Einreisebestimmungen Kuba und notwendige Reisedokumente [2018]

Reisedokumente Kuba

Einreisebestimmungen Kuba und notwendige Reisedokumente [2018]

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Übersicht

Damit nicht gleich zum Anfang eurer Reise Probleme auftreten, findet ihr hier Informationen zu den notwendigen Reiseunterlagen sowie zu wichtigen Einreisebestimmungen:

Impfungen / Reisebeschränkungen

Für die Einreise werden in der Regel keine Nachweise über Impfungen verlangt. Ausnahme sind Reisen von oder über Brasilien. Aufgrund eines Gelbfieberausbruchs ist in diesen Fällen ein Nachweis über eine  Gelbfieberimpfung zwingend vorgeschrieben. Trotzdem solltet ihr eure Impfungen überprüfen und ggf. vervollständigen bzw. auffrischen. Mehr zu den empfohlenen Impfungen findet ihr im Artikel: Unsere 23 besten Kuba Reisetipps.

Ebola Prävention: Wer in einem Zeitraum von 21 Tagen vor der Einreise in Guinea, Liberia, Mali oder Sierra Leone war bzw. einen Flughafen dieser Länder genutzt hat, kann in Kuba einer Quarantäne unterworfen werden.

Reisepass

Vor der Reise müsst ihr unbedingt die Gültigkeitsdauer eures Reisepasses überprüfen. Nur wenn dieser noch mindestens 6 Monate gültig ist, dürft ihr einreisen. Reist ihr nicht mit der Touristenkarte, sondern mit einem anderem kubanischen Visum, muss auch mindestens eine freie Seite im Reisepass vorhanden sein.

Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Eintragungen im Reisepass der Eltern sind nicht mehr gültig. Infos zum Kinderreisepass findet ihr beim Bundesinnenministeriums. Ein vorläufiger Reisepass wird in Kuba akzeptiert. Die Einreise mit Personalausweis ist nicht möglich.

Touristenkarte oder Visum

Kuba bietet für Urlaubsreisende aus dem Schengenraum ein vereinfachtes Einreiseverfahren. Anstatt eines langwierigen und komplizierten Antragsverfahren für ein Visa, könnt ihr eine Touristenkarte (auch A1 Visum genannt) erwerben. Mit dieser könnt ihr euch 30 Tage in Kuba aufhalten. Die Touristenkarte kann bis zu zweimal um je 30 Tage verlängert werden. Insgesamt ist also ein Aufenthalt von 90 Tagen möglich. Bekommt ihr die Touristenkarte nicht von eurem Reiseveranstalter, dann könnt ihr diese hier online bestellen. Hier findert ihr alle Informationen über die kubanische Touristenkarte.

Reist ihr aus anderen Gründen nach Kuba, zum Beispiel als Student, Geschäftsreisender oder Journalist, dann benötigt ihr ein anderes Visum. Dieses wird von den kubanischen Auslandsbehörden ausgestellt. Infos zu den Visa findet ihr beim kubanischen Konsulat.

Auslandsreisekrankenversicherung

Die Einreisebestimmungen Kubas verlangen zwingend den Nachweis über eine in Kuba gültige Krankenversicherung. Der Nachweis muss in Spanisch oder Englisch vorliegen. Wichtig: Auf dem Nachweis muss die Nummer der Versicherungspolice stehen. Normale gesetzliche oder private Krankenversicherungen in Deutschland sind in Kuba nicht gültig. Bieten Versicherungen auch einen Auslandsschutz, gilt dieser in der Regel nur für EU-Länder. Für Kuba benötigt ihr deswegen eine private Auslandskrankenversicherung.

Könnt ihr keinen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung vorweisen, müsst ihr eine kubanische Versicherung abschließen. Diese beantragt ihr direkt am Flughafen noch vor der Passkontrolle. Anbieter ist Asistur, bei dieser kubanischen Gesellschaft beginnen die Tarife bei 2,20 EUR pro Tag.

Versicherungen von US-Gesellschaften oder deren Tochterunternehmen werden nicht akzeptiert.

Rückflugticket oder Weiterflugticket

Reist ihr mit der Touristenkarte oder einem Visum zum temporären Aufenthalt** in Kuba ein, benötigt ihr auch ein Rückflugticket oder ein Weiterflugticket.

Viele Fluggesellschaften prüfen beim Check-In, ob ihr ein Rückflugticket bzw. Weiterflugticket besitzt. Fehlt dieses, kann das Boarding verweigert werden oder ihr müsst am Flughafen noch ein Rückflugticket kaufen.

** Ausnahmen gelten für ausländische Fachkräfte mit kubanischem Arbeitsvertrag, Flüchtlinge und Asylsuchende

Kreditkarte (optional)

In Kuba gilt auch heute noch der alte Spruch: „Nur Bares ist Wahres“. Bezahlen per Karte ist zwar in immer mehr Geschäften möglich, dabei kommt es aber häufig zu Verbindungsproblemen, wodurch der Bezahlvorgang sehr lange dauert oder gar nicht möglich ist. Auch bieten nur wenige Restaurants eine Kartenzahlung an.

Trotzdem solltet ihr keine größeren Bargeldbeträge mitnehmen, denn an den Hotelrezeptionen werden hohe Wechselgebühren fällig und in den Wechselstuben müsst ihr häufig lange warten. Abgesehen davon ist auch in Kuba mit Diebstahl oder Verlust zu rechnen.

Inzwischen findet ihr in allen größeren Orten Geldautomaten. Meist stehen diese direkt vor den Banken. Normale deutsche EC-Karten funktionieren nicht in Kuba. Dafür könnt ihr mit Kreditkarten an den Geldautomaten Bargeld abheben. Von den in Europa gebräuchlichen Kreditkarten werden VISA und Mastercard an den meisten Geldautomaten akzeptiert. Maestro-EC-Karten funktionieren ebenfalls, aber bei diesen sind die Gebühren für Abhebungen außerhalb der EU in der Regel sehr hoch. Auch hier gilt,
dass die Karten von US-Banken oder deren Tochtergesellschaften nicht akzeptiert werden.

Ich nutze inzwischen eine Visa-Karte der DKB (Girokonto DKB-CASH)*, um Bargeld abzuheben, und eine Mastercard der Advanzia Bank (Gebührenfrei MasterCard GOLD)* als Ersatzkarte, da bei beiden Karten keine Gebühren beim Abheben anfallen. Ebenfalls empfehlenswert ist die Barclaycard Visa, auch bei dieser fallen keine Gebühren an.

Was ihr beim Einsatz von Kreditkarten in Kuba unbedingt beachten solltet, findet ihr im Artikel: Kreditkarte Kuba.

Sonstige Einreisebestimmungen

Drogen sind in Kuba streng verboten und dürfen nicht eingeführt werden. Gleiches gilt für Pornographie Munition und Waffen. Frische Lebensmittel  und tierische Produkte dürfen nur mit einer gesonderten Genehmigung eingeführt werden. Bargeldbeträge im Wert von über 5000 USD sind bei der Einreise anzugeben.

Ein Nachweis über eine gebuchte Unterkunft wird nicht mehr verlangt. Ihr solltet die Adresse der voraussichtlichen ersten Unterkunft aber parat haben.

Tipps zum Schluss

Abschließend denkt daran, eventuelle Buchungsbestätigungen auszudrucken und einzupacken. Internet ist in Kuba nicht überall verfügbar und elektronische Tickets/Reservierungen werden in der Regel nicht anerkannt.

Wichtige Telefonnummern, wie zum Beispiel die Nummer zur Sperrung der Kreditkarte und die Nummer der Krankenversicherung, solltet ihr in zweifacher Ausführung dabeihaben.

Habt ihr weitere Fragen zu den Reisedokumenten, dann könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen.

Folgende Beiträge sind besonders beliebt:

Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung kann nicht übernommen werden. Gesetzliche Vorschriften und Verordnungen, Vertragsbedingungen und Preise können sich ohne unser Wissen kurzfristig ändern. Wir empfehlen vor der Reise die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amtes und des kubanischen Konsulates zu prüfen.

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Bester Kuba Reiseführer 2018 [Großer Test und Vergleich]

Die Kuba Reiseführer im Test

Bester Kuba Reiseführer 2018 [Großer Test und Vergleich]

Ein guter Kuba Reiseführer bietet Infos zum Land und zu beliebten Reisezielen, beschreibt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und enthält viele praktische Tipps. Er warnt vor Touristenfallen und nennt die Tricks von Schleppern und Bauernfängern. Zudem findet ihr Vorschläge für gute Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten und für Reiserouten. Zusätzlich hilft euch ein Sprachführer bei der Verständigung und übersichtliches Kartenmaterial bei der Orientierung.

Kuba ist ein besonderes Reiseland. Nicht nur aufgrund des sozialistischen Gesellschaftssystems. Der bunte Mix von europäischen, amerikanischen und afrikanischen Einflüssen führt zu vielen speziellen Eigenarten.

Die Ausgaben der Reiseführer in unserem großem Test und Vergleich, sind aktuell und in deutsch erhältlich. Obwohl nicht kostenlos sind sie für Backpacker und andere Individualtouristen eine gute Empfehlung, da diese dort viele Insider-Tipps finden. Aber auch andere Reisende sparen mit ihnen im Urlaub viel Zeit und Geld, oft das Vielfache des Buchpreises.

Kostengünstige Onlinereiseführer sind für Kuba keine Alternative. Der Inhalt ist deutlich geringer als bei den getesteten Reiseführern  und ohne standige Internetverbindung sind diese nicht sinnvoll nutzbar. Mobiles-Datenroaming bieten nur wenige Telefonanbieter. Die Preise dafür sind astronomisch. Wer seinen Reiseführer auf Tablet oder Smartphone lesen will, kann diesen  auch als E-Book im PDF- oder EPUB-Format erwerben.

Die Bewertung der Reiseführer erfolgte nach objektiven und subjektiven Kriterien. Sollten euch unsere Empfehlungen nicht zusagen, findet ihr am Schluss alle ausführlichen Testurteile.

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Welche Reiseführer haben wir getestet?

Für unseren Reiseführervergleichstanden uns acht Reiseführer in ihrer aktuellen Ausgabe zur Verfügung.

Wir hatten mehrere Verlage zwecks Rezensionsexemplaren angefragt und die getesteten Bücher als E-Book mit je einem Coverbild kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Nochmals Dank dafür. Weitere Verpflichtungen gab es nicht, wir konnten also unabhängig testen.

Die getesteten Reiseführer unterscheiden sich deutlich, nicht nur in der Seitenzahl sondern auch in der Qualität der Reiseinformationen. Die Bücher können in zwei Kategorien eingeteilt werden: In Reisehandbücher und in kompakte Reiseführer.

Die Kuba Reiseführer im Test
Die Kuba Reiseführer im Test

Reisehandbücher:

Diese ausführlichen Reiseführer decken ganz Kuba ab und führen die meisten Sehenswürdigkeiten auf. Umfangreich informieren diese über Geschichte, Staat, Gesellschaft, Kunst und Kultur des Reiselandes und bieten viele praktische Tipps für die Reise. Zudem enthalten diese Kartenmaterial zu den verschieden Regionen.

Reisehandbücher kosten in deutscher Sprache zwischen 22 und 27 Euro. Dafür erhaltet ihr mindestens 300 Seiten.

Folgende Reisehandbücher haben wir getestet:

Kompakte Reiseführer:

Reiseführer, die schnell und einfach die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorstellen und einen kleinen Einblick ins Land gewähren, haben weniger als 300 Seiten und kosten deutlich weniger als die Reisehandbücher.

Entweder sind die kompakten Reiseführer inhaltlich stark abgespeckt oder beschränken sich auf einzelne Regionen. Wir testeten nur die abgespeckte Variante, es fehlen also die regionalen Führer.

Folgende kompakte Reiseführer haben wir getestet:

Einfallsreich sind die Titel der Reiseführer nicht. Auffällig sind zwei verschiedene Schreibweisen: Kuba entspricht der deutschen Schreibweise. Cuba ist die international häufig verwendete Schreibform in Landessprache.

Nutzt ihr einen der im Artikel angegebenen Links zum Erwerb eines der Reiseführer, erhalten wir eine Provision durch den verlinkten Anbieter. (Affiliatelink).

Die Preise bei den unterschiedlichen Anbietern entsprechen den üblichen durch die deutsche Buchpreisbindung festgelegten Preisen. Mehrkosten entstehen euch dabei nicht. Ausnahme sind die Links zur englischen Originalversion des Lonely Planet. Aufgrund fehlender Buchpreisbindung könnt ihr diesen eventuell günstiger finden.

Tipp fürs E-Book: Wer einen Reiseführer als E-Book kauft, sollte beim Lesen auf die zwei Seitenansicht umschalten. Damit die in Reiseführern häufig verwendeten Doppelseiten richtig angezeigt werden. Eventuell müsst ihr dabei das Deckblatt ausblenden. Im Adobe Acrobat Reader findet ihr die Einstellungen unter Anzeige-Seitenansicht

Nach zwei Jahren erscheint in der Regel eine neue aktualisierte Auflage der Reiseführer. Da sich in Kuba in letzter Zeit viel getan hat, (viele neue Restaurants, neue Privatunterkünfte und einige gesetzliche Änderung) empfehlen wir euch, die jeweils neusten Ausgaben zu kaufen.

Wie haben wir getestet?

Vor unserem Test haben wir drei uns gut bekannte Urlaubsregionen ausgewählt. Dort haben wir die Angaben zu Restaurants, Unterkünften und Abendgestaltung sowie zu verschiedenen Touristenattraktion verglichen. Zudem haben wir uns das Kartenmaterial der einzelnen Regionen angesehen. Abschließend prüften wir den Umfang und Inhalt der Zusatzinformationen wie die praktische Reisetipps, Infos zu Land und Leute und zur Geschichte.

Aus den getesteten Reiseführern haben wir unsere persönlichen Top-3-Favoriten ausgewählt.

Folgende Urlaubsregionen haben wir dabei näher unter die Lupe genommen.

Das im Westen Kubas liegende Viñales-Tal gehört mit seinen bizarren Karstfelsen und aus der Zeit gefallenen Tabakbauern zum Unesco-Welterbe. Es ist bei Tagestouristen aus Varadero und Individualtouristen gleichermaßen beliebt. Als Sehenswürdigkeit haben wir hier die „Mural de la Prehistoria“, ein überdimensionales Wandbild und eine der Hauptattraktion im Viñales-Tal, ausgewählt.

Kuba Reiseführer Mural de la Prehistoria
„Mural de la Prehistoria“ im Viñales-Tal

Zweite Region ist die historische Kleinstadt Trinidad. Diese liegt im zentralen Kuba an der Karibikküste. Kopfsteinpflaster, enge Gassen und die gut erhaltene Kolonialarchitektur beeindrucken. Trinidad zählt ebenfalls zum Unesco-Welterbe. Die Touristen besuchen Trinidad in Strömen. Kein Wunder, lädt doch neben dem Altstadtkern die reizvolle Umgebung zum Verweilen ein.

Hier wählten wir als Sehenswürdigkeit das Museo de la Lucha Contra Bandidos, ein Museum im Zentrum Trinidads, welches über Kämpfe gegen Konterrevolutionäre in den Bergen um Trinidad informiert. Der zum Museum gehörende Glockenturm prägt das Stadtbild und ist auf der Fünf-Centavo-Münze der Devisenwährung CUC abgebildet.

Der Glockenturm des „Museo de la Lucha Contra Bandidos“ prägt das Stadtbild von Trinidad
Kuba Reiseführer „Museo de la Lucha Contra Bandidos“ in Trinidad

Die dritte Region liegt im Osten Kubas und ist diesmal kein typisches Touristenziel. Trotzdem ist die Provinzhauptstadt Guantánamo durch das weltberühmte Lied „Guantanamera“ und die in der Bucht liegende US-Militärbasis nach Havanna wohl der bekannteste Ort Kubas. Für viele Touristen ist die Stadt nur Zwischenstopp auf ihrer Reise von oder nach Baracoa. Dabei hat sie neben einigen Sehenswürdigkeiten und einem frisch restaurierte Stadtzentrum vor allem ein pulsierendes Nachtleben zu bieten.

Hier haben wir erstens geprüft, ob die Top-Sehenswürdigkeit, der „Zoologico de Piedras“, aufgeführt ist. Dieser weltweit einzigartige Steinzoo etwas außerhalb von Guantánamo zeigt über 400 aus dem Kalkstein gehauene, oft lebensgroße Skulpturen.

Kuba Reiseführer der Zoologico de Piedras bei Guantánamo
Über 400 Steinskulpturen findet ihr im „Zoologico de Piedras“ bei Guantánamo

Um zu testen, wie ausführlich die Reiseführer sind, haben wir uns bewusst für eine Sehenswürdigkeit etwas außerhalb des Zentrums und der üblichen Touristenpfade entschieden und deshalb den Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ gewählt.

Dieser große Platz mit seinem beeindruckende Denkmal ist der Unabhängigkeitskämpferin Mariana Grajales gewidmet, welche die Mutter des berühmten Generales Antonio Maceo ist. Sie bleibt durch Hingabe, Opferbereitschaft und Engagement in den Unabhängigkeitskriegen gegen Spanien in Erinnerung und gilt als Mutter der Kubaner.

Seit einer Umgestaltung der Grabanlagen auf dem Heldenfriedhof in Santiago 2017 wird sie gemeinsam mit Carlos Manuel Cespedes (gilt als Vater der Kubaner), Jose Marti (Nationalheld) und Fidel Castro besonders geehrt.

Kuba Reiseführer Der „Mariana Grajales“ gewidmete Platz in Guantánamo ist einer der imposantesten Revolutionsplätze der Karibikinsel.
Der „Mariana Grajales“ gewidmete Platz in Guantánamo ist einer der imposantesten Revolutionsplätze der Karibikinsel.

