CubaVisa.net*.

Staatsangehörige der folgenden Länder brauchen für touristische Reisen nach Kuba kein Visum.

Für Reisen bis:

  • 28 Tage – Barbados, Dominica
  • 30 Tage – Antigua und Barbuda, Mongolei, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Singapur, Russland, Weißrussland
  • 60 Tage – Grenada, Saint Vincent und die Grenadinen
  • 90 Tage – Benin, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Malaysia, Montenegro, Serbien

Staatsbürger der folgenden Länder benötigen ein anderes Einreisevisum:

  • Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Eritrea, Kamerun, Ghana, Guinea, Indien, Irak, Iran, Kenia, Nepal, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Syrien, Jemen

Ausnahme du besitzt eine ständige Aufenthaltsgenehmigung eines EU-Mitgliedstaates, Kanadas oder der USA. Dann kannst du ebenfalls mit der Touristenkarte Kuba einreisen.

Kuba verweigert Bürgern mit der Nationalität Kosovo die Ein- und Durchreise.

Gültigkeit der Touristenkarte für Kuba

Mit einer Touristenkarte kannst du einmalig in Kuba einreisen. Sie besitzt kein Ablaufdatum. Bei Einreise wird das Visum aktiviert und ist ohne Verlängerung 30 Tage (für Kanadier 90 Tage) gültig.

Minderjährige benötigen für die Einreise einen eigenen Reisepass und eine eigene Touristenkarte. Für diese Regelung gibt es kein Mindestalter. Sie gilt auch für Babys und Kleinkinder.

leere Touristenkarte Kuba. Diese ist vor der Einreise noch auszufüllen.
Blanco Touristenkarte – Diese müsst ihr vor der Einreise in Kuba noch auszufüllen.

In Kuba kannst du die Gültigkeit der Touristenkarte um 30 Tage (Kanadier 90 Tage) verlängern.

Eine zweite Verlängerung um weitere 30 Tage ist möglich (außer für Kanadier). Willst du länger als 30 Tage in Kuba bleiben, lese bitte unbedingt den Abschnitt: Wie die Touristenkarte Kuba verlängern?

Du fliegst über Kuba in ein Drittland und hälst dich beim Umstieg nur im Transitbereich des Flughafens auf? Dann benötigst du keine Touristenkarte. Ausnahme: Es erfolgte eine getrennte Flugbuchung? Dann musst du den Transferbereich verlassen und neu einchecken.

Zollkontrolle, Kofferausgabe und der erneute Check-In dauern eine Weile. Plane deswegen für den Umstieg mindestens 3 Stunden ein. Fliegst du über Havanna, musst du eventuell auch das Terminal wechseln.

Wichtig: Viele Fluggesellschaften prüfen vor dem Abflug, ob du ein gültiges Visum besitzt. Wer keine Touristenkarte oder ein anderes Visum vorweisen kann, dem darf die Fluggesellschaft die Mitnahme verweigern.

Bei direkten Reisen aus den USA nach Kuba gelten besondere Regelungen. Diese findest du unter dem Absatz: “Sonderfall Direktflug aus den USA nach Kuba.”

Bei der Ausreise wird die Einreisekarte vom Zoll einbehalten. Reist du innerhalb der 30 Tage wieder ein, brauchst du dennoch ein neues Visum. Häufig passiert das bei Kreuzfahrten. Mehr dazu findest du unter dem Punkt: „Benötige ich bei Kreuzfahrten mehr als eine Touristenkarte?“.

Achtung: Das Visum ist nicht gültig, wenn der Stempel des Ausstellers auf der Rückseite fehlt. Prüfe dies direkt nach dem Erhalt der Touristenkarte.

Weitere Hinweise zur Touristenkarte Kuba

Hast du deine Touristenkarte während der Anreise verloren? Hast du das Einreisevisum falsch ausgefüllt? Dann musst du am kubanischen Flughafen eine neue Karte erwerben. Dort kostet die Touristenkarte 75 Peso Convertible (CUC), das entspricht etwa 70 Euro.

Auf der Touristenkarte brauchst du inzwischen keine Unterkunft mehr angeben. Manchmal Fragen die Zollbeamten allerdings nach dem Aufenthaltsort. Du solltest also die Adresse deiner ersten Übernachtung parat haben.

Bist du noch auf der Suche nach einer passenden Unterkunft? Dann kann ich dir die Website von Homestay* empfehlen. Dort findest du für viele Orte Kubas lizensierte Privatunterkünfte, welche du auch häufig sofort buchen kannst. Wenn du in einem Hotel übernachten willst, solltest du vorher die Bewertungen zum Hotel prüfen. Kubanische Hotels entsprechen selten den in Deutschland üblichen und gewünschten Standards. Suchst du ein Hotel in Varadero?  Dann findest du hier meine Hotelempfehlungen.

Günstige Angebote für Hotels und Pauschalreisen gibt es immer wieder bei Check24*.

Ich besitze eine Schutzhülle für meinen Reisepass. Dort hebe ich das Einreisevisum während der Reise auf und habe es so beim Zoll immer schnell zur Hand. Hast du trotzdem dein Visum verloren? Dann hilft dir der Abschnitt: „Touristenkarte Kuba verloren -> Was tun?“.

Beachtet: Reise nie ohne eine gültige Touristenkarte oder ein anderes Visum durch Kuba.

Wo die Touristenkarte Kuba kaufen?

Mit 22 Euro ist die Touristenkarte in einem kubanischem Konsulat am günstigsten. In Deutschland findest du eins in Berlin und eins in Bonn. So beantragst du die Touristenkarte im Konsulat.

Um die Touristenkarte für diesen Preis zu erhalten, musst du persönlich in der Botschaft erscheinen. Aufgrund von Fahrt- und Wartezeiten lohnt sich das nur, wenn du aus einem anderen Grund sowieso in die Botschaft musst.

!Achtung! Aufgrund des Corona-Virus ist ein persönliches Erscheinen im Konsulat/Botschaft bis auf weiteres nicht möglich.

Deswegen stelle ich dir einen empfehlenswerten und seriösen Onlineanbieter vor. Dann zeige ich dir, wie du die Touristenkarte Kuba im Konsulat beantragen kannst. Danach erfährst du, ob es die Einreisekarte im Reisebüro vor Ort oder am Flughafen gibt.

Wo sollte ich die Touristenkarte Kuba online kaufen?

Aufgrund der aktuellen Situation sind Reisen nach Kuba nur eingeschränkt möglich. Auch stehen derzeit nicht alle Anbieter von Touristenkarten zur Verfügung. Stornierte Bestellungen und Rückläufer kosten nicht nur dich Zeit, sondern verursachen  auch hohe Kosten bei den Anbietern.

Warte deswegen mit dem Kauf der Touristenkarte bis feststeht, dass die gewünschte Reise sicher möglich ist.

Seit einigen Jahren kannst du die Touristenkarte online bestellen. Das ist einfach, günstig und bequem. Aber pass auf, dass du nicht zuviel bezahlst. Viele Anbieter haben überhöhte Preise, schlechten Kundenservice oder lange Lieferzeiten. Nicht empfehlen kann ich das Reisebüro Govea, welches die Seite touristenkarte-kuba.de betreibt. Meidet auch die Seite visumsantrag.de dort kostet die Touristenkarte Kuba unverschämte 39,95 EUR.

Den folgenden Anbieter kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Zahlen kannst du bei diesem gewöhnlich mit Kreditkarte oder per Banküberweisung. Die Zahlung per PayPal ist aufgrund der US-Blockade-Gesetze nicht möglich.

Beim niederländische Anbieter cubavisa.net* gibt es die Touristenkarte für 29,00 Euro. Die Versandkosten nach Deutschland betragen 3,50 Euro. Ab einem Bestellwert von 30 Euro erfolgt die Lieferung versandkostenfrei.

Das Unternehmen aus den Niederlanden liefert nicht nur nach Deutschland, Österreich und Schweiz, sondern auch in viele andere Länder weltweit.

Bei cubavisa.net* bekommst du auch die Rosa-Touristenkarte für die direkte Einreise über die USA.

Die Zustellung erfolgt mit DHL-Express innerhalb von einem bis zwei Werktagen nach Zahlungseingang. Auf Nachfragen reagiert der Anbieter sehr schnell, allerdings spricht der Kundenservice derzeit nur Englisch und Niederländisch.

Bezahlen kannst du die Touristenkarte per Kreditkarte und Sofortüberweisung. Der Anbieter ist seriös. Du kannst die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten beruhigt nutzen.

Für einen Aufpreis von fünf Euro bietet CubaVisa.net* einen Bearbeitungsservice. Mit diesem sparst du dir das lästige Ausfüllen der Touristenkarte von Hand.

Touristenkarte Kuba beantragen in der Botschaft / Konsulat

Die schwierigste und komplizierteste Art die Touristenkarte zu erwerben, ist der Bezug über die kubanischen Auslandsvertretungen. In Deutschland findest du eine in Berlin und eine in Bonn. In Österreich befindet  sich das Konsulat in Wien. In der Schweiz bekommst du es in Zürich.

!Achtung! Aufgrund des Corona-Virus ist ein persönliches Erscheinen im Konsulat/Botschaft bis auf Weiteres nicht möglich.

Das notwendige Antragsformular kannst du beim kubanischen Außenministerium (MINREX) herunterladen. Lese dieses sorgfältig und befolge die Anweisungen genau.

Nur bei persönlichem Erscheinen im Konsulat zahlst du die normalen Gebühren in Höhe von 22 Euro. Für nicht anwesende Personen, die ebenfalls eine Touristenkarte benötigen, bezahlst du eine weitere Gebühr in Höhe von 25 Euro.

Gleiches gilt bei Visumsanträgen auf dem Postweg. Versende diese als Einschreiben und lege einen ebenfalls als Einschreiben frankierten Rückumschlag bei.

Folgende Angaben werden von dir beim Visumsantrag benötigt:

  • Nachname, Vorname
  • Geburtsdatum und Geburtsland, Staatsbürgerschaft
  • Nummer des Reisepasses
  • voraussichtlich erste Anschrift in Kuba, das erste Hotel oder die erste Privatunterkunft
  • Abflugort
  • das Land, wo du derzeit wohnst
  • deine aktuelle Anschrift.

Als Beispiel die Gebühren für zwei in Deutschland lebende Personen:

  • bei persönlichem Erscheinen beider Personen 44 EUR
  • Antrag durch einen der beiden 69 EUR
  • Visumsantrag per Post 94 EUR

Bezahle diese Gebühren per Banküberweisung. Bargeld wird auf dem Postweg nicht akzeptiert.

Das Konsulat stellt die Touristenkarte bei persönlichem Erscheinen sofort aus. Häufig gibt es aber viel Andrang und du wartest dementsprechend lange. Beim Verfahren per Post ist mit mindestens 14 Tagen Bearbeitungszeit zu rechnen.

Das Konsulat nimmt kein Bargeld an und akzeptiert keine Kreditkarten. Du musst dort mit EC-Karte bezahlen.

Beantragst du das Visum im Konsulat, ersparst du dir das Ausfüllen von Hand. Deine Daten werden vor Ort eingetragenen. Allerdings ist die Karte dann nicht mehr übertragbar.

Touristenkarte direkt von der Fluggesellschaft kaufen

Viele Fluggesellschaften bieten die Touristenkarte am Ticketschalter oder direkt am Abflug-Gate ihren eigenen Fluggästen an. Manche Fluggesellschaft verkaufen auch an Fremdpassagiere, verlangen dann aber häufig eine zusätzliche Gebühr von etwa 10 Euro.

Wichtig bei Anschlussflügen: Airlines verkaufen die Touristenkarte häufig nur an dem Flughafen, wo die Direktflüge nach Kuba starten. Oft fliege ich mit KLM von Dresden über Amsterdam nach Havanna. Dann benötige ich die Touristenkarte schon am Flughafen in Dresden beim Check-in.

Das Flugzeug steht bereit. Spätestens am Abflug-Gate benötigt ihr die Touristenkarte oder ein anderes Visum.
Das Flugzeug steht bereit. Spätestens am Abflug-Gate benötigt ihr die Touristenkarte oder ein anderes Visum.

Der Preis für die Touristenkarte hängt von der Airline und dem Flughafen ab. 15 bis 100 US-Dollar (USD) sind möglich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kostet die Einreisekarte zwischen 25 und 35 Euro. In Mittel- und Südamerika sind die Visa  günstiger. Hier liegen die Preise meist zwischen 15 USD und 25 USD.

Fliegst du von oder über Kanada? Bei AirCanada und vielen anderen kanadischen Fluggesellschaften enthält der Flugpreis die Touristenkarte für Kuba. Diese gibt es dann am Gate oder im Flugzeug kostenfrei.

Fliegst du nicht direkt, sondern hast einen Anschlussflug mit AirCanada, musst du schon am Abflughafen beim Check-in eine Touristenkarte nachweisen. Vor allem an deutschen Flughäfen kommst du, wenn dein Endziel Kuba ist, nicht ohne gültiges Visum in den Flieger.

Damit du die Touristenkarte bei AirCanada nicht doppelt bezahlen musst, kannst du wie folgt verfahren:

  • Kaufe dir vor der Reise eine Touristenkarte. Diese bekommst du online schnell und preiswert bei CubaVisa-net*. Fülle diese noch nicht aus.
  • Nehme die kostenfreie Einreisekarte von der Fluggesellschaft an.
  • Nutze eine der Touristenkarten für die Einreise und verkaufe die andere nach der Reise wieder. Alternativ kannst du diese für eine spätere Reise aufheben, da sie kein Ablaufdatum hat.

Beachtet: An ausländischen Flughäfen musst du die Touristenkarte für Kuba in lokaler Währung oder mit Kreditkarte bezahlen. Oft ist auch die Zahlung in US-Dollar möglich. Bei vielen Kreditkarten fallen hohe Kosten bei der Nutzung im Ausland an. Deswegen empfehle ich dir hier Kreditkarten ohne diese Gebühren.

Beim Kauf am Flughafen kommt es schon mal zu Wartezeiten über 20 Minuten. Du solltest unnötigen Stress am Flughafen vermeiden. Dazu kaufe besonders bei Anschlussflügen oder bei Flügen außerhalb regulärer Öffnungszeiten die Touristenkarte vor der Reise.

Kann ich die Touristenkarte Kuba im lokalen Reisebüro kaufen?

Einige wenige auf Kuba spezialisierte Reisebüros verkaufen ebenfalls die Touristenkarte. Noch am ehesten wirst du am lokalen Flughafen fündig.

Viele Reisebüros verlangen eine zusätzliche Gebühr, wenn du deine Reise nicht bei ihnen gebucht hast. In Deutschland beträgt diese oft 10 Euro, in anderen Ländern bis zu 50 US-Dollar.

Fazit

Wohnst du in der Nähe einer kubanischen Auslandsvertretung? Dann erhältst du dort günstig die Touristenkarte. Dafür musst du aber viel Zeit einplanen und die Öffnungszeiten sind nicht sehr kundenfreundlich.

Dein Flug ist heute oder in wenigen Tagen? Dann bekommst du die Touristenkarte bei vielen Fluggesellschaften die Touristenkarte kurzfristig am, sowie in einigen lokalen Reisebüros. Außerhalb Europas musst du die Einreisekarte in lokaler Währung bezahlen. Besonders bei Anschlussflügen erhöht dies die Kosten.

Die Bestellung online ist bequem, preisgünstig und besonders bei Anschlussflügen zu empfehlen. CubaVisa-net* liefert dank DHL-Express sehr schnell innerhalb von zwei Werktagen. Zudem bieten sie einen Ausfüllservice*.

Ich kaufe immer online meine Touristenkarte Kuba, um mir den Stress am Flughafen und zu Beginn meiner Reise zu ersparen.

Rückseite der Touristenkarte Kuba mit Stempel des Verkäufers. Fehlt dieser, ist das Visum nicht gültig.
Rückseite der Touristenkarte Kuba mit Stempel des Verkäufers. Fehlt dieser, ist das Visum nicht gültig.

Sonderfall Direktflug aus den USA nach Kuba

US-Gesetze behindern Amerikaner Kuba zu besuchen. Das betrifft auch ausländische Reisende. US-Gesetze verbieten touristische Reisen von den USA nach Kuba. Bei anderen Reisegründen darfst du unter besonderen Bedingungen fliegen.

Die US-Regierung erlaubt Reisen unter einer allgemeinen oder einer speziellen Reisegenehmigung. Die allgemeine Reisegenehmigung bietet zwölf erlaubte Reisekategorien. Jede dieser Kategorien besitzt spezielle Anforderungen und Dokumentationspflichten.

Da die allgemeine Reisegenehmigung selbst-qualifizierend ist, bist du selbst dafür Verantwortlich, dass deine Reise den US-Gesetzen entspricht.

Vor der Reise ist ein Formular des Amtes für ausländische Vermögenswertkontrolle (Office of Foreign Assets Control, kurz OFAC) auszufüllen. Dieses Formular bekommst du von der Airline, entweder online oder am Flughafen.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger verkündete Präsident Trump häufigere Kontrollen durch das OFAC. Er will den Missbrauch der allgemeinen Reisegenehmigung für touristische Reisen stärker Verfolgung.

Wichtig: Individualreisen unter der früher oft genutzten Bildungskategorie – hier speziell die People-to-People Reisen – sind inzwischen untersagt. Dies gilt für Flugreisen, aber auch für die Buchung von Unterkünften (Beispielsweise bei AirBnB oder Booking.com).

Eine gute Alternative ist das Unternehmen Homestay*, welches in Irland registriert ist. Dort findest du derzeit über 3300 lizensierte Privatunterkünfte für Kuba. Selbst in Havanna kannst du so ein Zimmer für weniger als 15 CUC pro Nacht finden.

Fällt deine Reise nicht unter die 12 Kategorien der allgemeinen Genehmigung, kannst du eine spezielle Reisegenehmigung beantragen. Bei dieser erfolgt eine Einzelfallprüfung. Der Antragsprozess ist langwierig und oft kompliziert.

Beachte: Alle notwendigen Dokumentationen sind mindestens 5 Jahre aufzubewahren. In diesem Zeitraum kann eine Prüfung durch offizielle Regierungsstellen erfolgen. Pro Verstoß gegen die US-Bestimmungen drohen Strafen bis zu 65000 US-Dollar.

Für Flugreisen aus den USA nach Kuba wird eine spezielle Rosa-Touristenkarte benötigt. Diese bekommst du direkt am Flughafen in den USA für 50 bis 100 US-Dollar. Auf cubavisa.net* kannst du diese für 85 Euro (zzgl. Versand) bestellen.

Wichtig: US-amerikanische Kreditkarten und Auslandskrankenversicherungen werden in Kuba nicht akzeptiert. Mehr dazu im Beitrag: “Kuba Kreditkarte oder Bargeld? Meine Tipps für die Reisekasse”

Oft gibt es günstige Flüge über die USA. Aufgrund der aktuell verschärften Regelungen, solltest du aber derzeit nicht von der USA nach Kuba reisen. Das ausländische Amt warnt ebenfalls vor Direktreisen. Die sichere Alternative ist ein Flug über ein Drittland wie Kanada oder Mexiko.

Kreuzfahrten – Benötige ich mehr als eine Touristenkarte?

Kreuzfahrtschiffe steuern manchmal mehr als einen der großen kubanischen Häfen an. Beliebt sind die Häfen Havanna, Cienfuegos und Santiago de Cuba.

Fährt das Schiff direkt von einem kubanischen Hafen zum nächsten, behält die Touristenkarte ihre Gültigkeit. Steuert das Schiff zwischen zwei Aufenthalten in Kuba ein Drittland an, benötigst du eine neue Touristenkarte.

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna
Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna

In der Regel kannst du Touristenkarten an Bord erwerben. Die Preise sind bei den Kreuzfahrtgesellschaften aber extrem unterschiedlich. Manchmal ist die Touristenkarte inklusive oder es gibt diese günstig an Bord zu kaufen. Zum Beispiel bietet die Mediterranean Shipping Company (MSC) das Visum für 15 Dollar an. Allerdings verlangen andere Gesellschaften wie die Holland-America Line (HAL) und die Norwegian Cruise Line (NCL) stolze 75 Dollar für Touristenkarte.

Wie die Touristenkarte Kuba ausfüllen?

Normalerweise bekommst du  die Touristenkarte Kuba ohne Eintragungen. Dann musst du diese selbst ausfüllen. Sei vorsichtig und fülle die Einreisekarte vollständig und in Ruhe aus. Korrekturen und Ergänzungen sind hier nicht erlaubt.

Folgende Daten trägst du auf beiden Hälften der Touristenkarte ein:

  • Name
  • Vorname (Bei mehreren Vornamen gebt ihr immer nur den Ersten an.)
  • Geburtsdatum
  • Reisepass Nummer (Diese findet ihr in der oberen rechten Ecke des Reisepasses)
  • Staatsangehörigkeit
Touristenkarte Kuba richtig ausgefüllt mit den Daten von Erika Mustermann.
Touristenkarte Kuba richtig ausgefüllt mit den Daten von Erika Mustermann.

Der Bereich bei USO OFICIAL und ENTRADA bleibt frei.

Auf der Touristenkarte ist nur ein Vorname einzutragen. Besitzt du mehrere Vornamen, dann trage hier den Ersten ein. Besitzt du einen ersten Vornamen mit einem Bindestrich (Zum Beispiel: Anna-Maria), dann trage diesen vollständig ein.

Die Buchstaben Ä/ä, Ö/ö, Ü/ü und ẞ/ß gibt es im spanischen Alphabet nicht. Hast du soetwas im Namen, dann nutze die elektronische Schreibweise. Diese findest du im unteren Teil des Reisepasses.

Die Staatsangehörigkeit darfst du auch in Englisch und Spanisch eintragen. Besser ist es aber die Schreibweise aus dem Reisepass zu verwenden.

Bei einer Bestellung über CubaVisa.net* kannst du deren kostenpflichtigen Bearbeitungsservice nutzen. Dieser füllt die Einreisekarte für dich aus.

Wie verlängere ich die Touristenkarte Kuba?

Allgemeines zur Verlängerung

Möchtest du mehr als 30 Tage (Kanadier 90 Tage) in Kuba bleiben? Dann ist es notwendig, die Touristenkarte zu verlängern. Du beantragst die Verlängerung um weitere 30 Tage (Kanadier weitere 90 Tage) im zuständigen Amt für Immigration und Ausländer (Inmigration).

Welches Amt zuständig ist, hängt von der Adresse deiner Unterkunft ab. Wenn du in einem Hotel oder in einer Privatunterkunft (Casa Particular) übernachtest, frage dort nach der richtigen Adresse. Dein Gastgeber kennt auch die Öffnungszeiten.

Besonders in der Hauptsaison sind die Warteschlangen sehr lang. Hier hilft nur frühes Aufstehen, denn ab 8:30 wird es richtig voll.

Das Immigrations-Amt verlängert in der Regel das Visum erst drei bis fünf Tage vor Ablauf. Bist du zu früh dran, wirst du wieder weggeschickt.

Wichtig: Geschlossen ist die Behörde für Immigration am Wochenende sowie an offiziellen kubanischen Feiertagen. Zweimal im Jahr schließt das Amt für drei Tage.

Am 25., 26. und 27. Juli feiern die Kubaner die Tage der nationalen Rebellion. Diese erinnern an den im Juli 1953 von Fidel Castro angeführten Angriff auf die Moncada Kaserne.

Ebenfalls zu ist zum Jahresende. Denn die Kubaner feiern vom 31. Dezember bis zum 2. Januar nicht nur denn Jahreswechsel, sondern auch denn Sieg der Revolution.

Bei der Immigration gelten wie bei vielen anderen Institutionen in Kuba Kleidungsvorschriften. So darfst du mit Shorts, ärmellosen Shirts, rücken- oder bauchfreien Blusen oder Tops, Badebekleidung sowie Flipflops nicht ins Gebäude.

Bis zu 90 Tage als Tourist in Kuba?