Reiseführer Kuba Empfehlung

Hier findet ihr eine kurze Übersicht unserer Top 3 Kuba Reiseführer. Im nächsten Kapitel folgt dann eine ausführliche Rezension zu allen Büchern unseres Test.

Unsere Top 3

Platz 3: Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler

Der Reiseführer von Wolfgang Ziegler aus dem Michael-Müller-Verlag ist die ausführlichste Sammlung von Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels sowie Kultur- und Veranstaltungsorten in Kuba. Diese werden auch sehr umfangreich beschrieben. Ihr findet ebenfalls viele Privatunterkünfte im Reiseführer.

Zudem erfahrt ihr viel über das Reiseland: Geografie, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte und Kultur werden gut beschrieben. Ergänzt wird alles durch einen Sprachführer, viel Kartenmaterial und jede Menge praktische Reisetipps.

Wolfgang Ziegler ist am liebsten mit dem Mietwagen unterwegs. Im Buch sind daher wenig praktische Informationen für Backpacker zu finden. Es fehlen auch Vorschläge für Wanderrouten und Fahrradtouren.

Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist und dabei auch unbekanntere Sehenswürdigkeiten kennen lernen will, dem können wir diesen Reiseführer von Wolfgang Ziegler empfehlen. Besonders hilfreich ist dieser, wenn ihr zum Mietwagen noch Hotelvoucher besitzt, denn die Hotelbeschreibungen sind deutlich ausführlicher als bei anderen Reiseführern

Kuba Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag Cuba von Wolfgang Ziegler
Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag „Cuba“ von Wolfgang Ziegler

Auch für Teilnehmer von geführten Rundreisen ist der Reiseführer empfehlenswert. Hier findet ihr nochmal die wichtigsten Infos zu besuchten Sehenswürdigkeiten und mit Sicherheit ein passendes Restaurant oder einen Ort für die Abendgestaltung im Anschluss an das geführte Tagesprogramm.

Wer individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land reisen will, greift eher zur Top 2 oder besser zur Top 1 unseres Reiseführervergleichs.

Bei folgenden Anbietern ist der Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler erhältlich (Buch 26,90 EUR / E-Book 20,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test von Wolfgang Zieglers Cuba.

Platz 2: Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Der Lonely Planet aus dem Mairdumont Verlag ist eine deutsche Übersetzung des englischen Originals von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy.

Wie im Reiseführer von Wolfgang Ziegler sind auch im Lonely Planet viele unbekannte Sehenswürdigkeiten aufgeführt. Die Anzahl von Restaurants, Kultur- und Veranstaltungsorten und Privatunterkünften ist allerdings deutlich geringer als bei unserer Top 3 und Top 1. Dafür sind die Hotelbeschreibung ähnlich umfangreich und hilfreich wie bei Wolfgang Ziegler.

Die Informationen zum Reiseland, die praktischen Tipps und das Kartenmaterial entsprechen von Umfang und Qualität ebenfalls dem Reiseführer von Wolfgang Ziegler. Auch im Lonely Planet findet ihr einen Sprachführer. Im Gegensatz zu unserer Top 3 findet ihr im Lonely Planet viele praktische Tipps für Individualreisende und mehrere Vorschläge für Wandertouren.

Kuba Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy
Reiseführer Lonely Planet „Kuba“ von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Die Reiseführer des Lonely Planet richten sich vorwiegend an Urlauber mit schmalem Geldbeutel. Genaue Preisangaben und viele Hinweise im Buch helfen Kuba günstig zu entdecken. Leider hat sich das inzwischen herum gesprochen. Dadurch werdet ihr selten allein unterwegs sein. Der Lonely Planet ist für den englischen Sprachraum geschrieben, einige praktische Tipps und viele weiterführende Links sind daher nicht für deutsche Reisende geeignet.

Dennoch ist der Lonely Planet eine preisgünstige Wahl für Individualreisende, besonders wenn diese zum englischen Original greifen.

Wir empfehlen euch allerdings eine deutschsprachige Alternative: unsere Top 1, den Stefan Loose Reiseführer.

Bei folgenden Anbietern ist der deutschsprachige Lonely Planet erhältlich (Buch 22,90 EUR / E-Book 20,99 EUR):

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Bei folgenden Anbietern findet ihr das englischsprachige Original:

Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Lonely Planet Kuba.

Platz 1: Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger

Der beste Reiseführer für Kuba ist der Stefan Loose, geschrieben von Dirk Krüger. Zwar fehlen einige unbekanntere Sehenswürdigkeiten und die Hotelbeschreibungen sind nicht so umfangreich, dass gleicht der Reiseführer aber an anderen Stellen aus. Restaurants, Kultur- und Veranstaltungsorte und Privatunterkünfte sind in großer Zahl vorhanden und in sinnvolle Preiskategorien unterteilt.

Die Informationen zum Reiseland und die praktischen Tipps sind deutlich ausführlicher als bei den anderen Reiseführern. Das schöne Kartenmaterial bietet viele Zusatzinformationen. Im Reiseführer findet ihr viele Vorschläge für Wanderrouten und Fahrradtouren und öfter auch eine Liste mit besonderen Ausblicken. Der Sprachführer ist sehr ausführlich und nach Themen geordnet.

Kuba Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger
Reiseführer Stefan Loose „Kuba“ von Dirk Krüger

Individualreisende sollten zum Stefan Loose greifen, denn er enthält für diese viele praktische Tipps. Wegen der ausführlichen Informationen über das Reiseland, dem hervorragendem Kartenmaterial und den sehr guten Beschreibungen der Reiseziele ist er aber auch für alle anderen Reisenden empfehlenswert.

Bei folgenden Anbietern ist der Stefan Loose Kuba Reiseführer von Dirk Krüger erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 22,99 EUR):

Direkt beim Verlag*Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Stefan Loose Kuba.

Abseits unserer Top 3

Alle unsere Top-3-Titel sind ausführliche Reisehandbücher mit mehr als 500 Seiten. Dieser Umfang ist nicht immer nötig. Zum Beispiel bei einem Kurztrip nach Havanna oder wenn ihr als Pauschaltourist größtenteils am Strand liegt und nur an einigen Tagesausflügen teilnehmt. Dann reicht euch ein kompakter Reiseführer. Davon haben wir zwei getestet.

Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger

Der neue Dumont Direkt geschrieben von Dirk Krüger enthält wenig Infos zum Reiseland, keine Routenvorschläge und keinen Sprachführer, ist aber sehr unterhaltsamer geschrieben. Anhand 15 besonderer Sehenswürdigkeiten stellt er euch Kuba auf nur 120 Seiten vor.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr den Dumont Direkt kaufen (Buch 11,99 EUR / E-Book 9,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Dumont Direkt Cuba.

Kuba Reiseführer Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger
Reiseführer Dumont Direkt „Cuba“ von Dirk Krüger

 

Marco Polo Kuba von Gesine Froese

Der Marco Polo Kuba Reiseführer von Gesine Froese entspricht vom Aufbau einem abgespecktem Reisehandbuch. Auf 140 Seiten werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben und das Land vorgestellt. Zudem gibt es praktische Reisetipps, Routenvorschläge und einen hilfreichen Sprachführer.

Bei folgenden Anbietern ist der Marco Polo Kuba Reiseführer erhältlich (Buch 12,99 EUR / E-Book 8,99 EUR): Direkt beim Verlag*Amazon*, Thalia*

Hier findet ihr den ausführlichen Test des Marco Polo Kuba.

Kuba Reiseführer Marco Polo Kuba von Gesine Froese
Reiseführer Marco Polo „Kuba“ von Gesine Froese

 

Reiseführer Kuba 2018: Die einzelnen Bücher in unserem Test

Reisehandbücher

Platz 1, Platz 2, Platz 3

Platz 3: Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler

Im Michael Müller Verlag erschien 2017 die vierte Auflage des Reiseführer „Cuba“ von Wolfgang Ziegler. Als Reisejournalist besucht er seit vielen Jahren Kuba und hat dabei die gesamte Insel mehrfach durchstreift.

Für 26,90 EUR erhaltet ihr 792 gedruckte Seiten. Das E-Book gibt es bereits für 20,99 EUR.

Der Reiseführer beginnt mit einem umfangreichen Kapitel über das Reiseland Kuba. Geografie, Natur und Umwelt, Infos zu Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Geschichte Kubas.

Im Anschluss folgen praktischen Reisetipps, bei denen kaum eine Frage offen bleibt. Herzstück des Buches sind die umfangreichen Beschreibungen der einzelnen Reiseziele. Die Reiseziele beschreibt Wolfgang Ziegler dabei von West nach Ost. Das entspricht nicht dem typischen Reiseverlauf ist trotzdem logisch nachvollziehbar.

Den Abschluss bildet wie in den meisten Reiseführern ein kleiner Sprachführer. Ausführliche Infos zu verschiedenen Themen gibt es verteilt im ganzen Buch in extra Kästen.

Kuba Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag Cuba von Wolfgang Ziegler
Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag „Cuba“ von Wolfgang Ziegler

Der Reiseführer von Wolfgang Ziegler ist verständlich und direkt geschrieben. Schnell wird klar, wo seine persönlichen Highlights zu finden sind und wo es ihm absolut nicht gefallen hat.

Mit 792 Seiten ist dieser Reiseführer der Umfangreichste. Die Gestaltung ist einfach gehalten. Mit wenigen Farben und Formatierungen. Der viele Text wird von wenigen dafür schönen Bildern aufgelockert. Durch diese Gestaltung besitzt der Reiseführer ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Zwar kostet das gedruckte Buch 26,90 EUR, der Preis pro Seite beträgt allerdings nur 3,4 Cent. Das ist Bestwert in unserem Reiseführervergleich.

Die Informationen über das Reiseland sind gut und entsprechen vom Umfang her den Angaben im Lonely Planet. Mehr bietet der Stefan Loose Reiseführer.

Das Kapitel zu den Reisezielen ist das Highlight des Reiseführers. In den drei Vergleichsregionen kommt dieser Reiseführer auf 72 Restaurants und 29 Orte für die Abendgestaltung. Bestwerte in unserem Test. Die dazugehörigen Beschreibungen sind zudem umfangreich und informativ. Optimal um schnell ein passendes Restaurant für den eigenen Geschmack und Geldbeutel zu finden.

30 aufgeführte Privatunterkünfte sind zwar kein Spitzenwert, liegen aber im oberen Mittelfeld. Die 12 aufgeführten Hotels hat Wolfgang Ziegler persönlich besucht und beschriebt sie gut. Allerdings sind die verwendeten Preiskategorien für die Unterkünfte zu grob. Die aufgeführten privaten Zimmervermietungen fallen oft in die günstigste Kategorie unter 40 EUR. Dadurch fehlt bei diesen eine Preisorientierung. Hier fehlen ein bis zwei zusätzliche Kategorien. Dafür empfiehlt der Autor in jeder Region ein Restaurant und eine Privatunterkunft.

Bei den im Test verglichenen Sehenswürdigkeiten zeigt sich die Qualität des Reiseführers. Die Beschreibungstexte sind deutlich ausführlicher wie bei den Anderen. Öffnungszeiten und Eintrittspreise werden selbstverständlich genannt. Auch unbekanntere Sehenswürdigkeiten findet ihr im Reiseführer so wird auch der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ in Guantánamo umfangreich beschrieben.

Das Kartenmaterial ist gut. Hervorzuheben sind die großen Kartenausschnitte, wodurch die Orientierung erleichtert wird. Die vielen Restaurants, Unterkünfte und Unterhaltungsstätten sind durch verschiedene Farben gut auf der Karte zu finden, allerdings sind nur wenige Zusatzinformationen vorhanden. Eingezeichnet sind nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und der Busbahnhof. Hilfreich wären zudem Wechselstuben, die Touristeninfos oder Tankstellen.

Die 1- bzw. 2- wöchigen im Buch vorgeschlagenen Rundreisen setzen einen Mietwagen voraus und sind nur für ausdauernde Autofahrer mit engem Zeitbudget geeignet. Die wenigen Informationen für Reisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeigen die Vorlieben des Autors für den Mietwagen. Speziell fehlen uns Routenvorschläge zum Wandern oder zum Fahrradfahren.

Insgesamt landet der Reiseführer von Wolfgang Ziegler auf Platz drei unseres Reiseführervergleichs.

Der Reiseführer ist für Teilnehmer von geführten Rundreisen empfehlenswert. Infos zu besuchten Sehenswürdigkeiten könnt ihr hier nochmal nachschlagen. Zudem findet ihr im Reiseführer sicher ein passendes Restaurant oder einen Ort zum Ausgehen im Anschluss an das geführte Tagesprogramm.

Touristen mit eigenem Mietwagen und Hotelvochern die viel in kurzer Zeit sehen wollen hilft der Reiseführer mit seinen guten Hotelbeschreibungen ebenfalls weiter.

Bei folgenden Anbietern ist der Reiseführer Cuba von Wolfgang Ziegler erhältlich (Buch 26,90 EUR / E-Book 20,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Wer individuell durch das Land reisen will greift eher zur Top 2 oder besser zur Top 1 unseres Reiseführervergleichs.

Platz 2: Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Die Weltweite Nummer Eins der Reiseführer für Individualtouristen erreicht bei uns eine gute Platzierung. 2018 erschien die 6. Auflage des Lonely Planet „Kuba“ im Mairdumont Verlag. Die deutschsprachige Übersetzung basiert auf der in englischer Sprache verlegten 9. Auflage des Lonely Planet „Cuba“ vom Oktober 2017.

Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy informieren auf 608 Seiten über das Reiseland Kuba. Der Engländer Brendan Sainsbury reist seit über 20 Jahren nach Kuba, Carolyn McCarthy reist ebenfalls seit vielen Jahren durch Südamerika und die Karibik. Beide Autoren haben an vielen Lonely Planet Reiseführern mitgearbeitet.

Die deutsche Ausgabe gibt es für 22,90 EUR bzw. als E-Book für 20,99. Aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung in England könnt ihr bei der englischen Originalausgabe sparen. Direkt beim Verlag bezahlt ihr 18,95 Euro (zzgl. Versandkosten) das E-Book gibt es bereits ab 13,27 EUR. Zudem könnt ihr direkt beim Verlag Kapitel des E-Books einzeln erwerben. Wer sich nicht zwischen E-Book und gedruckten Buch entscheiden kann, dem bietet der Lonely Planet Verlag einen Spezialpreis von 24,64 EUR für beide zusammen.

Die beiden Autoren beginnen den Reiseführer mit einem großen Kapitel zur Reiseplanung. Danach beschreiben sie ausführlich die einzelnen Reiseziele. Es folgen Informationen über das Reiseland Kuba zur Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur. Den Abschluss bilden die praktischen Reisetipps und ein kleiner Sprachführer. Informativ sind die extra Kästen wo einzelne Themen ausführlich behandelt werden. Zum Reiseführer gibt es einen schönen extra Stadtplan von Havanna.

Kuba Reiseführer Lonely Planet Kuba von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy
Reiseführer Lonely Planet „Kuba“ von Brendan Sainsbury und Carolyn McCarthy

Leider ist der Reiseführer sehr Textlastig. Im Großteil des Buches fehlen Bilder zur Auflockerung des Textes. Zusammen mit dem einfachen Design und den wenigen verwendeten Farben wirkt der Reiseführer auf den ersten Blick etwas langweilig. Dafür hält sich der Preis in Grenzen 3,8 Cent pro Seite, dass ist Platz 2 in unserem Vergleichstest. Im Gegensatz zur einfachen Gestaltung ist der Reiseführer verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Eine Besonderheit des Lonely Planet ist das erste Kapitel zur Reiseplanung. Ein kleiner Überblick über Kuba, die Highlights und die wichtigsten Reisetipps, zudem Routenvorschläge und Infos für Freizeitaktivitäten und Reisen mit Kind. Kurzum 54 Seiten die die Lust auf den Urlaub steigern und notwendigen Informationen enthalten um die eigene individuelle Kubareise zu planen.

Dieses Kapitel hebt sich positiv vom Rest des Reiseführers ab, denn hier findet Ihr viele schöne Fotos. Gut gefällt uns die nach Themen sortierte Übersicht von Highlights. Einziger Kritikpunkt an diesem Kapitel sind die wenigen Routenvorschläge. Es gibt drei vorgeschlagene Routen, eine Tour im Westen, eine Tour im Osten und eine durch ganz Kuba. Die veranschlagte Zeit für die Routen ist angemessen. Bei dem Umfang des Reiseführers könnten es ein paar Vorschläge mehr sein.

In unseren Vergleichsregionen kommt der Lonely Planet Kuba auf 29 Restaurants und 25 Privatunterkünfte, das liegt im Mittelfeld unseres Test. Wie im Dumont Reiseführer sind 20 Orte für die Abendgestaltung akzeptabel allerdings kein Bestwert. Die Informationen zu den 12 aufgeführten Hotels sind hilfreich bei der Auswahl. Was uns zudem gut gefällt, sind die überall vorhandenen genauen Preisangaben.

Zu den meisten Sehenswürdigkeiten sind ausführliche Beschreibungen vorhanden wenn auch nicht im Umfang wie bei Wolfgang Ziegler. In Guantánamo ist der „Zoologico de Piedras“ aufgeführt und auch zum Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ gibt es eine Beschreibung. Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind überall vorhanden. Oft findet ihr Tipps für Freizeitaktivitäten und besondere Ausflüge.