Willst du länger als 60 Tage als Tourist in Kuba bleiben? Früher musstest du dafür das Land verlassen und mit einer neuen Touristenkarte einreisen. Inzwischen ist eine zweite Verlängerung um weitere 30 Tage möglich.

Ob du die Touristenkarte ein zweites Mal verlängern kannst, entscheidet der zuständige Immigrationsbeamte vor Ort. Dieser erteilt in der Regel die zweite Verlängerung, wenn es keine Aufzeichnungen über Fehlverhalten des Antragstellers gibt. Kanadier dürfen die Touristenkarte nur einmal verlängern, dafür erfolgt die Verlängerung um bis zu 90 Tage.

Dokumente für die Verlängerung der Touristenkarte Kuba

  1. Reisepass
  2. die zu verlängernde Touristenkarte
  3. Nachweis der Auslandskrankenversicherung
  4. 25 CUC in Wertmarken, sogenannten Sellos, mit Quittung
  5. Nachweis über aktuelle Unterkunft
  6. Formular für die Visa-Verlängerung (Dieses erhälst du im Immigrationsbüro oder der zuständige Beamte füllt dieses selbst aus)
  7. Rückflugticket (nur bei zweiter Verlängerung notwendig)

Die Unterlagen der Punkte eins bis drei benötigst du bereits bei der Einreise. Achte unbedingt vor der Reise darauf, dass die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung den Zeitraum für die Verlängerung einschließt.

Die Wertmarken verwendest du für die Zahlung von staatlichen Gebühren bei Behörden. Du bekommst diese in vielen Banken besonders in den Filialen von BANDEC (Banco de Crédito y Comercio)

Auf den Sellos steht der Preis, du musst keine zusätzliche Gebühr bezahlen.
Wichtig: Es gibt Wertmarken in beiden kubanischen Währungen Peso Cubano (CUP) und Peso Convertible (CUC). Achte darauf, dass du die Richtigen erhältst und bezahlst. Für die Verlängerung benötigst du Wertmarken im Gesamtwert von 25 CUC. Behalte die Quittung, manchmal fragt der Beamte in der Immigration danach.

Kaufe die Wertmarken vor dem Tag der Verlängerung, denn bei der Bank und bei der Immigration kommt es oft zu langen Wartezeiten.

Sello im Wert von 5 CUC
Sello im Wert von 5 CUC

Die Beamten fragen nach deiner aktuellen Unterkunft. Eine Bescheinigung vom Hotel oder die Quittung der Casa Particular reicht dafür aus. Oft brauchst du auch nur die Adresse angeben.

Das Formular für die Verlängerung des Visums gibt es nur in Spanisch. Normalerweise füllen die Beamten dieses aus, manchmal musst du es aber selbst ausfüllen.

Bei einer zweiten Verlängerung der Touristenkarte fragt euch der Beamte nach eurem Rückflugdatum. Manchmal musst du dieses mit einem Rückflugticket oder einer Buchungsbestätigung nachweisen. Nehme deswegen eine Kopie der Dokumente bei der Visa-Verlängerung mit.

Weißt du schon bei der ersten Verlängerun, dass du zweimal verlängern willst? Dann nimm gleich Sellos im Wert von 50 CUC mit. (zweimal 20 CUC und zweimal 5 CUC), sowie alle notwendigen Dokumente für die zweite Verlängerung. Manchmal kannst du dann direkt um 60 Tage verlängern. Das funktioniert aber nicht überall.

Verlust der Touristenkarte Kuba -> Was tun?

Hast du die Touristenkarte in Kuba verloren? Dann benötigst du eine Neue für die Ausreise. Pauschaltouristen wenden sich direkt an ihre Reiseleitung, diese sorgt im Regelfall für Ersatz.

Individualreisende melden sich umgehend bei der nächstgelegenen Immigration. Frage am Besten in deiner Unterkunft nach der richtigen Adresse. Viele Gastgeber helfen dir auch dabei eine neue Touristenkarte bei der Immigration zu beantragen.

Merkst du erst kurz vor dem Rückflug, dass die Touristenkarte fehlt (zum Beispiel: Beim Packen oder am Flughafen), dann kannst du den Verlust auch im Immigrationsbüro am Flughafen in Kuba melden. In diesem Fall fahre rechtzeitig zum Flughafen, den der Prozess benötigt Zeit.

Hast du auch den Reisepass verloren? Dann melde das zuerst bei der Polizei und beantrage danach Ersatz in der deutschen Botschaft.

Zum Schluss noch eine Bitte und der Hinweis auf unsere weiteren Artikel mit vielen Tipps und Informationen

Hast du Ergänzungen oder neue Informationen? Dann schicke mir diese bitte per E-Mail an info@havanna-original.com oder schreibe einen Kommentar. Dadurch hilfst du mir die hier stehenden Informationen aktuell zu halten.

Noch Fragen zur Touristenkarte oder zur Kuba Reise? Dann tausche dich mit anderen Reisenden und mir in dieser neuen Facebook Gruppe aus.

Jetzt wünsche ich dir eine tolle und unvergessliche Reise nach Kuba.

Egal zu welcher Reisezeit in Kuba gibt es malerische Sonnenuntergänge.
Egal zu welcher Reisezeit in Kuba gibt es malerische Sonnenuntergänge.

Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung übernehmen wir nicht.

Vertragsbedingungen und Preise ändern sich oft kurzfristig ohne unser Wissen. Wir empfehlen immer die aktuellen Informationen zu prüfen.

Wir empfehlen vor der Reise auch die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amtes und des kubanischen Konsulats zu lesen.

*Affiliate-Link

Wo gibt es die Touristenkarte Kuba für 22 EUR? Wer kann diese nutzen? Wie das Kuba Visum ausfüllen oder verlängern? Hier findet ihr alles zur Einreisekarte

Fidel Castro – Ein Leben für die Revolution

Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago

Fidel Castro

Historischer Anführer der kubanischen Revolution

Fidel Alejandro Castro Ruz

* 13.08.1926

in Birán, Kuba

25. November 2016

in Havanna, Kuba

Ein Jahr ohne dich, aber mit dir“

So lautet das offizielle diesjährige Motto zum Gedenken an Fidel Castro, den charismatischen Führer der kubanischen Revolution. Dass dieses Motto zutrifft, erfuhr ich in diesem Jahr bei vielen Gelegenheiten. Ob der alte Tabakbauer im Viñales-Tal oder die junge Köchin in Baracoa, im ganzen Land sprechen die Menschen mit großer Bewunderung über Fidel.

Viele Deutsche verstehen diese Beliebtheit Fidels nicht, denn die meisten deutschen Medien verbreiten ein sehr negatives Bild. Dieses entsteht durch die Überpräsenz der exilkubanischen Gemeinschaft in Florida, die durch ihre enge Verbindung zur amerikanischen Regierungen und den großen amerikanischen Medien auch die US-Außenpolitik und die deutsche Medienlandschaft bestimmen.

Kranz zur Erinnerung an Fidel Castro in Guantanamo
Kranz zur Erinnerung an Fidel Castro in Guantanamo

Die Beliebtheit von Fidel beim kubanischen Volk kann man verstehen, wenn man sich mit seiner Persönlichkeit und seinem Wirken unvoreingenommen beschäftigt.

Einen guten Blick auf sein Leben liefert der Nachruf des spanischen Journalisten Ignacio Ramonet. Dieser kannte Fidel seit 1975 persönlich. Leider gibt es nur noch gebrauchte Exemplare seiner umfangreiche und sehr empfehlenswerten Biografie „Fidel Castro: Mein Leben.“

Auch viele berühmte Persönlichkeiten trafen Fidel Castro persönlich. Ihre Reaktionen nach diesen Treffen widersprechen deutlich dem Bild der Exilkubaner.

Die acht wichtigsten Stunden meines Lebens“

Regisseur und Produzent Steven Spielberg nach einem persönlichem Gespräch mit Fidel Castro

Er ist ein erstaunlicher Mann, eine sehr intelligente Person. … Fidel Castro und Nelson Mandela – Diese beiden Männer sind eine Quelle der Inspiration für die ganze Welt“

Model und Schauspielerin Naomi Campbell

Kuba ist das einzige Land der Welt, welches in Solidarität Ärzte, Ingenieure, Sporttrainer und Lehrer in die verlorenen Länder der Welt schickt, das wenige teilt was es zur Verfügung hat, und dies ist das Werk von Fidel.

Freiheitskämpfer aus Puerto Rico und bis Mai 2017 politischer Gefangene der USA Oscar López Rivera

Fidel Castro und sein Bruder Raul
Fidel Castro und sein Bruder Raul

Wir beide haben Macht und wollen sie für gute Zwecke nutzen“

Regisseur und Produzent Francis Ford Copolla

Er ist ein Genie. Wir sprachen über alles.“

Schauspieler und Regisseur Jack Nicholson

Sehr selbstlos und moralisch. Einer der weisesten Männer der Welt.“

Regisseur und Produzent Oliver Stone

Er ist der Grund, warum ich noch lebe. … Er öffnete Kubas Tür für mich, als die argentinischen Kliniken sie zuschlugen, weil sie nicht den Tod von Maradona an ihren Händen haben wollten. … Er rief mich oft morgens an, um über Sport oder Politik zu reden. … Er sagte: Ich kann das schaffen und ich schaffte es. … Er war wie ein zweiter Vater für mich.“

Fußballspieler Diego Maradona

Er weilte lange Zeit auf Kuba wegen eines Drogenentzugs.

Wenn du an Freiheit glaubst, wenn du an Gerechtigkeit glaubst, wenn du an Demokratie glaubst, hast du keine Wahl außer Fidel Castro zu unterstützen“

Sänger und Schauspieler Harry Belafonte

Eine Quelle der Inspiration für alle freiheitsliebenden Menschen“

ehemaliger politischer Gefangener und Präsident von Südafrika Nelson Mandela

Fidel ist ein Mann mit enormer persönlichem Anziehungskraft. Dazu bestimmt in jeder Bewegung, an der er beteiligt ist, die Rolle des Anführers einzunehmen. Er hat alle typischen Charaktereigenschaften eines großen Anführers: Wagemut, Kraft, der Wunsch das Ohr am Willen der Menschen zu halten. Aber er hat noch andere Qualitäten: Die Fähigkeit Wissen und Erfahrung aufzunehmen, das Gesamtbild einer gegebenen Situation zu erfassen und ein grenzenloser Glaube an die Zukunft“

Arzt, Autor, Revolutionär Che Guevara

Erst in seinen letzten Lebensjahren war Fidel Castro als Autor aktiv, davor war er für seine langen und treffenden Reden berühmt. Einen kurzen Ausschnitt aus seiner Rede vor der Uno findet ihr bei Amerika21. Diese ist zwar von 1979, hat aber nichts an Aktualität eingebüßt.

Die Moncada Kaserne in Santiago ist jetzt eine riesige Schule.
Die Moncada Kaserne in Santiago ist jetzt eine riesige Schule.

Seine berühmteste Rede hielt Castro allerdings bereits 1953. Nach dem gescheiterten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba nutzte er seine Verteidigungsrede für eine fünfstündige Anklage der Diktatur Batistas und der sozialen Zustände in Kuba. Da seine Mitstreiter bereits zu langen Gefängnisstrafen verurteilt waren, kam ein Freispruch für ihn nicht in Frage. Er wollte mit seinen Männern die Gefängnisstrafe absitzen. So schloss er mit den berühmt geworden Worten:

Verurteilen Sie mich. Das macht nichts. Die Geschichte wird mich freisprechen.“

Eine stark gekürzte Fassung dieser Rede findet ihr hier in deutscher Sprache.

Zum Schluss empfehle ich euch noch die kubanische Seite www.fidelcastro.cu. Diese bietet, auch in deutscher Sprache, eine umfangreiche Biografie, Reden, Artikel, Bücher, viele Fotos und Videos von Fidel Castro.

Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago
Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago

Kuba Kreditkarte oder Bargeld? Tipps für die Reisekasse

Welche Kreditkarte für Kuba?