Das Kartenmaterial ist sehr gut. Für jede Provinz gibt es eine eigene Übersichtskarte. Große Kartenausschnitte ermöglichen zudem eine leichte Orientierung. Zum Viñales-Tal und zu Trinidad gibt es Umlandkarten. Stadtpläne gibt es für alle drei Vergleichsregionen. Ein Gitternetz hilft bei der Orientierung, die durch die wenigen verwendeten Farben etwas schwierig ist. Leider sind Zusatzinformationen auf den Karten nur spärlich vorhanden.

Das Kapitel „Kuba verstehen“ bietet einen guten Überblick über das Reiseland, der Umfang ist allerdings geringer wie im Stefan Loose. In diesem Kapitel fehlen Bilder zur Auflockerung des Textes. Nur der Abschnitt zur Architektur sticht heraus. Umfangreich und mit schönen Bildern wird das Thema im Lonely Planet am besten behandelt.

Die praktischen Reisetipps sind kompakt auf wenigen Seiten zusammengefasst und ergänzen die Informationen im Kapitel Reiseplanung. Besonders ausführlich werden die verschieden Verkehrsmittel vorgestellt und viele Tipps für deren Verwendung aufgeführt. Davon profitieren insbesondere Individualtouristen.

Da der Lonely Planet nicht nur in Deutschland erscheint sondern weltweit von den meisten Individualtouristen verwendet wird, seid ihr nie allein unterwegs. Positiv ihr kommt leicht in Kontakt mit anderen deutschen und internationalen Reisenden. Negativ die vorgestellten Restaurants und Privatunterkünfte sind oft voll oder haben die Preise deutlich erhöht.

Zudem fehlt die deutsche Lokalisierung. Ein Beispiel: „Touristen benötigen eine tarjeta de turista (Touristenkarte), die 30 Tage gültig ist und in der Regel im Flugticket enthalten ist …“ Das trifft auf Kanada zu nicht auf Deutschland. Hier müsst ihr die Touristenkarte separat erwerben. Ebenso sind die aufgeführten Webadressen für eine englischsprachige Zielgruppe.

Die Reiseführer des Lonely Planet richten sich vorwiegend an Studenten und Reisende mit schmalem Geldbeutel. Mit 22,90 ist der Lonely Planet der günstigste Reiseführer unser Top-3. Das englische Original ist aufgrund der fehlenden Buchpreisbindung nochmal deutlich günstiger zu haben.

Genaue Preisangaben und viele Hinweise im Buch helfen euch Kuba günstig zu entdecken. Wenn euch die fehlende deutsche Lokalisierung nicht stört, und ihr kein Problem mit dem oft wenig brauchbaren Empfehlungen von Privatunterkünten und Restaurants habt, ist der Lonely Planet eine gute Wahl.

Bei folgenden Anbietern ist der deutschsprachige Lonely Planet erhältlich (Buch 22,90 EUR / E-Book 20,99 EUR):

Direkt beim Verlag*,Amazon*, Thalia*

Bei folgenden Anbietern findet ihr das englischsprachige Original:

Direkt beim Verlag* (öfter Sonderangebote/Kauf einzelner Kapitel möglich), Amazon*, Thalia*

Platz 1: Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger

Unsere Top 1 kommt aus dem MairDumont Verlag. Unter der Marke Stefan Loose erschien im November 2017 die vierte Auflage „Kuba“ von Dirk Krüger. Der Reiseführer umfasst 646 Seiten und wird für 24,99 EUR angeboten. Das E-Book kostet 22,99 EUR. Dirk Krüger ist studierter Geograf, Historiker und Politologe und arbeitet als freier Autor und Lektor. Seit vielen Jahren bereist er Lateinamerika und erkundet dabei besonders gerne Kuba. Dort ist er viel mit dem Fahrrad, dem Mofa und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Dirk Krüger beginnt mit einem Kapitel zur Routenplanung. Darauf folgt ein großer Abschnitt mit vielen Reiseinfos und praktischen Tipps. Im Anschluss informiert er über Land und Leute bevor die einzelnen Reiseziele näher beschrieben werden. Im Anhang findet sich ein umfangreicher Sprachführer und ein hilfreicher Abschnitt zu häufigen Krankheiten sowie eine Liste mit Buchempfehlungen. Den Abschluss bildet ein schöner Reiseatlas mit einer Kubakarte im Verhältnis 1:1200000. Wie in den meisten Reiseführern werden auch im Stefan Loose verschiedene Themen in extra Kästen ausführlich behandelt.

Kuba Reiseführer Stefan Loose Kuba von Dirk Krüger
Reiseführer Stefan Loose „Kuba“ von Dirk Krüger

Der Autor verwendet eine verständliche Sprache und schöne Bilder erhöhen die Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub. Das Design ist ansprechend und zieht sich durch den ganzen Reiseführer.

Das erste Kapitel Routenplanung bietet wie das erste Kapitel im Lonely Planet Informationen zur Reiseplanung. Das Kapitel im Lonely Planet ist schöner gestaltet und bietet eine bessere Übersicht zu Reisezielen und Outdooraktivitäten. Im Stefan Loose, sind dafür die Routenvorschläge deutlich umfangreicher. Diese richten sich beim Zeitbedarf nach den Bedürfnissen von Individualtouristen die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen und das Land kennen lernen wollen. Da immer wieder zusätzliche Ausflüge oder alternative Reiserouten enthalten sind, hilft euch dieser Abschnitt, wenn ihr eine eigene individuelle Route zusammenstellen wollt. Zusätzlich helfen euch dabei, die im Kapitel zu den Reisezielen, enthalten Angaben zum notwendigen Zeitbedarf.

Einzigartig sind zudem mehrere Vorschläge für Fahrradtouren unterschiedlicher Länge. Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel für die Reiseplanung ist ein Abschnitt zu den Reisekosten, dort zählt Dirk Krüger detailliert die häufigsten Ausgaben bei einer Kubareise auf.

Das erste Kapitel dient dazu die Reise grob zu planen, das zweite Kapitel bietet praktische Reisetipps und wichtige Reiseinformationen. Hier finden sich viele Hinweise über Betrugsmaschen und andere mögliche Schwierigkeiten. An den Umfang und Informationsgehalt, dieses Kapitals kommt nur der Lonely Planet annähernd heran. Nach dem lesen dieses Abschnitts seit ihr definitiv gut für eure Reise vorbereitet.

Im Anschluss folgt das obligatorische Kapitel zu Land und Leute. Dieses hebt sich stark von den anderen Reiseführern ab. Hier profitiert der Autor eindeutig von seinen Studiengängen in Geografie, Politologie und Geschichte. Kein anderer Autor informiert ausführlicher über Natur, Wirtschaft, Gesellschaft und Geschichte von Kuba. Dabei schafft es Dirk Krüger sich vom negativen exilkubanisch geprägten Medienbild zu trennen und objektiv und neutral über das Land zu berichten. Bereichert wird dieses und das vorhergehende Kapitel durch längere Beiträge von vier Gastautoren.

Bei den Reisezielen beginnt Dirk Krüger mit Havanna und Umgebung. Danach geht es zuerst in den kubanischen Westen. Anschließend geht es von Havanna aus nach Osten. Wobei er zusätzlich eine Nord-Süd Einteilung verwendet. Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich allerdings schafft er es dadurch, die beim klassischen Reiseverlauf, bereisten Urlaubsregionen besser zusammen zu fassen.

In unseren Vergleichsregionen schneidet der Reiseführer sehr gut ab. 41 Restaurants und 33 Privatunterkünfte sind zwar kein Spitzenwert, aber ein guter zweiter Platz. Mit 29 Tipps zur Abendgestaltung teilt sich Dirk Krüger mit Wolfgang Ziegler sogar Platz 1. Damit ihr nicht den Überblick verliert werden beim Autoren beliebte Orte mit einem Koffer, günstige Angebote mit einem Eurozeichen und nachhaltig arbeitende Stellen mit einem Baum gekennzeichnet. Das ist einfach und übersichtlich. Die Restaurants sind zudem nach Preiskategorien geordnet.

Die Angaben zu den 12 aufgeführten Hotels sind weniger ausführlich wie bei Wolfgang Ziegler oder im Lonely Planet. Dafür gibt es in den einzelnen Regionen je eine Hotelempfehlung. Für die Privatunterkünfte und die Hotels gibt es acht ausreichende und hilfreiche Preiskategorien.

Die Beschreibungstexte der einzelnen Sehenswürdigkeiten ordnen sich von Umfang und Qualität zwischen Lonely Planet und dem Reiseführer von Wolfgang Ziegler ein. Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind aufgeführt. Komplett fehlt wie in vielen Reiseführern der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ in Guantánamo.

In vielen Regionen gibt es zudem Ausflugstipps und Infos zu besonderen Aktivitäten. Dabei weist Dirk Krüger nicht nur auf überbewertete Touristenattraktion hin, sondern nennt auch Alternativen. In vielen Orten werden Routen zum Wandern und Fahrradfahren vorgeschlagen und oft gibt es eine Liste mit Aussichtspunkten für den speziellen Blick von oben.

Das Kartenmaterial im Stefan Loose Kuba Reiseführer ist hervorragend. Regionenkarten bieten einen ersten groben Überblick. Umlandkarten und Karten für vorgestellte Routen findet ihr in großer Anzahl. Auf den Stadtplänen findet ihr nicht nur Restaurants und Unterkünfte sondern eine große Zahl an Zusatzinformationen. Neben Wechselstuben, Touristeninformation, W-Lan Hotspots, Tankstellen und Krankenhäuser findet ihr unter anderem Reisebüros auf den Karten. Das bietet kein anderer Reiseführer.

Einziger Kritikpunkt bei unserem Vergleichsregionen fehlt ein Ortsplan von Viñales, dadurch fehlen in dieser beliebten Touristenregion die meisten Zusatzinformationen. Dafür gibt es insgesamt drei Umlandkarten in dieser Region.

Der Sprachführer im Anhang ist ausführlich und deckt notwendige Reisethemen gut ab. Im Stefan Loose Kuba findet ihr zudem eine praktische Übersicht zu auftretenden Krankheiten und empfehlenswerten Impfungen, in dieser Form haben wir das in keinem anderen der getesteten Reiseführer gefunden.

Wer sich vor oder nach dem Urlaub intensiver mit Kuba auseinandersetzen will, findet im Anhang eine umfangreiche nach Kategorien sortierte Bücherliste. Zum Schluss gibt es noch einen Reiseatlas im Maßstab 1:1200000. Eine zusätzliche Faltkarte enthält der Reiseführer nicht.

Der Reiseführer von Dirk Krüger steht zu recht auf Platz 1. Zwar fehlen noch ein paar unbekanntere Sehenswürdigkeiten und ein Ortsplan vom Viñales-Tal der Rest ist Top. Die ausführlichsten Informationen zum Reiseland, die umfangreichsten praktischen Tipps, tolle Vorschläge zum Wandern und Fahrradfahren, sowie das beste Kartenmaterial. Der Stefan Loose Kuba Reiseführer überzeugt.

Bei folgenden Anbietern ist der Stefan Loose Kuba Reiseführer von Dirk Krüger erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 22,99 EUR):

Direkt beim Verlag*Amazon*, Thalia*

Handbuch Cuba von Frank Herbst

2017 erschien in der bereits 11. Auflage „Cuba“ – Handbuch für Individuelles Entdecken im Reise-Know-How Verlag. Die 539 Seiten bekommt ihr gedruckt für 22,50 EUR und als E-Book für 18,99 EUR. Der Autor Frank Herbst arbeitet in Berlin als Dozent für Grafikdesign. Seine beliebtesten Reiseziele sind Skandinavien sowie Kuba. Einem Reiseführer über den Norden Skandinaviens folgte 2001 die erste Auflage seines Handbuches für Kuba.

Neben umfangreichen Informationen zu den Reisezielen findet ihr ein großes Kapitel mit praktischen Reisetipps und ein ausführliches Kapitel über Land und Leute inklusive der Geschichte Kubas. Literatur- und Musiktipps sowie einen kleinen Sprachführer findet ihr im Anhang.

Kuba Reiseführer aus dem Reise-Know-Verlag Cuba von Frank Herbst
Reiseführer aus dem Reise-Know-Verlag „Cuba“ von Frank Herbst

Ebenso wie unsere Top-3-Favoriten ist der Reiseführer von Frank Herbst verständlich geschrieben hebt die Lust auf ein Entdecken des Reiselandes. Nach einer kurzen Einleitung folgt die Beschreibung der Reiseziele. Zuerst Havanna anschließend geht es in den Westteil des Landes und danach folgen Zentral und Ostkuba. Zum Schluss werden die Inseln u.a. Cayo Coco, Cayo Santa Maria und die Isla de Juventud beschrieben. Dieser Aufbau der Reiseziele ist gut verständlich und folgt dem üblichen Reiseverlauf.

Das nächste große Kapitel enthält die ausführlichen Reisetipps, an welches sich das Kapitel über Land und Leute anschließt. Diese beiden Kapitel sind umfangreich und bieten viele nützliche Informationen. Beide Kapitel profitieren von anderen im Reise-Know-Verlag veröffentlichten Büchern. Wie zum Beispiel Kulturschock Kuba von Jens Soibosch (Amazon*, Thalia*)

Der Reiseführer bietet in unseren drei Vergleichsregionen die höchste Anzahl an Unterkünften (65 Privatunterkünfte und 13 Hotels) mit Preisangaben für Übernachtung und Frühstück. Restaurants finden sich insgesamt 41 damit belegt er zusammen mit dem Stefan Loose Kuba Platz 2. Allerdings fehlen bei den meisten Restaurants Preisangaben dadurch fällt die Auswahl deutlich schwerer.

Im Gegensatz zu den vielen Unterkünften kommt die Abendgestaltung (10 Orte) zu kurz. Speziell im Viñales-Tal dort findet sich kein einziger Ausgehtipp. Im Gegensatz dazu hat Wolfgang Ziegler sieben gefunden.

Im Reiseführer werden immer wieder kleine Details erwähnt, die in anderen Reiseführern nicht auftauchen. Insgesamt sind die Beschreibungstexte bei den Sehenswürdigkeiten aber nicht besonders umfangreich. Häufig fehlen Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Von unseren ausgewählten Sehenswürdigkeiten werden drei von vier erwähnt. Auch bei Frank Herbst fehlt wie in fast allen Reiseführen der Revolutionsplatz in Guantánamo.

Das Kartenmaterial fällt positiv auf. Neben einer Kuba Übersichtskarte gibt es gute Karten über die Regionen Kubas. Im Viñales-Tal und Trinidad gibt es neben dem Stadtplan jeweils eine Karte des Umlandes. Zudem sind viele Zusatzinformationen wie Tankstellen, Busbahnhof und Wechselstuben auf den Karten enthalten. Komplett fehlt ein Stadtplan von Guantánamo.

Der Reiseführer von Frank Herbst wendet sich schon im Untertitel an Touristen, die individuell das Land auf eigene Faust erkunden wollen. Viele Infos zu den verschieden Verkehrsmittel, die höchste Anzahl an Privatunterkünften und eine gute Anzahl an Restaurants sind für diese Zielgruppe hilfreich.

Eine Besonderheit dieses Reiseführers sind die vielen Tipps für Eisenbahnfreunde. In keinem anderen Reiseführer finden sich mehr Infos zu besonderen Bahnhöfen, den Eisenbahnstrecken oder zu Orten wo alte Lokomotiven besichtigt werden können. Naturliebhaber finden hier viele Infos und Tipps zu besonderen Ausflugszielen und Taucher finden sogar kurze Beschreibungen zu beliebten Tauchrevieren. Hier spiegeln sich die Vorlieben des Autors wieder.

Beim lesen des Reiseführers sind uns immer wieder Fehler aufgefallen, die nicht nur in der fehlenden Aktualität begründet sind. Frank Herbst behauptet zum Beispiel: Dass für einen Ausflug nach Caimanera (Um einen Blick auf die US-Militärbasis zu werfen) ein US-Visum erforderlich ist. Zwar ist die Gegend militärisches Sperrgebiet, dadurch benötigt ihr eine kubanische Genehmigung. US Territorium wird dabei trotzdem nicht betreten

Der Reiseführer erreicht trotz zahlreichen Infos für Individualreisen nur einen durchschnittlichen Platz in unserem Reiseführervergleich. Der Lonely Planet Kuba und der Stefan Loose Kuba sind deutlich ausführlicher und hilfreicher. Zudem sind die vielen kleinen Fehler auffällig. Eine Kaufempfehlung können wir für diese Ausgabe nicht aussprechen.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr das Handbuch Cuba von Frank Herbst kaufen (Buch 22,50 EUR / E-Book 18,99 EUR): Amazon*, Thalia*

Reiseführer Baedeker Kuba von Martina Miethig

Baedeker ist eine der ältesten und bekanntesten Reiseführer Reihen und gehört ebenfalls zum Mairdumont Verlag. Der Kuba Reiseführer erscheint bereits in der 11. Auflage und kostet gedruckt 24,99 EUR. Für das E-Book bezahlt ihr 21,99 EUR. Da der Reiseführer nur 366 Seiten besitzt bezahlt ihr etwa 6,8 Cent pro Seite, schlechter schneiden nur die Kompakt Reiseführer ab.

Die Autorin Martina Miethig reist seit über zwei Jahrzehnten nach Kuba und hat Familie auf der Insel. Der Reiseführer beginnt mit einem Einstimmungskapitel über die Besonderheiten Kubas. Anschließend gibt es 4 Routenvorschläge und einige Informationen zur Reiseplanung. Danach beschreibt Martina Miethig die wichtigsten Reiseziele. Zwei Kapitel beschäftigen sich mit Informationen zu Kuba, Geschichte, Kultur, Staat und Gesellschaft. Den Abschluss bildet ein Kapitel mit praktischen Reisetipps inklusive eines Sprachführers. Einige Themen werden wie in anderen Reiseführern in extra Kästen erklärt.