Kuba Kreditkarte oder Bargeld? Meine Tipps für die Reisekasse [Stand 04/2020]

Was ist besser in Kuba Kreditkarte oder Bargeld? Das wichtigste Zahlungsmittel in Kuba ist Bargeld. Dennoch solltet ihr auf eine Kreditkarte nicht verzichten. Ob Mastercard, Maestro- und Visa-Karten in Kuba funktionieren ist abhängig von eurer Bank.

Prüft unbedingt vor eurer Reise die anfallenden Gebühren. Die beste Kreditkarte für Kuba bietet derzeit die Hanseatic Bank*. Warum? Ihr könnt mit dieser gebührenfrei Geld abheben und bargeldlos zahlen.

Im Beitrag erfahrt ihr: Worauf ihr bei der Auswahl einer Kreditkarte für Kuba achten müsst und welche Karten sich besonders eignen. Zudem gebe ich Insider-Tipps damit ihr in Kuba nicht plötzlich ohne Geld dasteht. Auf folgendes gehe ich im Beitrag näher ein:

 

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Jetzt hier Pauschalreise finden und vergleichen

Ihr steht noch am Anfang eurer Reiseplanung? Dann lest unbedingt unseren Beitrag: Kuba Urlaub: Was müsst ihr wirklich wissen?

!Neu! Habt ihr noch weitere Fragen zu Kreditkarten in Kuba? Dann könnt ihr euch mit mir und anderen Reisenden in dieser neuen Facebook-Gruppe austauschen. !Neu!

Kuba Kreditkarte oder Bargeld?

In Kuba gibt es zwei Währungen. Den normalen Peso (CUP), auch Moneda Nacional genannt. Und den konvertiblen Peso (CUC), gerne als Dollar bezeichnet.

Die Wechselkurse unterscheiden sich wenig bei den verschiedenen kubanischen Bankinstituten.

Für 100 konvertible Peso müsst ihr etwa 103 US-Dollar bezahlen. Dies sind bei einem Euro-Dollar-Kurs von 1,12 ungefähr 92 Euro.

Banken und Wechselstuben tauschen den Peso zu einem festen Kurs. Für 1 CUC bekommt ihr 24 CUP. Umgedreht bezahlt ihr 25 Pesos für einen 1 CUC.

Außerhalb von Kuba könnt ihr weder CUP noch CUC erwerben. Der Tausch muss vor Ort erfolgen.

In unserem Beitrag zum Kuba Urlaub findet ihr mehr zu den beiden Währungen in Kuba. Welche Geldmengen ihr in Kuba benötigt, hängt stark von eurem Reisestil und euren Ansprüchen ab.

Pauschalreisende benötigen deutlich weniger als Individualtouristen, die noch Geld für Unterkunft und Transportmittel benötigen. Bargeldmengen zwischen 1000 EUR und 2000 EUR pro Person kommen schnell zusammen.

Anmeldefrei dürft ihr Bargeld im Wert von 5000 US-Dollar (etwa 4450 Euro) in Kuba einführen.

Ich fühle mich immer unwohl mit solchen großen Geldmengen. Selbst wenn ich die Summe auf verschiedene Gepäckstücke aufteile, ist mir das Verlustrisiko zu groß. Ist das Geld weg, ist mein ganzer Urlaub im Eimer.

In diesen Schadensfällen zeigt sich der große Vorteil von Kreditkarten. Lasst ihr nach einem Verlust die Karte umgehend sperren, ersetzt euch die Bank weitere Schäden. Führt ihr zwei Kreditkarten getrennt mit euch, ist das Risiko ohne Geld dazustehen extrem gering.

Die kubanische Regierung fokussiert derzeit den Ausbau der bargeldlosen Bezahlung. Dadurch könnt ihr in immer mehr Geschäften mit Karte bezahlen. Dennoch überwiegendes Zahlungsmittel ist Bargeld. Das gilt nicht nur für Rucksacktouristen und andere Individualreisende, sondern auch für Pauschalurlauber.

Mit einer Kreditkarte könnt ihr an den vorhandenen Geldautomaten oder in einer Bank Geld abheben. So müsst ihr nicht mit einer großen Bargeldmenge durch Kuba reisen.

Finger weg: Der Tausch von Euro oder anderen Fremdwährungen auf der Straße ist illegal. Dabei kommt es öfter zu Betrug. Zwei beliebte Betrugsmaschen sind:

        • Bei einem Euro Dollar Kurs von 1: 1,12 erhaltet ihr beim Tausch von 100 EUR nur 112 CUP, anstatt 112 CUC. Erhaltet ihr Moneda Nacional, ist die korrekte Summe 2688 CUP
        • Nicht ganz so schwerwiegend trotzdem ärgerlich, wenn ihr einen deutlich schlechteren Wechselkurs erhaltet. Dann werden zum Beispiel Euro 1:1 in CUC getauscht. Ihr erhaltet also für 100 EUR nur 100 CUC.

Leider kommt es auch in den offiziellen Wechselstuben zu Betrugsfällen. Besonders diese an Flughäfen und in Touristenzentren haben keinen guten Ruf.

Achtet darauf: In der Wechselstube hängen die Kurse öffentlich aus. Bei jedem korrekten Tausch erhaltet ihr eine ausgedruckte Quittung mit Umtauschsumme und Wechselkurs.

Bezieht ihr Geld am Automaten, seid ihr vor Betrügereien sicher. Zudem umgeht ihr die langen Wartezeiten beim Geldwechseln.

Ob ihr mit Kreditkarte Geld abhebt oder Bargeld in Kuba tauscht, von kubanischer Seite fallen vergleichbare Gebühren an.

Bezahlt ihr eure Reise mit einer Kreditkarte, bieten viele Anbieter weitere Vorteile für Reisende. Zum Beispiel: Reiseversicherungen oder Versicherungen für den Mietwagen. Die Konditionen der verschiedenen Versicherungen unterscheiden sich teils deutlich, prüft deswegen, ob die inkludierten Versicherungen eure Risiken wirklich abdecken.

Eure Fluggesellschaft oder euer Urlaubsanbieter melden Insolvenz an? Dann habt ihr die Reise, hoffentlich per Kreditkarte bezahlt. Denn viele Kartenanbieter bieten Wege an, Zahlungen für nicht gelieferte Waren oder Dienstleistungen zurückzufordern. Zahlt ihr den Rechnungsbetrag der Reise per Banküberweisung, bekommt ihr gewöhnlich nur einen Bruchteil der Summe zurück.

Aufgrund der vielen Vorteile empfehle ich euch, reist nicht ohne Kreditkarte nach Kuba. Ich nutze bei meinen Reisen auf die Trauminsel der Karibik überwiegend die Genialcard* der Hanseatic Bank.

Welche Kreditkarte funktioniert in Kuba?

Die US-Blockade gegen Kuba sorgt weiterhin dafür, dass Kreditkarten von US-Banken oder deren Tochtergesellschaften in Kuba nicht funktionieren. American Express oder Diners Club könnt ihr deswegen nicht nutzen.

VISA Kreditkarten

Visa Kreditkarten sind die beste Wahl für eure Kubareise. Ihr könnt mit diesen an vielen Bankschaltern und allen Geldautomaten Geld abheben.

Mastercard Kreditkarten

Mit Mastercard Kreditkarten könnt ihr seit längerer Zeit Geld am Schalter beziehen. Nach einer Umstellung der Geldautomaten 2016, könnt ihr jetzt auch mit der Mastercard an allen Automaten Geld abheben.

Maestro-Karten

In Deutschland sind viele Girokarten (ehemals EC-Karte) mit dem Maestro Service ausgestattet. Diese basieren auf den Zahlungsdienstleistungen von Mastercard und lassen sich wie Mastercard Kreditkarten verwenden.

Viele Kreditinstitute verlangen haarsträubende Gebühren. Prüft diese vor eurer Reise. Der Abschnitt „Kreditkarte in Kuba nutzen – Was verlangen die Banken?“ hilft euch dabei.

Reine Girokarten, sowie Karten mit V-Pay-Funktion

Obwohl Visa Kreditkarten in Kuba akzeptiert werden, könnt ihr Geldkarten mit V-Pay-Funktion nicht nutzen. Dies gilt auch für reine Girokarten.

Warum funktionieren nicht alle europäischen Kreditkarten?

Beachtet: Eure Mastercard oder VISA wird nicht akzeptiert, wenn diese von einer US-Bank oder deren Tochtergesellschaft stammt. Bei einigen europäischen Banken erfolgen die Abrechnungen über Kreditinstitute in den USA.

Weitere Banken bieten nach hohen US-Strafforderungen keine Dienstleistungen in Kuba an. Karten dieser europäischen Banken funktionieren in Kuba ebenfalls nicht. Dies betrifft vor allem Banken aus Ländern, die nicht zur EU gehören, insbesondere Schweizer Banken.

Klärt vor der Reise mit eurer Bank: Ob ihr die Kreditkarte während eures Aufenthaltes in Kuba einsetzen könnt.

Geld in Kuba per Kreditkarte

Bargeld könnt ihr in Kuba auf zwei Arten beziehen:

        1. Mit Reisepass und Kreditkarte, aber ohne PIN am Schalter
        2. Mit Kreditkarte und PIN am Geldautomaten.

Hebt ihr mit der Kreditkarte Geld ab, bekommt ihr die Devisenwährung CUC ausgezahlt. Während die Abrechnung auf eurer Kreditkarte in US-Dollar (USD) erfolgt.

Der Wechselkurs hängt vom Bezugsort ab und liegt im Durchschnitt bei 1,00 CUC zu 1,03 USD. Hebt ihr zum Beispiel 100 CUC am Automaten ab, erfolgt die Abbuchung auf der Kreditkarte in Höhe von 103 USD.

Am Schalter

In den größeren Wechselstuben (CADECA) sowie in vielen Bankfilialen könnt ihr Geld am Schalter abheben. Dabei solltet ihr euch auf längere Wartezeiten einstellen. Eine halbe Stunde oder mehr ist keine Seltenheit.

Besonders voll ist es am Mittag. Viele Banken schließen für eine mehrstündige Mittagspause. Auch an den Tagen der Rentenauszahlung ist viel los. Ein Zettel am Eingang der Wechselstube oder Bank kündigt diese an. Sucht an diesen Tagen einen anderen Ort auf um Geld abzuheben oder zu wechseln von.

Beachtet: Am Schalter benötigt ihr euren Reisepass, eine Kopie wird nicht akzeptiert. Prüft, ob eure Kreditkarte unterschrieben ist. Die Bankangestellten prüfen genau, ob die Unterschrift auf Beleg, Reisepass und Kreditkarte übereinstimmt.

In den Wechselstuben und den Banken gibt es verschiedene Wechselkurse zum US-Dollar. Für 1.00 CUC bezahlt ihr in der Regel zwischen 1.0250 und 1.0450 USD. Die Angestellten weisen euch auf diesen Wechselkurs hin. Die Abbuchung auf der Kreditkarte erfolgt zum normalen Devisenkurs, kann sich aber um zwei bis drei Tage verzögern.

Fallen bei eurem Kreditinstitut weitere Gebühren an, erfahrt ihr dies erst auf der Abrechnung eurer Karte.

Leider kommt es manchmal in offiziellen Wechselstuben oder Banken zu Betrugsfällen. Die Wechselkurse hängen öffentlich aus. Prüft diesen Kurs mit den Angaben auf dem Beleg und zählt die erhaltene Geldmenge direkt nach. Spätere Reklamationen sind zwecklos.

Hebt ihr Geld am Schalter ab, solltet ihr gleich einige CUC in die zweite kubanische Währung CUP tauschen. Mit dieser könnt ihr frisches Obst und Gemüse kaufen, in staatlichen Restaurants essen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Der Umtausch von CUC in CUP erfolgt im Verhältnis 1:24.

Am Geldautomaten

Die langen Wartezeiten am Schalter spart ihr euch am besten, wenn ihr euer Geld direkt am Automaten abhebt.

Schaut euch die Geldautomaten vor dem Abheben an. Auf der Startseite seht ihr die akzeptierten Kreditkarten (Visa, Mastercard und andere). Auf der Anzeige erscheinen auch die im Gerät enthaltene Geldscheine. Dort seht ihr die Währung und den Geldscheinwert. Letzterer steht häufig ebenfalls über dem Automaten. Richtig und aktuell ist allerdings immer der Wert auf dem Bildschirm.

Anzeige an kubanischen Bankautomaten
Anzeige am Geldautomat. Oben stehen die akzeptieren Karten. Darunter findet ihr die enthalten Banknoten.

Mit ausländischen Kreditkarten könnt ihr nur CUC abheben.

An vielen Standorten findet ihr mehrere Automaten mit unterschiedlichen Scheinen. Wichtig: Sind im Automaten nur 20-CUC-Scheine enthalten, muss die abgehobene Summe durch 20 teilbar sein. Ihr könnt dann keine 150 CUC abheben.

Nicht immer enthält der Automat alle im Bildschirm angezeigten Scheine. Das passiert vor allem am Wochenende, dann gibt es öfter gar kein Geld. Hebt daher vorausschauend Geld ab und meidet insbesondere den Samstagabend und Sonntag.

Die Bedienung der Geldautomaten erfolgt wahlweise in Spanisch oder Englisch. Achtung: Vergesst eure Karte nicht im Automaten. Im Unterschied zu Deutschland erhaltet ihr erst einen Beleg, dann euer Geld, und am Schluss die Kreditkarte.

An den Automaten gilt ein einheitlicher Wechselkurs von 1 CUC zu 1,03 USD. Während der Transaktion müsst ihr die Umrechnung bestätigen. Dazu zeigt der Automat die Summe in konvertiblen Peso und in US-Dollar. Zusätzlich bezahlt ihr die anfallenden Gebühren eures Kreditkarteninstitutes, welche erst auf der Abrechnung der Karte erscheinen.

Auch am Automaten erfolgt die Abbuchung zum Devisenkurs und kann sich um zwei bis drei Tage verzögern.

Pro Abhebung könnt ihr maximal 40 Geldscheine erhalten. Oft sind nur Scheine im Wert von 5 CUC oder 10 CUC verfügbar. Die Summe zum Abheben ist in diesem Fall, auf 200 oder 400 CUC begrenzt. Wollt ihr mehr? Dann müsst ihr mehrmals Geld abheben. Das wird teuer, wenn eure Bank eine Mindestgebühr pro Abhebung verlangt. Bei einigen Anbietern sind das über sieben Euro. Prüft dies vor eurer Reise nach Kuba.

Im Idealfall nutzt ihr deshalb eine Karte ohne Mindestgebühr. Benötigt ihr mehr Geld, versucht es nicht direkt danach ein zweites Mal. Denn bei vielen Karten gibt es eine Sperre, welche eure Karte in diesem Fall blockiert. Wartet etwa eine Stunde, um mehr Geld abzuheben.

Welche Kreditkarte für Kuba?

Damit ihr im Dschungel der Anbieter schnell eine geeignete Karte findet, präsentiere ich euch meine Reisekasse. Zuerst zeige ich euch aber auf welche Gebühren ihr achten müsst. Dazu gibt es exclusiv, eine von mir erstellte Liste, mit ungeeigneten Anbietern.

Kuba Kreditkarte Gebühren – Was verlangen die Banken?

Achtet vor eurer Reise nach Kuba auf folgende Gebühren:

Gebühren für Bargeld am Geldautomaten außerhalb der EU

Üblich sind etwa drei Prozent des Umsatzes. Viele Banken verlangen zudem eine Mindestgebühr zwischen fünf und sieben Euro.

Gebühren für Bargeld am Schalter außerhalb der EU

Üblich sind etwa drei Prozent des Umsatzes. Viele Banken verlangen ebenfalls eine Mindestgebühr zwischen fünf und sieben Euro.

Fremdwährungsgebühr oder Auslandseinsatzgebühr

Üblich sind weitere ein bis drei Prozent des Umsatzes. Achtung: Viele Anbieter werben mit Gebührenfreiheit und verlangen trotzdem diese Gebühr.

Gebühren für Kartenzahlung

Bei vielen Kreditinstituten entstehen außerhalb der EU zusätzliche Gebühren zwischen ein und drei Prozent des Zahlbetrages.

Jährliche Grundgebühr

Unabhängig von den oben genannten Gebühren fällt bei den meisten Anbietern eine jährliche Grundgebühr an. Viele Lockangebote
sind nur ein Jahr kostenfrei. Ab dem zweiten Jahr müsst ihr dann jährlich zahlen.

Automatengebühr

Unabhängig von den Kreditkarteninstituten verlangen viele Betreiber von Geldautomaten eine zusätzliche Gebühr. Bisher erstattete die Santander Bank diese auf Antrag. Ab dem 01.07.2020 ist damit aufgrund geänderter Konditionen Schluss.

Allerdings gibt es in Kuba an keinem Automaten eine zusätzliche Gebühr des Automatenbetreibers.

Währungsumrechnung im Automaten

In Kuba erfolgt in allen Automaten ein automatischer Geldwechsel in US-Dollar. Ein konvertibler Peso entspricht immer 1,03 Dollar. Hebt ihr 100 CUC ab erfolgt eine Buchung von 103 USD auf eurer Kreditkarte. Bei 500 CUC sind es 515 USD. Beim Abheben am Schalter oder beim Tausch von Bargeld habt ihr ähnliche Wechselkurse, die Unterschiede sind gering.

Transaktionen in Euro, wodurch ihr die Fremdwährungsgebühren sparen könnt, gibt es an kubanischen Geldautomaten nicht. Auch in anderen Ländern solltet ihr dieses Angebot nicht nutzen. Denn die Wechselkurse der Automatenbetreiber sind häufig so schlecht, dass ihr besser kommt, wenn ihr die Fremdwährungsgebühren bezahlt.

Habt ihr alle Gebühren im Kleingedruckten gefunden? Sind diese zu hoch, empfehle ich euch den Wechsel.

Welche Anbieter solltet ihr meiden?

Die Kreditkarten folgender Anbieter haben schlechte Konditionen. In Kuba fallen beim Einsatz der Karten hohe Gebühren an.

      • Kreditkarten der Sparkassen
      • Deutsche Bank
      • Postbank
      • Targobank
      • Co-Branding Karten der LBB: Zum Beispiel von Amazon oder dem ADAC, wenn ihr bei diesen den Kreditrahmen in Anspruch nehmt.
      • Postfinance (Schweiz)
      • UBS (Schweiz)
      • Alle Girokarten (EC-Karte): V-Pay funktioniert nicht und der Einsatz von Maestro-Karten ist sehr teuer

Besitzt ihr eine Kreditkarte der folgenden Anbieter, könnt ihr diese als Zweit- oder Ersatzkarte nutzen. Denn neben einer möglichen Jahresgebühr fallen nur Fremdwährungsgebühren an.

      • Ing-DiBa
      • Co-Branding Karten der LBB (unter anderem Amazon, ADAC) wenn vor der Reise ausreichend Guthaben auf der Karte ist.
      • Wüstenrot

Aufgrund ihrer Geschäftspraktiken gegenüber Kunden oder Partnern empfehlen wir folgende Kreditkarten nicht.

      • Barclaycard

Meine Reisekasse für Kuba

Euch wurde all euer Geld gestohlen? Ihr verliert eure einzige Kreditkarte oder bekommt am Automaten damit kein Geld? Jetzt ist guter Rat teuer. Zu Hause könnt ihr jetzt Freunde oder Familienmitglieder nach Hilfe fragen, im Urlaub funktioniert das nicht. Banken bieten zwar oft einen Notfallservice, lassen sich diesen aber gut bezahlen. Besser ihr sorgt selbst ausreichend vor.

“Ein Konto für alles” – Ist zwar ein guter Werbeslogan, birgt aber ein riesiges Ausfall- und Sicherheitsrisiko.

Deshalb nutze ich für meine finanziellen Angelegenheiten das Konzept der funktionalen Redundanz. Für jede Aufgabe Geld abheben, bargeldlose Zahlung, Kontenausgleich und so weiter habe ich mehrere Lösungen von verschiedenen Anbietern. Bei Problemen habe ich deswegen stets eine Alternative.

Folgende zwei Kreditkarten verwende ich als bargeldloses Zahlungsmittel und um Geld zu holen:

Hanseatic Bank -> Visa Kreditkarte

Bei der Hanseatic Bank bekommt ihr die Genialcard. Diese ist derzeit zweifellos, die beste Kreditkarte um in Kuba zu bezahlen und Geld abzuheben.

Die Anmeldung ist super leicht und schnell online möglich. Die Authentifizierung könnt ihr ebenfalls online durchführen. Nach etwa einer Woche erhaltet ihr dann eine Visa-Kreditkarte. Mit dieser könnt ihr im In- und Ausland gebührenfrei Zahlen oder Geld abheben.

Die Karte hat dauerhaft keine Jahresgebühr, dadurch eignet sie sich auch super als Zusatzkarte. Bei der Hanseatic Bank bekommt ihr kein Girokonto zur Kreditkarte. Der Ausgleich kann über ein bestehendes Konto erfolgen.

"Die beste Kreditkarte für Kuba hier beantragen

Details zur Genialcard der Visa-Karte der Hanseatic Bank:

      • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: gebührenfrei
      • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: gebührenfrei
      • Fremdwährungsgebühr: keine
      • Auslandseinsatzgebühr: keine
      • Gebühr für bargeldlose Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
      • Jährliche Grundgebühr: keine

–> Beantragt jetzt hier die Genialcard der Hanseatic Bank, die beste Kreditkarte für eine Reise nach Kuba*.

Advanzia Bank -> Mastercard Kreditkarte

Die Mastercard der Advanzia Bank nutze ich seit vielen Jahren. Für Online-Einkäufe oder bargeldloses Bezahlen an der Kasse ist diese Karte super. Selbst im EU-Ausland erhebt die Advanzia keine Gebühren für die Kartenzahlung.

Bezahlt ihr euren Flug mit dieser Kreditkarte, sind auch verschiedene Reiseversicherungen (alle mit Selbstbeteiligung) inklusive. Unter anderem die in Kuba notwendige Auslandskrankenversicherung.

Diese gelten für den Karteninhaber und bis zu drei Mitreisenden. Bei dieser Kreditkarte erhaltet ihr eine Monatsrechnung, die ihr per Überweisung bezahlen müsst.

Ich nutze die Kreditkarte der Advanzia Bank in Kuba nur im Notfall. Denn beim Abheben von Geld fallen hohe Zinsen an. Diese könnt ihr gering halten, wenn ihr, per Onlinebanking, den Betrag zeitnah ausgleicht.

Ohne Gebühren: Hier die Mastercard der Advanzia Bank beantragen

Details zur Mastercard Gold der Advanzia Bank:

      • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: gebührenfrei **
      • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: gebührenfrei **
      • Fremdwährungsgebühr: keine
      • Auslandseinsatzgebühr: keine
      • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
      • Jährliche Grundgebühr: keine
      • Reiserücktrittversicherung und Reiseabbruchversicherung
      • Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tage
      • Reisegepäckversicherung
      • Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Auslandsreise

— > Die Kreditkarte der Advanzia Bank bekommt ihr schnell und einfach. Füllt dazu einfach dieses Formular* aus.

** Hebt ihr Bargeld am Schalter oder am Automaten ab, fallen Zinsen an. Die Höhe dieser Zinsen richtet sich nach dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Advanzia Bank.

 

Für Geldeingänge und Überweisungen nutze ich die zwei folgenden Girokonten mit gebührenfreier Kreditkarte:

N26 -> Girokonto inkl. Mastercard Kreditkarte 

Als Ergänzung zur Genialcard* nutze ich jetzt ein Girokonto von N26 (Anstatt dem Konto der DKB). Den das Girokonto lässt sich über das Smartphone deutlich komfortabler einrichten und verwalten.

Zum Girokonto bekommt ihr bei N26 auch eine Mastercard-DEBIT-Kreditkarte. Bei dieser Kreditkartenform belasten die Kartenumsätze direkt euer Girokonto.

Das hat Vorteile: Wenn ihr keinen Kreditrahmen in Anspruch nehmt, könnt ihr euch mit der Kreditkarte nicht verschulden.