Kuba Reiseführer Baedeker Kuba von Martina Miethig
Reiseführer Baedeker „Kuba“ von Martina Miethig

Der Reiseführer ist leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben. Das Design ist ansprechend und viele Bilder und hübsche Infografiken lockern den Text hervorragend auf.

Das Einführungskapitel ist nett geschrieben. Die Autorin geht näher auf Salsa, Oldtimer, Revolution, Santeria und die einzigartige Natur ein, dafür steht Kuba.

Die vier Routenvorschläge werden gut beschrieben, jedoch fehlen häufig Zeitangaben. Damit ist es schwierig die Reise zu planen. Zudem Enden zwei der vier Routen im Nirgendwo, soll der Leser jetzt den gleichen Weg zurückfahren?

Für Baedeker Reiseführer typisch werden die Reiseziele alphabetisch beschrieben. Dadurch sind die Orte zwar leicht zu finden allerdings werden dadurch geografisch zusammengehörige Reiseziele unnötig getrennt.

In unserem Vergleichsregionen schneidet der Baedeker Reiseführer schlecht ab. Nur 9 Restaurants, 6 Orte für die Abendgestaltung und 3 Privatunterkünfte, für ein Reisehandbuch zu wenig. Das entspricht eher dem Umfang der Kompakt Reiseführer. Direkte Preisangaben sind selten, dafür gibt es für die Restaurants und Unterkünfte grobe Preiskategorien. Wie bei Wolfgang Ziegler ist die niedrigste Preiskategorie bei den Unterkünften (bis 40 EUR) für die Privatunterkünfte ungeeignet. Hier wären mehr Kategorien wünschenswert.

Soweit im Buch enthalten sind die Beschreibungstexte der geprüften Sehenswürdigkeiten in Ordnung, aber nicht sehr umfangreich. Wenigstens sind Öffnungszeiten und Eintrittspreise vorhanden.

Die bei Baedeker enthaltene Faltkarte im Maßstab 1:1100000 ist die Größte in unserem Reiseführervergleich. Durch mangelnden Kontrast sind einige Details bzw. Sehenswürdigkeiten kaum zu erkennen und leicht zu übersehen. Das ist besser gelöst im Stefan Loose Reiseführer oder im Dument Reiseführer. Bei den Detailkarten sieht es düster aus. Im Viñales-Tal gibt es nur eine Umlandkarte. In Trinidad fehlt diese, dafür gibt es einen winzigen Stadtplan. Dieser fehlt in Guantánamo komplett. Zudem findet ihr auf den vorhanden Karten keine Zusatzinformationen.

Für Guantánamo ist dieser Reiseführer komplett ungeeignet. Das einzige aufgeführte Restaurant ist geschlossen, der einzige Ort zur Unterhaltung die Casa de la Trova schon seit 2015 an einer neuen Adresse, gleiches gilt für die Veranstaltung Noche Guantanamera. Zum Übernachten ist nur ein einziges Hotel angegeben, nicht eine private Unterkunft ist im Reiseführer zu finden. Der „Zoologico de Piedras“ fehlt komplett ebenso der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“ und nicht mal für einen Stadtplan der Provinzhauptstadt hat es gereicht.

Der Reiseführer ist mit 24,99 EUR einer der teuersten im Test. Für diesen Preis ist das Kapitel zu den Reisezielen nicht ausreichend. Schlechter schneiden nur deutlich preisgünstigere Bücher im Test ab. Das ist ärgerlich, weil gerade dieses Kapitel sich in den Reiseführen am meisten Unterscheidet, und den größten Rechercheaufwand vor Ort erfordert.

Zum Glück endet der Reiseführer nicht mit den Reisezielen, sondern es folgen noch die Kapitel mit den Hintergründen über das Reiseland. Diese Kapitel erreichen nicht den Umfang wie bei unserer Toptiteln, bieten trotzdem einen ausreichenden Blick auf Kuba. Schön aufbereitet sind die Zusatzinfos in den Extrakästen, mehr davon Bitte.

Die praktischen Informationen sind Ausreichend. Im Gegensatz zu anderen Reiseführern ist der Sprachführer nicht am Ende des Buches sondern in alphabetischer Ordnung mitten in den praktischen Reisetipps. Wollt ihr während der Reise schnell ein Wort nachschlagen, müsst ihr erst aufwendig den Reiseführer durchblättern.

Die Baedeker Reiseführer sind sehr bekannt. Allerdings ist die Ausgabe über Kuba, wegen den mangelnden Infos zu den Reisezielen, ihr Geld nicht wert. Wir können deswegen keine Kaufempfehlung aussprechen.

Wollt ihr dennoch den Reiseführer erwerben könnt ihr das unter folgenden Links(Buch 24,99 EUR / E-Book 21,99 EUR):

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Reisehandbuch Dumont Cuba von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck

In der vierten Auflage erschien 2017 im Mairdumont Verlag unter der Marke Dumont das Reisehandbuch „Cuba“. 464 Seiten und eine große Faltkarte gibt es für 24,99 EUR. Das E-Book kostet mit 20,99 EUR etwas weniger. Ulli Langenbrick arbeitet als freie Autorin und hat mehrere Fernseh- und Radio und Magazinreportagen zu Kuba veröffentlicht. Anke Munderloh ist freie Lektorin und Autorin und bereist Kuba und Lateinamerika seit vielen Jahren.

Im Reisehandbuch findet ihr Tipps zur Reiseplanung mit Routenvorschlägen für Rundreisen einen großen Abschnitt mit Wissenswerten zum Reiseland Kuba und einen umfangreichen Abschnitt mit Informationen zur Reise. Zudem werden die Reiseziele ausführlich beschrieben. Im Anhang findet ihr einen Sprachführer.

Kuba Reiseführer Dumont Cuba von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck
Reiseführer Dumont „Cuba“ von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck

Die beiden Autorinnen schreiben unterhaltsam und bringen immer wieder persönliche Erlebnisse ein. Das Design ist ansprechend und der Text wird regelmäßig von Bildern aufgelockert.

Mit einem kleinen Überblick „Kuba als Reiseland“ und mit Tipps zur Reiseplanung und Routenvorschlägen für Rundreisen beginnen die beiden Autorinnen. Die drei vorgeschlagenen Rundreisen sind vom Zeitbedarf angemessen, aber zu knapp beschrieben.

Anschließend bieten die Autorinnen ein Kapitel mit Wissenswerten über das Reiseland Kuba. Darin findet ihr Informationen zur Geschichte, Natur und Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Alltagskultur. Vom Umfang kommt es nicht ganz an unsere Top-3-Titel heran. Besonders in diesem Kapitel fällt etwas auf, was sich durch das ganze Buch zieht, die Schreibweise ist sehr polemisch. Die beiden Autorinnen kritisieren die kubanische Regierung und das kubanische Gesellschaftssystem scharf. Diese Kuba Kritik ist an vielen Stellen komplett undifferenziert und einseitig, was teilweise sogar zu falschen Zusammenhängen führt. Das spiegelt zwar das übliche Kubabild deutscher Pressemedien wieder, widerspricht jedoch jeglicher Ethik journalistischer Berichterstattung.

Für einen Reiseführer ist es erst recht total unangebracht. Denn die einseitige und unangemessene Sicht der Autorinnen kann sich leicht auf den Leser übertragen und das Reiseerlebnis und die Wahrnehmung des Reiselandes stark negativ beeinflussen.

Im nächsten Abschnitt folgt Wissenswertes für die Reise. Zum Beispiel über die Anreise, Übernachtungen, Essen und Trinken sowie Reiseinfos von A-Z. Die Informationen sind ausführlich und in Ordnung.

Danach folgen vier Kapitel mit den Beschreibungen der Reiseziele. Los geht es mit Havanna und der Insel der Jugend. Im zweiten Kapitel wird der Westen Kubas beschrieben. Während im dritten und vierten Kapitel Zentral und Ost Kuba behandelt werden.

Der Dumont Reiseführer landet bei uns nur im Mittelfeld. Die Auswahl von Restaurants (16), Privatunterkünften (18) und Hotels (7) in unseren Vergleichsregionen ist nicht groß, allerdings gibt es überall Preisangaben. Wie der Lonely Planet erreicht dieser Reiseführer zumindest bei der Abendgestaltung mit 20 Orten einen akzeptablen Wert.

Die Vergleichstexte besitzen, wie unsere Top 3, einen sehr guten Umfang, Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind ebenfalls vorhanden. Der Steinzoo in Guantánamo wird erwähnt, auch in diesem Reiseführer fehlt der Revolutionsplatz „Mariana Grajales“.

Gut gefällt uns die Rubrik Aktiv, wo die Autorinnen mögliche Wander- und Fahrradtouren oder andere Freizeitaktivitäten vorstellen.

Das Kartenmaterial ist übersichtlich. Für das Viñales-Tal gibt es eine Stadt- und eine Umlandkarte. In Trinidad gibt es nur einen Stadtplan. Hier fehlt die Umland Karte. Für Guantánamo gibt es einen Stadtplan. Die Pläne bieten weitere Informationen allerdings nicht im Umfang wie die Karten im Stefan Loose. Zusätzlich gibt es eine schön gestaltete große Faltkarte im Maßstab 1:1200000.

Der Reiseführer hat gute Ansätze, die Aktiv Rubrik weis zu gefallen, allerdings sticht er in keinem Gebiet wirklich heraus. Uns stört insbesondere die polemische Schreibweise. Für stark konservative Leser, die einmal nach Kuba reisen möchten um ihre negativen Vorurteile gegenüber dem sozialistischem Kuba zu bestätigen, ist dieser Reiseführer der Richtige. Alle anderen, die ihren Urlaub genießen wollen, empfehlen wir den Stefan Loose Reiseführer oder einen anderen unserer Top 3.

Bei folgenden Anbietern ist der Dumont Cuba Reiseführer von Anke Munderloh und Ulli Langenbrinck erhältlich (Buch 24,99 EUR / E-Book 20,99 EUR): Direkt beim Verlag*Amazon*, Thalia*

Kompakte Reiseführer

Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger

Im Mai 2018 erschien in Erstauflage ein weitere Reiseführer von Dirk Krüger. Diesmal unter der Marke Dumont Direkt welche ebenfalls zum Mairdumont Verlag gehört. Auf nur 120 Seiten bringt euch Dirk Krüger Kuba näher. Mit 11,99 EUR für das gedruckte Buch und 9,99 EUR für das E-Book gehört dieser zu den vermeintlich günstigen kompakten Reiseführern. Allerdings bezahlt ihr 10 Cent pro Seite, dass ist der höchste Wert in unserem Vergleich.

Dirk Krüger beginnt mit einem kurzen Einleitungskapitel, in welchem er einige Besonderheiten Kubas vorstellt. Schnell geht er zu den Reisezielen über und zum Schluss folgt ein Kapitel mit den praktischen Reisetipps. Aufhänger des Buches sind 15 besondere Orte mit denen er euch Kuba vorstellt.

Kuba Reiseführer Dumont Direkt Cuba von Dirk Krüger
Reiseführer Dumont Direkt „Cuba“ von Dirk Krüger

Der Dumont Direkt Cuba ist sehr unterhaltsam und informativ geschrieben und weicht bei der inhaltlichen Gestaltung deutlich von den anderen Reiseführern ab. Das Design ist modern und ansprechend.

Auf nur neun Seiten holt der Autor die Leser ab und stimmt sie auf den bevorstehenden Urlaub ein. In diesem Kapitel nennt er einige Fakten über Kuba und bringt euch die Trink- und Esskultur näher.

Von den drei getesteten Regionen sind nur zwei enthalten. Guantánamo fehlt komplett. Zu Trinidad und dem Viñales-Tal findet ihr insgesamt 11 Restaurants und 6 Privatunterkünfte. Einzig für Trinidad sind Orte zur Unterhaltung am Abend aufgeführt, dafür ganze 6 Stück. Der Reiseführer richtet sich an Touristen die in Privatunterkünften übernachten wollen, Hotels sind praktisch nicht aufgeführt. Die Anzahl der aufgeführten Orte ist gering wie üblich in der Kategorie der Kompakt Reiseführer.

Die Vergleichstexte zu unseren getesteten Sehenswürdigkeiten sind relativ kurz, diese entsprechen vom Umfang den Texten des Baedeker Kuba. Eintrittspreise und Öffnungszeiten werden genannt. Wie bereits erwähnt fehlt Guantánamo.

Bei den Reisezielen beschreibt Dirk Krüger 15 Highlights ausführlicher. Das ist Unterhaltsam geschrieben und bietet einen guten Überblick. Folgt ihr Dirk Krüger zu diesen besonderen Orten, habt ihr neben ein paar schönen Fotos auch gleich ein paar Geschichten für euren Diavortrag „Hust“ Instagram Account. In diesen Teilen werden auch einige Wanderrouten beschrieben.

Das Kartenmaterial ist für einen Reiseführer der Kompakt Kategorie gut. Im Viñales-Tal gibt es eine kleine Umgebungskarte. In Trindidad gibt es einen brauchbaren Stadtplan mit einigen Zusatzinfos, Touristeninfo, Busstation, Krankenhaus. An die tollen Karten im Stefan Loose, der ebenfalls von Dirk Krüger stammt, kommen diese nicht heran. Zum Buch gibt es noch einen Faltplan im Maßstab 1:1200000, in welchem die 15 besonderen Orte ebenso eingezeichnet sind.

Die auf sechs Seiten zusammengefassten praktischen Reisetipps reichen für das Wichtigste. Verständlicherweise ist der Informationsgehalt dabei nicht vergleichbar mit den 54 Seiten im Stefan Loose.

Gleiches gilt für die Hintergrundinformationen zum Reiseland. Ein paar Dinge werden am Anfang und bei den besonderen Orten genannt, es fehlt allerdings ein eigenes ausführlicheres Kapitel. Das ist nicht weiter tragisch, viel allgemeines findet ihr inzwischen bei Wikipedia.

Der Reiseführer verzichtet komplett auf Routenvorschläge für Rundreisen.

Dirk Krüger hat zwar am Ende noch ein paar häufige kubanische Redensarten aufgeführt, uns fehlt aber definitiv ein kleiner Sprachführer. Besonders weil der kubanische Slang sich an einigen Stellen von der spanischen Sprache deutlich unterscheidet und die meisten Wörterbücher bzw. Übersetzungsapps dann auch nicht weiterhelfen.

Der Dumont Direkt Cuba ist für diejenigen geeignet, die schnell und unterhaltsam die wichtigsten kubanischen Sehenswürdigkeiten kennen lernen wollen. Die 120 Seiten könnt ihr noch während des Fluges lesen. Die Ausführlichkeit eines Reisehandbuches dürft ihr nicht erwarten. Für einen kurzen Ausbruch aus dem All-Inclusive Resort sollte es jedoch ausreichen.

Bei folgenden Anbietern könnt ihr den Dumont Direkt kaufen (Buch 11,99 EUR / E-Book 9,99 EUR): Direkt beim Verlag*, Amazon*, Thalia*

Marco Polo Kuba von Gesine Froese

Eine weitere Marke aus dem Mairdumont Verlag ist Marco Polo. In dieser Reihe erschien im Februar 2018 bereits die 15. Auflage von “Kuba”. Gesine Froese begnügt sich mit 140 Seiten. Das E-Book bekommt ihr für 8,99 EUR. Das gedruckte Buch kostet 12,99 EUR. Der Marco Polo hat ein schlechtes Verhältnis von Seiten zu Preis. 9,2 Cent pro Seite mehr bezahlt ihr nur beim neuen Dumont Direkt.

Der Reiseführer beginnt mit mehreren Best-Off Übersichten. Danach folgen einige Infos über das Land, das Essen und zum Einkaufen in Kuba. Die nächsten vier Kapitel beschreiben die Reiseziele. Erlebnistouren, Outdooraktivitäten, Unterwegs mit Kindern und eine Eventübersicht schließen sich an und helfen bei der Reiseplanung. Zum Schluss gibt es noch die praktischen Reisetipps und einen Sprachführer. Zudem gibt es einen Reiseatlas und eine zusätzliche Faltkarte jeweils im Maßstab 1:1750000.

Kuba Reiseführer Marco Polo Kuba von Gesine Froese
Reiseführer Marco Polo „Kuba“ von Gesine Froese

Gesine Froese schreibt einfach, direkt und leicht verständlich und dabei unterhaltsam. Das Design wirkt zwar etwas altmodisch, der Text wird aber immer wieder von schönen Bildern aufgelockert. Im Buch verteilt gibt es wie für die Reihe Marco Polo üblich immer wieder Insider-Tipps.

Die ersten Kapitel mit den Best-Off Listen und den Infos über Kuba bieten einen guten Überblick über das Reiseland und stimmen auf die bevorstehende Reise ein. Allerdings erreichen diese bei weitem nicht den Umfang wie bei unseren Top-3 Titeln.

Die Beschreibung der Reiseziele erfolgt in vier getrennten Kapiteln. Erst Havanna, danach der Westen folgend die Mitte und zum Schluss der Osten der Insel. Innerhalb dieser Kapitel erfolgt die Ordnung der Orte alphabetisch. Wie im Baedeker werden dadurch manchmal zusammenhängende Touristenregionen getrennt. Besser ist das im Dumont Direkt gelöst.

Nur 5 Restaurants und 2 Orte für die Abendgestaltung (nur Trinidad), sind in unseren drei Vergleichsregionen aufgeführt. Das ist in diesen beiden Kategorien der letzte Platz. Weniger als die 4 aufgeführten Privatunterkünfte findet ihr nur im Baedeker Reiseführer.

Mit 4 Hotels teilen sich die beiden Reiseführer den vorletzten Platz. Weniger findet ihr nur im Dumont Direkt, denn Dirk Krüger setzt auf Privatunterkünfte. Die aufgeführten Orte verteilen sich auf das Viñales-Tal und auf Trinidad. Guantánamo ist im Buch nur ein kleiner Abschnitt gewidmet.

Von unseren geprüften Sehenswürdigkeit ist im Buch nur die „Mural de la Prehistoria“ enthalten. Die Beschreibung ist kurz, wenigstens sind die Öffnungszeiten und der Eintrittspreis angegeben. In Trinidad fehlt obwohl eine der Hauptattraktionen das „Museo de la Lucha Contra Bandidos“. In Guantánamo fehlen beide geprüften Sehenswürdigleiten komplett. In den anderen Regionen sind auch nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorhanden.

Diesen nicht sehr umfangreichen Kapiteln zu den Reisezielen schließt sich ein Kapitel mit vier Routenvorschlägen an. Dieses hat uns sehr positiv überrascht. Nicht nur vom Inhalt sondern auch vom Design. Neben Zeit- und Kostenbedarf wird angeben was im Reisegepäck nicht fehlen sollte. Auf einer Zeitleiste werden die einzelnen Zwischenstopps dargestellt und die dazwischenliegenden Fahrtstrecken enthalten die Kilometerangaben. Zudem gibt es zu den Zwischenstopps u. a. Übernachtungshinweise und Ausflugsziele.

Leider kommt es vor, dass bei den Erlebnistouren Orte versteckt sind, die bei den Beschreibungen der Reiseziele fehlen. Hier finden diese sicherlich nicht alle. Wir haben das Testergebnis im Nachgang erhöht, weil wir an dieser Stelle die Informationen nicht vermutet hatten.

In den nächsten zwei Kapiteln gibt es Infos zu Sport- und Freizeitaktivitäten sowie zum Reisen mit Kindern. Die Informationen sind ausreichend und in Ordnung. Dabei sticht der Absatz zum Tauchen heraus. Neben allgemeinen Infos findet ihr hier Beschreibungen von mehreren beliebten Tauchrevieren. In dieser umfangreichen Form findet sich dies nur noch im Reiseführer von Frank Herbst aus dem Reise-Know-How Verlag.

Am Ende gibt es noch eine Liste von Festen und Events, Links zu weiteren Informationen und Apps, sowie die praktischen Reisetipps. Hier sind die wichtigsten Dinge enthalten, allerdings nicht im Umfang wie in den meisten anderen Reiseführern. Es fehlen Spartipps und einige Preisangaben sind deutlich zu hoch angesetzt.

Zum Abschluss findet ihr einen Sprachführer auf vier Seiten und einen Reiseatlas mit einer Kuba Übersichtskarte im Maßstab 1:1750000.

Zum Reiseführer gibt es zusätzliche eine große Kuba Faltkarte. Diese entspricht der Karte im Reiseatlas und bietet zusätzlich noch einen Innenstadtplan von Havanna und ein Ortsregister. Die vorgestellten Erlebnistouren sind im Reiseatlas und in der Faltkarte eingezeichnet.

Der Ausschnitt des Stadtplanes von Havanna ist nicht groß. Sehenswertes ist nur durch gleichfarbige Nummern markiert und bei den meisten Straßen fehlt der noch häufig genutzte alte Straßenname. Dadurch wird die Orientierung unnötig schwierig. Zusatzinformationen fehlen ebenfalls. Im restlichen Reiseführer finden sich weder Stadtpläne noch Umlandskarten. Insgesamt ist das Kartenmaterial deswegen mangelhaft, dass es für diesen Preis anders geht, zeigt uns der Reiseführer Dumont Direkt.

Der Marco Polo Kuba orientiert sich am Aufbau der Reisehandbücher. Im Vergleich zu diesen passen auf 140 Seiten natürlich nicht die Menge an Informationen. Der Reiseführer von Gesine Froese ist für einen schnellen Überblick geeignet. Der Dumont Direkt ist unterhaltsamer geschrieben und informiert besser über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Im Marco Polo findet ihr dafür Vorschläge für Rundreisen, einen Sprachführer und mehr Informationen über das Reiseland.

Bei folgenden Anbietern ist der Marco Polo Kuba Reiseführer erhältlich (Buch 12,99 EUR / E-Book 8,99 EUR): Direkt beim Verlag*Amazon*, Thalia*

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In den Reiseführern findet ihr viele praktische Reisetipps. Hier findet ihr unsere besten Kuba Reisetipps.

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Touristenkarte Kuba: Alle Informationen zum Touristenvisum

Reisedokumente Kuba

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Touristenkarte Kuba: Alle wichtigen Infos zum Touristenvisum

Allgemeines

Visum Kuba – Regularien

Kuba bietet Urlaubsreisenden ein vereinfachtes Visum für die Einreise. Anstatt eines langwierigen Antragsverfahrens könnt ihr eine Touristenkarte (auch A1 Visum genannt) erwerben. Zudem benötigt ihr für eine Reise nach Kuba einen Reisepass, eine Auslandskrankenversicherung und ein Rückflugticket bzw. Weiterflugticket. Mehr dazu unter: „Notwendige Reisedokumente für Kuba“.

Für Journalisten, Geschäftsreisende und Austauschstudenten gibt es spezielle Visa, diese könnt ihr im kubanischen Konsulat beantragen.

Seid ihr in Kuba verheiratet oder habt ihr ein Kind mit kubanischer Staatsbürgerschaft, könnt ihr ein Familienvisum im Konsulat beantragen. Ihr könnt aber auch mit der Touristenkarte nach Kuba einreisen und innerhalb von 72 Stunden die Touristenkarte bei der zuständigen Immigration in ein Familienvisum tauschen.

!!!Achtung dieser Beitrag kann Werbung enthalten!!!

Empfehlung: Egal ob ihr mit Touristenkarte oder einem anderen Visum nach Kuba reist, nehmt einen Visaantrag des kubanischen Konsulats mit. Dieser Antrag ist zweisprachig und hilft euch sehr beim Ausfüllen kubanischer Formulare oder bei der Angabe persönlicher Daten in Kuba. Der Antrag kann direkt beim kubanischen Konsulat herunter geladen werden.

Nach Informationen von CubaVisa.net* brauchen Staatsbürger der folgenden Länder für touristische Reisen nach Kuba kein Visum.

Für Reisen bis:

  • 28 Tage – Barbados, Dominica
  • 30 Tage – Antigua und Barbuda, Mongolei, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Singapur, Russland, Weißrussland
  • 60 Tage – Grenada, Saint Vincent und die Grenadinen
  • 90 Tage – Benin, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Malaysia, Montenegro, Serbien

Staatsbürger der folgenden Länder, die keine ständige Aufenthaltsgenehmigung eines EU-Mitgliedstaates, Kanadas oder der USA besitzen, können die Touristenkarte nicht nutzen. Sie müssen ein Visum bei einem kubanischen Konsulat beantragen.

  • Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Eritrea, Kamerun, Ghana, Guinea, Indien, Irak, Iran, Kenia, Nepal, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Syrien, Jemen

Kuba verweigert Bürgern mit der Nationalität Kosovo die Ein- und Durchreise.

Allgemeine Infos zur Touristen Karte

Mit einer Touristenkarte könnt ihr einmalig in Kuba einreisen. Die Karte besitzt kein Ablaufdatum. Bei Einreise wird die Touristenkarte aktiviert und ist dann ohne Verlängerung 30 Tage (für Kanadier 90 Tage) gültig.

Minderjährige benötigen für die Einreise einen eigenen Reisepass und eine eigene Touristenkarte.

leere Touristenkarte Kuba. Diese ist vor der Einreise noch auszufüllen.
Blanco Touristenkarte – Diese müsst ihr vor der Einreise in Kuba noch auszufüllen.

In Kuba könnt ihr die Gültigkeit der Touristenkarte um 30 Tage (Kanadier 90 Tage) verlängern.

Eine zweite Verlängerung um weitere 30 Tage ist möglich (außer für Kanadier). Wollt ihr länger als 60 Tage in Kuba bleiben, lest bitte unbedingt den Abschnitt: „Touristenkarte Kuba verlängern“.

Bei direkten Reisen aus den USA nach Kuba gelten besondere Regelungen. Diese findet ihr unter dem Absatz: “Sonderfall Direktflug aus den USA nach Kuba”

Bei der Ausreise wird die Touristenkarte vom Zoll einbehalten. Reist ihr innerhalb der 30 Tage wieder ein, braucht ihr eine neue Touristenkarte. Häufig passiert das bei Kreuzfahrten. Infos dazu findet ihr unter dem Punkt: „Kreuzfahrten – Benötige ich mehr als eine Touristenkarte“.

Achtung: Die Touristenkarte ist nicht gültig, wenn der Stempel des Ausstellers auf der Rückseite fehlt. Prüft das direkt nach dem Erhalt der Karte.

Habt ihr eure Touristenkarte während der Anreise verloren? Habt ihr die Touristenkarte falsch ausgefüllt? Dann müsst ihr am kubanischen Flughafen eine neue Karte erwerben. Hier kostet die Touristenkarte 75 Peso Convertible (CUC), das entspricht etwa 70 Euro (EUR).

Ich besitze eine Schutzhülle für meinen Reisepass. In dieser ist die Touristenkarte während der Reise sicher aufgehoben und beim Zoll immer zur Hand. Ihr habt trotzdem eure Touristenkarte verloren? Dann hilft euch der Abschnitt „Touristenkarte Kuba verloren“. Beachtet: Reist nie ohne eine gültige Touristenkarte oder ein anderes gültiges Visa durch Kuba.

Fliegt ihr über Kuba in ein Drittland und haltet euch beim Umstieg nur im Transitbereich des Flughafens auf, benötigt ihr keine Touristenkarte. Wichtig: Habt ihr beide Flüge getrennt gebucht? Dann benötigt ihr eine Touristenkarte, denn ihr müsst in Kuba neu einchecken (Online Check-In ist derzeit nicht möglich). Zollkontrolle, Kofferausgabe und der erneute Check-In dauern eine Weile. Plant deswegen für den Umstieg mindestens 3 Stunden ein. Fliegt ihr über Havanna, müsst ihr eventuell auch das Terminal wechseln.

Wichtig: Viele Fluggesellschaften prüfen vor dem Abflug ob ihr eine Touristenkarte besitzt. Einigen Reisenden wurde die Mitnahme verweigert, weil diese keine Touristenkarte oder ein anderes gültiges Visum vorweisen konnten.

Touristenkarte Kuba kaufen

Touristenkarte direkt von der Fluggesellschaft kaufen

Seit wenigen Jahren bieten Fluggesellschaften die Touristenkarte am Ticketschalter oder direkt am Abflug-Gate an. Meist wird diese nur an eigene Fluggäste mit gültiger Buchungsbestätigung bzw. gültigem Ticket verkauft. Manche Fluggesellschaft verkaufen auch an Fremdpassagiere, verlangen dann aber eine zusätzliche Gebühr (etwa 10 EUR). Wichtig bei Anschlussflügen: Die Touristenkarte wird von den Airlines häufig nur an dem Flughafen verkauft, wo die Direktflüge nach Kuba starten.

Das Flugzeug steht bereit. Spätestens am Abflug-Gate benötigt ihr die Touristenkarte oder ein anderes Visum.
Das Flugzeug steht bereit. Spätestens am Abflug-Gate benötigt ihr die Touristenkarte oder ein anderes Visum.

Der Preis für die Touristenkarte hängt von der Airline und dem Flughafen ab. 15 bis 100 US-Dollar (USD) sind möglich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Preise zwischen 25 EUR und 35 EUR verlangt. In Mittel- und Südamerika ist die Karte oft günstiger. Hier beginnen die Preise bei 15 USD.

Fliegt ihr von oder über Kanada? Bei AirCanada und vielen anderen kanadischen Fluggesellschaften ist die Touristenkarte im Flugpreis enthalten. Die Karte wird auf dem Flug ausgeteilt. Fragt am besten direkt bei eurer Airline nach.

Beachtet: An ausländischen Flughäfen müsst ihr die Touristenkarte in lokaler Währung oder mit Kreditkarte bezahlen.

Beim Kauf am Flughafen kommt es auch mal zu Wartezeiten über 20 Minuten. Um unnötigen Stress am Flughafen zu vermeiden, sollte besonders bei Anschlussflügen oder bei Flügen außerhalb regulärer Öffnungszeiten die Touristenkarte vor der Reise erworben werden.

Touristenkarte im Reisebüro kaufen

Einige wenige auf Kuba spezialisierte Reisebüros verkaufen ebenfalls die Touristenkarte. Die besten Chancen habt ihr in einem Reisebüro am lokalen Flughafen. Viele Reisebüros verlangen eine zusätzliche Gebühr. In Deutschland beträgt diese oft 10 EUR. In anderen Ländern werden aber auch bis zu 50 USD verlangt.

Touristenkarte online kaufen

Allgemein

Inzwischen ist es möglich die Touristenkarte online zu bestellen. Das ist der einfachste und bequemste Weg. Zahlen könnt ihr gewöhnlich mit Kreditkarte oder per Banküberweisung. Die Zahlung per PayPal ist aufgrund des US-Embargos gegen Kuba nicht möglich.

Welcher Anbieter ist empfehlenswert und seriös?

Ich kaufe meine Touristenkarten bei CubaVisa.net*. Dort bekommt ihr die Touristenkarte für 29 EUR (zzgl. Versand, ab 30 EUR nach Deutschland Versandkostenfrei). Das Unternehmen aus den Niederlanden liefert auch nach Deutschland und Österreich. Die Zustellung erfolgt innerhalb von 1 bis 2 Werktagen nach Zahlungseingang mit DHL Express. Auf Nachfragen reagiert der Anbieter sehr schnell. Meine Erfahrungen mit dem Anbieter sind durchweg positiv.

Für einen Aufpreis bietet CubaVisa.net* auch einen Bearbeitungsservice. Mit diesem spart ihr euch das lästige Ausfüllen von Hand.

Warum ist die Zahlung mit PayPal beim Onlinekauf nicht möglich?

Viele Reisende wünschen sich eine bequeme und sichere Zahlungsmöglichkeit. Besonders weil der oben genannte Anbieter seinen Sitz in den Niederlanden hat. Dadurch greift der deutsche Verbraucherschutz nicht. Im Sommer 2017 bot CubaVisa.net kurzfristig die Zahlung über PayPal an. Trotz hoher Nachfrage musste nach wenigen Tagen die Zusammenarbeit beendet werden. Schuld daran waren Zahlungsstornierungen von PayPal. Der Zahlungsdienstleister setzte trotz anderslautender Rechtslage die US-Blockadegesetze gegen Kuba auch in der EU durch. Mit dem Wechsel der amerikanischen Regierung ist ein Ende der Blockade nicht in Sicht. Deswegen wird bis auf weiteres eine Zahlung per PayPal nicht möglich sein. Der oben genannten Anbieter ist seriös und hat in seinen AGB wichtige Regelungen zum Verbraucherschutz aufgenommen. Ihr könnt dadurch die alternativen Zahlungsmöglichkeiten beruhigt nutzen.

Touristenkarte beantragen im Konsulat

Eine weitere Möglichkeit ist der Bezug über die kubanischen Auslandsvertretungen. In Deutschland gibt es zwei, eine in Berlin und eine in Bonn. Den notwendigen Antrag könnt ihr beim kubanischen Außenministerium (MINREX) herunterladen. Lest den Antrag sorgfältig und befolgt die Anweisungen genau. (Antrag für Personen mit Wohnsitz in Deutschland und der Schweiz)

Nur bei persönlichem Erscheinen im Konsulat zahlt ihr die normale Gebühr in Höhe von 22 EUR. Für nicht anwesende Personen, die ebenfalls eine Touristenkarte benötigen, werden weitere 25 EUR Gebühr erhoben. Gleiches gilt bei Anträgen auf dem Postweg. Versendet diese als Einschreiben und legt einen ebenfalls als Einschreiben frankierten Rückumschlag bei.

Folgende Angaben werden von euch benötigt:

  • Nachname, Vorname
  • Geburtsdatum und Geburtsland, Staatsbürgerschaft
  • Nummer des Reisepasses
  • voraussichtlich erste Anschrift in Kuba, z.B das erste Hotel oder die erste Privatunterkunft
  • Abflugort
  • das Land, wo Ihr derzeit wohnt
  • eure Anschrift in Deutschland.

Als Beispiel die Gebühren für 2 in Deutschland lebende Personen:

  • Bei persönlichem Erscheinen beider Personen 44 EUR
  • Bei Antrag durch einen der beiden 69 EUR
  • Bei postalischem Antrag 94 EUR

Diese Gebühren sind beim postalischen Antrag per Bank zu überweisen, Bargeld wird auf dem Postweg nicht akzeptiert. Die Bankverbindung der Vertretung in Berlin findet ihr auf dieser Seite.

Bei persönlichem Erscheinen wird die Touristenkarte zwar sofort ausgestellt, ihr müsst aber derzeit mit längeren Wartezeiten rechnen. Beim Verfahren per Post ist mit mindestens 14 Tagen Bearbeitungszeit zu rechnen. Im Konsulat wird kein Bargeld mehr angenommen. Es ist nur noch möglich mit EC-Karte zu zahlen.

Beim Antrag über das Konsulat erspart ihr euch das Ausfüllen von Hand. Ihr erhaltet hier eure Touristenkarte für Kuba mit den eingetragenen Daten.

Fazit

Wer in der Nähe einer kubanischen Auslandsvertretung wohnt und persönlich im Konsulat erscheint, erhält dort günstig die Touristenkarte. Für alle anderen gibt es bessere Alternativen.