Sowie Nachteile: Im Betrugsfall räumen die Täter eventuell euer komplettes Girokonto leer. Das führt dann zur Rückbuchung euer normalen und regelmäßigen Lastschriften.

Diese Gefahr ist bei N26 gering, wenn ihr die angebotenen Sicherheitsfunktionen der Smartphone-App nutzt. So könnt ihr zum Beispiel jederzeit in der App, den Einsatz der Kreditkarte sperren und entsperren.

Das N26 Konto bietet verschiedene Tarifmodelle. Im günstigsten Tarif bezahlt ihr für das Girokonto keine Jahresgebühr. Allerdings bezahlt ihr bei Abhebungen, die ihr nicht in Euro tätigt, Fremdwährungsgebühren von 1,7% des Umsatzes. Dies gilt auch für Kuba. Zahlungen per Kreditkarte sind kostenfrei.

In Deutschland könnt ihr mit der Mastercard des Girokontos gebührenfrei Geld abheben. Je nach Nutzungsumfang des Kontos ist dies drei- bis fünfmal pro Monat möglich.

N26 bietet für Selbstständige und Gewerbetreibende auch ein Geschäftskonto an. Die Konditionen sind mit dem Privatkonto vergleichbar. Allerdings gibt es auf Zahlungen mit der Kreditkarte zusätzlich einen 0,1% Cash-Back. Derzeit könnt ihr nur ein Konto bei N26 registrieren. Ihr müsst euch daher zwischen dem Privat- und dem Geschäftsmodell entscheiden.

Bei den Tarifmodellen mit Jahresgebühr entfallen die Fremdwährungsgebühren beim Abheben von Geld. Zudem bieten diese Tarife verschiedene Reiseversicherungen. Diese gibt es ab zehn Euro im Monat. Sie lohnen sich für die wenigsten Reisenden. Wollt ihr diese Tarife nutzen, solltet ihr euch umfassend über die Versicherungsbedingungen und Versicherungsausschlüsse informieren.

Details zur N26 Mastercard:

      • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
      • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
      • Fremdwährungsgebühr: bei Bargeldabhebungen 1,7% vom Umsatz
      • Auslandseinsatzgebühr: keine
      • Gebühr für bargeldlose Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
      • Jährliche Grundgebühr: keine

–> Eröffnet jetzt hier ein Konto bei N26 für einfaches Onlinebanking auch auf dem Smartphone.*

DKB -> Girokonto inkl. Visa Kreditkarte*

War lange Zeit mein Hauptkonto. Der Kontoantrag und dessen Bearbeitung dauern etwas länger. Die Bedienung des Onlinebankings ist ebenfalls sperriger, aufgrund der guten Konditionen nutze ich es weiterhin als Notfall-Girokonto.

Die DKB Kreditkarte* bekommt ihr zu dem Girokonto „DKB-CASH”. Besonders bei einem Geldeingang über 700 EUR pro Monat bietet die DKB günstige Konditionen. Besitzt ihr diesen nicht, ist das Girokonto von N26*, und die dazugehörige Mastercard, eine sehr gute Alternative.

Die Abrechnung der DKB Kreditkarte erfolgt über ein separates Unterkonto. Dies ist bei einer Kreditkarte mit Girokonto sinnvoll: Erstens habt ihr damit einen guten Überblick über die Kreditkartenzahlungen. Zweitens habt ihr eine zusätzliche Sicherheit, denn im Betrugsfall ist nicht das gesamte Girokonto leer.

Das Abheben von Geld am Schalter ist bei der DKB sehr teuer. In Kuba ist das allerdings eine wichtige Alternative, wenn ihr am Automaten Probleme habt.
Hier das DKB-Girokonto mit Visa Kreditkarte für Kuba beantragen
Details zur DKB Visa Kreditkarte:

      • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei**
      • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: 3% mindestens 5 EUR
      • Fremdwährungsgebühr: 1,75%, ab dem 19.04.2020 dann 2,20%, bei ausreichendem Geldeingang weiterhin keine.**
      • Auslandseinsatzgebühr: keine**
      • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: kostenfrei**
      • Jährliche Grundgebühr: keine

–> Eröffnet hier ein Konto bei der DKB.*

**Die DKB ändert zum 19.04.2020 ihre AGB. Für aktive Kunden mit monatlichem Geldeingang über 700 EUR gelten die oben genannten
Gebühren. Bei Neu- und Bestandskunden ohne diesen monatlichen Geldeingang ändern sich die Bedingungen nach dem 1. Nutzungsjahr. Für
Kartenzahlung und Bargeldabhebung am Automaten und Schalter werden Fremdwährungsgebühren in Höhe von 2,20 %, statt wie bisher 1,75%, des Umsatzes verlangt.

Verwendung der Kreditkarten und Girokonten

Ich nutze nicht alle zwei Konten und vier Karten durchgängig. Derzeit verwende ich vor allem das Girokonto von N26* und die Visa-Kreditkarte der Hanseatic Bank*. Für die Reisebuchung kommt die Mastercard der Advanzia Bank* zum Einsatz. Für die oben genannten Kreditkarten fallen keine Jahresgebühren an. Daher besitze ich lieber ein paar mehr für den Notfall, auch wenn ich diese nur selten verwende. Denn das ist besser, als am Ende komplett ohne Geld dazustehen. Klar nehme ich bei meinen Aufenthalten auch Bares mit, aber nur wenig. Die Geldmenge orientiert sich bei mir an der 4 -Tages-Regel. Bargeld in Euro für den ersten Tag und eine Notfallreserve für drei Tage. Diese Summe tausche ich direkt bei der Ankunft am Flughafen. Mit einer Kreditkarte hole ich mir dann regelmäßig Nachschub.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Unabhängig von einer Reise nach Kuba handle ich mit Aktien zum Vermögensaufbau. Dafür nutze ich ein kostengünstiges Depot von Trade Republic*.

Santander Bank -> Visa Kreditkarte

Meine Empfehlung für eine Reisekreditkarte war bisher die Santander 1Plus Visa Card*. Eine bei Reisenden sehr beliebte Kreditkarte

Mit ihr war es möglich gebührenfrei im In- und Ausland Geld abzuheben. Es fiel keine Jahres-, Fremdwährungs- oder Auslandseinsatzgebühr an. Die Besonderheit: Die Santander Bank erstattete auf Antrag die in vielen Ländern anfallenden Automatengebühren.

Für Neukunden ab dem 1. April und für Bestandskunden ab dem 1. Juli 2020 ändern sich die Konditionen der Karte grundlegend. Wodurch Sie deutlich unattraktiver wird. Die Santander Bank erstattet keine Automatengebühren mehr. Ab der vierten Bargeldabhebungen pro Monat bezahlt ihr dann ebenfalls. Aus dem Guthaben der Karte 1 Prozent des Umsatzes und aus dem Kreditrahmen 3,5 Prozent des Umsatzes, aber mindestens 5,25 EUR.

Zuzüglich zahlt ihr beim Abheben und bei der Kartenzahlung im Ausland eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,5 Prozent.

Attraktiv bleibt die Karte als Notfallkarte für Kunden ohne regelmäßigen Geldeingang.


Hier die Santander Kreditkarte beantragen

Details zur Santander 1Plus Visa Card:

Bargeld am Automaten außerhalb der EU: ab der 5 Abhebung pro Abrechnunszeitraum 1% bzw. 3,5%, mindestens 5,25 EUR

      • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: ab der 5 Abhebung pro Abrechnunszeitraum 1% bzw. 3,5%, mindestens 5,25 EUR
      • Fremdwährungsgebühr: 1,5%
      • Auslandseinsatzgebühr: keine
      • Jährliche Grundgebühr: keine

Zusammenfassung und letzte Tipps:

Für Kuba empfiehlt sich eine Visa-Kreditkarte, allerdings nicht allein. Nehmt mindestens eine zweite Karte als Ersatz mit. Wählt für diese einen anderen Anbieter, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Durch Kombination einzelner Kreditkarten gleicht ihr jeweilige Nachteile aus.

Holt euch hier die Genialcard*, damit ihr Ausland gebührenfrei Geld bekommt. Als Ersatz- und Notfallkarten besorgt euch die Kreditkarten der DKB*, von N26* oder von der Advanzia Bank*. Die ersten Beiden gibt es mit einem Girokonto ohne Jahresgebühr. Letztere bietet verschiedene Reiseversicherungen.

Prüft vor eurer Reise nach Kuba die Konditionen eurer Karten und scheut euch nicht vor einem Wechsel.

Kreditkarte Kuba – Worauf muss ich noch achten?

      • Zwischen Kreditkartenantrag und Nutzung einer Kreditkarte vergehen zwei bis fünf Wochen. Beantragt eine neue Karte deswegen
        rechtzeitig.
      • Bedenkt, dass ihr immer eine Karte verlieren könnt, dann hilft eine Bargeldreserve kurzfristig. Meine Reserve reicht für drei Urlaubstage. Viele Banken verlangen hohe Gebühren für den Versand von Ersatzkarten besonders bei Expressversand. Dieser benötigt in der Regel mindestens eine Woche, eher zwei für die Zustellung in Kuba. Damit ihr euren Urlaub weiter genießen könnt, führt mindestens eine zweite Karte getrennt mit.
      • Eine Barreserve hilft auch bei Stromausfällen oder Verbindungsproblemen an den Geldautomaten.
      • Bei Verlust einer Kreditkarte müsst ihr diese unverzüglich telefonisch sperren, ihr haftet sonst für betrügerische Ausgaben. Die Sperrnummer gehört deshalb ins Handy und auf einen Zettel mit Notfallnummern im Gepäck. Wie ihr günstig von Kuba nach Deutschland telefoniert erfahrt ihr in unserem Beitrag zu den Kuba Reisetipps.
      • Prüft vor eurer Reise den Verfügungsrahmen eurer Kreditkarte. Dieser reicht häufig für den Urlaub nicht aus. Ladet daher im Vorfeld Geld auf das Kreditkartenkonto oder erhöht den Kreditrahmen. Prüft auch ein eventuelles Tageslimit oder Wochenlimit.
      • Eine Kreditkarte ist für eine Reise nach Kuba sinnvoll allerdings nicht notwendig. Welche Dokumente ihr unbedingt benötigt und welche Einreisebestimmungen es gibt, findet ihr hier.
      • In diesem Beitrag gibt es alle Informationen zum Touristenvisum: Touristenkarte Kuba: der große Ratgeber für eure Reise
      • Ihr sucht noch einen Reiseführer? Hier geht es zu unserem großen Test und Preisvergleich.

Schlussbemerkungen

Habt ihr noch weitere Fragen oder Anregungen zu den Kreditkarten auf Kuba?
Fehlt noch etwas im Artikel? Dann schreibt es in die Kommentare.

Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung übernehmen wir nicht.

Vertragsbedingungen und Preise ändern sich oft kurzfristig ohne unser Wissen. Wir empfehlen immer die aktuellen Informationen der Kreditinstitute zu prüfen.

* Affiliate Link

Von

[Update 04/2020] Meine Erfahrungen und Insider-Tipps zum Einsatz einer Kreditkarte in Kuba. Damit ihr während eurer Reise nicht plötzlich ohne Geld dasteht.

Wo haben Menschenleben noch einen Wert?

Bild von Baracoa im Sommer 2016

Was kann die Welt von Kuba lernen?

Bestimmt habt ihr bereits von Hurrikan „Matthew” gehört. Dieser führte zu über 1000 Toten in Haiti sowie zu 33 Toten in den USA. Die Medien überschlugen sich mit Katastrophenmeldungen. Nur selten gab es Berichte über die Situation in Kuba, denn auch im Osten des Karibikstaates wütete der Wirbelsturm kräftig. Besonders schwer traf es die bei Touristen beliebte Stadt Baracoa. In der ersten Stadt Kubas beschädigte der Hurrikan einen großen Teil der Häuser. Trotzdem gab es in Kuba keinen einzigen Toten. Warum? Eine Antwort gibt der spanische Blogger Lazarillo hier. Die deutsche Übersetzung seines Beitrags findet ihr auf amerika21.de.