Euer Flug ist heute oder in wenigen Tagen? Dann bekommt ihr die Touristenkarte kurzfristig am Schalter der Fluggesellschaft sowie in einigen lokalen Reisebüros.

Die Bestellung online über CubaVisa.net* ist bequemer, oft preisgünstiger und besonders bei Anschlussflügen zu empfehlen. Ich kaufe meine Touristenkarten immer online, um mir den Stress am Flughafen und zu Beginn meiner Reise zu ersparen.

Rückseite der Touristenkarte Kuba mit Stempel des Ausstellers. Fehlt dieser ist die Karte nicht gültig.
Rückseite der Touristenkarte mit Stempel des Verkäufers. Fehlt dieser ist die Karte nicht gültig.

Sonderfall Direktflug aus den USA nach Kuba

US-Gesetze behindern Amerikaner Kuba zu besuchen. Davon sind auch ausländische Reisende betroffen. Aufgrund geltender US-Gesetze sind touristische Reisen von den USA nach Kuba weiterhin streng verboten. Andere Reisegründe sind unter besonderen Bedingungen erlaubt.

Die US-Regierung erlaubt Reisen unter einer allgemeinen oder einer speziellen Reisegenehmigung. Die allgemeine Reisegenehmigung bietet 12 erlaubte Reisekategorien. Jede dieser Kategorien besitzt spezielle Anforderungen und Dokumentationspflichten. Da die allgemeine Reisegenehmigung selbst-qualifizierend ist, seid ihr selbst dafür Verantwortlich, dass eure Reise den US-Gesetzen entspricht. Vor der Reise müsst ihr zudem ein Formular des Amtes für ausländische Vermögenswertkontrolle (Office of Foreign Assets Control, kurz OFAC) ausfüllen. Dieses Formular bekommt ihr von eurer Airline, entweder online oder am Flughafen.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger verkündete Präsident Trump häufigere Kontrollen durch das OFAC und eine stärkere Verfolgung von Missbrauch der allgemeinen Reisegenehmigung für touristische Reisen.

Wichtig: Individualreisen unter der früher oft genutzten Bildungskategorie – hier speziell die People-to-People Reisen – wurden verboten. Dies gilt nicht nur für Flugreisen, sondern auch für die Buchung von Unterkünften (z.B. bei AirBnB oder Booking.com)

Fällt eure Reise nicht unter die 12 Kategorien der allgemeinen Genehmigung, könnt ihr eine spezielle Reisegenehmigung beantragen. Bei dieser erfolgt eine Einzelfallprüfung. Der Antragsprozess ist langwierig und oft kompliziert.

Beachtet: Alle notwendigen Dokumentation müssen mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden. In diesem Zeitraum kann eine Prüfung durch offizielle Regierungsstellen erfolgen. Pro Verstoß gegen die US-Bestimmungen können Strafen bis zu 65000 USD verhängt werden.

Für Flugreisen aus den USA nach Kuba wird eine spezielle Rosa-Touristenkarte benötigt. Diese bekommt ihr direkt am Flughafen in den USA für 50 bis 100 US-Dollar. Auf CubaVisa.net* könnt ihr diese für 85 € zzgl. Versand bestellen.

Wichtig: US-amerikanische Kreditkarten und Auslandskrankenversicherungen werden in Kuba nicht akzeptiert. Weiterhin ist beim Barumtausch von US-Dollar eine Strafgebühr von 10% fällig.

Auch wenn günstige Flüge dazu verleiten, aufgrund der neuesten Regelungen durch die Trump-Regierung sind Direktflüge über die USA nach Kuba zu vermeiden. Das ausländische Amt warnt ebenfalls vor Direktreisen. Die sichere Alternative ist ein Flug über ein Drittland wie zum Beispiel Kanada oder Mexiko.

Kreuzfahrten – Benötige ich mehr als eine Touristenkarte?

Immer mehr Kreuzfahrtschiffe steuern mehr als einmal einen der großen kubanischen Häfen an. So können neben Havanna auch Cienfuegos und Santiago de Cuba besichtigt werden.

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna
Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna

Fährt das Schiff direkt von einem kubanischen Hafen zum nächsten, behält die Touristenkarte ihre Gültigkeit. Steuert das Schiff zwischen zwei Aufenthalten in Kuba ein Drittland wie die Kaiman-Inseln oder Jamaika an, benötigt ihr eine neue Touristenkarte. In der Regel könnt ihr Touristenkarten an Bord erwerben. Die Preise sind bei den Kreuzfahrtgesellschaften aber extrem unterschiedlich. Manchmal ist die Touristenkarte bereits im Preis enthalten oder ihr könnt diese wie bei der Mediterranean Shipping Company (MSC) günstig für 15 Dollar kaufen. Andere Gesellschaften wie Holland-America Line (HAL) und Norwegian Cruise Line (NCL) verlangen für die Touristenkarte stolze 75 Dollar.

Touristenkarte Kuba ausfüllen

Normalerweise erhaltet ihr eine Blanco-Touristenkarte ohne Eintragungen. Diese müsst ihr selbst ausfüllen. Seit vorsichtig, füllt die Karte in Ruhe und vollständig aus. Korrekturen und Ergänzungen sind hier nicht erlaubt. Folgende Daten tragt ihr auf beiden Hälften der Touristenkarte ein.

  • Name
  • Vorname (Bei mehreren Vornamen immer nur den Ersten angeben.)
  • Geburtsdatum
  • Nr. des Reisepasses (obere rechte Ecke im Reisepass)
  • Staatsangehörigkeit
Touristenkarte Kuba richtig ausgefüllt mit den Daten von Erika Mustermann.
Touristenkarte richtig ausgefüllt mit den Daten von Erika Mustermann.

Auf der Touristenkarte dürft ihr nur einen Vornamen eintragen. Besitzt ihr mehrere Vornamen, dann tragt hier nur den Ersten ein. Habt ihr einen ersten Vornamen, welcher mit einem Bindestrich getrennt ist (Zum Beispiel: Anna-Maria), dann tragt diesen vollständig ein.

Die Staatsangehörigkeit kann auch in Englisch und Spanisch eingetragen werden, besser ist es aber, die Schreibweise aus dem Reisepass zu übernehmen.

Bei einer Bestellung über CubaVisa.net* könnt ihr deren Bearbeitungsservice nutzen. Dieser füllt die Karte für euch aus.

Touristenkarte Kuba verlängern

Allgemeines zur Verlängerung

Möchtet ihr mehr als 30 Tage (Kanadier 90 Tage) in Kuba bleiben, ist es notwendig, die Touristenkarte zu verlängern. Ihr beantragt die Verlängerung um weitere 30 Tage (Kanadier weitere 90 Tage) im zuständigen Amt für Immigration und Ausländer (Inmigration).

Welches Amt zuständig ist, hängt von der Adresse eurer Unterkunft ab. Wenn ihr in einem Hotel oder in einer Privatunterkunft (Casa Particular) übernachtet, fragt dort nach der richtigen Adresse. Oft können euch eure Gastgeber auch die Öffnungszeiten nennen.

Die Warteschlangen sind oft sehr lang. Hier hilft nur frühes Aufstehen, ab 8:30 wird es richtig voll.

Die Verlängerung durch das Amt für Immigration erfolgt frühestens 7 Tage vor Ablauf. Das heißt, seit ihr zu früh dran, werdet ihr wieder weggeschickt.

Wichtig: Das Amt für Immigration ist am Wochenende sowie an offiziellen kubanischen Feiertagen geschlossen. Zweimal im Jahr schließt das Amt für drei Tage. Am 25., 26. und 27. Juli werden in Erinnerung an den 1953 von Fidel Castro angeführten Angriff auf die Moncada Kaserne, die Tage der nationalen Rebellion gefeiert. Zum Jahresende, am 31. Dezember sowie 1. und 2. Januar ist das Amt für Immigration ebenfalls geschlossen. Dann feiern die Kubaner den Jahreswechsel und den Sieg der Revolution.

Bis zu 90 Tage als Tourist in Kuba?

Wollt ihr länger als 60 Tage als Tourist in Kuba bleiben? Früher war das nur möglich, wenn ihr zwischendurch das Land verlassen habt und mit einer neuen Touristenkarte eingereist seit. Ob ihr eure Touristenkarte ein zweites Mal verlängern könnt, entscheidet der zuständige Immigrationsbeamte vor Ort. Dieser erteilt in der Regel die zweite Verlängerung, wenn es keine Aufzeichnungen über Fehlverhalten des Antragstellers gibt. Kanadier können keine zweite Verlängerung beantragen.

Dokumente für die Verlängerung

  1. Reisepass
  2. die zu verlängernde Touristenkarte
  3. Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung
  4. 25 CUC in Wertmarken, sogenannten Sellos, mit Quittung
  5. Nachweis über aktuelle Unterkunft
  6. Antrag für die Verlängerung (Diesen erhaltet ihr im Immigrationsbüro oder dieser wird vom zuständigen Beamten ausgefüllt)
  7. Rückflugticket (nur bei zweiter Verlängerung notwendig)

Die Unterlagen der Punkte 1 bis 3 benötigt ihr bereits bei der Einreise. Achtet unbedingt vor der Reise darauf, dass die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung den Zeitraum für die Verlängerung einschließt.

Die Wertmarken werden für die Zahlung von Gebühren bei Behörden verwendet. Ihr solltet diese in jeder Bank kaufen können. Der Preis ist aufgedruckt, ihr müsst keine zusätzliche Gebühr bezahlen.

Wichtig: Es gibt Wertmarken in beiden kubanischen Währungen Peso Cubano (CUP) und Peso Convertible (CUC). Achtet darauf, dass ihr die Richtigen erhaltet und bezahlt. Für die Verlängerung benötigt ihr Wertmarken im Gesamtwert von 25 CUC. Behaltet die Quittung, manchmal fragt der Beamte in der Immigration danach. Kauft die Wertmarken vor dem Tag der Verlängerung, denn bei der Bank sowie bei der Immigration ist mit langen Wartezeiten zu rechnen ist.

Sello im Wert von 5 CUC
Sello im Wert von 5 CUC

Bei der Verlängerung müsst ihr auch eine legale Unterkunft vorweisen. Eine Bescheinigung vom Hotel oder die Quittung eurer Casa Particular reichen dafür aus.

Den Antrag für die Verlängerung gibt es nur in Spanisch. Ihr erhaltet diesen direkt beim Immigrationsbüro. Oft verlangen die Beamten auch keinen Antrag, sondern füllen diesen für euch aus.

Bei einer zweiten Verlängerung der Touristenkarte fragt euch der Beamte nach eurem Rückflugdatum. Dies müsst ihr manchmal auch mit einem Rückflugticket oder einer Buchungsbestätigung nachweisen. Nehmt deswegen eine Kopie der Dokumente bei der Antragsstellung mit.

Touristenkarte Kuba verloren

Habt ihr eure Touristenkarte verloren? Ohne diese könnt ihr nicht aus Kuba ausreisen. Pauschaltouristen sollten sich direkt an ihre Reiseleitung wenden, diese sorgt im Regelfall für Ersatz. Individualreisende melden sich umgehend bei der nächstgelegenen Immigration. Fragt am Besten in eurer Unterkunft nach der richtigen Adresse. Viele Gastgeber helfen euch auch eine neue Touristenkarte bei der Immigration zu beantragen.

Merkt ihr erst kurz vor eurem Rückflug, dass die Touristenkarte fehlt (zum Beispiel: Beim Packen oder am Flughafen), dann könnt ihr den Verlust auch im Immigrationsbüro am Flughafen melden. In diesem Fall kommt zeitig zum Flughafen, den der Prozess benötigt Zeit.

Wenn ihr auch euren Reisepass verloren habt, meldet dies zuerst bei der Polizei und beantragt dann in der deutschen Botschaft einen neuen.

Zum Schluss noch eine Bitte und der Hinweis auf zwei Artikel mit vielen Tipps und Informationen

Wenn ihr Ergänzungen oder neue Informationen habt, dann schickt mir diese bitte per E-Mail an info@havanna-original.com oder schreibt einen Kommentar, sodass ich die hier stehenden Informationen aktuell halten kann.

Jetzt wünsche ich euch eine tolle und unvergessliche Reise nach Kuba.

Folgende Beiträge sind besonders beliebt:

Egal zu welcher Reisezeit in Kuba gibt es malerische Sonnenuntergänge.
Egal zu welcher Reisezeit in Kuba gibt es malerische Sonnenuntergänge.

Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung kann nicht übernommen werden. Einreisebestimmungen, Vertragsbedingungen und Preise können sich ohne unser Wissen kurzfristig ändern. Wir empfehlen die aktuellen Informationen der Anbieter und des kubanischen Konsulates zu prüfen.

*Affliate-Link

Fidel Castro – Ein Leben für die Revolution

Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago

Fidel Castro

Historischer Anführer der kubanischen Revolution

Fidel Alejandro Castro Ruz

* 13.08.1926

in Birán, Kuba

25. November 2016

in Havanna, Kuba

Ein Jahr ohne dich, aber mit dir“

So lautet das offizielle diesjährige Motto zum Gedenken an Fidel Castro, den charismatischen Führer der kubanischen Revolution. Dass dieses Motto zutrifft, erfuhr ich in diesem Jahr bei vielen Gelegenheiten. Ob der alte Tabakbauer im Viñales-Tal oder die junge Köchin in Baracoa, im ganzen Land sprechen die Menschen mit großer Bewunderung über Fidel.

Viele Deutsche verstehen diese Beliebtheit Fidels nicht, denn die meisten deutschen Medien verbreiten ein sehr negatives Bild. Dieses entsteht durch die Überpräsenz der exilkubanischen Gemeinschaft in Florida, die durch ihre enge Verbindung zur amerikanischen Regierungen und den großen amerikanischen Medien auch die US-Außenpolitik und die deutsche Medienlandschaft bestimmen.

Kranz zur Erinnerung an Fidel Castro in Guantanamo
Kranz zur Erinnerung an Fidel Castro in Guantanamo

Die Beliebtheit von Fidel beim kubanischen Volk kann man verstehen, wenn man sich mit seiner Persönlichkeit und seinem Wirken unvoreingenommen beschäftigt.

Einen guten Blick auf sein Leben liefert der Nachruf des spanischen Journalisten Ignacio Ramonet. Dieser kannte Fidel seit 1975 persönlich. Leider gibt es nur noch gebrauchte Exemplare seiner umfangreiche und sehr empfehlenswerten Biografie „Fidel Castro: Mein Leben.“

Auch viele berühmte Persönlichkeiten trafen Fidel Castro persönlich. Ihre Reaktionen nach diesen Treffen widersprechen deutlich dem Bild der Exilkubaner.

Die acht wichtigsten Stunden meines Lebens“

Regisseur und Produzent Steven Spielberg nach einem persönlichem Gespräch mit Fidel Castro

Er ist ein erstaunlicher Mann, eine sehr intelligente Person. … Fidel Castro und Nelson Mandela – Diese beiden Männer sind eine Quelle der Inspiration für die ganze Welt“

Model und Schauspielerin Naomi Campbell

Kuba ist das einzige Land der Welt, welches in Solidarität Ärzte, Ingenieure, Sporttrainer und Lehrer in die verlorenen Länder der Welt schickt, das wenige teilt was es zur Verfügung hat, und dies ist das Werk von Fidel.

Freiheitskämpfer aus Puerto Rico und bis Mai 2017 politischer Gefangene der USA Oscar López Rivera

Fidel Castro und sein Bruder Raul
Fidel Castro und sein Bruder Raul

Wir beide haben Macht und wollen sie für gute Zwecke nutzen“

Regisseur und Produzent Francis Ford Copolla

Er ist ein Genie. Wir sprachen über alles.“

Schauspieler und Regisseur Jack Nicholson

Sehr selbstlos und moralisch. Einer der weisesten Männer der Welt.“

Regisseur und Produzent Oliver Stone

Er ist der Grund, warum ich noch lebe. … Er öffnete Kubas Tür für mich, als die argentinischen Kliniken sie zuschlugen, weil sie nicht den Tod von Maradona an ihren Händen haben wollten. … Er rief mich oft morgens an, um über Sport oder Politik zu reden. … Er sagte: Ich kann das schaffen und ich schaffte es. … Er war wie ein zweiter Vater für mich.“

Fußballspieler Diego Maradona

Er weilte lange Zeit auf Kuba wegen eines Drogenentzugs.

Wenn du an Freiheit glaubst, wenn du an Gerechtigkeit glaubst, wenn du an Demokratie glaubst, hast du keine Wahl außer Fidel Castro zu unterstützen“

Sänger und Schauspieler Harry Belafonte

Eine Quelle der Inspiration für alle freiheitsliebenden Menschen“

ehemaliger politischer Gefangener und Präsident von Südafrika Nelson Mandela

Fidel ist ein Mann mit enormer persönlichem Anziehungskraft. Dazu bestimmt in jeder Bewegung, an der er beteiligt ist, die Rolle des Anführers einzunehmen. Er hat alle typischen Charaktereigenschaften eines großen Anführers: Wagemut, Kraft, der Wunsch das Ohr am Willen der Menschen zu halten. Aber er hat noch andere Qualitäten: Die Fähigkeit Wissen und Erfahrung aufzunehmen, das Gesamtbild einer gegebenen Situation zu erfassen und ein grenzenloser Glaube an die Zukunft“

Arzt, Autor, Revolutionär Che Guevara

Erst in seinen letzten Lebensjahren war Fidel Castro als Autor aktiv, davor war er für seine langen und treffenden Reden berühmt. Einen kurzen Ausschnitt aus seiner Rede vor der Uno findet ihr bei Amerika21. Diese ist zwar von 1979, hat aber nichts an Aktualität eingebüßt.

Die Moncada Kaserne in Santiago ist jetzt eine riesige Schule.
Die Moncada Kaserne in Santiago ist jetzt eine riesige Schule.

Seine berühmteste Rede hielt Castro allerdings bereits 1953. Nach dem gescheiterten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba nutzte er seine Verteidigungsrede für eine fünfstündige Anklage der Diktatur Batistas und der sozialen Zustände in Kuba. Da seine Mitstreiter bereits zu langen Gefängnisstrafen verurteilt waren, kam ein Freispruch für ihn nicht in Frage. Er wollte mit seinen Männern die Gefängnisstrafe absitzen. So schloss er mit den berühmt geworden Worten:

Verurteilen Sie mich. Das macht nichts. Die Geschichte wird mich freisprechen.“

Eine stark gekürzte Fassung dieser Rede findet ihr hier in deutscher Sprache.

Die vollständige spanische Version könnt ihr hier herunterladen.

Zum Schluss empfehle ich euch noch die kubanische Seite fidelcastro.cu. Diese bietet, auch in deutscher Sprache, eine umfangreiche Biografie, Reden, Artikel, Bücher, viele Fotos und Videos von Fidel Castro.

Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago
Grabstein von Fidel Castro auf dem Heldenfriedhof Santa Ifigenia in Santiago

Kreditkarte Kuba – Was ihr wissen solltet [Update 2018]

Welche Kreditkarte für Kuba?

Kreditkarte Kuba – Was ihr wissen solltet [Update 2018]

Wie läuft das mit den zwei Währungen? Sollte ich eher Bargeld oder eine Kreditkarte nach Kuba mitnehmen? Funktionieren  Mastercard, Maestro oder Visa Karten in Kuba? Wie und wo bekomme ich Geld.  Welche Gebühren fallen in Kuba an und welche bei meiner Bank? Wer nach Kuba reisen möchte, stellt sich viele Fragen zur Reisekasse.  In dem folgenden Beitrag beantworten wir diese Fragen und geben noch weitere wertvolle Hinweise für eure Kubareise.

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Währung in Kuba

In Kuba gibt es zwei offizielle Währungen. Zum einen die Hauptwährung Peso Cubano (CUP), die oft einfach Peso
oder auch Moneda Nacional genannt wird. In dieser Währung werden Gehälter und Renten bezahlt. Öffentliche Verkehrsmittel,
einheimische Waren und Dienstleistungen, Eintrittspreise im Alltag bezahlen die Kubaner sehr viel mit CUP.

Die zweite Währung ist der Peso Convertible (CUC), oft auch Dollar genannt, da diese seit 1994 den damals parallel genutzten
US-Dollar (USD) ersetzte und ebenfalls an dessen Kurs 1:1 fixiert ist. In der Praxis wird aber gewöhnlich ein Umrechnungskurs
im Verhältnis 1 CUC zu 1.02 bis 1,05 USD verwendet. In Wechselstuben, in Kuba heißen diese CADECA, werden Euro, Pfund,
US-Dollar, Schweizer Franken, Canadische Dollar und Mexikanische Peso sowie Japanische Yen akzeptiert. Beim Bartausch von US-Dollar
wird eine zusätzliche Steuer von 10% fällig. Die Tauschkurse liegen etwa 3% unter dem aktuellen Devisenkurs.

Der CUC wird in speziellen Läden ähnlich dem Intershopsystem der DDR verwendet sowie für touristische Angebote und
Dienstleistungen
. Da der Peso Convertible gerne wie der Peso Cubano einfach nur mit Peso abgekürzt wird, ist es besonders für
Touristen schwer zu erkennen, welche Währung gemeint ist.

In Kuba gibt es zwei Währungen, den Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC).
In Kuba gibt es zwei Währungen, den Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC).

Früher waren beide Währungen stärker getrennt. Kubaner konnten den CUC nur eingeschränkt beziehen und Touristen nur schwer CUP erwerben. Inzwischen ist der Tausch in Wechselstuben uneingeschränkt möglich, in vielen Geschäften kann mit beiden Währungen bezahlt werden und auch im privatwirtschaftlichen Bereich werden beide Währungen parallel eingesetzt. So könnt ihr zum Beispiel auf dem Markt oder an Obstständen auch mit CUC bezahlen, auch wenn die Preise in CUP angeschrieben sind. Gleiches gilt für öffentliche Verkehrsmittel und viele Restaurants. Trotzdem kommt es ab und zu vor, dass nur eine der beiden Währungen akzeptiert wird,  Individualreisende sollten deshalb beide Währungen besitzen. Für Pauschaltouristen reicht in der Regel der CUC aus. Der offizielle Umtauschkurs beträgt 1 CUC zu 24 CUP. in die andere Richtung 25 CUP zu 1 CUC.

Erfolgt die Rechnung in CUP und ihr bezahlt mit CUC, wird meist ein Kurs von 1 zu 22 bis 1 zu 25 berechnet. Ausnahmen sind die Cent-Münzen. Bezahlt ihr mit diesen, wird zur unkomplizierten Umrechnung meist ein Kurs von 1 zu 20 verwendet.

  • 0,05 CUC = 1 CUP
  • 0,10 CUC = 2 CUP
  • 0,25 CUC = 5 CUP
  • 0,50 CUC = 10 CUP
  • 1,00 CUC = 25 CUP

Kreditkarte oder Bargeld für Kuba?

Welche Bargeldmengen ihr in Kuba noch benötigt, hängt natürlich stark von eurem Reisestil und euren persönlichen Ansprüchen ab. Pauschalreisende benötigen deutlich weniger als Individualtouristen, die noch Unterkunft und Transportmittel vor Ort bezahlen müssen. Bargeldmengen zwischen 1000 EUR und 2000 EUR pro Person kommen aber schnell zusammen. Ich fühle mich immer unwohl mit solchen großen Bargeldmengen im Gepäck. Selbst wenn man die Summe auf verschiedene Gepäckstücke aufteilt, das Verlustrisiko ist mir einfach zu groß. Verliert ihr euer Gepäck oder schlägt ein Dieb zu, ist der Urlaub im Eimer. In diesen Schadensfällen zeigt sich der große Vorteil von Kreditkarten. Lasst ihr diese nach einem Verlust umgehend sperren, ersetzt euch die Bank weitere Schäden. Führt ihr zwei Kreditkarten getrennt mit euch, ist das Risiko ohne Geld dazustehen extrem gering.

Kartenzahlung ist in Kuba noch wenig verbreitet. Dort, wo sie angeboten wird, treten häufig Störungen auf oder es fallen zusätzliche Gebühren an. Trotzdem ist eine Kreditkarte die beste Möglichkeit für die Reisekasse. Mit dieser hebt ihr an den im Land vorhanden Geldautomaten oder in Banken Bargeld ab. So reist ihr nur noch mit der gerade benötigten Geldmenge durch Kuba.

Finger weg: Der Tausch von Euro oder anderen Fremdwährungen auf der Straße ist nicht nur illegal, sondern auch eine beliebte Form, um Touristen zu betrügen. Neben anderen Betrugsmaschen werden euch zum Beispiel statt CUC nur CUP angedreht oder ihr erhaltet einen deutlich schlechteren Kurs als in den offiziellen Wechselstuben.

Leider kam es in der Vergangenheit auch in den offiziellen Wechselstuben immer wieder zu Betrugsfällen. Besonders die Wechselstuben an Flughäfen und in Touristenzentren haben keinen guten Ruf. Bezieht ihr Geld am Geldautomaten, seid ihr vor Betrügereien sicher und umgeht lange Wartezeiten beim Geldwechseln.

Ob ihr mit Kreditkarte Geld abhebt oder Bargeld in Kuba tauscht, von kubanischer Seite fallen vergleichbare Gebühren an.

Inzwischen nehme ich nur noch eine kleine Bargeldmenge mit. Diese orientiert sich an der 4 -Tages-Regel. Bargeld in Euro für den ersten Tag und eine Notfallreserve für drei Tage. Diese Summe tausche ich direkt bei der Ankunft am Flughafen. Nachschub hole ich dann regelmäßig in kleinen Beträgen mit meiner Kreditkarte.

Bezahlt ihr eure Reise mit einer Kreditkarte, bieten viele Anbieter weitere Vorteile für Reisende. Zum Beispiel: Reiseversicherungen oder Versicherungen für den Mietwagen. Die Konditionen der verschiedenen Versicherungen unterscheiden sich teils deutlich, prüft deswegen, ob die inkludierten Versicherungen eure Risiken wirklich abdecken.

Aufgrund der vielen Vorteile empfehle ich euch, reist nicht ohne Kreditkarte nach Kuba. Ich nutze eine Visa-Karte der Deutschen Kreditbank* für das kostenlose Abheben von Bargeld. Zudem habe ich eine Mastercard der Advanzia Bank* als Notfall- und Ersatzkarte. Warum ich mich für diese beiden entschieden habe und worauf ihr bei eurer Auswahl achten müsst, zeige ich euch jetzt.

Welche Kreditkarte funktioniert in Kuba?

Die US-Blockade gegen Kuba sorgt weiterhin dafür, dass Kreditkarten von US-Banken oder deren Tochtergesellschaften in Kuba nicht funktionieren. American Express oder Diners Club könnt ihr deswegen nicht nutzen.

VISA Kreditkarten

Visa Kreditkarten sind die beste Wahl für eure Kubareise. Ihr könnt mit diesen an vielen Bankschaltern und allen Geldautomaten Bargeld abheben.

Mastercard Kreditkarten

Mit Mastercard Kreditkarten könnt ihr schon seit längerer Zeit Bargeld am Schalter beziehen. Seit 2016 werden die Geldautomaten umgestellt, jetzt könnt ihr ebenfalls an vielen Automaten Geld abheben.

Maestro Karten

In Deutschland sind oft EC und Giro Geldkarten mit dem Maestro Service ausgestattet. Diese basieren auf den Zahlungsdienstleistungen von Mastercard und können wie Mastercard Kreditkarten verwendet werden. Viele Kreditinstitute verlangen haarsträubende Gebühren. Prüft diese vor eurer Reise. Der Abschnitt „Kreditkarte in Kuba nutzen – Was verlangen die Kreditkarteninstitute?“ hilft euch dabei.

Reine EC bzw. Giro Geldkarten, sowie Karten mit VPay-Funktion

Obwohl Visa Kreditkarten in Kuba akzeptiert werden, könnt ihr Geldkarten mit VPay-Funktion nicht nutzen. Dies gilt auch für reine EC bzw. Giro Geldkarten.

Warum funktionieren nicht alle europäischen Kreditkarten?

Beachtet: Eure Mastercard oder VISA wird nicht akzeptiert, wenn diese von einer US-Bank oder deren Tochtergesellschaft stammt. Bei einigen europäischen Banken erfolgen die Abrechnungen über Kreditinstitute in den USA. Weitere Banken bieten nach hohen US-Strafforderungen keine Dienstleistungen in Kuba an. Karten dieser europäischen Banken funktionieren in Kuba ebenfalls nicht. Dies betrifft vor allem Banken aus Ländern, die nicht zur EU gehören, insbesondere Schweizer Banken. Im
Zweifel fragt vor eurer Reise nach Kuba bei eurer Bank nach.

Bargeld per Kreditkarte

Bargeld könnt ihr in Kuba auf zwei Arten beziehen, persönlich mit Kreditkarte und ohne PIN am Schalter oder mit Kreditkarte und PIN am Geldautomaten.

Hebt ihr mit der Kreditkarte Geld ab, bekommt ihr die Devisenwährung CUC ausgezahlt. Während die Abrechnung auf eurer Kreditkarte in US Dollar (USD) erfolgt.

Der Wechselkurs hängt vom Bezugsort ab und liegt im Durchschnitt bei 1.00 CUC zu 1.03 USD. Hebt ihr zum Beispiel 100 CUC am Automaten ab, erfolgt die Abbuchung auf der Kreditkarte in Höhe von 103 USD.

Am Schalter

In den größeren Wechselstuben (CADECA) sowie in Filialen der “Banco de Credito y Comercio” (BANDEC) und der “Banco Financiero Internacional” (BFI) könnt ihr Bargeld am Schalter abheben. Dabei solltet ihr euch auf längere Wartezeiten einstellen. Eine halbe Stunde oder mehr ist keine Seltenheit. Besonders voll wird es am Mittag, denn viele Banken schließen für eine längere Mittagspause sowie an den ersten Tagen der Rentenauszahlung. Diese werden gewöhnlich mit einem Aushang außen an der Wechselstube bzw. Bank angekündigt . Sucht an diesen Tagen besser einen anderen Ort zum Wechseln auf.

Beachtet: Am Schalter benötigt ihr euren Reisepass, eine Kopie wird nicht akzeptiert. Prüft auch, ob eure Kreditkarte unterschrieben ist. Die Bankangestellten prüfen sehr genau, ob die Unterschrift auf Beleg, Reisepass und Kreditkarte übereinstimmt.

In den Wechselstuben und den Banken gibt es verschiedene Wechselkurse zum US-Dollar. Für 1.00 CUC bezahlt ihr in der Regel zwischen 1.0250 und 1.0450 USD. Die Angestellten weisen euch auf diesen Wechselkurs hin. Die Abbuchung erfolgt zum normalen Devisenkurs, kann sich aber um 2 bis 3 Tage verzögern. Fallen bei eurem Kreditinstitut weitere Gebühren an, erfahrt ihr dies erst auf der Abrechnung eurer Kreditkarte.

Wenn auch selten, kommt es leider auch in offiziellen Wechselstuben oder Banken zu Betrugsfällen. Die Wechselkurse werden offiziell ausgeschrieben, prüft diesen Kurs mit den Angaben auf dem Beleg und zählt die erhaltene Geldmenge direkt nach. Spätere Reklamationen sind zwecklos.

Hebt ihr Geld am Schalter ab, könnt ihr gleich einige CUC in die zweite kubanische Währung CUP tauschen. Mit dieser könnt ihr frisches Obst und Gemüse kaufen, in staatlichen Restaurants essen und viele öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Der Umtausch von CUC in CUP erfolgt im Verhältnis 1:24.

Am Geldautomaten

Die langen Wartezeiten am Schalter spart ihr euch am besten, wenn ihr euer Geld direkt am Automaten abhebt.

Schaut euch die Geldautomaten vor dem Abheben an. Auf der Startseite seht ihr die akzeptierten Kreditkarten (Visa, Mastercard u.a.) und welche Scheine im Gerät enthalten sind. Dort seht ihr die Währung und den Geldscheinwert. Manchmal stehen auch Geldscheinwerte über dem Automaten. Richtig ist aber immer der Wert im Display.

Anzeige an kubanischen Bankautomaten
Anzeige am Geldautomat. Oben stehen die akzeptieren Karten. Darunter findet ihr die enthalten Banknoten.

Mit ausländischen Kreditkarten könnt ihr nur CUC abheben. An vielen Standorten findet ihr mehrere Automaten mit unterschiedlichen Scheinen. Wichtig: Sind im Automaten nur 20-CUC-Scheine enthalten, muss eure Abhebesumme durch 20 teilbar sein. Ihr könnt dann keine 150 CUC abheben.

Die Bedienung der Geldautomaten erfolgt wahlweise in Spanisch oder Englisch. Achtung: Vergesst eure Karte nicht im Automaten. Im Unterschied zu Deutschland erhaltet ihr erst einen Beleg, dann euer Geld, und am Schluss wird die Kreditkarte ausgeworfen.

An den Automaten gilt ein einheitlicher Wechselkurs von 1 CUC zu 1.03 USD, dieser wird euch beim Abheben angezeigt. Zusätzlich bezahlt ihr die anfallenden Gebühren eures Kreditkarteninstitutes. Diese tauchen wie beim Abheben am Schalter erst auf der Abrechnung auf. Auch am Automaten erfolgt die Abbuchung zum Devisenkurs und kann sich um 2-3 Tage verzögern.

Pro Abhebung könnt ihr maximal 40 Geldscheine erhalten. Oft sind Scheine im Wert von 5 oder 10 CUC im Automaten verfügbar. Für größere Geldmengen müsst ihr deshalb häufig mehrere kleine Beträge abheben. Das wird teuer, wenn eure Bank eine Mindestgebühr pro Abhebung verlangt. Bei manchen sind das über 7 Euro. Prüft dies vor eurer Kubareise. Im Idealfall nutzt ihr deshalb eine Karte ohne Mindestgebühr. Benötigt ihr mehr Geld, solltet ihr nicht versuchen, direkt danach ein zweites Mal Geld abzuheben. Denn bei vielen Karten gibt es eine Sicherheitssperre, welche eure Karte in diesem Fall blockiert. Wartet etwa eine Stunde, um mehr Geld
abzuheben.

Kuba Kreditkarte Gebühren – Was verlangen die Kreditkarteninstitute?

Relevant für eure Reise nach Kuba sind folgende oft anfallende Gebühren.

Gebühren für Bargeldabhebungen am Geldautomaten außerhalb der EU

Üblich sind etwa 3% des Umsatzes. Viele Banken verlangen zudem eine Mindestgebühr zwischen 5 und 7 Euro.

Gebühren für Bargeldabhebungen am Schalter außerhalb der EU

Üblich sind etwa 3% des Umsatzsatzes. Viele Banken verlangen ebenfalls eine Mindestgebühr zwischen 5 und 7 Euro.

Gibt es eine Fremdwährungsgebühr oder ein Entgelt für Auslandseinsatz außerhalb der EU?

Üblich sind weitere 1,5 bis 2,5% des Umsatzes. Achtung: Viele Anbieter werben mit Gebührenfreiheit und verlangen trotzdem diese Gebühr. Unter anderem die Ing-Diba.