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Plaza de la Catedral

Foto des Plaza de la Catedral

Plaza de la Catedral (Kathedralenplatz)

Der heutige „Plaza de la Catedral” gehört zu den ältesten Siedlungsteilen der kubanischen Hauptstadt. Er ist einer der fünf historischen Plätze der Altstadt von Havanna. Der Platz lag am Anfang etwas abseits der Siedlung, denn hier entstanden die ersten Schiffe der Stadt. Regelmäßig kam es zu Überschwemmungen. Der häufig matschige Untergrund führte dazu, dass die Einwohner Havannas ihn zuerst Sumpfplatz nannten. Zeitgleich mit dem Bau der Kathedrale entwickelte sich der Platz zur Wohngegend des kolonialen Adels der Stadt. Die Überschwemmungen wurden verhindert und der Platz gepflastert. Mit der Kathedralenweihe erhielt er zudem einen neuen Namen. Die Häuser am Platz stammen alle aus dem 18. und 19. Jahrhundert und sind ein wichtiges Zeugniss der kolonialen Architektur Kubas.

Sehenswertes am Plaza de la Catedral

Der Platz ist nicht nur religiöses Zentrum Havannas, inzwischen ist er auch ein wichtiger Anlaufpunkt für Kunstliebhaber. Auf der folgenden Karte seht ihr den “Plaza de Catedral” mit den ihn umgebenden Gebäuden.

Kathedrale von Havanna.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Havannas zählt die katholische Kathedrale im Barockstil. Seit ihrer Vollendung 1832 prägt sie die koloniale Altstadt. Den Artikel zur Kathedrale findet ihr hier.

Die Kathedrale von Havanna und der gepflasterte Plaza de la Catedral.
Die Kathedrale von Havanna und der gepflasterte Plaza de la Catedral.

Palast von Lombillo

Direkt an der Kathedrale befindet sich der „Palacio de Lombillo” (Palast von Lombillo). Fast 300 Jahre lang führten wechselnde Eigentümer und wechselnde Funktionen zu vielen An- und Umbauten des historischen Gebäudes. Unter anderem war hier Mitte des 20. Jahrhunderts das Stadtmuseum untergebracht. Heute ist es vollständig im Originalzustand restauriert und gilt seitdem als typisches Beispiel für die Architektur des kubanischen Barocks. Im Inneren finden regelmäßig wechselnde Ausstellung statt. Der Eintritt ist frei.

Foto des Innenhof des Palacio de Lombillo
Innenhof des Palacio de Lombillo

Statue von Antonio Gades

Vor dem Palast Lombillo lehnt Antonio Gades an einer Säule und beobachtet den vor ihm liegenden Platz. Der spanische Ballettänzer verließ 1977 aus politischen Gründen Spanien und kam nach Kuba. Hier arbeitete er mit der berühmten kubanischen Baletttänzerin Alicia Alonso zusammen.

Das Foto zeigt den spanischen Balletttänzer und Choreograf Antonio Gades
Der spanische Balletttänzer und Choreograf Antonio Gades

Haus des Marktgrafen von Arcos

Rechts neben dem Palast von Lombillo befindet sich die „Casa del Marqués Arcos” (Haus des Markgrafen Arcos). Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Fortsetzung dieses Gebäudes. Der Haupteingang befindet sich in der Straße Mercadores. Im 18. und 19.Jahrhundert wohnten hier die königlichen Schatzmeister.

Foto des Palacio de Lombillo und der Casa del Marques Arcos
Palacio de Lombillo und Casa del Marques Arcos

Haus des Grafen des Hauses Bayona

Erbaut 1720, ist die „Casa del Conde de Casa Bayona” (Haus des Grafen des Hauses Bayona) das älteste Haus am Platz. In diesem befindet sich das „Museo de Arte Colonial” (Museum der kolonialen Kunst). Ich empfehle euch einen Besuch vor eurem Stadtrundgang, denn die Ausstellung zeigt die Besonderheiten der kolonialen Architektur Havannas, die ihr danach viel bewusster wahrnehmt. Aus dem zweiten Stock habt ihr zudem einen der besten Blicke über den Platz auf die gegenüberliegende Kathedrale.

Foto eines kolonialen Schlafzimmers im Museo de Arte Colonial
Nachbildung eines kolonialen Schlafzimmers im Museo de Arte Colonial

Galerie Victor Manuel

Die „Galaría Victor Manuel“ ist in einem alten Badehaus untergebracht. Hier könnt ihr verschieden Kunstobjekte erwerben. Wirkt die Galerie von außen eher unspektakulär, bietet sie im Inneren oft hochwertige Kunstwerke an. Ein besonderes Highlight waren die Werke von Raúl Valladares Valdes. Mit Preisen zwischen 30000 und 100000 Dollar braucht ihr für diese aber eine volle Reisekasse.

El Decano - Der Dekan vomkubanischen Künstler Raúl Valladares Valdés
El Decano – Der Dekan
vom kubanischen Künstler Raúl Valladares Valdés

Strahlgasse

Neben der Galerie beginnt die kleine Seitengasse „Callejon del Chorro” (Strahlgasse). An dieser Ecke befand sich ein Ende des „Zanja Real“ (Königlicher Wassergraben), dieser versorgte Havanna mit Trinkwasser aus dem sieben Kilometer entfernten Fluss Almendares .

Am Ende der Strahlgasse findet ihr die offene Künstlerwerkstatt „Taller Experimental De Gráfica”. Hier lassen sich die Künstler über die Schulter schauen. Besonders die verwendeten alten Druckmaschinen lohnen einen Besuch.

Das Foto zeigt Künstler im Gespräch im Taller Experimental De Gráfica.
Künstler im Gespräch im Taller Experimental De Gráfica

Palast des Marktgrafen von Aguas Claras

Ein weiteres Schmuckstück der Architektur des 18. Jahrhunderts in Havanna ist die „Casa del Marqués de Aguas Claras” (Palast des Marktgrafen von Aguas Claras) mit ihren vier Säulen über dem Eingang. Hier lädt das Restaurant „El Patio” zum Verweilen ein.

Galeria Victor Manuel und das Restaurant El Patio
Galeria Victor Manuel und das Restaurant El Patio

Zentrum der Zeitgenössischen Kunst Wifredo Lam

Direkt neben der Kathedrale befindet sich das „Centro de Arte Contemporáneo Wifredo Lam” (Zentrum der Zeitgenössischen Kunst Wifredo Lam). Das nach dem berühmten kubanischen Maler und Graphiker benannte Zentrum bietet über 1200 Ausstellungsstücke der zeitgenössischen bildenden Kunst.

In der näheren Umgebung

La Bodiga del Medio

In der berühmtesten Bar Havannas trank Ernest Hemingway gern seinen Mojito. Heute ist die Bar ein weltweiter Touristenmagnet und selbst am frühen Morgen schon gut gefüllt. Wer noch einen freien Platz an der Wand findet, kann sich hier neben tausend anderen verewigen.

Foto der BODEGUITA DEL MEDIO
LA BODEGUITA DEL MEDIO

Palast der Gräfin von Reunión

Unweit der Bodiga del Medio befindet sich dieses um 1820 im Barockstil erbaute Gebäude. Sehenswert ist der schmale blaue Balkon und der Innenhof. In dem Gebäude findet ihr eine Sammlung über den bekannten kubanischen Schriftsteller „Alejo Carpentier y Valmont”. Zudem ist das Haus ein wichtiger Schauplatz in seinem Werk: „Explosion in der Kathedrale”.

Seminario de San Carlos y San Ambrosio

Die kirchliche Schule entstand zeitgleich mit der Kathedrale. Sie wuchs im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen religiösen Hochschule. Hier lernten viele bedeutende Persönlichkeiten der Stadt. Die Hochschule existiert immer noch, allerdings an einem anderen Standort in einem Vorort von Havanna.

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Die Kathedrale von Havanna

Die barocke Kathedrale von Havanna

Die Kathedrale von Havanna

Kathedrale San Cristóbal? Die Kathedrale für Christoph Kolumbus?

Direkt in der Altstadt, am Plaza de la Catedral (Kathedralenplatz), steht das wichtigste Gotteshaus Havannas. In vielen deutschen Texten wird diese „Kathedrale San Cristóbal” genannt. Einige behaupten sogar, die Kathedrale entstand zu Ehren von Christoph Kolumbus.

Dafür spricht, dass der spanische Name Cristóbal dem deuschen Christoph entspricht. Ebenfalls befanden sich die Gebeine von Kolumbus in dieser Kathedrale, bevor die Spanier diese 1898 nach Sevilla überführten. Allerdings brachten die Spanier erst weit nach Baubeginn die Gebeine aus der Kolonie Santa Domingo nach Kuba, denn sie verloren diese 1795 an Frankreich.

In spanischen Texten findet ihr zwar oft die Bezeichnung „Catedral de San Cristóbal de La Habana”, trotzdem ist die Übersetzung Kathedrale San Christóbal falsch.

San Christobál bezieht sich in den spanischen Texten auf den heiligen Christophorus. Dieser gilt als Schutzpatron der Reisenden und der Seeleute. Ihm zu Ehren nannten die Kolonisten ihre Stadt San Cristóbal de la Habana. Die spanischen Texte sprechen daher einfach von der Kathedrale von Havanna.

Seitenkapelle mit dem Stadtpatron San Cristóbal
Seitenkapelle mit dem Stadtpatron San Cristóbal

Weil das Gotteshaus der Jungfrau Maria geweiht ist, heißt es „Catedral de la Virgen Maria de la Conceptción Inmaculadadas” (Kathedrale der Jungfrau Maria der unbefleckten Empfängnis).

 

Geschichte der Kathedrale von Havanna

Obwohl die Jesuiten bereits 1704 den Kirchenneubau beantragten, erfolgte die Grundsteinlegung erst 44 Jahre später. Erst warteten die Jesuiten auf die Baugenehmigung. Diese erhielten sie nach 17 Jahren durch einen königlichen Erlass. Weitere sechs Jahre benötigte die Lösung der Standortfrage. Nach nochmals 21 Jahren war auch die Finanzierung geklärt. Deshalb fand erst 1748 die Grundsteinlegung statt.

Der Baubeginn hatte schon viele Jahre gedauert und in der Bauphase gab es ebenfalls große Herausforderungen.

Im Siebenjährigen Krieg besetzten britische Truppen für 11 Monate Havanna, wodurch der Kirchenbau erstmals pausierte. Fünf Jahre später, 1767, verbot der spanische König den Jesuitenorden in Spanien und allen seinen Kolonien. Die Jesuiten wurden aus Kuba vertrieben und ihre Besitztümer beschlagnahmt. Erst nach sechs Jahren erhielt die größte Kirchengemeinde Havannas das Gotteshaus. Bereits drei Jahre später 1777 erfolgte die offizielle Eröffnung.

1789 ernannte der Papst den aus Havanna stammenden Felipe José de Tres-Palacios y Verdeja zum ersten Bischof von Kuba. Dieser bestimmte die neue Kirche zum Bischofssitz. Daraufhin erfolgte die Weihe zur Kathedrale.

Innenraum der Kathedrale
Innenraum der Kathedrale

Sein Nachfolger Juan José Díaz de Espada y Fernández de Landa, kurz Bischof Espada genannt, war mit der Inneneinrichtung der Kathedrale nicht einverstanden. Diese war noch im Barockstil gestaltet. Bischof Espada bevorzugte aber den neuen klassizistischen Stil, welcher in Spanien und Kuba als Neoclásico bezeichnet wird. Die Umbaumaßnahmen endeten erst nach seinem Tod im Jahre 1832.

Architektur und Kunst

Drei Kirchenschiffe formen eine barocke Basilika, die 34×36 Meter groß ist. Im mittleren Schiff befindet sich der Altarraum. Die Seitenschiffe sind durch starke Säulen abgetrennt und beherbergen acht kleine Kapellen. Der Fußboden besteht aus weißem und schwarzem, italienischen Marmor.

Ebenfalls aus Italien stammen die Skulpturen und die Goldarbeiten des Hauptaltars. Diese entstanden in der Werkstatt des spanischen Bildhauers Antonio Solá 1820 in Rom.