Gebühren für Kartenzahlung

Vermeidet Kartenzahlungen in Kuba. Wollt ihr die Kreditkarte auch bei anderen Reisen verwenden, müsst ihr diese Gebühren natürlich berücksichtigen. Bei vielen Kreditinstituten entstehen außerhalb der EU zusätzliche Gebühren zwischen 1,25% und 2,5% des Zahlbetrages.

Jährliche Grundgebühr

Unabhängig von den oben genannten Gebühren fällt bei den meisten Anbietern auch eine jährliche Grundgebühr an. Viele Lockangebote
sind nur ein Jahr kostenfrei. Ab dem zweiten Jahr müsst ihr dann jährlich zahlen.

Habt ihr alle Gebühren im Kleingedruckten gefunden? Sind diese zu hoch, empfehle ich euch den Wechsel. Um euch die Auswahl zu erleichtern, findet ihr hier meine Empfehlungen. Die Karten ohne Jahresgebühr eignet sich gut als Zweit- oder Notfallkarte.

Welche Kreditkarte für Kuba? Unsere Empfehlungen

Damit ihr im Dschungel der Kreditkartenanbieter schnell eine geeignete Karte findet, stelle ich euch hier meine Empfehlungen vor. Zuerst habe ich euch aber einige ungeeignete Anbieter aufgelistet, die mir während der Recherche aufgefallen sind.

Welche Anbieter ihr meiden solltet?

Die Kreditkarten folgender Anbieter haben sehr schlechte Konditionen. In Kuba fallen beim Einsatz der Karten hohe Gebühren an.

  • Kreditkarten der Sparkassen
  • Deutsche Bank
  • Postbank
  • Targobank
  • Co-Branding Karten der LBB (z.B. Amazon, ADAC) wenn der Kreditrahmen in Anspruch genommen wird
  • Postfinance (Schweiz)
  • UBS (Schweiz)

Seit ihr im Besitz einer Kreditkarte der folgenden Anbieter, könnt ihr diese als Zweit- oder Ersatzkarte nutzen, da neben einer möglichen Jahresgebühr nur Fremdwährungsgebühren anfallen (in der Regel 1,75% des Umsatzes).

  • Ing-DiBa
  • Co-Branding Karten der LBB (z.B. Amazon, ADAC) wenn vor der Reise ausreichend Guthaben auf die Karte aufgeladen wird.
  • Wüstenrot

Deutsche Kreditbank (DKB)

2015 bin ich zur bei Reisenden besonders beliebten DKB** gewechselt. Die Möglichkeit, weltweit kostenfrei mit der Visa Kredikarte Geld zu bekommen, hat mich überzeugt. Es ist einfach komfortabel, am Sparkassenautomat in der deutschen Provinz genauso wie in der Metropole Havanna gebührenfrei Geld abzuheben. Die DKB Kreditkarte* bekommt ihr zu dem Girokonto „DKB-CASH”. Besonders bei einem Geldeingang über 700 EUR pro Monat bietet die DKB günstige Konditionen. Besitzt ihr diesen nicht, ist die Barclaycard Visa* eine sehr gute Alternative. Die Abrechnung der DKB Kreditkarte* erfolgt über ein seperates Unterkonto. Dies ist für mich besonders wichtig: Erstens habe ich damit einen super Überblick über die Kreditkartenzahlungen und zudem eine zusätzliche Sicherheit, denn im Betrugsfall wird nicht das gesamte Girokonto leergeräumt.

  • Produkt: DKB-CASH*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei**
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: 3% mindestens 5 EUR
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine**
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: kostenfrei**
  • Jährliche Grundgebühr: keine

Fazit: Mit der Kreditkarte der DKB* könnt ihr weltweit kostenfrei Geld am Automaten abheben  und das dazugehörige Girokonto überzeugt mit günstigen Konditionen. Allerdings benötigt ihr ab dem zweiten Nutzungsjahr einen Geldeingang über 700 EUR pro Monat.

**Die DKB hat zum 01.10.2016 ihre AGB geändert. Für aktive Kunden mit monatlichem Geldeingang über 700 EUR gelten die oben genannten
Gebühren. Für Neu- und Bestandskunden ohne diesen monatlichen Geldeingang ändern sich die Bedingungen nach dem 1. Nutzungsjahr. Für
Kartenzahlung und Bargeldabhebung am Automaten entstehen dann Kosten in Höhe von 1,75 % des Umsatzes, mindestens jedoch 5 EUR.

Advanzia Bank

Die Mastercard der Advanzia Bank* nutze ich seit vielen Jahren. Für Onlineeinkäufe oder bargeldloses Bezahlen ist diese Karte ideal. Selbst im EU-Ausland erhebt die Advanzia keine Gebühren für die Kartenzahlung. Bezahlt ihr euren Flug mit dieser Kreditkarte, sind auch verschiedene Reiseversicherungen (alle mit Selbstbeteiligung) inklusive. Unter anderem die in Kuba notwendige Auslandskrankenversicherung. Diese gelten für den Karteninhaber und bis zu drei Mitreisenden. Bei dieser Kreditkarte erhaltet
ihr eine Monatsrechnung, die ihr per Überweisung bezahlen müsst. Ich nutze die Advanzia Kreditkarte* in Kuba nur im Notfall, denn bei Bargeldabhebungen fallen hohe Zinsen an. Diese könnt ihr umgehen, wenn ihr vor eurer Reise Geld auf die Karte ladet.

  • Produkt: Gebührenfrei Mastercard Gold*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: keine
  • Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung, Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • Reisegepäckversicherung
  • Unfall- und Haftpflichtversicherung für Auslandsreise

Fazit: Die Gebührenfrei Mastercard Gold* ist eine super Zweit- bzw. Notfallkarte. Bezahlt ihr eure Reise mit dieser Karte, bieten euch die inkludierten Reiseversicherungen auch einen Basisschutz.

Barclaycard

Barclaycard bietet in Deutschland mehrere Kreditkarten an. Enige sind für den Kubaurlaub empfehlenswert, andere sind nur eingeschränkt sinnvoll. Wie bei der Karte von Advanzia erfolgt eine monatliche Abrechnung. Diese kann per Überweisung oder Bankeinzug vom eigenen Girokonto gezahlt werden. Großer Vorteil gegenüber der Advanzia Karte: Bezahlt ihr die Monatsrechnung pünktlich und komplett, fallen keine Zinsen für Bargeldabhebungen an. Im Gegensatz zu den vorgestellten Kreditkarten ist die Barclaycard für
Studenten für eine Kubareise ungeeignet, da hohe Gebühren beim Geldabheben anfallen.

Beachtet: Inkludierte Versicherungen und Zusatzleistungen werden nur wirksam, wenn die Reise bzw. der Mietwagen mit der Kreditkarte bezahlt wird.

BARCLAYCARD VISA

Seit Juli 2018 wurde die Barclaycard New Visa mit neuen und besseren Konditionen durch die Barclaycard Visa* ersetzt.  Jetzt fallen keine Fremdwährungsgebühren mehr an. Auch die jährliche Grundgebühr ab dem zweiten Jahr wurde gestrichen. Wie bei der Advanzia Karte gibt es jetzt keine zusätzlichen Gebühren beim Einsatz in Kuba. Die Karte ist aufgrund ihrer Gebührenfreiheit auch eine super Zweit- und Notfallkarte. Benötigt ihr kein zusätzliches Girokonto oder habt ihr nur einen geringen monatlichen Geldeingang, ist die Karte auch eine hervorragende Alternative zur Kreditkarte
der DKB.

  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: keine

Fazit: Aktuell die günstigste Kreditkarte für Kuba. Wer nicht auf Reiseversicherungen verzichten will, kann die Reise mit der Advanzia
Karte
*
bezahlen und nutzt die Barclaycard Visa* zum Geldabheben in Kuba.

BARCLAYCARD VISA GOLD

Die Barclaycard Visa Gold* bietet neben günstigen Auslandskonditionen eine Reiserücktrittversicherung und eine Reiseabbruchversicherung,
allerdings mit hohen Selbstbeteiligungen. So zahlt ihr mindestens 100 EUR pro Person im Schadensfall. Wird dieser durch Krankheit
verursacht, sind es sogar 20%, aber mindestens 100 EUR pro Person. Während die Karte im ersten Jahr kostenfrei ist, fällt in den
folgenden Jahren eine Jahresgebühr in Höhe von 59 EUR an. Dafür ist eine auch in Kuba gültige Auslandskrankenversicherung für Reisen
bis 42 Tage inklusive. Aufgrund der Fremdwährungsgebühren ist die Karte weniger dafür geeignet, in Kuba Geld abzuheben, denn dafür
fallen Gebühren in Höhe von 1,99 % der abgehobenen Geldmenge an. Wer auf Reiserücktrittversicherung und Reiseabbruchversicherung
verzichten kann, für den ist die Eurowings Kreditkarte Gold eine gute Alternative. Wer diese Versicherungen unbedingt braucht, dem
empfehle ich die Kreditkarte der Advanzia Bank*, diese ist dauerhaft ohne Jahresgebühr. Wer viel mit dem Mietwagen unterwegs ist, der
greift am besten zur Barclaycard Platinum Double.

  • Produkt: Barclaycard Visa Gold*
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: 1,99% des Kartenumsatzes
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 59 EUR oder 0,00 bei mehr als 3000 EUR Kartenumsatz (ohne
    Bargeldabhebungen oder Überweisungen)
  • inkludierte Auslandsreisekrankenversicherung , Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung für Reisen bis zu 42 Tagen

Fazit: Aufgrund der Fremdwährungsgebühren und der Jahresgrundgebühr solltet ihr zu einer der oben genannten Alternativen greifen.

BARCLAYCARD PLATINUM DOUBLE

Das Premiumproduktvon Barclaycard beinhaltet neben den Reiseversicherungen der Barclaycard Visa Gold auch eine Teilkasko, eine Vollkasko sowie eine Kfz-Haftpflicht für den Mietwagen. Außerdem gelten die Versicherungen für Reisen bis zu 90 Tage.

Ihr erhaltet zwei Kreditkarten, eine Visa und eine Mastercard. Bewahrt ihr beide Karten getrennt auf, habt ihr gleich eine Ersatzkarte für den Fall, dass ihr eine der Karten sperren lassen müsst.

Da bei diesen Kreditkarten keine Fremdwährungsgebühren anfallen, sind sie die perfekten Karten für Vielreisende die oft mit einem Mietwagen unterwegs sind. Denn dann lohnen sich schnell die 99 EUR Grundgebühr, die ab dem zweiten Jahr anfallen. In Kuba müsst ihr zwar eine obligatorische Mietwagenversicherung abschließen, diese besitzt aber nur geringe Deckungsgrenzen. Im wirklich ernsten Schadensfall springt dann die Versicherung der Barclaycard Platinum Double* ein, wenn ihr mit dieser den Mietwagen bezahlt habt.

  • Produkt: Barclaycard Platinum Double*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 99 EUR
  • inkludierte Auslandsreisekrankenversicherung , Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • inkludierte Teilkasko, Vollkasko, Kfz-Haftpflicht für Mietwagen

Fazit: Die Barclaycard Platinum Double* ist die perfekte Karte für Vielreisende, die häufig einen Mietwagen nutzen.

Eurowings Kreditkarten

Barclaycard bietet in Kooperation mit Eurowings zwei Kreditkartenmodelle an, einmal Eurowings Classic* und zum anderen Eurowings Gold*. Da Eurowings derzeit einer der günstigsten Anbieter für Flüge nach Kuba ist,
lohnt ein Blick auf diese Karten. Bezahlt ihr euren Eurowings-Flug mit einer dieser Kreditkarten, dürft ihr kostenfrei ein Sportgepäck (Fahrrad, Golfausrüstung, Tauchausrüstung, Surfbrett) mitnehmen. Das kostet sonst bei Eurowings 100 EUR und bei Condor zwischen 70 und 80 EUR pro Strecke. Nehmt ihr zum Beispiel ein Fahrrad mit nach Kuba, spart ihr 200 EUR.

Zudem könnt ihr an einigen Flughäfen die Fastlane beim Check-In und an der Sicherheitskontrolle nutzen. Bei der Classic Karte sind das fünf Flughäfen, unter anderem Köln, wo die Flüge nach Kuba starten. Bei der Gold Variante sind es sogar 23 Flughäfen. Mit beiden Kreditkarten könnt ihr zudem beim Eurowingsbonusprogramm Flugmeilen sammeln.

Bei der Classic-Kreditkarte fällt eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,99% an. Diese entfällt bei der Goldvariante, zudem beinhaltet diese noch eine in Kuba notwendige Auslandskrankenversicherung und eine Mietwagen Vollkasko Versicherung (mit Selbstbeteiligung in Höhe von 230 EUR).

Beide Kreditkarten sind im ersten Jahr kostenfrei, danach fällt eine jährliche Grundgebühr an. Bei der Classicvariante sind das 19,99 EUR, bei der Goldvariante 69 EUR.

Die Eurowings Kreditkarten sind wie bei der Platinum Double zwei Kreditkarten, eine Mastercard und eine Visa.

Beachtet: im Gegensatz zu den normalen Barclaycard-Karten werden bei Bargeldabhebungen innerhalb Deutschlands Gebühren fällig. Aktuell sind das 4% Kartenumsatz mindestens aber 5,95 EUR.

EUROWINGS CLASSIC

  • Produkt: Eurowings Classic*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: 1,99% des Kartenumsatzes
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 19,99 EUR
  • Kostenfreies Sportgepäck und Check-In Bevorzugung
  • Sammeln von Bonusmeilen möglich

EUROWINGS GOLD

  • Produkt: Eurowings Gold*
  • zwei Kreditkarten: eine Mastercard und eine Visa
  • Bargeld am Automaten außerhalb der EU: kostenfrei
  • Bargeld am Schalter außerhalb der EU: kostenfrei
  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: keine
  • Gebühren für Kartenzahlung außerhalb der EU: keine
  • Jährliche Grundgebühr: 0,00 EUR im ersten Jahr / ab dem zweiten Jahr 59 EUR
  • Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen
  • Mietwagen Vollkasko (SB 230 EUR)
  • Kostenfreies Sportgepäck und Check-In Bevorzugung
  • Sammeln von Bonusmeilen möglich

Fazit: Als Eurowingskunden könnt ihr mit beiden Kreditkarten Geld sparen wenn ihr vorhabt Sportgepäck mitzunehmen. Für die Classic-Karte* wird nur eine geringe Jahresgebühr fällig. Die Goldvariante* lohnt sich nur, wenn ihr für euch und eure Familie auch eine Auslandskrankenversicherung benötigt, denn die Mietwagen-Vollkasko-Versicherung hat eine hohe Selbstbeteiligung.

Zusammenfassung:

Für Kuba empfiehlt sich eine Visa Kreditkarte, allerdings nicht allein. Ihr solltet immer eine zweite Karte als Ersatz mitnehmen. Diese sollte wenn möglich von einem anderen Anbieter sein. Durch Kombination einzelnen Anbieter gleicht ihr auch jeweilige Nachteile aus. Mit der Karte der DKB*, der Barclaycard Visa* und der Barclaycard  Platinum Double* kann man weltweit kostenfrei Bargeld abheben. Bezahlt ihr eure Reise
mit der Advanzia Bank* oder der Barclaycard Platinum Double*, sind auch verschiedene Reiseversicherungen inkludiert. Letztere ist besonders empfehlenswert, wenn ihr häufig mit einem Mietwagen unterwegs seit. Wollt ihr mit Eurowings fliegen und Sportgepäck mitnehmen, könnt ihr mit den Kreditkarten des Flugunternehmens Geld sparen.

Prüft vor eurer Reise nach Kuba die Konditionen eurer Karten und scheut euch nicht vor einem Wechsel.

Kreditkarte Kuba – Worauf ihr noch achten müsst.

  • Zwischen Kreditkartenantrag und möglicher Nutzung der Kreditkarte vergehen zwei bis fünf Wochen. Beantragt eine neue Karte also
    rechtzeitig vor eurem Kubaurlaub.
  • Bedenkt, dass ihr immer eine Karte verlieren könnt, dann hilft eine Bargeldreserve kurzfristig. Meine Reserve reicht für drei Urlaubstage. Viele Banken verlangen hohe Gebühren für den Versand von Ersatzkarten besonders bei Expressversand. Dieser benötigt in der Regel mindestens eine Woche, eher zwei für die Zustellung in Kuba. Damit ihr euren Urlaub weiter genießen könnt, führt eine zweite Karte getrennt mit.
  • Eine Barreserve hilft auch bei Stromausfällen oder Verbindungsproblemen an den Geldautomaten.
  • Bei Verlust einer Kreditkarte müsst ihr diese unverzüglich telefonisch sperren. Ihr haftet sonst für betrügerische Ausgaben. Die Sperrnummer gehört deshalb ins Handy und auf einen Zettel mit Notfallnummern im Gepäck.
  • Prüft vor eurer Reise den Verfügungsrahmen eurer Kreditkarte. Dieser reicht häufig für den Urlaub nicht aus. Ladet daher im Vorfeld Geld auf das Kreditkartenkonto oder erhöht den Kreditrahmen. Prüft auch ein eventuelles Tageslimit bzw. Wochenlimit.

Habt ihr noch weitere Fragen oder Anregungen zu den Kreditkarten auf Kuba?
Wie sind eure Erfahrungen? Ich freue mich wie immer über eure Kommentare.

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Alle hier stehenden Hinweise und Angaben beruhen auf uns aktuell zur Verfügung stehenden und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit sowie eine Haftung kann nicht übernommen werden. Vertragsbedingungen und Preise können sich ohne unser Wissen kurzfristig ändern. Wir empfehlen die aktuellen Informationen der Kreditinstitute zu prüfen.

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