Altar der Kathedrale von Havanna
Altar der Kathedrale von Havanna

Über dem Hauptaltar befinden sich drei originale Fresken. Diese malte 1810 Giuseppe Perovani. Bekannt ist er vor allem durch ein Porträt von George Waschington. Für Bischof Espada malte er noch weitere Werke in der Stadt. Ebenso porträtierte er viele einflussreiche Bewohner Havannas. Die drei Fresken in der Kathedrale zeigen das letzte Abendmal, Jesus übergibt Petrus den Schlüssel zum Himmelreich, sowie die Aufnahme in den Himmel.

Die Bilder der acht Seitenkapellen malte der Franzose Jean Baptiste Vermay de Beaume, der auch die Bilder im El Templete an der Plaza de Armas (Waffenplaz) schuf.

An den vorderen Ecken der Kirchenschiffe befinden sich zwei ungleiche Türme. Der größere von beiden ist für Besucher zugänglich. Der Aufstieg des engen Turmes kostet 1 CUC. Von oben habt ihr einen tollen Blick auf die Altstadt und die Hafenbucht mit ihren Festungen.

Der begehbare Glockenturm
Der begehbare Glockenturm bietet einen schönen Ausblick.

 

Aktuelles

Die Kathedrale ist der Sitz des Erzbischofs von Havanna. Von 1981 bis 2016 hatte dieses Amt Jaime Ortega inne. Zusammen mit dem berühmten Befreiungstheologen Frei Betto veränderte er die Kirchenpolitik auf Kuba. Daraufhin verbesserte sich das unterkühlte Verhältnis von kubanischem Staat und der katholischen Kirche spürbar. In der Wirkungszeit von Bishof Ortega verbot die Regierung religiöse Diskriminierung und verankerte die Religionsfreiheit in der kubanischen Verfassung. Zudem empfing Ortega drei Päpste in Havanna. Die Kathedrale besuchte zuerst Johannes Paul II 1998. Ihm folgte 2012 Benedikt der XVI. Nur drei Jahre später besuchte Papst Franziskus die Kathedrale. Weil diese Kirche Station bei offiziellen Staatsbesuchen ist, kommen auch viele Regierungsoberhäupter. 2015 besuchte der französiche Präsident François Hollande das Gotteshaus. Ihm folgte 2016 Barack Obama mit seiner Familie.

Die Kathedrale 2006
Die Kathedrale im Jahr 2006

 

Meine Fototipps

  • Die Front der Kathedrale von Havanna könnt ihr ganztägig gut fotografieren. Dabei habt ihr in den Mittagsstunden die Sonne im Rücken und die Kathedrale ist voll ausgeleuchtet. Auch bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gibt es kein Gegenlicht, dann gelingen durch das warme Licht besonders gute Fotos.
  • Beachtet, dass es in der Regenzeit von Mai bis Oktober am Nachmittag häufig starke Regenschauer gibt. Der Himmel ist dann von Wolken bedeckt.
  • Die Aussicht vom Glockenturm ermöglicht euch Fotos von der Festung El Morro und von der Christusstatue.
  • Vom Balkon des Museo de Arte Colonial (Museum für koloniale Kunst) habt ihr den besten Blick auf den Platz und die dahinterliegende Kathedrale.
Eine der großen Glocken der Kathedrale
Eine der großen Glocken der Kathedrale

 

Umgebung

Der „Plaza de la Catedral” zählt mit der Kathedrale und den vielen kolonialen Häusern zu den wichtigsten und schönsten Plätzen der Altstadt Havannas. Mehr Infos zum Platz und der direkten Umgebung findet ihr hier.

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HAV – Internationaler Flughafen in Havanna – Kuba

Abflughalle Terminal 3

Aeropuerto Internacional José Martí

!!!Achtung dieser Beitrag kann Werbung enthalten!!!

Sicher durch die Pass- und Zollkontrolle, Geldwechsel und Flughafentransfer. Alle Antworten zur Ankunft und Abreise am Flughafen in Havanna.

 

Schon bereit für den Abflug?

Den Artikel zu allen notwendigen Reisedokumenten findet ihr hier.

Allgemeines zum Flughafen

Mit über 4 Millionen Passagieren ist der „Aeropuerto Internacional José Martí“ der größte Flughafen in Kuba. Der dreistellige Flughafencode lautet HAV. Insgesamt besitzt der Flughafen vier Passagierterminals sowie ein Frachtterminal.

  • Terminal 1 – für Inlandsflüge
  • Terminal 2 – für Flüge in und aus den USA. (sowie einige deutschsprachige Fluggesellschaften)
  • Terminal 3 – Internationales Terminal
  • Terminal 5 – Terminal von AeroCaribbean (kubanische Fluggesellschaft)

Fast alle europäischen Fluggesellschaften sowie Air Canada und Aeroflot fliegen das Terminal 3 an. Dieses ist derzeit das modernste und größte Terminal des Flughafens. Die deutschsprachigen Fluggesellschaften Condor, Edelweiss Air und Swiss Air fliegen allerdings wie Maschinen aus der USA Terminal 2 an.

Mit den Terminals 1 oder 5 kommt ihr nur bei Inlandsflügen oder Flügen zu anderen Karibikinseln in Kontakt.

¡Bienvenido a Cuba! Willkommen in Kuba!

Nach einem hoffentlich angenehmen Flug seid ihr nun in Havanna angekommen. Wie geht es jetzt weiter?

Als erstes solltet ihr euren Reiseproviant entsorgen. Frische Lebensmittel dürfen wie Waffen, Drogen oder Pornografie nicht eingeführt werde.

Passkontrolle

Zuerst erfolgt die Passkontrolle. Für diese haltet ihr euren Reisepass, die Touristenkarte oder euer Visum und den Krankenversicherungsnachweis parat. Neben dem obligatorischen Blick auf Reisepass und Touristenkarte bzw. Visum wird das Gesicht jeder Person fotografiert. Dazu stellt ihr eure Füße auf die Fußspuren am Boden und blickt in die Kamera. Brillenträger müssen für das Foto ihre Brille abnehmen.

Nach der Passkontrolle wird euer Handgepäck durchleuchtet, danach könnt ihr euren Koffer holen und die Zollkontrolle passieren. Hier benötigt Ihr die ausgefüllte Zollerklärung, welche im Flugzeug verteilt wurde. Die gesamten Zollbestimmungen findet ihr in englischer Sprache hier.

Geldwechsel

Terminal 3 besitzt zwei Wechselstuben, in Kuba „Casa de Cambio“ kurz CADECA genannt. Diese befinden sich auf der unteren und der mittleren Ebene. In Terminal 2 gibt es nur eine Wechselstube. Der Wechselkurs am Flughafen entspricht dem Wechselkurs in der Innenstadt. Tauscht ihr Geld an einer Hotelrezeption müsst ihr aber mit einem schlechterem Kurs oder hohen Gebühren rechnen.

Tauscht deshalb direkt am Flughafen einige eurer mitgebrachten Euro in die Landeswährung. In Kuba gibt es davon gleich zwei, den Convertiblen Peso (CUC) und den Peso Cubano (CUP). Der Wechselkurs von Euro zu CUC orientiert sich am Dollarkurs. Der Kurs zwischen CUC und CUP ist offiziell 1 zu 24. Touristen zahlen üblicherweise mit CUC, ich empfehle dennoch, auch einige CUC in CUP zu tauschen, damit ihr zum Beispiel auf dem Markt Obst kaufen könnt. Für den Anfang sollte es reichen 20 bis 50 CUC in CUP zu wechseln.
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Achtung: Auf US-Dollar wird beim Geldwechsel eine Strafgebühr erhoben. Ihr solltet also nicht, wie in manch älterem Reiseführer empfohlen, US-Dollar als Zahlungsmittel mitbringen.

Flughafen Transfer

Da weder Terminal 3 noch Terminal 2 einen direkten Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr besitzen, erfolgt der Transfer zur Unterkunft auf folgende Arten:

Ist der Transfer bereits vom Reiseveranstalter gebucht, werdet ihr direkt nach dem Zollbereich von einer Kontaktperson des Reiseveranstalters begrüßt und bekommt den Weg zu einem gecharterten Shuttlebus oder Taxi gezeigt.

Ist der Transfer nicht in der Reise enthalten, ist ein eigener Mietwagen oder ein Taxi die Alternative.

Am Terminal zwei stehen die Mietwagenagenturen REX und Cubacar zur Verfügung. Am Terminal 3 findet Ihr neben diesen beiden noch zwei weitere Agenturen: Havanautos und Via.

Taxis warten direkt am Terminalausgang. Aufgrund häufig nicht funktionierender Taxameter ist der Taxipreis Verhandlungssache. Klärt diesen vor Fahrtantritt. Ein Preis von 20 bis 25 CUC ist für die Fahrt ins Zentrum von Havanna, also in die Stadtteile Centro, Vieja und Vedado, normal. Auch für eine Fahrt in den Stadtteil Playa bezahlt ihr diesen Preis. In diesen vier Stadtteilen befinden sich die meisten Hotels von Havanna. Wer allein unterwegs ist und beim Taxi sparen möchte, sucht sich noch Mitfahrer. Durch zwei oder drei Personen ist der Fahrpreis auch für Sparfüchse ohne Probleme bezahlbar.

Tipps für die Abreise

Eine Fahrt vom Zentrum Havannas dauert etwa 25 bis 30 Minuten und kostet 20 bis 25 CUC. Auch hier unbedingt vor Fahrtantritt den Preis vereinbaren.

Informiert euch vor der Abreise, von welchem Terminal euer Flieger abhebt. Die örtlichen Taxifahrer wissen um die schlechte Verbindung der Terminals durch Shuttlebusse und verlangen hohe Preise für eine Fahrt zu einem anderen Terminal.

Seit 2015 ist die in Kuba bisher übliche Flughafensteuer in Höhe von 25 CUC bereits im Ticketpreis enthalten und muss nicht mehr extra am Flughafen bezahlt werden.

Um die Wartezeit vor dem Rückflug zu überbrücken, gibt es im Terminal 3 mehrere Imbissangebote und Souvenirläden. Nach der Pass- und Sicherheitskontrolle findest du ebenfalls eine Cafeteria und mehrere Läden für Souvenirs sowie einen Dutyfreeshop.

!Achtung!: Nach der Sicherheitskontrolle werden nur noch Fremdwährungen (CHF, USD, EUR, GBP, MXN) und Peso Cubano akzeptiert. Ihr solltet eure restlichen CUC also wieder in Euro zurücktauschen.  

Seit neuestem gibt es im Wartebereich W-Lan, dieses ist aber nicht kostenfrei sondern nur wie alle öffentlichen W-Lan Hotspots mit einer Karte des kubanischen Telekommunikationsunternehmen Etecsa nutzbar. Beachtet: W-Lan Karten sind auch am Flughafen nicht immer verfügbar. Besorgt euch diese besser vorher.

Zollfreigrenzen

Achtet bei euren Einkäufen auf Kuba auf die Reisefreimengen. In Deutschland gelten aktuell die folgenden Freigrenzen für Personen über 17 Jahren:

  • Tabakwaren: 50 Zigarren oder 200 Zigaretten oder eine Mischung dieser Menge, wobei eine Zigarre vier Zigaretten entspricht.
  • Alkohol: Rum hat über 22% Alkoholgehalt und ist daher bis zu 1 Liter zollfrei einführbar. Zusätzlich dürfen noch bis zu 16 Liter Bier ins Gepäck.
  • Arzneimittel: Diese dürfen nur für den eigenen Bedarf und in angemessener Menge zollfrei eingeführt werden.
  • Sonstige Waren: Auf eurer Reise erworbene Waren dürfen bis zu einem Wert von 430 Euro bzw. 175 Euro bei Reisenden unter 15 Jahren zollfrei eingeführt werden.

Alle Zollbestimmungen findet ihr auf der Seite des deutschen Zoll.

Wie war eure An und Abreise, gab es Schwierigkeiten bei Pass oder Zollkontrolle oder beim Transfer zur Unterkunft? Ich freue mich auf eure Erfahrungen in den Kommentaren.

Hier findet ihr meine Tipps für eine entspannte Reise nach Kuba.

¡Hasta la vista en cuba! Auf Wiedersehen in Kuba!
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